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Mehr Akademikerinnen - Weniger Jobchancen?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Hikari, 17. Januar 2013.

  1. Hikari

    Hikari Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juli 2010
    Beiträge:
    825
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    Ein interessanter Artikel: http://wien.orf.at/news/stories/2567458/

    Das ist sicher auch ein Grund, warum die Gehaltsschere auseinander geht.
    FiT, MINT, Girls Day und zahlreiche andere Projekte um Frauen und Mädchen für diese Dinge zu begeistern, haben bisher nur wenig Erfolg gezeigt.

    Seht ihr das als Problem?
    Wenn ja, wie könnte man dieses Problem lösen?

    Einige Lösungsvorschläge:

    * Nur maximal so viele Männer wie Frauen in die entsprechenden Studiengängen zulassen
    * Wir zwingen Männer Geisteswissenschaften/Frauen Naturwissenschaften zu studieren
    * Jedes Privatunternehmen muss Geisteswissenschaftlerinnen einstellen, je nach Umsatz
    * Die technischen Universitäten auflösen und geisteswissenschaftliche Berufe (KulturwissenschaftlerInnen, PhilosophenInnen...) staatlich subventionieren
    * Naturwissenschaftlich-technische Studienrichtungen komplett abschaffen

    :zauberer1 :D
     
  2. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Jain.

    Zum einen: Diese Projekte haben Erfolge gezeigt. Der Frauenanteil in den MINT-Fächern (das ist eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und hat erste einmal nichts mit Frauenfürderung zu tun, wie hier scheinbar gedacht wird) steigt.

    Nun bleibt die Frage: Woher kommt der relativ geringe Frauenanteil in diesen Fächern.

    Bis vor weniger als 100 Jahren ware es Frauen regelrecht verboten, in diesen Fächern etwas leisten zu wollen. Das hat sich erst in jüngerer Vergangenheit geändert. Und das Klischee "Fraucne können das nicht." hängt noch heute in vielen Köpfen fest.

    Demgegenüber gibt es eine steigende Anzahl von Wissenschaftlerinnen in den MINT-Fächern, die sehr gute Arbeit leisten. Ihre Hormone und andere Biologische Merkmale hindrn sie nicht daran.

    Daher denke ich, dass es vor allem immernoch dieses Klischee ist, was überwunden werden muss.

    Diese "Lösungsorschläge" sind alle Quatsch.

    Die Lösung ist ganz einfach: Die Klischee, dass Frauen das nicht könnten - z.B. weil sie naturgegeben angeblich weniger begabt dafür wären oder ws weiß ich - noch weiter abbauen. Dazu gehören dann auch solche Aktionen wie der "girls day" oder ähnliches.
     
  3. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.589
    Hi,

    ich sehe da kein Problem, es fängt sich doch gesellschaftlich erst an, einzurenken.

    Wart mal noch 50 Jahre. :)

    LG
    Any
     
  4. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Ich muss Anevay recht geben. Es ist eine Entwicklung, die stattfindet.

    Wer was studiert sollte eine private Entscheidung sein und nicht eine, die durch staatliche Quoten vorgegeben wird, Hikari.

    Frauenquoten, wie sie z.B. in Österreich bei Medizin angewendet werden, sind ein Sargnagel für die weibliche Integrität am Arbeitsmarkt.
    Wer nicht weiß, was ich meine; beim EMS, dem Zulassungstest für Medizin in Österreich, zeigte sich, dass obwohl sich eigentlich mehr Frauen als Männer dafür angemeldet haben, bis zu zwei Drittel der Leute, die zugelassen wurden Männer waren, Männer also überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben. Man hat daraufhin eine Quote eingeführt, dass mindestens 45% der zugelassenen Personen Frauen sein müssen, d.h. schlechter abschneidende Frauen vor die Männer gezogen wurde.

    Das hat hingegen bei vielen für erhebliche Kritik gesorgt - besonders bei weiblichen Medizinerinnen. Denn wenn die Ergebnisse von Tests gendermäßig "schöngerechnet" werden, dann muss der potentielle Arbeitgeber davon ausgehen, dass er u.U. eine "Quotenfrau" erwischt, also eine, die wegen ihres Geschlechts vorgezogen wird. Das unterminiert die Integrität weiblicher Absolventen, denn auch die Frauen, die objektiv besser als ihre männlichen Kollegen sind, haben letztendlich unter dem undifferenzierten Bild, das solche Quoten produzieren, zu leiden.
     
  5. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Da stimme ich auch zu. Eine Frauenquote hat auch zur Folge, dass die Gutachten über weibliche Bewerber sehr kritisch ausfallen, weil die Gutachter Angst haben, die Gleichstellungsbeauftragten könnten etwas anmerken, wenn man bei einer abgelehnten Bewerberin auch etwas positives findet. Auch das hat negative Auswirkungen auf den weiteren Bewrbungsverlauf der Kandidatin und legt ihr künstlich eher Steine in den Weg als sie wegzuräumen.
     
  6. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.589
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    Quote bedeutet hier bei uns: wenn es zwei Bewerber gibt, die gleich gut sind, ist die Frau so lange vorzuziehen, bis die erwünschte Quote erfüllt wurde. Ab da ist es egal.

    Also dein Vorziehen schlechter qualifizierter Frauen vor besser qualifizierten Männern trifft definitiv nicht auf das Wort Quote zu.

    Bei schwerbehinderten Menschen ist das genauso, da muss kein schlecht qualifizierter Mensch eingestellt werden, wenn ein nicht behinderter qualifizierter Mensch sich auch beworben hat.

    Deine Ausage zu Österreich kannst Du sicherlich nachweisen, Tarbagan, denn so etwas muss öffentlich auf der Uniseite stehen, dass schlechter qualifizierte Frauen tatsächlich bevorteilt werden.

    LG
    Any
     
  7. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    Da kann man auch anders argumentieren. man kann sagen dass die Quotenregelung dazu dient eingefahrene Strukturen aufzubrechen, um für die Zukunft hin Unabhängigkeit von Geschlecht oder Ethnie, etc zu leisten, Dworkin argeumentiert z.B. so (oder so ähnlich) außerdem könnte man noch argumentieren, dass Vielfalt die Qualität des Studiums, oder des wissenschaftlichen Diskurses steigert.
     
  8. Hikari

    Hikari Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juli 2010
    Beiträge:
    825
    Das war hier lange Zeit in den Medien und ist nichts Neues mehr.

    http://derstandard.at/1331207289145...auen-werden-bei-Aufnahmetest-milder-beurteilt
     
  9. yinundyang

    yinundyang Guest


    Es geht bei der Quote um Zulassung für ein Studium. Vor dem Studium ist hoffentlich nicht nach dem Studium. Man sollte meinen, dass ein erfolgreich abgeschlossenes Studium für den Absolventen spricht.
     
  10. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
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    Ich bezog mich auf auf den EMS. Da werden männliche und weibliche Bewerber getrennt beurteilt. Dann wird je für Männer und Frauen ein Durchschnittswert errechnet. Und dann wird einfach der Pool gendermäßig aufgefüllt, bis ein gewisser Prozentsatz an Frauen zugelassen wurde - dieser Prozentsatz liegt übrigens über den durchschnittlich zugelassenen Frauen bisher. Die Durchschnittsleistung liegt bei Frauen erfahrungsgemäß unter der der Männer.

    Und da fragt man sich doch (wie auch Josef Smolle angemerkt hat); haben es Frauen nötig, mit zweierlei Maß gemessen zu werden?
    Wenn man eine echte Gleichberechtigung erreichen möchte, dann muss man Frauen auch wirklich ernst nehmen. Die maßlos übertriebene Gender-Bewegung die z.B. diese Quoten verursacht, lösen aber genau das Gegenteil aus: Dass Frauen eben nicht ernstgenommen werden.
    Denn Frauen einen künstlichen Vorteil zu verschaffen, nur weil sie Frauen sind und das politisch gewollt ist, das ist, als würde ich bei einem Brettspiel meinen 4-jährigen Cousin milde lächelnd gewinnen lassen, weil es mir egal ist und er sonst traurig ist. Am Ende bleibe ich aber in der Gewissheit, dass ich natürlich gewinnen hätte können. (und zwar auch, wenn er mich objektiv hätte schlagen können!)

    Wenn Frauen davon überzeugt sind, dass sie Männern ebenbürtig sind (und das sollten sie durchaus), dann legen ihnen "Hilfestellungen" wie die hier Steine in den Weg, weil die Männer, bei denen das Umdenken noch nicht stattgefunden hat werden jeglichen weiblichen Erfolg mitleidig mit dem Beigeschmack von "tja, politisches Kasperltheater" belächeln. Natürlich sind so krasse Methoden wie Frauenquoten ein Mittel, um die Veränderung zu beschleunigen - aber es ist eben kein echtes Umdenken, kein Wandel in den Köpfen, sondern nur eine Farce, ein Spiel, das man mitzuspielen hat. Und dieser Beigeschmack wird weiterhin in den Köpfen bleiben, je mehr man solche Sachen umsetzt.

    Das ist zumindest meine Meinung und meine Wahrnehmung der Situation.

    Die EMS-Quote war auch nur ein Beispiel, wie Quoten als Auswuchs überbordender Genderbewegungen genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich bezwecken. Siehe Joeys Beitrag zu einem weiteren Beispiel.
     
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