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Mein bester Tag / Mein schlimmster Tag

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von herzenstueren, 18. November 2011.

  1. herzenstueren

    herzenstueren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
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    Österreich
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    Liebe Alle!

    Die Fragen "Was war Dein bester Tag in Deinem Leben?" sowie die nach dem schlimmsten in einem Film bewegen mich gerade, das hier zu posten. Welche(r) war(en) Deine?

    Anm.: Ich finde es geht eher wenig darum, ob das wirklich der beste/schlimmste Tag war, sondern was sich für den Augenblick meldet. Kann ja morgen, in 2 Minuten, in 1 Sekunde etwas anderes sein. :rolleyes:

    Mir fiel auf, dass mir als erstes eher etwas zu zweiterem einfiel. Ein Grund mehr für mich, dem nachzugehen, vor allem da ich überwiegend viel zu ersterem berichten kann.

    :kiss4: herzenstueren :kiss4:
     
  2. Shania

    Shania Guest

    ich könnte mir vorstellen, dass es nicht viele menschen gibt, die über ihren schlimmsten tag erzählen möchten. ganz im gegenteil: ich für meinen teil möchte solche dinge am liebsten vergessen, weil es zu schmerzhaft ist.
     
  3. herzenstueren

    herzenstueren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
    1.026
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    Österreich
    Das Zellgedächtnis speichert Erlebnisse - angenehme wie unangenehme - und diese wirken dann im und über den Körper. Da gibt’s nur Vergessen im Sinne von Transformieren und dazu muss das jeweilige Ereignis an die Oberfläche und gesehen, durcherlebt und verarbeitet werden. (Vgl. auch Homölpathie) So kann es gelöst und die Information gelöscht werden. Alles andere ist Verdrängen und das hat nichts mit Vergessen zu tun. Die Wunde bleibt offen.

    Auch ein gesagtes "ich kann mich nicht mehr erinnern" heißt noch lange nicht, dass die Info wirklich gelöscht ist. Das ist meist vielmehr ein Schutzmechanismus den wir uns zurechtlegen, ob des großen Schmerzes, der Enttäuschung, etc. Selbst erlebt.

    Das Teilen von prägenden Ereignissen kann durchaus auch etwas sehr befreiendes haben. Einerseits weil ich die Info nicht mehr allein trage und andererseits wirken Mitgefühl des Gegenübers (auch mein eigenes :trost:) und tröstende Worte wie eine heilsame Salbe auf Wunden.

    Alle Information ist da. Immer.

    Herzlichen Gruß & danke für Deinen Beitrag.


    Möge Dein Tag heute der beste Tag Deines Lebens sein/werden! :kiss4:


    herzenstueren
     
  4. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hm....es gab und gibt immer Momente/Augenblicke in denen es einem erscheint , ja heute war ein glücklicher Tag, ein fröhlicher Tag...könnte der beste Tag des Lebens sein ( wunderschön finde ich es zB.: wenn ich mich verliebe ) ....sowie auch die Tage in denen ich mich nicht wohl fühle , traurig bin, nichts klappen will, sind aber eben auch Augenblicke /Momente...
    In der Vergangenheit gab es viel negatives, aber nicht ohne das mich doch auch immer posetives begleitet hat , sonst hätte ich wohl so einiges nicht "überstanden" ...

    Deswegen sehe ich es ein wenig anders...

    Mein schlimmster Tag, als mein Lebensgefährte starb....davor gab es wunderbare Jahre mit ihm .....danach dauerte es , bis es wieder bessere Tage gab....

    Ich denke , trotz allem negativem und posetivem....auf meinen "besten " Tag warte ich noch immer , falls es ihn geben sollte .....

    Nachdenkliche Grüße
    Asaliah
     
  5. herzenstueren

    herzenstueren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Österreich



    Du sprichst mir aus der Seele und gleich taucht beim Lesen Deiner Zeilen folgendes auf


    • Was, wenn es kein Morgen gibt?
    • Was, wenn meine Erwartungen an den besten Tag sooo groß sind, dass es kein Tag wirklich schaffen kann, dieser zu sein /werden?
    • Was muss passieren, damit ich einen Tag als "mein bester" titulieren kann?
    • Was kann ich tun / sollte ich lassen - für mich und für andere, damit ein Tag die Chance hat "der beste" zu werden?
    • Wie wäre es, mich einfach in das Gefühl zu stellen, dass jeder Tag "mein bester" ist?


    Danke Asaliah und schöööön Dich wieder mal zu sehen. Heute ist mein bester Tag! :kiss4:


    :umarmen: herzenstueren :umarmen:
     
  6. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Dankeschön ! Und freut mich das es für dich dein bester Tag ist :)

    Ich kann verstehen , was du damit sagen willst und auch ich habe sovieles ausprobiert , zB.: vor dem Spiegel am Morgen zu stehen , und mir zu sagen : heute wird ein guter Tag ...noch nicht mal "bester "Tag , also ohne großen Erwartungen ....dennoch wurde er dann doch nicht so , und was passiert , ich bin automatisch enttäuscht.....Erwartungshaltung an den Tag ....ist nicht eingetroffen...

    Hm...ja dann gibt es kein Morgen, darüber nachzudenken , wird es nicht ändern.

    Hm...wie kann ich denn meine Erwartungen selbst als zu "hoch " einstufen , oder wer meint meine Erwartungen sind zu hoch, wenn ich zum Beispiel nur schmerzfrei sein möchte, oder einen lieben Menschen begegnen möchte oder der Arbeitstag ruhig, harmonisch laufen soll, oder es in einer Beziehung harmonisch laufen soll....einfach ein Tag ohne gröbere Sorgen ...hm...gut ich wünsche mir auch den Lottosechser - schon lange oder eine nicht einseitige Beziehung und so weiter , aber das lege ich nicht am Tag fest.

     
  7. andr

    andr Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.284
    Zuerst wollte ich nix schreiben.
    Aber mein bester Tag ist seit einiger Zeit immer heute.

    Meine schlechtesten Tage, geht nur als Gruppe durch, Trennungen, durch Tod oder im Leben, hab ich mir einige bis heut nicht angeschaut. So weit weg, dass ich gar nix spüren will, was für mich ungewöhnlich ist. Hab an ein paar Stellen die Zuversicht und das Vertrauen in mich verloren, hatte immer mit Trennungen zu tun. Schwierig da zu heilen.
    Mehr wär mir zu persönlich für hier.
     
  8. herzenstueren

    herzenstueren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
    1.026
    Ort:
    Österreich
    Mein schlimmster Moment war, als ich Monate später - von ihr selbst - erfuhr, dass sie, eine mir sehr nahe Verwandte mir die Möglichkeit nahm, mich von einem ebenso lieben und sehr nahen Verwandten, meinem Fels in der Brandung, dem Menschen der mich die Jugend über am Leben hielt und mir den Glauben ans Leben vorlebte und (als einziger in meinem Umfeld) gab, ohne den ich selbst vermutlich nicht mehr am Leben wäre, zu verabschieden, obwohl er, sich kurz vor seinem Tod im Spital befindlich, immer wieder nach mir fragte.
    Dass er in der Woche wo er im Spital war sich bei mir über einen Traum verabschiedete - die schlimmste Nacht meines Lebens - und so einen anderen Weg fand, mich auf das Ereignis vorzubereiten war ein Trost - rückwirkend betrachtet. Zu dem Zeitpunkt des Traumes wußte ich jedoch nicht, wie es um ihn bestellt ist und dass er im Spital liegt - zumindest erfuhr ich nichts von meinen Angehörigen.


    Wiee gerne hätte ich ihn nochmal gesehen und Abschied genommen.


    Und die Wunde ist offen.



    herzenstueren
     
  9. herzenstueren

    herzenstueren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
    1.026
    Ort:
    Österreich
    Vielleicht geht es einfach darum, zu erkennen, dass , egal was im Leben passiert, zu unserem höchsten besten passiert und ein Geschenk ist, Ausdruck der Vielfalt des Lebens ist.
    Vielleicht haben wir von den Ansprüchen zu lassen, was einen "besten" Tag definiert.
    Vielleicht sollten wir einfach aus dem Geschenk des Augenblicks heraus leben, sein.


    Danke für Deinen Beitrag,
    herzenstueren
     
  10. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Neulich habe ich 30 Jahre "Leben mit einem bestimmten Schatten" über den Haufen werfen können, beinahe einfach so. Was dazu nötig war, war eine Erinnerung, die mir vollends entfallen war. Diese Erinnerung war nicht schön, aber doch trug sie dazu bei, dass ich diesen "Schatten" nun nicht mehr spüren muss.
    Ich kann das nun zweierlei bewerten, und tat dies auch. Einerseits war ich traurig und wütend, was das alles angerichtet hatte und andererseits erleichtert und froh, dass es vorbei ist. Was überwiegt, ist wohl wirklich eine Frage des Temperaments. Ist jemand optimistisch oder pessimistisch- das macht ganz viel aus.
    Freude und Leid liegen häufig so nah beieinander, sodass ich mich manchmal frage, ob es sie überhaupt mal getrennt voneinander gibt. Ich meine, die reine Freude, ungetrübt, klar und deutlich zu spüren, erscheint mir gar nicht sooo leicht. Aber genauso ist es mit der Trauer, auch sie gibts bei mir selten mal isoliert von allem anderen...
     
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