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Loslassen nach dem Tod

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von erdling, 16. Februar 2008.

  1. erdling

    erdling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Mai 2007
    Beiträge:
    18
    Ort:
    Landkreis Oldenburg
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    Hallo, liebe Forumleser!

    Loslassen ist in der praktischen Handhabung etwas ganz Einfaches: ich lockere ganz bewußt meinen Griff und lasse los. Gut!

    Und was bedeutet das in Bezug auf einen lieben Menschen, der gegangen ist? Was heißt da "loslassen"? Was lasse ich los? Die Gedanken ? Aber derjeneige fehlt. Ich sehe überall Dinge, Orte, erlebe Situationen, die mit dem lieben Menschen zusammenhängen. Was soll ich loslassen? Meine Erinnerungen, die dann Traurigkeit auslösen? Meine Fragen, die noch nicht gestellt und dehalb noch nicht beantworte werden konnten? Meine Suche nach Zeichen, das alles Gut ist so wie es ist? Was tritt an eine Stelle von Traurigkeit?

    Könnt ihr mir Hilfestellung geben? Ich höre von Menschen: "Lass sie los!"
    Ich habe sie im Sterben losgelassen, denn ich war bei ihr und sie ist in meinem Beisein ganz ruhig und friedlich gegangen. Ich habe sie doch gehen lassen! Ich habe sie doch los-gelassen!!! Darf ich nicht weinen, ihre Sachen betrachten, daran riechen, ..

    Was soll ich los-lassen?

    Renate
     
  2. mannileone

    mannileone Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juni 2005
    Beiträge:
    16
    Ort:
    München
    Hallo Renate

    das ist auch eine Sache, die mich seit Jahren beschäftigt. Meine geliebte Mutter ist vor 9 Jahren gestorben und ich habe nicht losgelassen. Ich bin immer noch traurig und ich vermisse sie manchmal schmerzlich. Natürlich wird der Schmerz mit der Zeit sanfter. Es heisst ja, es muss ein Jahr vergehen, um alle besonderen Tage wie Ostern, Geburtstag usw ohne die geliebte Person durchzumachen.

    Natürlich darfst du trauern, natürlich auch weinen und dich nach diesem Menschen sehnen.

    Nur mir ist es Mitte letzten Jahres passiert, dass mir meine Mutter im Traum sagte, ich solle nun mal aufhören, sie anzurufen. Wohlbemerkt, meine Mutter rief mich jeden Abend an und wir haben immer 15-30 Minuten über alles gesprochen.

    Ich denke, das sollte mir sagen, dass ich nun nach all den Jahren "loslassen" soll. Loslassen im Sinne von Trauer, nicht, dass ich nicht mehr an sie denken darf.

    Wann hast du den Menschen verloren?

    Manuela
     
  3. Bineline

    Bineline Mitglied

    Registriert seit:
    22. Januar 2008
    Beiträge:
    53
    Hallo Ihr Lieben!
    Ja das stimmt, man sollte nur eine zeitlang trauern und dann einfach sich an die schöne Zeit und an den gemeinsamen Lebensweg erinnern. Ihr seid ja auch im geistigen Sinne immer noch miteinander verbunden. Das bedeutet ja nicht, daß da nichts mehr existiert. Er wacht sicher noch über Dich und beschützt Dich. Ich habe auch mit 23 Jahren meine geliebte Oma verloren. Es dauerte fast zwei Jahre, bis ich über ihren Tod hinwegkam. Es traf mich damals wie der Blitz als ich kam und es hieß, sie sei gestorben. Ich konnte und wollte es nicht glauben. Sie war ja Mutter, Vater und Freundin in einer Person. Dann war sie plötzlich nicht mehr da. Nicht mehr sichtbar für mich. Heute noch denke ich, wie schön es wäre, zu ihr auf Besuch zu kommen und mit ihr zu reden. Ich vermisse sie schon sehr, aber es ist so. Sie lebt jetzt in einer besseren, glücklicheren Welt, ohne Schmerz und Probleme. Irgendwann werde ich sie wiedersehen, wenn die Zeit gekommen ist. Inzwischen bin ich mit ihr geistig verbunden und lebe mein Leben so gut es geht weiter. Tröste Dich, Du wirst auch ihn wiedersehen und dann werdet Ihr glücklich vereint sein.
    Viel Kraft und lg Grüße von Bineline!:banane::banane::banane:
     
  4. jan68

    jan68 Guest

    Hallo Renate,

    es gibt Menschen, die glauben wenn wir unsere Verwandten nicht los lassen, würde wir sie an uns binden und so verhindern, das sie ins Licht gehen. Das ist gelinde gesagt quatsch, denn wenn jemand nicht ins Licht geht, dann weil dieser Mensch es nicht will oder noch gar nicht wahr haben will, das er tot ist (z.B. Unfall) und auch nicht wissen will. Wenn man dann seine Verwandten nicht gehen lassen möchte, kann's sein, das man sich eine Besetzung dieser Verwandten anzieht. Deshalb geht's es da, wenn schon, nur um einen selbst. Das Thema hast du jedoch nicht.

    Der nächste Glaube ist, das wenn man jemanden los läßt, damit die Trauer bewältigt ist. Das ist ein bissel Quatsch. sicher, wenn man nicht losgelassen hat, stürzt man sich in eine Trauer die sich selbständig macht. Das kann eskalieren. Aber Trauer ist ein Gefühl der Liebe, das genauso wenig ein Ede kennt, wie die Liebe. Es wird nur so sein, das die Emotion verschwinden wird und man halt einfach immer wissen wird, das man diesen menschen liebt und in ehren hält.

    Laß dich nicht belatschern, weil viele einfach nicht wissen, was es bedeutet in Frieden zu gehen und bewußt zu wissen, das man stirbt. Für viele ist der Tot immer noch etwas unvermeidliches, was einem das Leben raubt. Ein Feind mit dem man sich allerhöchstens arrangiert, ihn jedoch nicht als liebenden Teil des Lebens sieht.

    Halte den Moment des Friedens in Erinnerung, als sie dich ihren Tot hat miterleben lassen. Und laß dich nicht beirren.

    Jeder Mensch schließt sein Leben in voller Vollendung ab. Einige verweilen noch astral auf der Erde, bevor sie ins Licht gehen. Doch jede Wertung, ob ein Leben nun erfüllt oder abgeschlossen sei, ist etwas irdisches. Und wer stirbt, zieht sich aus solchen Dualitäten zurück. Nichts bleibt offen. Und wenn für dich noch etwas offen ist, dann frage und es wird sich dir in deinem Leben beantworten. Du kannst ihr alles mitteilen, was du ihr noch zu sagen hast und es gibt eh keine Grund, dich zu entschuldigen. Nimm's so an, wie es kam.

    Ja, Trauer wird immer ausgelöst werden. Es liegt an dir, ob du sie spürst und so sein läßt, oder ob du voll rein springst und dich darin suhlst. Verleugne sie nicht und bausch sie auch nicht auf.

    Dir alles gute.

    Hat sie dir eine Ring oder eine Kette gegeben?

    Alles Liebe
    Jan
     
  5. piper84

    piper84 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Februar 2008
    Beiträge:
    12
    Ort:
    bonn
    ich denke es gibt kein rezept dafür!-für das loslassen-
    mein bruder starb vor zwölf jahren und ich verstehe immernoch nicht warum. ich will es nicht verstehen und ich denke das das der grund ist wieso ich ihn nicht loslassen kann. bei meinem vater ist das anders, er starb vor zwei jahren, bei ihm, war ich gewarnt, ich hab mich darauf vorbereitet, wenn auch unbewusst.
    es klingt komisch, aber ich spüre hin und wieder nach wie vor das mein bruder in meiner nähe ist, manchmal kann ich ihn sogar riechen. ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass er vielleicht noch hier ist, wegen uns (meiner mutter und seinen geschwistern), weil wir ihn nicht gehen lassen wollen. ich merke, wie mein unterbewußtsein immernoch gegen sein tod kämpft und vielleicht ist das der grund warum er noch hier ist.
    ich hoffe das wir lebenden, unsere lieben verstorbenen nicht davon abhalten zu gehen.
    naja, aber eins kann ich mit sicherheit sagen, die zeit heilt solche wunden nicht. sie hilft uns ein wenig, indem sie unsere erinnerung trübt. aber das wiederum macht mich auch wieder traurig. man muss sich irgendwie damit arrangieren, aber richtig leben, kann man damit nie. man sollte versuchen hoffnung zu schöpfen. einen lichtblick ergreifen und daraus mut und zuversicht bergen. das klappt bei mir ganz gut, auch wenn die wunde niemals heilt, man immer an diesen menschen denken muss, weil er einfach fehlt. man trägt diese bürde mit sich, solange man lebt.
    ganz lieber gruß
     
  6. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    5.672
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    ***Thema verschoben***

    LG Ninja
     
  7. erdling

    erdling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Mai 2007
    Beiträge:
    18
    Ort:
    Landkreis Oldenburg
    :grouphug: Danke erst einmal für eure Anteilnahme an dem was mich bewegt.:kuesse:

    Liebe Manuela,
    du hast ja einen wunderschönen Hinweis oder besser eine hilfreiche Antwort erhalten. Das ist das, was ich wohl auch erhalten möchte. Einen ganz direkten Kontakt! Bisher erhielt ich bis zum August (bis 4 Monate nach Annikas Tod) auf mein Dazutun einige kurze "Nachrichten": es ergab sich eine Sitzung mit dem Medium Colin Bates - meine Eltern waren da, Annika leider sehr verhalten - , hier übers Forum über LaraMaria, bei Paul Meek im Botschafts-Gottesdienst dann das letzte Mal. Dort ließ sie uns ausrichten, dass sie nicht sehr gelitten hätte.

    Liebe Bineline,
    ich bin mir auch ganz sicher, dass ich sie wiedersehe. Du schreibst, dass du mit deiner Oma geistig verbunden bist. Ja, wahrscheinlich fehlt mir das "Gefühl" dafür, was das genau ist, wie sich das anfühlt. Ich übe mich im Reiki, im Energieaufbau und hoffe so, mehr Wahrnehmung zu entwickeln.

    Während ich euch hier so schreibe, wird mir wieder bewusst, was ich alles in den vergangenen 11 Monate gemacht bzw. ausprobiert habe, um zum Frieden mit mir und der Situation zu kommen!

    Lieber Jan,
    danke auch dir für deine hilfreichen Worte. ….. und mehr als Annehmen-lernen bleibt mir ja auch nicht. Du schreibst vom „ins Licht gehen“. Dazu fällt mir nämlich ein, dass ich auch zum Aurafotografieren war. Dort saß die Partnerin eines Fotografen dabei, die die Aura wahrnehmen kann. Sie sagte mir, dass Annika völlig geklärt sei (sie sei weiß) und das schon nach einem viertel Jahr. Sie sei noch bei mir, weil ich sie brauche. Deshalb und auch aufgrund der Verläufe denke ich, dass es berechtigt war, das alles so seinen Verlauf genommen hat. Denn, was wäre, wenn …..
    Ja, dass sie mich bei sich gelassen hat, als sie starb, das ist ein Geschenk an mich gewesen – solch eine Nähe. Und ich war so ruhig in mir wie noch nie in meinem Leben. - - - Und jetzt sind Fragen da ……..
    Ring oder Kette? Ach, ich habe ja fast noch alles von Annika. Ich trage ihre Ringe, wenn mir danach ist – Ihr nah sein!!! Ich gebe auch gern, wenn ich merke, dass Freunde etwas schätzen, gern hatten. Alles andere ist noch da. Viel, viel Musik, Bücher, Bilder. Ich weiß, es liegt noch viel „Arbeit“ vor mir und ich habe Zeit.

    Liebe/r piper84, ich denke ähnlich wie du, Trauer ist ein Prozess, der kein Ziel hat, sich aber ständig verändern wird. Wie schön für dich, dass du die Anwesenheit deines Bruders ab und an spürst und riechst. Ja, das ist meine Hoffnungsrichtung! Vielleicht bin ich dazu noch zu sehr in einem auf mich gerichteten Trauerprozess verhaftet?! – Ankämpfen gegen die Realität tue ich nicht. Vieles in Annikas Anamnese deutet darauf hin, dass der Weg eher in dauerhaften Kummer und Sorgen geendet hätte. Und das passte nicht zu Annika, die das Leben mit vollen Händen ergriffen hatte, so wie ihre Freunde schrieben:

    „Das Leben als Leidenschaft,
    Kreativität und Stärke als Fähigkeiten
    Und deine unvoreingenommene Nächstenliebe als Selbstverständlichkeit
    So bleibst du uns ewig in Erinnerung.“

    Seid alle ganz herzlich gegrüßt und ich freue mich auf weiteren Austausch . Vowärts!!!! :fahren:
    einen schönen Sonntag - so klar und kühl-:kuesse:
    Renate
     
  8. vittella

    vittella Guest

    Hallo Renate,
    ja unter anderem auch die Hedanken,denn Trauer findet ja vorallem dann statt,wenn die Gedanken in die Vergangenheit gehen und Ereignisse hervorholen,im Hier und Jetzt gibt es diesen Todesfall nicht mehr,er ist vorbei und was zurückbleibt sind die Gedanken daran......manchmal auch eine Emotion dazu,die noch im Hier und Jetzt schmerzt,da sie im Schmerkörper durch die Gedanken am Leben erhalten wird,aber so oder so sind die Gedanken darüber wie auch der Schmerz eine Illusion der Vergangenheit....

    Jeder Mensch der geht hinterlässt erstmal eine Lücke,aber nicht im Hier und Jetzt,es gibt keine Lücken,sie werden gedacht und somit erfunden und aufrechterhalten,es ist ein Gedankenspiel....was fehlt Dir denn von dieser Person..?..da kommt oft eine Identifizierung zum Vorschein,das was Du in sie von Dir selber gelegt hast,das fehlt Dir jetzt,oder weckt dieses Gefühl des fehlens,ist aber in wirklichkeit etwas was Du von Dir weggegeben hast und vom anderen brauchst,such es in Dir selbst,nimm die Projektion zurück,dann kann Dir die Person nicht mehr fehlen...

    das ist ein gutes Beispiel dafür in der Vergangenheit zu leben,anstatt im Hier und Jetzt,denn egal wo Du hingehst die Person ist nicht mehr da anwesend,also ist das ganze nur Erinnerung,es liegt an Dir diese Erinnerung zum Schmerz werden zu lassen und immer wieder neu zu erfinden,oder eben loszulassen....
    Loslassen bedeudet im Hier und Jetzt zu leben...!

    ja.....

    an die Stelle dieser Traurigkeit tritt innerer Froeden und Freude ein...!
    vielleicht willst du einen Buchtipp,dann sag es,ok...

    gibt es etwas schöneres als jemanden friedlich sterben zu sehen,der keinen Sterbekampf durchmachen musste?


    doch natürlich,das ist für ein paar Tage völlig natürlich,aber wenn es zu lange dauert ist daraus eben eine feste Erinnerung im Schmerzkörper entstanden und das bindet beide wieder,anstatt zu befreien....

    Eben,loslassen ist das Leben nehmen im Hier und Jetzt und nicht in der Vergangenheit leben,noch in der Zukunft,also auch nicht in irgend einer Hoffnung sie im Jenseits wieder zu sehen,weil Du dadurch wieder das Hier und Jetzt,die Realität hier verlierst,es ist wie es ist...ohne Wertung,ohne Erwartung,ohne etwas,es ist so.....
     
  9. vittella

    vittella Guest

    Lach,schön zu sehen wie bereit Du bist etwas zu verändern,aber fahr nicht schneller als möglich :)
     
  10. erdling

    erdling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Mai 2007
    Beiträge:
    18
    Ort:
    Landkreis Oldenburg
    Werbung:
    Liebe vittella,

    ich denke, an Vielem das du geschrieben ist was dran. Wenn ich deine Antwort "mit Abstand" betrachte bzw. lese, dann leuchtet mir Vieles ein.

    Und doch kann ich im Augenblick aufgrund von 18 Jahre mit unendlich vielen Hochs und Tiefs, Freud und Leid, Streit und Zuneigung, geben und ziehen lassen, Hoffnung und Angst, .... sagen: so leicht, so mal eben mit Abstand betrachten und dann loslassen , nein so leicht sind die Jahre nicht umzuwandeln - ich hoffe, du hast mit den "ein paar Tagen" nicht wörtlich gemeint. Das sich Trauer verändert, das merke ich ja auch.
    Das Erinnern fängt ja bei den Kleinigkeiten an: wenn ich etwas in die Hand bekomme, was Annika sehr gemocht hat; wenn ein Musiktitel läuft, wenn draußen Schnee liegt und mir sofort ihre Freude darüber einfällt, wenn ich etwas sage, worüber sie sich aufgeregt hätte .....
    Manchmal stelle ich mir vor, dass die Trauer ein Meer ist. Zu Beginn sind die Wellen durch den (Gefühls) Sturm sehr hoch und gewaltig, unberechnbar und schlagen über einem zusammen. Mit der Zeit werden die Wellen immer flacher, es stürmt weniger heftig und kürzer, die Wellen sind nicht mehr so hoch...

    Hab ganz lieben Dank, deine Worte werden mir noch öfter im Kopf herumgehen.

    Aufräumen ist angesagt:saugen:
     
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