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Mein Cousin ist am Ostermontag verunglückt

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von nitsch1979, 11. April 2007.

  1. nitsch1979

    nitsch1979 Guest

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    Hallo!

    Mein Cousin ist am Ostermontag 26-jährig mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. Er war aber nicht nur mein Cousin. Er war auch mein Nachbar und wir waren eigentlich immer zusammen. Gemeinsam im Kindergarten, Volksschule, Hauptschule und auch danach waren wir immer im Kontakt. Er war für mich immer ein wichtiger Mensch. Klar war zwischendurch der Kontakt mal etwas weniger, aber nach nach der Geburt meines Sohnes haben wir wieder viel Zeit zusammen verbracht auch mit seiner Freundin. Er war für meinen Sohn eigentlich der beste Freund. Er hat alles für ihn getan. Egal was mein Sohn wollte, er hat es ihm gegeben oder ist mit ihm dorthin gefahren. Wenn er etwas Neues bekam, wenn er sich wo verletzt hatte oder egal was, sagte er:"Mama, ich rufe E... an". Ich weiß nicht, wie er und auch ich das verkraften sollen. Mein Sohn ist jetzt fast 7 und seit dem er denken kann, war E. immer für ihn da. Er hat sich ihn auch im Sarg angesehen, da unser Diakon meinte, es würde ihm helfen, Abschied zu nehmen und schreckliche Fantasien dadurch zu vermeiden. Momentan sieht es sehr gut aus. Nur weiß ich nicht, überspielt er das nur, oder hat er es wirklich schon so gut verarbeitet. Heute ist sein Begräbnis und ich habe ehrlich gesagt Angst davor. Angst davor, dass die Menschen zu ihm hingehen und wieder sagen: "Jetzt hast den E. nimmer". Den er ist immer da. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass E. immer bei uns sein wird. Halt nicht so, wie wir es gewohnt sind, aber er ist auf seine Weise immer bei uns.

    Vielleicht hat ja jemand von euch schon einen ähnlichen Fall erlebt und kann mir helfen, meinem Sohn dies zu erklären.
     
  2. wolky

    wolky Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2005
    Beiträge:
    4.149
    Hallo du,

    ich bin betroffen von deinen Worten, mitfühlen kann ich die Traurigkeit und auch die Hilflosigkeit. Ich kann dir nur eine persönliche Erfahrung erzählen, als ich es als Kind 8 Jahre meine Oma verloren hatte. Sie hatte einen offenen Sarg. Ich konnte nicht hingehen. Meine Tante hat sich von ihrer Mutter verabschiedet. Sie trägt heute noch dieses Bild immer noch in ihrem Herzen und ist bis heute mit ihrer Entscheidung sehr unglücklich. Ich habe sie "lebendig" bis heute in meinen Geist. Vielleicht überlegt ihr nochmals, ob ihr das wirklich wollt. Ich kenne deinen Sohn zu wenig zu wissen, ob er für ihn positiv oder negativ auswirkt.

    Ich drücke dich in Gedanken und deinen Sohn dazu, dass ihr diesen Tag, an dem das Begräbnis stattfindet, übersteht und ihr euch vielleicht in einer ruhigen Minute der schönen Dinge und Erlebnisse erinnern könnt und ihr im Herzen dazu lächeln könnt, auch wenn euch dabei vor Trauer die Tränen rinnen.
    Alles Liebe
    wolky
     
  3. nitsch1979

    nitsch1979 Guest

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    Hallo!

    Danke für dein Mitgefühl. Ich war mit meinem Sohn am Sarg meines Cousin. Er wollte ihn noch einmal sehen und es hat ihm, meiner Einschätzung nach gut getan. Er ist anschliessend sogar nochmals alleine hingegangen und hat ihn sich nocheinmal angesehen.
    Gestern war dann sein Begräbnis und mein Sohn war vormittags noch in der Schule. Sie hatten auch Religion und der Diakon, der Religionslehrer hat mit den Schülern für ihn gebetet. Als ein Kind fragte, wer den dieser Mann sei, sagte er:"Das ist der bester Freund von A..". Mein Sohn hat sich darüber sehr sehr gefreut. Auch bei die Hausaufgabe hat er über meinen Cousin geschrieben. 2 Sätze waren die Aufgabe und beide waren über den Tod von seinem Besten Freund. Ich glaube, dass es ihm noch gar nich so bewußt ist. Er wird ihm erst dann so richtig fehlen, wenn Tage oder Situation kommen, wo es selbstverständlich war, dass mein Cousin da war. Gestern Abend hat er noch für ihn gebetet und ihm gesagt, dass er ihn nie vergessen wird und ihn sehr lieb hat. Wir werden ihn auch nie vergessen und ihn immer so in Erinnerung behalten, wie er war. Ein lebenslustiger, arbeitswütiger, draufgängerischer Mensch. Wahrscheinlich gibt es irgendwo noch etwas wichtigeres für ihn zu tun.
     
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