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Macht des autogenen Trainings

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Nadjeschda, 12. April 2004.

  1. Nadjeschda

    Nadjeschda Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. April 2004
    Beiträge:
    24
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    Mich würde mal interessieren, was ihr glaubt, wie weit das autogene Training reichen kann... Ich meine, wäre es nicht sogar möglich sich dadurch Fähigkeiten anzueignen oder sogar seine endotermen Vorgänge zu beeinflussen (Bsp.: Verdauung zu Diätzwecken verändern oder Heilung von Krankheiten)? Ich meine, der Mensch schafft es bereits nicht reale Dinge oder Krankheiten etc. herbeizurufen durch die pure Einbildung. Menschen kriegen plötzlich Geschwüre, weil sie immer dran geglaubt haben, welche zu bekommen. Würde das nicht alte Theoriestreitigkeiten der Evolutionstheorie (Lamarck - Darwin) wieder in Frage stellen?

    Liebe Grüße!
     
  2. Diana

    Diana Guest

    Der Glaube versetzt Berge.

    Jeder Gedanke, jede dazugehörige bildliche Vorstellung hat die Eigenschaft sich zu verwirklichen- so und so - ganz natürlich.

    Was wir säen ernten wir .

    Diana
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    hallo nadjeschda!

    ich hab mal nachgeschlagen:
    Beim autogenen Training werden die Wärmeempfindungen als Indikatoren der Tiefenentspannung eingesetzt: das Empfinden strömender Wärme geht auf den Umstand zurück, dass angespannte Muskulatur den Blutkreislauf einschränkt, während bei Entspannung das Blut in die "befreiten" Bereiche nachströmen kann. Es wird aber nicht die Körpertemperatur als solche beeinflusst - wenngleich es zumindest einen Bericht gibt, wonach ein Lawinenopfer entgegen den Erwartungen der Ärzte überlebt hätte, weil es autogenes Training beherrscht und ausgeübt hätte.
    Die sind doch eh schon umstritten genug... erstens lässt sich zeigen, dass keineswegs immer das "survival of the fittest" dazu führt, dass sich eine mutation durchsetzt, zweitens lässt sich eine evolutionstheorie heute nicht mehr so ohne weiteres rein biologisch formulieren, ohne gleichzeitig die vernetzung der mutationsauslese mit der evolution der rahmenbedingungen zu betrachten.

    pure einbildung schafft es übrigens nicht, dinge zu materialisieren oder krankheiten herbeizurufen. und menschen kriegen geschwüre, weil sie immer dran geglaubt haben... ja, es ist belegt, dass das krebsrisiko bei menschen, die sehr bewusst alle risikofaktoren aus ihrem leben ausschalten wollen, signifikant höher liegt als bei jenen, für die krebs "kein thema" ist.
    einbildung ist aber eine sache des bewusstseins, und wenn das allein genügen würde, hätten wir auch kein autogenes training nötig. es geht ja gerade darum, dinge "in die tiefe" absinken zu lassen, von wo aus (am bewusstsein vorbei) die realität gestaltenden prozesse gesteuert werden. autogenes training behauptet, solche verankerungen in der tiefe bewirken zu können.

    da setzt nun meine kritik an: wenn diese verankerungen in der tiefe im einklang mit der dynamik unseres tiefenselbst stehen, dann gibt es kein problem, aber dann schütten wir auch nur wasser ins meer. wenn hingegen diese appelle unseres bewussten wollens unserer inneren dynamik entgegenstehen, dann ist das autogene training m.E. in der lage, einen konflikt eher zu verschärfen bis hin zum auftretenden somatischer symptome, statt etwas zu lösen und zu bewegen.
    wenn wir also das autogene training einsetzen, um etwas zu erreichen, bei dem wir spontan das gefühl haben, uns eigentlich dazu zwingen zu müssen (etwa bei beispiel diät...), dann würde ich zu vorsicht raten.

    alles liebe, jake
     
  4. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo Nadjeschda

    Für mich unterscheiden sich Autogenes Training und Meditation nicht wesentlich. Am Anfang konzentriert man sich beim Autogenen Training zwar auf die formelhaften Vorsätze (...der rechte Arm ist schwer, ich bin ganz ruhig, der rechte Arm ist warm, das Herz schlägt ruhig, die Atmung ist ganz ruhig, die Stirn ist angenehm kühl). Hat man die aber erst einmal verinnerlicht, dann laufen die Vorgänge ganz von allein ab, ohne dass man sich darauf zu konzentrieren bräuchte. Damit gleichen sich AT und Meditation immer mehr an und im Vordergrund steht die Konzentration auf die Atmung und das dritte Auge.

    Meditation und Autogenes Training wecken, wie auch jede andere Form der meditativen Versenkung, die schlummernde sexuelle Energie, auch Kundalini-Energie genannt, und lenkt sie, ausgehend vom Steissbein, durch die Wirbelsäule zum Scheitelchakra des Kopfes. Dieses hat natürlich auch Einfluss auf die Gesundheit. Die Kundalini ruht ursprünglich im Basischakra, dem untersten Chakra des siebenstufigen Chakra-Modells, welches körperlich im Damm hinter den Geschlechtsorganen (Steissbein) zu finden ist. Wird die Kundalini erweckt, so steigt sie von Chakra zu Chakra aufwärts, um sich letztendlich im siebten Chakra, dem Scheitelchakra, der Verbindung zur göttlichen Energie, welcher im Scheitel des Kopfes zu finden ist, mit dem Unendlichen zu vereinen.

    Steigt die Kundalini vom Basischakra zum zweiten Chakra dem Sexualchakra, dann verschwindet jedes sexuelle Verlangen. Ebenso verschwinden Schlafstörungen, Darmstörungen, Unterleibsstörungen, Todesängste, Nierenversagen, Blasenprobleme und Hysterie. An ihre Stelle entwickeln sich Liebe, Fruchtbarkeit, Produktivität, Spontanität, Kreativität, Genuß, Vergnügen, allgemeines Wohlbefinden, Offenheit und Freude am Leben.

    Steigt sie weiter zum dritten Chakra, dem Solarplexus (Sonnengeflecht) in der Nabelgegend, so verschwinden alle Ängste und Magenbeschwerden, Leberschäden, Magenkrämpfe, Magengeschwüre, Nierenprobleme, Minderwertigkeitsgefühle, Hochmut, Depression, mangelndes Selbstbewußtsein, Gier, Machtmißbrauch, Hypersensitivität und werden durch Konzentration, Ausgeglichenheit, Freude, Kraft, Wärme, Durchsetzungskraft und Persönlichkeit ersetzt. Es bildet sich eventuell ein intensiver Energiestrom in der Magengegend, der einem Vitalität, Freude und Energie verleiht.

    Steigt die Kundalini zum vierten Chakra, dem Herzchakra, so verschwinden alle Herzprobleme, Lungenkrankheiten und Schultergelenkschmerzen. An ihre Stelle treten soziales Bewußtsein, Herzlichkeit, Großzügigkeit, selbstlose Liebe, Solidarität.

    Sobald die Kundalini zum fünften Chakra, dem Kehlkopfchakra aufsteigt verschwinden Schilddrüsenkrankheiten, Stottern und Heiserkeit, es entwickeln sich sprachliche Fähigkeiten, geistige Klarheit, gedankliche Ordnung, Kommunikationsfähigkeit, Unterscheidungsvermögen und Humor.

    Sobald die Kundalini das sechste Chakra, das Stirnchakra erreicht verschwinden Seh- und Hörstörungen, intellektuelle Überheblichkeit und Bluthochdruck. Statt dessen entwickeln sich ein ganzheitliches Erkennen, man versteht es besser Zusammenhänge zu begreifen, es entwickeln sich übersinnliche Fähigkeiten und spürt eventuell im Stirnbereich einen sehr intensiven und angenehmen Energiestrom.

    Na, ja, steigt die Kundalini zum siebten Chakra, dem Kronenchakra, welches die Verbindung mit dem Göttlichen symbolisiert, dann findet halt Erleuchtung statt.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  5. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Ich bin da eben über einen Punkt gestolpert, der mir selber gar nicht so klar war. Ich habe mir nämlich die Frage gestellt, ob die Kundalini wirklich eine sexuelle Energie ist. Also habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht.

    Dabei fand ich heraus, dass die Kundalini eine kosmische Kraft, also eine Lebenskraft, eine Lebensenergie ist, die auch als Prana bezeichnet wird. Diese Lebensenergie ist im Basischakra gespeichert und kann mittels Yoga, Meditation (AT oder anderen meditativen Techniken) und Enthaltsamkeit erweckt und in die oberen Chakren geleitet werden.

    Neben der Meditation legen die Yogis also grossen Wert auf Bramacharya, also die sexuelle Enthaltsamkeit, um die Kundalini zu erwecken.

    Dieses ist u.a. in dem Artikel Brahmacharcharya - Sexuelle Enthaltsamkeit nachzulesen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  6. Cerulean

    Cerulean Mitglied

    Registriert seit:
    23. Januar 2004
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    Hallo Lotusz

    Du hast die Kundalini sehr treffend beschrieben. Ich möchte da noch ne Bemerkung dazu machen.
    Früher hat mich Kundalini Yoga faziniert. Man setzt da Kräfte frei und kommt mit Ebenen in Kontakt, die sonst nicht so zugänglich sind. Und vorallem ist es ein Weg zur Erleuchtung
    Trotzdem habe ich mich nie in Kundalini Yoga geübt, sondern habe mich eine zeitlang mit Bhakti Yoga beschäftigt, ein völlig ungefährlicher Weg, der sich nur um das Herzchakra kümmert.
    Das Freisetzen der Kundalini Energie kann gefährlich sein und sollte nur in Begleitung eines erfahrenen Meisters ausgeübt werden.
    Warum?
    Im Kundalini Yoga wird in einem ersten Schritt die wie Du sagst „kosmische Kraft“ im Wurzelchakra geweckt.
    Diese steigt dann bei entsprechenden Übungen schrittweise höher und höher.
    Sie vereinigt sich mit den Chakren, denen sie bei ihrem Aufstieg begegnet.
    Dabei werden die Eigenschaften, die diese Chakren verkörpern, manifestiert.
    Nun muss man mit diesen freigesetzten Kräften verantwortungsvoll umgehen können.
    Ist man nicht rein genug, ist die Versuchung gross, diese Kräfte eigennützig zu gebrauchen.
    Nicht umsonst sagt man, je höher du steigst, umso tiefer kannst du fallen.
    Hier ist das wörtlich zu nehmen.
    Ein Missbrauch dieser Kräfte hat Konsequenzen.
    Wenn dann diese Kundalini Energie das Scheitelchakra erreicht hat und auch dort gehalten werden kann, ist die Erleuchtung erreicht.
    Vor dieser Stufe ist ein Absturz jederzeit möglich.

    Ich finde diesen Weg nicht nur gefährlich, sondern auch nicht mehr zeitgemäss.
    Gefährlich ist dieser Weg darum, weil diese Kräfte isoliert angegangen werden und die Basis fehlt, die alle diese Eigenschaften einmal hatten: Die Liebe.
    Auf die Eigenschaften der einzelnen Chakren möchte ich hier nicht eingehen, das kann man oben im Statement von Dir nachlesen.
    Die Energien der Chakren, die ursprünglich auf Basis der Liebe eins waren, dann aber getrennt wurden, um dieses „kosmische Spiel“ zu ermöglichen, können auf anderem Weg wieder vereinigt werden.
    Man vereinigt diese Eigenschaften in einem sogenannten vereinigten Chakra.
    Ausgangsort ist das Herzchakra, der Sitz der Liebe.
    Dieses Chakra wird ausgedehnt bis es alle Chakren umfasst und alle Eigenschaften wieder auf der Basis der Liebe VEREINT wirken.
    Wie das geschehen kann, ist im Buch

    Handbuch für den Auftsieg von Tony Stubbs beschrieben.

    Aber ein Buch kann nur zur Inspiration dienen, die eigentliche Arbeit muss dann unter der inneren Führung geschehen.
    In seinem Werk wird gesagt, dass das menschliche Experiment ein voller Erfolg sei, was ich meinerseits nicht so nachvollziehen kann.
    Auch empfinde ich das Trennen
    unseres Denkens, Redens, Egos und unserer Macht, unserer kreativen Energie und Sexualtät, unserer Instinkte
    von der Liebe, nur um dieses absurde kosmische Spiel zu ermöglichen, als grosses Verbrechen.
    Ich nenne es „Mutter“ (besser „Vater“) aller Verbrechen.
    Aber das ist meine persönliche Ansicht.
     
  7. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo Cerulean

    Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass jeder, der sich ernsthaft mit Yoga beschäftigt, dieses mit Liebe und Hingabe zu Gott praktiziert.

    Ich selber bin im wesentlichen durch die klassischen Yogaphilosophien von Swami Sivananda, Yogananda und Patanjali beeinflusst.

    Natürlich ist es eine Gnade, auf einen wirklichen Meister zu treffen. Aber wer hat schon die Möglichkeit dazu, ohne Haus und Arbeitsstelle zu verlassen, sich irgendeinem Ashram anzuschliessen oder meinetwegen in den Himalaya zu gehen um sich einen Guru zu suchen?

    Bisher war ich Autodidakt und bin damit recht gut gefahren. Es gab allerdings auch Situationen, da hätte ich die Weisheit eines Gurus wirklich sehr nötig gehabt.

    Wenn Du als Bhakti-Yogi einen anderen Weg gewählt hast, dann wird er dich bestimmt genau so zum Ziel führen. Wo siehst Du übrigens Gefahren beim Kundalini-Yoga? Hast Du selber negative Beispiele erlebt? Ich selber bin eigentlich immer sehr hoffnungsvoll an die Sache rangegangen. Ich denke mir, irgendwie wird der liebe Gott es schon richten und mir den rechten Weg zeigen.

    Nachdem ich deinen Text noch einmal durchgelesen habe, ist mir klar geworden, was Du meinst, wenn Du sagst:

    Du meinst damit wahrscheinlich die übersinnlichen Fähigkeiten, die jemand eventuell erlangen kann, der Yoga ausübt, und die er für eigennützige Zwecke missbraucht. Ich sehe darin natürlich auch eine Gefahr, bin selber aber, glaube ich zumindest, nicht so sehr anfällig dafür. Ausserdem habe ich so meine Zweifel an der Aussage Patanjali's, dass man grundsätzlich auf das Ausüben dieser Kräfte verzichten sollte.

    Wie sollte sich z.B. jemand verhalten, der die Fähigkeit erlangt, andere zu heilen? Sollte er wirklich darauf verzichten? Jesus z.B. hat diese Kräfte auch hin und wieder eingesetzt. Es wird allerdings gesagt, dass jeder, der diese Fähigkeiten ausübt, dafür Leiden auf sich nehmen muss.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  8. Cerulean

    Cerulean Mitglied

    Registriert seit:
    23. Januar 2004
    Beiträge:
    101
    Hallo Lotusz

    Es lag nicht in meiner Absicht, Dich zu verunsichern, was mir ja auch nicht gelingen wird.
    Wenn Du mit reinen Absichten und mit Liebe Deinen Weg beschreitest, kann Dir nichts passieren.
    Beim Kundalini Yoga werden Dir aber unweigerlich gewisse Kräfte zuteil werden, ob Du es willst oder nicht.
    Und darin sehe ich eine gewisse Gefahr.
    In China gibt es dazu eine Weisheit:
    Wenn du den Charakter eines Menschen testen willst, so gib ihm Macht und schaue wie er damit umgeht.
    Übrigens ist Bhakti Yoga meine Ausgangslage, er hat meinen heutigen Weg vorbereitet.
    Einen echten Meister zu treffen ist wie Du es sagst eine grosse Gnade.
    Aber vielleicht sollen wir lernen, endlich unserer inneren Autorität zu vertrauen und nicht nach äusseren Autoritäten Ausschau zu halten.
     
  9. lebenslang

    lebenslang Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2004
    Beiträge:
    114
    Ist jemand aus Wien der Kundalini Yoga betreibt?

    Hätte gern so ein Kurs gemacht, ich finde aber bei google nicht viele kurse die das anbieten.

    Wenn jemand was weiß, bitte melden :)
     
  10. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
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    3.338
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    Hallo lebenslang

    Ich weiss zwar nicht, wo in Wien Kundalini-Yoga-Kurse angeboten werden, aber ich kann dir mal eine Seite nennen, die Informationen über Kundalini-Yoga enthält.

    Jetzt habe ich doch was gefunden über Kundalini-Yoga-Kurse in Wien
    Und hier wird auch Kundalini-Yoga angeboten. (siehe Seite 4)

    Alles Liebe. Gerrit
     
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