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Maria Magdalena

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Regina, 20. Januar 2005.

  1. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    Maria Magdalena

    Das Evangelium nach Maria (gnostisch)
    Text aus Nag Hammadi
    Von mir eingefügte Textstellen in Klammer ()

    (Die Jünger fragten Jesus)

    „... Wird auch die Materie gerettet oder nicht?"

    Der Retter sagte: " Alle Natur, jede Gestalt und jede Kreatur besteht in- und miteinander und wird wieder zu ihren eigenen Wurzeln (Ursprung) hin aufgelöst. Denn die Natur der Materie kann sich nur zu ihren eigenen Wurzeln (Ursprung) hin auflösen.
    Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

    Da sprach Petrus:" Du hast uns alles erkennen lassen, sag uns nun auch noch dies: Worin besteht die Sünde der Welt?"

    Der Retter sprach: „ In Wahrheit gibt es keine Sünde, sondern ihr macht Sünde durch euer Tun. Sie kommt (zum Beispiel) aus der Natur der zerbrochenen Ehe. (Sie obliegt nicht der göttlichen Natur, doch ist sie Euch möglich, gemäß des freien Willens durch die Abtrennung von mir, in der Ihr Euch erfahrt). Das nennt einer Sünde. Deswegen aber kam das Gute in die Mitte, hin zum Wesen jeder Natur (darum ist das Göttliche in Euch, in Eurem Wesen und rund um Euch, in der Welt des Körpers und der Natur, damit ein jedes gemäß seiner eigenen Mitte wieder zu seinem eigenen Ursprung zurückgeführt werden kann), um so wieder in ihre Wurzel einzufügen."

    Und er sprach weiter:

    „Deswegen entsteht auch ihr, und deswegen sterbt auch ihr (um dieses Prozesses willen) ...
    Wer es fassen kann, der soll es fassen!

    Es gibt ein Leid, das nicht verglichen werden kann. Es ist aus einem gegenüber der Natur hervor gegangen. (Es ist aus dem was Ihr seid gegenüber dem was die Natur ist hervorgegangen.) Daher entsteht eine Verwirrung überall am Leibe (den die Natur erfährt sich in der Einheit mit mir und Ihr in der Trennung). Und deswegen habe ich Euch gesagt: Habt Mut! Auch wo ihr Mut nicht habt, habt dennoch Mut! (Denn das was Ihr am Leibe zu sehen glaubt, ist das was Ihr seid, doch das was am Leibe der Natur zu sehen ist, ist das, was Ihr noch nicht erfahren habt.) Denn ihr seht doch, die Gestalten der Natur , sie sind verschieden (so seid auch Ihr von dem was die Natur ist verschieden).

    Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

    Als der Selige das gesagt hatte gab er allen den Gruß (Kuss) und sprach:
    „Frieden mit euch! Mühet euch um meinen Frieden.
    Hütet euch, dass niemand euch abirren lasse mit den Worten: Seht hier, Seht da! Denn der Sohn des Menschen ist inwendig in euch. Ihm sollt ihr nachgehen! Wer ihn sucht, wird ihn finden. Geht also und predigt das Evangelium der Herrschaft!

    Ich habe euch kein anderes Gebot gegeben, nur das, worin ich euch unterwiesen habe. Und ich habe euch kein Gesetz gegeben, wie Gesetzesstifter tun. Ihr sollt nicht durch das Gesetz ergriffen werden."
    Als er so sprach, wurde er unsichtbar.

    Sie aber waren traurig, weinten und sprachen: „Haben wir jetzt zu den Völkern hinaus zu gehen, um das Evangelium vom Menschensohn zu predigen?"
    (Sie fürchten sich dieses Evangelium zu verkünden. Sie fürchten das, was es bedeutet, über Gott (offen) zu sprechen.)

    Da erhob sich Maria, gab allen den Gruß (Kuss) und sprach zu den Brüdern: „Weint nicht, trauert nicht und zweifelt nicht, denn seine Huld wird mit euch sein und euch hüten. Lasst uns seine Größe rühmen, denn er hat uns hergerichtet (geformt) und aus uns Menschen gemacht."

    Indem dies Maria sagte, wendete sie den Sinn derer, die ihr zuhörten, zum Guten, und sie begannen über die Worte des Retters miteinander zu reden.

    Petrus sprach zu Maria:
    „Schwester, wir alle wissen, dass der Retter dich lieber hatte als die anderen Frauen. Sage du uns Worte des Retters, derer du dich erinnerst und die du kennst, wir aber nicht, weil wir sie auch nicht gehört haben."

    Da fing sie an, ihnen diese Worte zu sagen:

    „Ich" sprach sie „ich sah den Herrn im Traum und sprach zu ihm: Herr ich sah dich heute in einem Traum!
    Er gab Antwort und sprach zu mir: Segen über dich, da du nicht strauchelst bei meinem Anblick.
    Denn wie euer Herz ist, wird auch eure Kraft zu sehen sein.

    Ich sprach zu ihm: Herr, sieht ein Mensch im Traum, den er sieht, durch die Seele oder durch den Geist? (kommt das was er sieht von Dir oder von Ihm, von Gott oder vom Träumer?)

    Der Retter gab Antwort und sprach: Er sieht weder durch die Seele noch durch den Geist, sondern durch die Mitte und von beidem sieht der Traum durch den Sinn (die Ursache für diesen Traum).

    (So steigt der Traum vom Geist zur Seele und von der Seele zum Geist, von der Seele zum Geist und vom Geist zur Seele.
    Sieben Wiederstände durchwandert die Seele auf Ihrem Weg. Diese haben Ihren Ursprung im Geist des Träumers. Die erste Welt ist die Finsternis, darum sahst Du nicht, ob die Seele zu Dir oder Du zur Seele kommst. Wo Finsternis herrscht, ist Dir die Richtung nicht offenbar.
    Der zweite Widerstand ist das Verlangen. Die Seele berührte das Verlangen.
    ..)

    ..und das Verlangen sprach: Ich sah nicht, wie du herankamst. Jetzt aber sehe ich, wie du hinaufsteigst. Warum lügst du also?
    Die Seele antwortete und sprach: Ich habe dich durchaus gesehen, aber du hast mich nicht gesehen, du hast mich nicht erkannt. Obwohl (Du mich bekleidest) du ein `Kleid' war's, hast du mich nicht erkannt. Als sie dies gesagt hatte, jubelten sie (alle Verlangen) in Freude und gingen davon (denn sie hatten Ihren Ursprung erkannt).

    Darauf kam sie (die Seele) zur dritten Gewalt. Man nennt sie Unwissenheit. Diese wollte die Seele ausprüfen: Wohin gehst du? Du bist in der Tat gefangen, in der Sünde ergriffen. Richte also nicht!

    Aber die Seele sprach: Worum richtest du mich, wo ich dich nicht richten soll? Zwar bin ich (von Dir, vom Geist, vom Denken) ergriffen worden, aber ich selbst habe nicht zugegriffen. Ich bin nicht erkannt worden, aber ich habe erkannt, dass nämlich das ganze Universum frei wird, himmlisches wie irdisches, (beide! Welten, gemäß Ihres Ursprunges).

    Nachdem die Seele die dritte Gewalt hinter sich gelassen hatte, stieg sie hinauf vor die vierte Gewalt. Die war siebengestaltig (den diese Gewalt spiegelte alle Widerstände, Gestalt geworden in sich wieder).
    Die erste Gestalt ist die Finsternis, die zweite das Verlangen, die dritte die Unwissenheit, die vierte die Bringerin des Todes, die fünfte der Bereich des Fleisches (der Körper selbst), die sechste das dumme(?) (das vom Denken freie) Verlangen des Fleisches, die siebente das Wissen (des Geistes) ...

    Das sind die sieben Genossen des Zornes (die den Tod bringt). Diese fragen die Seele: Woher kommst du, du hast (Gestalt geworden) Menschen getötet? Und wohin gehst du, du überwindest Raum?
    Die Seele antwortete und sprach: Getötet ist worden, was mich festhielt, was mich umwendete, ist umgewendet. Mein Verlangen ist zu Ende. Meine Unwissenheit ist gestorben. In der Welt wurde ich gerettet aus der Welt durch eine hohe Gestalt. Ich wurde gerettet aus der Fessel, nicht zu erkennen. Dies besteht nur auf Zeit. Von jetzt an werde ich Ruhe erlangen. Dies ist der richtige Zeitpunkt. Ich werde Ruhe erlangen im Schweigen."

    Als Maria das gesagt hatte, schwieg sie. Dies war, was der Retter zu ihr geredet hatte.
    Andreas aber sprach dawider und sagte zu den Brüdern: „Sagt doch, wie denkt ihr über das, was sie gesagt hat? Ich glaube nicht, dass der Retter so geredet hat. Seine Lehren haben eine andere Bedeutung."

    Da redete Petrus dawider und fragte seine Brüder über den Retter: „ Sollte er tatsächlich mit einer Frau allein gesprochen und uns ausgeschlossen haben? Sollten wir ihr etwa zunicken und alle auf sie hören? Hat er sie uns vorgezogen?"

    Da weinte Maria und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, was sagst du da! Meinst du, ich hätte dies alles selbst ersonnen in meinem Herzen und würde so über den Retter lügen?"

    Da nahm Levi das Wort und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, du bist von jeher aufbrausend. Und jetzt sehe ich, wie du dich gegen diese Frau groß machst, als hättest du einen Rechtsgegner. Wenn aber der Retter sie für Wert genug hielt- wer bist dann du, dass du sie verwürfest? Sicherlich kennt der Retter sie ganz genau. Und deshalb hat er sie auch mehr als uns geliebt.
    Wir sollen uns also schämen und den endgültigen Menschen anziehen. Wir sollen werden, wie er uns angewiesen hat und das Evangelium predigen, ohne dass wir eine Weisung oder ein Gesetz geben, es sei denn das, indem uns der Retter unterwiesen hat."

    Als Levi (sonst auch Matthäus) das gesagt hatte, rüsteten sie sich, auszurufen und zu predigen.

    Man schreibt dieses Evangelium Maria Magdalena zu.
     
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