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Mein Onkel mit 50 Jahren gestorben

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Lichtenergie, 16. September 2006.

  1. Lichtenergie

    Lichtenergie Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2005
    Beiträge:
    70
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    Es ist so grausam. Ich schreibe diesen Brief um mich etwas zu befreien, von meiner Trauer und von meiner Wut. Ich bin traurig, dass mein Onkel vorgestern ( den ich sehr lieb hatte ) gestorben ist. Er hat unendlich viel gelitten. Schmerzen ohne Ende gehabt. Vor 5 Monaten bekam er die Diagnose das er Lungenkrebs hatte. Er bekam sofort Chemotherapie, die nichts brachte. Bei der letzten Chemotherapie ist er zusammengebrochen. Diese war vor genau 1 Monat. 1 Monat lang lag er nun im Sterben, das war uns allen klar. Aber mich ärgert es sehr das die Ärzte ihn immer noch bis zu seinem Tod mit Chemo zugebombt hatten. Keine Schmerzmittel, und er hatte starke Schmerzen. Dazu muss ich sagen das mein Onkel in Italien im Krankenhaus lag und er dort behandelt wurde. Er wollte nachhause, aber die Ärzte ließen ihn nicht gehen. Er war mit seinem Kopf noch voll dabei aber er war schwach. Er wollte und konnte nichts mehr essen, schon garnicht Trinken, das einen ganzen Monat. Die Familie von meinem Onkel ist eine sehr arme Familie. Die Chemotherapie und die ganzen Medikamenten und der Aufenthalt im Krankenhaus mußte von der Familie bezahlt werden. Sie hatten kein Geld, hofften das es ihm durch die Chemotherapie besser gehen würde, deshalb machten sie einen Kredit. 4000 Euro bekam die Frau. Die Frau bezahlte das Krankenhaus und die Chemo davon und dachte nur an ihren Mann. Doch er hat es nicht überlebt. Die Frau steht nun da, mit 3 Kindern, 4000 Euro Schulden, keine Arbeit, Kein Essen, kein Geld. Und keine Mann mehr, der sie ernährte. In nur 5 Monaten. Regelmässig haben wir hier aus Deutschland Geld zu meinem Onkel geschickt, damit wenigstens die Kinder was zu essen bekamen und eingekleidet wurden. In Italien sind die Menschen grausam. Sie helfen sich nicht untereinander und das in einem Dorf. Essensreste werden lieber in den Müll geworfen als verschenkt. Ich bin verärgert. Die Ärzte, das Krankenhaus haben nur an ihr Profit gearbeitet, warum sonst haben sie den sterbenden Mann noch Chemo gegeben. Warum ???
    Das tut mir so weh. Mein Onkel hat sehr gelitten, sehr. Er hat in seinem Leben nur hart gearbeitet, für ein paar groschen, was soll das???
    Und hier wollen wir die neuesten Klamotten haben, die besten Möbel, den besten Fernseher... das beste Handy...Und wo anders gibt es Kinder die vor Hunger sterben, wie ungerecht das alles ist. Ich mußte dies schreiben, ich erwarte keine Antwort.
    Danke fürs zuhören.
     
  2. Gabi

    Gabi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2006
    Beiträge:
    3.337
    Ort:
    Deutschland BW
    Liebe Lichtenergie,

    auch mein Onkel ist vor einigen Wochen an Lungenkrebs gestorben. Auch er hatte noch eine Chemo, die er jedoch abgebrochen hat, weil die Nebenwirkungen zu stark waren und die Chancen auf Heilung sehr gering. Er bekam Schmerzmittel und ist in einem Hospitz ruhig hinübergegangen.

    Ich verstehe Deine Verbitterung über das - wie es scheint - unnötige Leiden Deines Onkels. Aber ALLES was geschieht, hat einen tieferen Sinn. Wir erkennen ihn nur selten und das macht uns so traurig und wir fühlen uns machtlos, eingezwängt in ein Leben, was wir scheinbar nicht gewählt haben. Aber die Seele Deines Onkel hat dieses Leben gewählt und mit jeder einzelnen Entscheidung in seinem Leben, hat er die Zukunft gestaltet. Nee, niemand ist Schuld an seinem Leiden, weder er selbst noch die Ärzte, noch das mangelnde Geld. Es gibt keine Schuld und also auch keinen Schuldigen.

    Das Leben erscheint oft ungerecht, doch nur, weil wir bewerten, Maßstäbe setzen, Wünsche und Vorstellungen haben, wie die Welt auszusehen hat. Wir erkennen nicht die wahren Gründe für ein Leiden, wissen nicht, was dieser Seelenanteil hier wirklich erlebt, d.h. sehen nur das Äußere, die Oberfläche, aber was der wahre Grund ist für das Leben ansich, sehen wir nicht.

    Wir selbst, als Seelenanteile - bewußt oder unbewußt - haben diese Welt zu dem gemacht, was sie ist. Alles "Ungerechte", "Böse" existiert, weil wir es erschaffen haben, es ist ein Teil von uns. Nur wenn wir das erkennen und wahrhaft annehmen, können wir die Welt verändern.

    Alles Liebe
    Gabi
     
  3. nici

    nici Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2006
    Beiträge:
    929
    Ort:
    Baden-Württemberg
    hallo lichtenergie,

    ich möchte dir mein herzlichstes beileid aussprechen ! ich weiß sehr gut, wie du dich fühlst, denn ich habe vor 3 monaten meinen vater verloren, daher kann ich deinen schmerz nur zu gut verstehen ! auch deine wut kann ich verstehen, wenn man so leidet und so viel ungerechtigkeit empfindet, bekommt man eine wut ! und so recht wie du auch hast, dein schmerz wird die welt nicht verändern, versuche den anderen zu verzeihen, denn deine wut tut dir nur noch mehr weh und hilft dir nicht ! verzeihe mir, wenn das hart für dich klingt ! mir tut die familie deines onkels auch sehr leid !

    fühle dich gedrückt, nici
     
  4. Lichtenergie

    Lichtenergie Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2005
    Beiträge:
    70
    Hallo gabi und nici, möchte mich für Eure netten Worte bedanken.
    Es hat mir etwas meine Wut genommen. Traurig bin ich noch sehr, das wird wohl auch etwas dauern.
    Sehe ihn, wie zufrieden er jetzt ist, wie er auf einer Wiese hin und her springt, seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht, mit seiner Mama tanzt und singt. Ohne Schmerzen, ohne Leid. Aber das ist nur meine Vorstellung, schön wärs wenn es wirklich so wäre.
    Lieben Dank an Euch.
     
  5. nici

    nici Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2006
    Beiträge:
    929
    Ort:
    Baden-Württemberg
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    ich denke, das ist auch so ! :)
    im jenseits ist alles möglich ! :engel:

    alles liebe, nici
     
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