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Mein Sohn ist tot

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Martina24, 20. April 2006.

  1. Martina24

    Martina24 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2005
    Beiträge:
    15
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    Mein sohn ist vor 2 Monaten tödlich verunglückt.
    Ein Unfall den er warscheinlich selber herbeigeführt hat.
    Er ist nur 18 Jahre alt geworden.
    Er war seit einiger Zeit krank und wir vermuten eine Verzeiflungshandlung.


    Ich kann nur noch weinen und verstehe die Welt nicht mehr.
    Die Oma, den Vater zu beerdigen war schrecklich aber nun das eigene Kind ......

    Ich bin sicher das er bei mir ist .
    So hatten wir vor ein paar Tagen eine Wohnungsbrand und
    wie von Geisterhand geführt konnte ich unsere Tiere retten.
    Meine Freundin meinte ich spinne.

    Ich weiss eigentlich nur das mich der Schmerz zerfrisst.
    Dazu das Wissen das er sehr schmerzvoll gestorben ist.

    Mein ganzes Leben scheint zu zerbrechen.

    Danke für´s zuhören
     
  2. MichaelaEngel

    MichaelaEngel Mitglied

    Registriert seit:
    11. April 2005
    Beiträge:
    601
    Liebe Martina,

    wenn ich die passenden Worte hätte, würde ich sie Dir von Herzen gerne schreiben, aber ich habe sie leider nicht.

    Es tut mir unendlich leid denn ich weiß nur zu gut um Deinen Schmerz und Deine Leere, da auch ich meinen Sohn verloren habe.
    2 Monate sind noch ganz, ganz frisch, aber dennoch eine Ewigkeit. Ich freue mich das Du hier "gelandet" bist, hier sind viele, liebe Menschen die Dir zuhören, raten können oder einfach nur da sind.

    Das Du spinnst glaube ich kaum, denn es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die man weder sehen, noch beweisen kann - aber dennoch sind sie da.

    Wenn Du möchtest lass uns telefonieren oder schreiben - ganz wie es Dir lieber ist.

    Stille Grüße die von Herzen kommen,

    Micha
     
  3. Haris

    Haris Guest


    ohmann - ich weiss nicht was ich sagen soll - das tut mir so Leid!
    Ich habe in meinem Beruf einiges mit jungen Menschen, die schwere Autounfälle erlebt haben - z.T. in selbstmörderischer Absicht- zumeist aber mit schwerer Behinderung überlebt haben und kenne ein bißchen das Leiden der Eltern aber auch der Betroffenen selbst. Und diese Berührung mit dem Unfassbaren ist so... gross und überwältigend, daß man sich davor am liebsten verstecken will.
    Ich hoffe und wünsche Dir, daß Du die Kraft findest, das durchzustehen. Ich bin sicher, auch wenn es jetzt vielleicht ummöglich erscheint, daß Du diese Kraft vielleicht gerade inmitten der Unfassbarkeit finden kannst und hoffe, daß Dir der Aufenthalt hier im Forum zumindest ein bißchen Linderung gibt.

    Alles Gute
    Haris
     
  4. mama

    mama Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2006
    Beiträge:
    6
    liebe martina
    Habe deine zeilen ein paar mal gelesen und überlegt,ob du nur deinen kummer ein bisschen los werdenwolltest oder doch ein paar tröstende worte suchst.Ich habe mich dann für das letzere entschieden.
    Ich habe auch eine schwester ,die mit 18 verunglückt ist.Wir sind 8 Geschwister und sie fehlt uns sehr.
    Denkst du wirklich das er sich das Leben nahm,wegen seiner Krankheit?Kann ihn nicht auch eine höhere Gewalt davon erlöst haben?
    Denk daran ,was ihm vielleicht erspart geblieben ist.Richtig trauern ist wichtig und Gespräche führen.Die meisten Menschen meiden leider den Kontakt mit Personen die einen Todesfall zu beklagen haben.Schade,aber das ist nun mal so.Ich wünsche dir das du gute Freunde hast,die dich in dieser traurigen Zeit begleiten.
    Noch eins :Dein Sohn ist immer bei dir,hör auf dein herz und du spürst es.
    Ich wünsche dir Kraft und Glauben " Mama"
     
  5. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Wir hören dir hier zu. Erzähl, was immer du erzählen willst. Was immer dir hilft. Es ist hier drin immer wer, der grad zuhören kann. Viel mehr können wir im Augenblick auch nicht tun - da werden alle Worte so furchtbar leer und bedeutungslos.

    :trost:

    Und übrigens, du spinnst NICHT. Wenn du seine Anwesenheit fühlen kannst, dann ist er da.
     
  6. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
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    Hallo Martina - das eigene Kind zu verlieren seh ich auch als das härteste an, was einem passieren kann - du hast meine Anteilnahme - und tu das was dir Befreiung verschafft - Menschen anderer Kulturen schreien ihren Schmerz einfach hinaus und alle akzeptieren das, ich halte das für eine gute Art mit diesem Schmerz umzugehen. Fühl dich in den Arm genommen.

    Liebe Grüße Inti
     
  7. maritza

    maritza Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Oktober 2005
    Beiträge:
    770
    Ort:
    St.Eiermark
    Ich hatte nie so einen schweren Verlust.
    Deshalb ist es schwer, tröstende Worte zu finden. Welche Worte trösten wirklich? Man kann einfach nur für dich da sein. Bitte lass alles raus, und rede über deinen Schmerz. Wir hören dich alle gerne zu. Das ist das Einzige, was ich fähig bin, für dich zu tun.

    Liebe Grüsse

    Maritza
     
  8. domaris73

    domaris73 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2006
    Beiträge:
    2.011
    Ort:
    Österreich
    die überschrift ist für mich als mutter schon ein stich ins herz.
    ich kann nicht viel mehr sagen, als dir alles liebe und kraft zu wünschen.
     
  9. blackpink

    blackpink Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2005
    Beiträge:
    5.588
    Ort:
    In your heart, my dear !...J.S.K
    Für die liebe Martina,

    :trost:

    Sende dir viel Licht und Liebe.

    herzliche Grüße,
    blackpink
     
  10. Fee

    Fee Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2004
    Beiträge:
    1.915
    Ort:
    100 km um Aachen
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    Liebe Martina,

    nur die Zeit wird Deinen Schmerz lindern. Dein Sohn ist nur vor Dir gegangen, wohin wir alle gehen werden eines Tages. Er ist nicht tot, nur gegangen..........Du kannst ihn nicht hören oder nicht sehen, aber spüren. Er ist bei Dir, sprich mit ihm und sage ihm, was Du ihm noch alles sagen wolltest. Er wird Dich verstehen.

    In tiefem Mitgefühl an Dich und sei umarmt

    Maike





    Phasen der Trauerverarbeitung

    Einleitung
    1. Die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens: Schock und Verleugnung
    2. Die Phase der aufbrechenden Gefühle
    3. Die Phase der langsamen Neuorientierung
    4. Neues inneres Gleichgewicht
    Schlusssatz



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    Einleitung


    Phasen der Trauerverarbeitung


    Das Leben
    eines lieben Menschen
    ist zu Ende.
    Es erscheint Ihnen,
    als ob damit auch Ihr Leben
    zu Ende gegangen sei.
    Das Leben mit ihm ist zu Ende,
    doch Ihr Leben geht weiter.

    Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, ist ein langsamer und lang andauernder Prozess, der nicht mit dem Begräbnis endet. Wir benötigen Zeit, bis wir die Trauer überwinden und die Endgültigkeit der Trennung akzeptieren können. Die Trauer ist nicht vergleichbar mit einer Krankheit, einer Grippe, bei der wir nur ein paar Medikamente nehmen und uns ausreichend Ruhe gönnen müssen. Die Trauer ist aktive Arbeit, die wir in Angriff nehmen müssen. Niemand kann uns die Arbeit abnehmen zu lernen, den Verlust anzunehmen. Niemand kann uns die Arbeit abnehmen, uns von dem geliebten Menschen zu verabschieden. Niemand kann uns die Arbeit abnehmen, Gewohnheiten, die wir mit dem geliebten Partner verbanden, aufzulösen. Niemand kann uns die Arbeit abnehmen, neue Gewohnheiten zu entwickeln. Der Trauer können wir nicht entgehen, indem wir gegen sie ankämpfen, sie in Drogen und Alkohol ersticken, sie zu vermeiden versuchen, oder abzuwarten, bis die Zeit sie heilt. Wenn wir gesund aus diesem Lebensabschnitt hervorgehen möchten, können wir die Trauer nur durchleben. Wenn wir sie zulassen und durchleben, werden wir sie überwinden.

    Der Verlust eines Menschen konfrontiert uns mit Gefühlen, die wir uns vielleicht niemals zuvor zu fühlen imstande gesehen haben; Gefühle, von denen wir nicht wissen, woher sie kommen, geschweige denn, wie wir mit ihnen umgehen sollen.

    Es liegt in unserer menschlichen Natur, dass wir das betrauern, was uns wichtig ist und was wir nicht mehr haben können. Wir haben keine Möglichkeit, etwas, was für uns von großer Bedeutung ist, loszulassen, ohne es nicht auch zu betrauern. Die Trauer teilt uns mit, dass sich etwas geändert hat in unserer Umgebung. Sie ist ein Warnsignal unseres Körpers und unserer Seele. Jeder Mensch hat seine eigene Zeit und seine eigene Art, wie er trauert. Bei jedem Ereignis, ob es Trennung, Umzug, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust der Gesundheit durch eine chronische Erkrankung, einen Unfall, Verlust der Jugend oder der Verlust eines Partners durch Tod ist, reagieren Körper und Seele. Sie geraten aus dem Gleichgewicht. Die Reaktionen unterscheiden sich darin, wie lange es bis zu einem neuen Gleichgewicht dauert und wie intensiv die Reaktionen selbst sind. Die Trauer über den Verlust eines Partners kann mehrere Jahre dauern. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten in dem, was wir erleben. Ich möchte Ihnen kurz die verschiedenen Phasen vorstellen, die wir auf dem Weg von der Trauer bis zu einem neuen Gleichgewicht durchlaufen ‑ auch wenn Ihnen im Augenblick der Kopf nicht so sehr nach theoretischen Ausführungen steht. Sie können Ihre Gefühle dann besser verstehen und haben weniger Angst vor Ihren Reaktionen und Verhaltensweisen. Sie kommen sich dann nicht so unfähig vor und haben nicht mehr den Eindruck, "verrückt" zu werden.



    Der Tod ist demokratisch. Er kommt zu jedem.
    Er ist ein unausweichlicher Teil unseres Lebens –
    auch wenn er uns unfair erscheint.


    Oliver

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    1. Die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens: Schock und Verleugnung

    Diese Phase kann von einigen Stunden bis zu Monaten andauern. Der Betroffene hat die Nachricht des Todes erhalten, kann sie aber gefühlsmäßig noch nicht nachvollziehen. Er ist wie erstarrt, im Schock oder reagiert mit einem Gefühlsausbruch. Er macht Äußerungen wie "Ich kann es immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr wiederkommt“.


    Oliver

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    2. Die Phase der aufbrechenden Gefühle

    In ihr wechseln sich Gefühle der tiefen Verzweiflung, der Angst und Hilflosigkeit, der Einsamkeit, der Schuld, aber auch der Wut auf sich und den verstorbenen Partner ab. Gleichzeitig geht diese Phase einher mit massiven körperlichen Begleiterscheinungen: mit Appetitverlust oder Fressanfällen, Durchfällen, Verstopfung, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Merkfähigkeits‑ und Konzentrationsstörungen. Diese Phase kann zwei Jahre anhalten, manchmal sogar länger, bis der Betroffene den Tod akzeptieren lernt.

    Oliver

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    3. Die Phase der langsamen Neuorientierung

    In ihr findet sich der Trauernde langsam mit dem Verlust des Verstorbenen ab. Er nimmt alte Aktivitäten wieder auf oder beginnt, seinen Blick auf neue Aktivitäten zu lenken. Er denkt an die schönen, wie auch enttäuschenden Erfahrungen mit dem verstorbenen Partner und empfindet keinen starken Schmerz mehr. Er entwickelt ein neues Selbstwertgefühl.

    Oliver

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    4. Neues inneres Gleichgewicht

    Der Mensch empfindet ein neues seelisches und körperliches Gleichgewicht. Er denkt dankbar, vielleicht auch ein klein wenig traurig an die gemeinsame Vergangenheit mit dem verstorbenen Partner und hat sich ein neues Leben ohne den verstorbenen Partner aufgebaut. Er hat einen neuen Sinn im Leben gefunden. Er hat eine positive Einstellung zu sich, seinen Fähigkeiten und der Zukunft entwickelt.

    Oliver

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    Schlusssatz

    Die einzelnen Trauerphasen können sich überlappen, zusammenfallen und sich miteinander vermischen oder in einer anderen Reihenfolge, als hier beschrieben, verlaufen. Jeder muss jedoch diese einzelnen Phasen durchleben, wenn seine Wunde heilen soll und er sich einen neuen Lebenssinn aufbauen will.

    Die Phasen der Trauerverarbeitung verlaufen nicht kontinuierlich. Es wird Fortschritte und Rückschritte geben. Nach dem Aufbrechen der Gefühle wird es täglich Schwankungen zwischen den verschiedenen Gefühlen geben. In der Phase 3 wird es manchmal z.B. an besonderen Tagen wie dem Todestag, Weihnachten, Geburtstag, Hochzeitstag etc. Rückfälle in die Phase 2 geben. Doch sie werden vorübergehen.


    Aus
    Einen geliebten Menschen verlieren - Vom schmerzlichen Umgang mit der Trauer
    von Doris Wolf
    erschienen im PAL Verlagsgesellschaft mbH Mannheim 1991

    Oliver
     
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