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Marxistische Philosophie

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Sabbah, 17. Februar 2012.

  1. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
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    Jeden Tag, sofern die Möglichkeit besteht, ein marxistisches Zitat zum kritischen diskutieren, darüber nachdenken, oder um es als utopisches Gewäsch abzuwerten, sollte auch in einem Esoterikforum auf Interesse stoßen.

    Zum Einstieg eines der bekanntesten, wenn nicht sogar das bekannteste Zitat von Karl Marx, entnommen der Thesen über Feuerbach:

    Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern.

    Hier ist eigentlich schon einiges angesprochen. Vom Philosophenkönigssatz des Platon bis zum Aufruf die Gesellschaft in ihren bestehenden Verhältnissen nicht anzunehmen und sich dagegen aufzulehnen lässt sich hier breit argumentieren. Ich lass das jetzt einmal so stehen, vielleicht antwortet ja jemand.
     
  2. Greenorange

    Greenorange Guest

    Philosophie der Aufklärung hat Veränderung auf ihre Fahnen geschrieben, Marxisten sehen sich als ihre Erben. Die Umsetzung hätte in Deutschland beginnen sollen, sagen Sympathisanten.
     
  3. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    5.327
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    Wien
    Tja ist die Frage "wer hats erfunden?". Im historischen Determinismus ist das eine die Konsequenz aus dem zuvor folgenden. Die proletarische Revolution ist also eher negativ bestimmt, als notwendige Entwicklung aus der kapitalistischen Unterdrückung, gäbs also das eine nicht, gäbs das andere nicht. Der Kapiatlismus ist natürlich ebenfalls als geschichtliche Folge verstanden. Nur so hätte Marx als "Endzeitphilosoph" den Kommunismus als letzte Gesellschaftsform begreifen können.
     
  4. Esotante

    Esotante Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6
    Also, meiner Meinung nach, kann man das Zitat durchaus kritisieren. Zumindest so wie ich es verstehe.
    Das Stichwort Aufklärung ist ja hier schon gefallen. Und haben die Philosophen die gesellschaftlichen Umwälzungen des 18. und 19. Jahrhunderts nicht erst verursacht? Haben ein Rousseau und ein Voltaire denn nicht die Welt verändert? Ich denke da an die französische Revolution und ihre Folgen. Insofern gab es also doch Philosophen, die die Welt nicht nur interpretiert, sondern auch verändert haben.
    Andererseits waren es ja nicht die Denker, die direkt ins Geschehen einegriffen haben. Sie haben die Grundlagen für das Handeln geliefert. Doch ist nicht gerade das die Definition eines Philosophen? Wenn ein Philosoph selbst aktiv verändert, ist er dann noch ein Philosoph? Fragen über Fragen.
    Vielleicht ist auch genau das der Punkt. Keine Philosophen, sondern neue Menschen brauchen wir (frei nach Marx), um die Utopie zu verwirklichen.
     
  5. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    16.720
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    Witzenhausen/Hessen in BRD



    denkst du im ernst, dass "die welt" von uns künstlich verändert werden muss? die welt verändert sich andauernd - und ohne unsere zutun...und ich meine, die veränderungen durch uns sind eher minderwertig zu sehen...



    shimon
     
  6. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Der Könige Philosophensatz bietet sich gerade an:

    und die Kritik Kants:

    .

    Dein Verständnis von diesem Text ist interessant. Im Falle Marx (und vorige Denke) könnte man allerdings mit der sich selbstzerstörenden Prophezeiung argumentieren: hätte Marx seine Polemik nicht verfasst, bzw. veröffentlicht, oder wäre sein Gesamtwerk erst viele Jahre später rezipiert worden, dann hätten sich die arbeitenden Massen wohl nicht in ihrem eigenen Bewusstsein als gesellschaftliche Macht konsolidiert, was wiederum die herrschende Klasse nicht dazu genötigt hätte Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wie sie sich etwa in der Sozialdemokratie ausrücken, kurz: wäre mit der Benennung der geselslchaftlichen Misstände nicht auch die Gegenseite (Kapitalismus) gezwungen gewesen ihr eigenes Unvermögen einzugestehen und gegenzulenken, dann wäre das Fass möglicherweise tatsächlich zum überlaufen gebracht worden - in Deutschland nämlich - und nicht erst in organisierter Form im Russischen Reich.

    Aber zurück zum "eigentlichen Thema": der Unterschied den Marx zwischen seiner Philosophie und der Philosophie vieler seiner Kollegen unterstreichen wolle, war dieses aktive Moment, also der tatsächliche Aufruf die bestehenden Verhältnisse als Ausbeutung zu erkennen und in der einzig angebrachten Weise zu bekämpfen. Voltaire war ja Monarchist und hat eigentlich nur die religiöse Debatte angeheizt, und auf einem sehr politischen Weg, wie damals üblich (Unterschied politischer Atheismus - dialektischer Atheismus) und zu Rousseau werde ich später noch schreiben, aber ich muss jetzt arbeiten gehen...
     
  7. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    9.783
    Marx hat einige Dinge wohl sehr scharfsichtig analysiert.

    Aber seine Schlüsse für eine Lösung sind die pure Utopie die völlig an der menschlichen Psyche, die von natur aus eine kurzsichtig-egoistische ist vorbeigeht. Weil für einen kommunistischen Staat bräuchte man hochgradig altruistischer Menschen die den Trieb zu Macht und Raffgier überwunden haben. Das lässt sich nicht durch eine Staatsgebilde anordnen.
     
  8. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    11. November 2007
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    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    das hauptprobelm scheint zu sein...
    das ego zu verändern
    ich mags kaum aussprechen denn daran ists ja gescheitert -man kann das der welt doch nicht anlasten #die hat sich der mensch untertan gemacht...
    und ins chaos gestürzt
    okay es ist wie ist
    und verändern ist nicht so einfach ohne dass sich dein nächster gleich wieder auf die füsse getreten sieht wenn er selbst mal was ...tun muss oder vielleicht sogar abgeben muss..:)
     
  9. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Marxismus ist nichts anderes als eine historisch halbwegs etablierte Verschwörungstheorie.

    Aufgrund meines Studiums stoße ich täglich über die lustigen Theorien der Marxisten und greif mir dabei an den Schädel, weils einfach primitiv und einseitig ist. Gerade eben wieder:
    "The Marxist Douglas Hay sees matters rather differently: He viewed the property qualification of jury members - that is, the need for members of a jury to be owners of property, supposedly to ensure that they were men of substance who would perform their duties diligently - as a tactic to ensure that the juries would enforce the radically unjust criminal laws."
    Jedes mal wieder frag ich mich, wie dieser pubertäre Gedankenkot Einzug in universitäre Lehrbücher findet. Ist eh immer der gleiche Mist, den verkappte Pseudointellektuelle verwenden um auf ihre provinziellen semisubversiven Egos zu wichsen.
     
  10. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
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    Wien
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    also zu gestern noch: Rousseau und Voltaire waren ja Aufklärer, beide sind also nur mit diesem philosophischen Hintergrund zu verstehen, also im Lichte des Liberalismus, dem Fortschrittsglauben und dem Glauben an die menschliche Vernunft. Die ökonomischen Konzepte die diesem Liberalismus entsprungen sind, trugen genau die Momente der Ausbeutung in sich, gegen die Marx aufgezeigt hat, im Manifest schreibt er zynisch:

    Jedenfalls prangert er den Positivismus der Aufklärer an, auch wenn er natürlich die Idee der Gleichheit aller Menschen etc Rousseaus adaptiert. Aber darum gehts ja eigentlich nicht, sondern um die Frage nach der (moralischen) Richtigkeit der Philosophie, oder machen wir gleich Wissenschaft daraus ins politische Weltgeschehen einzugreifen.
     
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