1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Meditation, Hass und die schlechte Seite des Selbst

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Idee, 8. Februar 2007.

  1. Idee

    Idee Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Januar 2007
    Beiträge:
    289
    Ort:
    Hamburg
    Werbung:
    TagIch frage imich gerade was aus einem Menschen werden würde, der zwar
    Meditiert und irgendwann die höchsten Zustände erreicht, aber der seinen inneren Zorn , wut und hass auf ZB die Welt und die Menschheit oder so nicht ablegen konnte?
    Was wird dann aus soeinem Menschen?
    Also soweit ich weiß hat ZB Aleister Crowley auch meditiert und auch Samadhi erreicht und andere Zustände, aber er war auch nicht gerade der Reinste Mensch, sondern er wurde von verschiedenen Niederen Trieben getrieben, unter anderem soll er seinen Konkurenten (MC Gregor Mathers auf Magischem Wege geschadet haben), steht dieser mensch dann sozusagen am Ende zwischen Himmel und Hölle?
    bei mir ist es so , das ich zwar versuche zum Reinen guten und so hinzutendieren , aber ich schaffe es scheinbar nicht,, meist taucht nach einiger zeit irgendetwas auf das, das schlechte in mir wieder aufsteigen lässt.
    Obwohl ich der Meinung bin, das alle Menschen Teil von gott sind und Ausdruck seiner Schöpfung und so, kann ich meinen Zorn auf einzelne oder die ganze Menschheit, einfach nur geringfügig Kontrollieren, danach sage ich mir die können ja nichts dafür das sie so sind , sie sind so geschaffen worden und man muss es Aktzeptieren, aber über dieses komm ich meist nicht hinnaus, und hinterher tuts mir dann meist leid. Der innere Hass in mir hat mich auch dazu gebracht, die Leute bösartig anzuschauen, und meine lange Zeit der an den Punkt-an-der-Wand-dauerstarrübung, hat mir die Fähigkeit verliehen den leuten gestochen scharf mehrere minuten tief in die Augen zu starren, wodurch sie irgendwann automatisch weggucken, für mich ein zeichen des Triumphs über das schwache menschlein (nur ein Späßchen hehe).
    Nein also im ernst mal ich Arbeite daran, das sich mein innerstes mirtLiebe für die Menschheit füllt, in der Hoffnung, das ich es auch nach außen Strahle und sies dazu führt, das sich mein körper in Liebe füllt und andere mir Liebe zurück geben und noch irgendwas , was mir jetz gerade entfallen ist.
    Statt die leute böse anzuschauen, lächele ich sie neuerdings an, aber dadurch bekommen sie auch Angst, oder ich schaue sie an und lächle dann und guck dann spontan ernst, und lächle dann wieder , un d schau wieder ernst, wie terrence Hill(nein das mach ich natürlich nicht, da würden die mich ja für nen Geistesgestörten halten der stress machen will, aber lustig währe es trotzdem)
     
  2. Idee

    Idee Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Januar 2007
    Beiträge:
    289
    Ort:
    Hamburg
    Mir ist zudem aufgefallen, das meine Stimmung sehr stark von der Umwelt abhängt, deshalb hör ich mir nurnoch ruhige positive musik an , die kein Stress oder schleche Gefühle erzeugt.
    Ich glaube diese Reinheit und gutmütigkeit entsteht automatisch aus der Isolation heraus, son Yogi der in einer Höle Meditiert, hat dort auch niemanden, der ihn nerven könnte und stress macht. Oder leben solch gutmütige Menschen auch in Großstädten, wo viel Hektik und Stress herrscht und sich alle gegenseitig Hassen?
     
  3. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    Meditiert und irgendwann die höchsten Zustände erreicht, aber der seinen inneren Zorn , wut und hass auf ZB die Welt und die Menschheit oder so nicht ablegen konnte?

    Wie ist es möglich in den höchsten Zustand zu gelangen, ohne vorher das EGO gänzlich abgelegt zu haben ?

    Ein ZEN Meister sprach:

    Du hast noch ein EGO ? Dann wirf es weg.
    Du hast Nichts mehr ? Dann wirf es auch noch weg.

    :)
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    hi idee,
    hm, ich habe auch lange gezweifelt und gehadert, mit den Menschen ganz genau so wie ich mit mir selbeer gehadert habe. Was mir letztlich geholfen habe war, die geistig-emotionalen Energien in körperliche Bewusstheit umzuwandeln. Wenn ich früher einer Sache begegnet bin, die mich wütend gemacht hat, dann regte ich mich auf. Heute kribbelt in diesen Situationen meine Leber, ich nehme das Gefühl organisch wahr. Alle meine Gefühle. Bis ich das jeweilige Organ entspanne und dann ist gut, dann geht das Kribbeln wieder weg. Welche Gefühle mit welchem Organsystem wie verbunden sind und wie man Gefühlszustände wandelt, fand ich am besten in der chinesischen Medizin mit ihrer 5-Elemente-Lehre beschrieben. Was ich überhaupt nicht leiden kann ist diese Beschäftigung mit selbst und Ich und Ego und Du und Mein und so, weil mich das klein macht und mich reduziert auf einen Teilaspekt von mir, der ich nie selber war und auch niemals sein werde.

    :liebe1:
    Bewzüglich der "Schlechten Seite des Selbst" folgende Anregung: was hat diese Seite des Selbst eigentlich "schlecht", "faulig" gemacht? Wenn man erkannt hat, wo im frühen Leben einem Schlechtigkeit wiederfahren ist und wie dieser frühe Moment die Schlechtigkeit im gesamten Leben gesät hat wie ein Same, der aufgegangen ist, ohne daß ich es wollte, dann geht durch die Versöhnung mit dem ursächlichen Erlebnis auch das gesamte Erleben von Schlechtigkeit weg. Es ist wohl da die Frage, wie man existentielle Erfahrungen bewertet, die einem ja zum grossen Teil als Information von dem Milieu, in dem wir leben, vordefiniert werden. Diese ganzen annahmen, was schlecht und was gut sei, wieder von sich zu weisen geht am besten beim aktiven, gewissenhaften Selberdenken.
     
  5. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo Idee,

    Wie schon geschrieben wurde kommt es darauf an, sein Selbst auszulöschen. Aber auf welcher Basis kann man das tun?

    Niemand sucht das Leid. Darin sind sich alle Wesen einig. Also ist es demnach doch so, daß ich von anderen Verständniss, Achtung, Zuneigung und Liebe usw. erwarte. Bekomme ich diese Dinge nicht, so fange ich an zu hadern, auszugrenzen usw. Der Geist wird dadurch vernebelt. Die Geistesgifte bekommen Nahrung. Die Geistesgifte sind Haß, Neid, Verblendung und Unwissenheit. Wir verstricken uns immer weiter in sie hinein. Ein Klima der Aggression beginnt sich unter den Menschen auszubreiten. Spiralartig nehmen die Probleme zu.
    Was kann diese Spirale Stoppen? Die Aufhebung der Unwissenheit. Es muß ein geistiger Gegenpol geschaffen werden.

    Erkennt man nun, daß die Ursache des Leides in der Subjekt- Objekt- Beziehung ( Unterscheidung von ICH und ANDERE) des Menschen liegt, weiß man auch, daß hier die Lösung liegt. Durch das geistige Gleichsetzen von ICH und ANDERE in der Meditation kann das ICH geschwächt und das Mitgefühl gestärkt werden. Gleichmut ist die Grundlage all dessen. Durch Meditation kann Gleichmut verbessert werden.

    Da Leiden verursacht werden, muß man schauen woher sie kommen. Ein Beispiel: Wenn ich ärgerlich bin, kann dies eine starke Kraft sein für eine rohe Geisteshaltung. Diese Geisteshaltung führt zu negativen Taten. Es entsteht im Umgang mit anderen Menschen eine gespannte Atmosphäre. Es mag sein, daß ich durch diese Geisteshaltung einen Sieg über andere erringen kann. Doch später wird es mir leid tun. Auch verlieren die Menschen in meiner Umgebung Vertrauen, Ruhe und Frieden. Das ist das Gesetz des Karma; der Zusammenhang von Motivation (Absicht), Handlung und Resultat.

    Aryadeva sagt:



    1. Am Anfang beseitigt er das Übel.

    2. In der Mitte beseitigt er das Ich.

    3. Am Ende beseitigt er jede dualistische Vorstellung- so geht der Weise vor.


    Liebe Grüße und Ahimsa
    R.R
     
  6. dgarcia

    dgarcia Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Februar 2007
    Beiträge:
    13
    Werbung:
    Auch wenn das vielleicht jetzt einigen schön töricht vorkommen sollte behaupte ich einfach mal das wenn man Hass, Wut und zorn lernt positiv einzusetzen und zu lenken, diese so absurd es sich anhört wieder positiv sind.

    Ich habe ja schon in meinem eigenen Beitrag geschrieben das ich eigentlich mit "Der Meditation" keine große Erfahrung habe, aber mal ganz dreist und naiv gefragt "Was spricht dagegen seine Wut und seinen zorn mit in eine Meditation zu nehmen um bspw. seinen Willen zu stärken?", "warum soll man überhaupt seine Wut und seinen Zorn vergessen wen man ihn positiv einsetzen kann und er sich danach dann eh in Luft auflöst?".

    Ich hoffe ich stelle hier nicht die grundlegende basis für jede meditation in Frage aber ich finde das Thema interessant^^
     
  7. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo darcia,

    da ich für mich davon ausgehe, das man das ist, was man denkt, sollte man mit den Meditationsobjekten vorsichtig umgehen. Haß, Neid, Verblendung und Unwissenheit sind die Grundlage des Leides. Dem sollte man etwas entgegensetzen, um sein eigenes Leid und das Leid der anderen Wesen zu verhindern oder zu reduzieren. Wut, Haß und Zorn sind niemals positiv. Sie sind nur das Gegenteil von Liebe, Gedult und Empathie.

    Durch die Unwissenheit wird der Geist vernebelt. Die anderen Geistesgifte verwirren ihn. Durch abhängiges Entstehen wird das Leid vervielfacht. Dem kann man Geistige Ruhe und Klarblick auf der Grunflage der Achtsamkeit entgegensetzen. Meditation schafft Geistige Ruhe. Vielleicht ist es das, was dich zu der Annahme verleitet, daß "seinen Willen zu stärken" ein Aspekt der Meditation sein könnte?

    Wenn Du mehr oder weniger gewollt mit der Einstellung in die Meditation gehst Deine Geistesgifte zu kultivieren, werden sie nicht zulassen, daß sich Dein Geist beruhigt. Doch das ist die Grundlage, um die Phänomene, die Dich umgeben, in einem richtigen Licht betrachten zu können. Die duale Welt, die wir glauben richtig wahrnehmen zu können, existiert im Grunde nicht.
    Auch ein ICH, das die Grundlage des Ergreifens ist, welches wiederum zu Anhaftungen führt, die dann die Geistesgifte erzeugen, existiert nicht.

    Die buddhistische Lehre versucht durch Erkenntnis der Dinge das Leiden zu beenden. Als grundlegende Ursache für das Leid werden die Drei Geistesgifte genannt. Und die Vier Edlen Wahrheiten als Erkenntnis.

    Die Vier Edlen Wahrheiten sind die Grundlage der Lehre des Buddha überhaupt und somit zentraler Punkt all der veschiedenen Schulen und Traditionen.

    Dieses sind die Wahrheit von

    1. dem Leiden,
    2. der Entstehung des Leidens,
    3. der Aufhebung des Leidens,
    4. dem Weg zur Aufhebung des Leidens.

    Unwissenheit bezüglich dieser Wahrheiten ist der Beginn des Konditionalnexus und damit letztlich Ursache der Wiedergeburt.

    Als Gegenmittel gilt grundsätzlich der Edle Achtteilige Pfad.

    Ein Übender ist also jemand der nicht gegen äußere Feinde, sondern gegen feindliche Kräfte, die in ihm selbst sind, kämpft. Dies sind Wut, Haß, Begierde und viele andere. Wir müssen die gute Seite in unserem Geist organisieren; ein Kampf mit Weisheit als Geschoß und punktförmiger Meditation als Waffe. Wir brauchen Weisheit und Meditation als Fundament von gutem ethischen Verhalten im täglichen Leben.

    Die Person oder der Umstand hat mir geschadet. Ich muß mich wehren. Doch wenn man die Situation näher betrachtet, stellt sich heraus, daß diese Bergründung keine Grundlage hat und man sich damit nur selber Schaden zufügt. Langfristig ist es sehr viel besser nícht wütend zu werden.

    Liebe Grüße und Ahimsa
    R.R
     
  8. Ganlog

    Ganlog Guest

    Eigentlich ist eine Emotion sei es Hass, Wut oder ähnliches nur eine körperliche Reaktion auf eine Situationsinterpretation des Verstandes.

    Der Verstand hat zu allem eine Geschichte zu erzählen. Häufig sind die Muster so tief, dass diese gar nicht bewusst wahrgenommen werden können.

    Schon einige Male habe ich erfolgreich versucht, einfach die auftauchende Emotion zu fühlen ohne der vom Verstand erzählten Geschichte Aufmerksamkeit zu schenken.
    Indem ich mich total auf die Emotion konzentrierte und alle Aufmerksamkeit dahin lenkte, konnte ich die Geschichte dazu fallenlassen und ich merkte, dass die Emotionen eigentlich nur reine Energie ist, welche sich körperlich manifestiert. Diese Energie hat nichts Negatives an sich denn es ist ja nur Energie. Er wenn ich einen Bezug dazu aufbaue (meist Assoziation einer Situation mit einer schlechten Erfahrung in Vergangenheit), wird diese Emotion positiv/negativ und löst eine bestimmte Reaktion aus.

    Bei allem kommt es nur drauf an was du respektive eben dein Verstand draus macht.

    Es ist also wichtig die Spielchen des Verstandes aufzudecken und dahinter zu kommen wie er funktioniert. Darin kann das ständige Urteilen des Verstandes erkannt werden. Ich denke der Schlüssel liegt darin, einfach offener für die Welt zu sein und Dinge annehmen zu können wie sie sind ohne ständig in gut/schlecht, positiv/negativ, schön/hässlich usw zu unterteilen.

    Es gibt von mir aus kein schlechtes Selbst. Das negative gehört genauso wie das positive zum Aspekt des Lebens. Diese beiden Pole bedingen sich also gegenseitig, denn das eine könnte ohne das andere gar nicht existieren.

    Du musst grundsätzlich gegen nichts kämpfen. Du musst nur hinschauen ohne zu urteilen. Ist die Zeit reif, wird sich die Illusion durch Erkenntnis von selbst auflösen. :)

    Alles Liebe Ganlog
     
  9. dgarcia

    dgarcia Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Februar 2007
    Beiträge:
    13
    Werbung:
    Das kommt in ungefähr meiner eigenen Ansicht gleich und hört sich auch schlüssig an.

    Ich finde es wird viel zu oft Meditation und GLAUBE vermischt, dabei verliert sich leider etwas zu oft die Logik und Sachlichkeit, und auch Emotionen(oder gerade Emotionen) sollte man logisch betrachten. Ich denke Hass, Wut und Zorn etc. gehören nunmal zum leben und obwohl es vielleicht anfänglich den Anschein macht das es negative Emotionen sind kann man diese wiederum positiv einsetzen. Emotionen sind einfach Emotionen und positiv oder negativ ist das was man daraus macht(mal aus der rein praktischen Sicht betrachtet).
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen