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Liebe, Gnade und Verzeihen

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von yinundyang, 27. August 2009.

  1. yinundyang

    yinundyang Guest

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    Hallo Du!

    Hast Du Dich auch schon mal gefragt, wie das gehen soll, immer alles liebend annehmen?
    Es liest und spricht sich immer so leicht, bleib in der Liebe, sei Liebe. Ist der Gedanke im Bewusstsein, denkt man sich, is ne feine Sache, mit der Liebe und dem Lieben. Und daheim auf dem Sofa, geht’s sowieso wie von selbst.
    Nun befindet sich dieses Sofa mit Dir drauf aber hier in der Dualität. Das heißt alles ist zwei, mindestens. Auch Deine Gedanken und Gefühle können zweierlei sein. Und das macht es mit dem Lieben schon nicht mehr ganz so einfach. Die Liebe ist zwar immer da, nur kannst Du sie manchmal nicht sehen.
    Sei es, weil die Dinge nicht so laufen, wie Du es gern hättest, sei es, dass Du Dich über Dich selbst oder über einen anderen ärgerst, weil du verletzt wurdest oder verletzt hast. Vielleicht auch, weil irgendwo in Deiner Nähe oder auf der Welt Dinge geschehen, die zwar erst mal nichts mit Dir zu tun haben, mit denen Du aber nicht einverstanden bist.

    Wie also mit all dem umgehen? Wie für all das Liebe haben?
    Vielleicht liegt der Schlüssel hierin im Verzeihen. Aber ist das so (?), vergib und dir wird vergeben? Und wie ist das mit der Gnade? Was meinst Du?


    Inspiriert durch den Thread "Läuterung durch Meditation", dort die Beiträge Nr. (7), 9-14, 17, 22-26

    YinundYang
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    es gibt unterchiede ...ich liebe nicht alle gleich ...und zwing mich auch zu nix...es kommt so wie ich es kann...:)
     
  3. HarryPotter

    HarryPotter Mitglied

    Registriert seit:
    28. November 2005
    Beiträge:
    280
    Ort:
    Deutschland
    Das frage ich mich auch oft.. wie man z.b. jemanden lieben kann, der sagen wir mal deinen Elterteil getötet hat. Das geht als "durschnitts-Mensch" doch gar nicht.

    Wie eva-maria schrieb, muss man Situationen und eventuelle Schicksalsschläge einfach hinnehmen und versuchen daraus zu lernen. Denn aus jeder Situatuin kann man lernen..

    Das vorausgesetzt, nehme ich z.b. diesen Schicksalsschlag hin, verwerfe alle Hass -Gefühle dem Mörder gegenüber, aber Liebe kann man da nicht empfinden. Dazu muss man entweder erleuchtet sein oder.. :confused: ihr seid dran!

    lg
     
  4. maria45

    maria45 Guest

    Liebe YinundYang,

    es stimmt, "ich" kann sowas nicht.
    Nur ER in mir ist fähig dazu.
    ES braucht auch keine Anstrengung.
    Wenn ES da ist, ist ES da und fließt von alleine durch mich.
    Solange man über Liebe nachdenkt, ist man nicht in Liebe.
    Es ist eine Überraschung, sich darin zu befinden.
    Solange man einen Gedanken an Gnade hat, ist es noch keine Gnade.
    Es ist ein unerwartetes Geschenk.
    Solange man noch irgendeinen Gedanken denkt, ist es kein Verzeihen.
    Wahres Verzeihen ist ein Schweigen,
    ein Verlöschen des Schmerzes, als wäre er nie gewesen,
    ein neuer Sonnenaufgang im Herzen,
    ein Zusammenwachsen des vorher Getrennten,
    ein Sterben der Wut,
    ein Mitfließen in Barmherzigkeit,
    ein Verstehen das keine Worte mehr braucht,
    ein stiller Dank an die unaussprechliche Gnade, die mir geschenkt wurde - ja, durch das, was mich leiden und wachsen ließ.

    Gnade ist das eigentlich völlig Unmögliche,
    und doch erscheint es.
    Ich hätte damit nicht gerechnet.
    Große Gnade ist wie ein Schreck.
    Sie liegt so weit außerhalb aller Erwartungen, daß man höchstens darüber lachen würde, wenn jemand sie ernsthaft erhofft.
    Sie durchbricht alle Muster, jedes Gesetz.
    Sie ist die nicht berechenbare Asymmetrie, die Unstetigkeit in einer sonst stetigen Funktion.
    Der winzige Punkt, den es eigentlich gar nicht geben kann,
    der aber himmelhoch wächst.

    :kiss4:
     
  5. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
    Ehrlich sein, so gut es geht, das ist das einzige, was mir einfällt dazu. Wenn keine Liebe da ist nicht so tun als wäre sie da, nicht so tun, als wäre man ein Heiliger. Sich selber nichts vormachen. Und schauen, was passiert. Aber das geschieht bereits.
     
  6. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Da muss / darf wohl jeder seinen Weg selbst finden.
    Was mir auffällt, ist die Wortwahl *Liebe haben*. Das funktioniert nicht. Liebe kann man nicht haben und auch nicht nicht haben. Sie ist ein Seinszustand.
    Nun kann man sich anstrengen bis zum geht nicht mehr so oder so oder so sein zu wollen, und verhindert gerade durch die Anstrengung das Sein.
    Es ist dabei nicht einmal nötig, irgendwie mit irgend etwas umzugehen. Das ergibt sich von selbst, indem man anfängt ehrlich zu sich zu sein. Je mehr einem das gelingt, um so näher gelangt man in den einfachen Zustand des Seins. Er ist geprägt von Akzeptanz, Würde und Fürsorge.
    Das geschieht nicht über Nacht. Wir wachen nicht morgens auf und sind auf einmal "perfekt". Wie gesagt: allein das Streben danach verhindert das Erleben eines solchen Zustandes und damit das Erleben von Gnade.
    Schöner Widerspruch *lach, irgendwie dennoch verständlich?
    Sayalla :)
     
  7. HarryPotter

    HarryPotter Mitglied

    Registriert seit:
    28. November 2005
    Beiträge:
    280
    Ort:
    Deutschland
    Ich verstehe nicht ganz, wenn du von Gnade sprichst. Gnade ist die liebevolle Zuwendung zu einem Menschen, nicht wahr?

    Du schreibst, ER ist nur fähig dazu.
    Wenn ich aber dem Mörder verzeihen will, aber wie du sagst nur ER kann das , wie soll es ablaufen? dass ER dem Mörder z.b. verzeiht, ändert das aber an meinen Gefühle wenig :confused:

    Mir kommt aber gerade ein Gedanke: kann es sein, dass man es nicht verstehen kann und nur bei diesem bestimmten Beispiel nur durch das Durchleben und die Selbsterkenntnisse es schaffen kann völlig zu verzeihen und den Mörder zu lieben? Denn ich glaube ohne mich 100% in den Zustand versetzten zu können, bringt das "Gerede" auch nichts, weil man es auf der "tieferen" Ebene eh nicht versteht/erfühlt? Was meinst du?


    Oder weiterer Gedanke:

    Meiner Meinung nach kann man in diesem Fall den Mörder nur dann lieben, wenn man bis in die tiefste Wahrheit durch (evt. eine Offenbahrung) geblickt hat, versteht, wie die Welt wirklich funktioniert und so das unendliche Mitgefühl für den Mörder und die ewige Liebe aufbringen kann?


    lg
     
  8. bluebody

    bluebody Guest

    Der Schlüssel liegt darin, sich selbst zu lieben.

    Wie Sallaya schreibt , hat (!) man Liebe nicht und ich ergänze - gibt man Liebe nicht... Liebe ist ein Seinszustand.
    Nur wenn wir gelernt haben uns selber allumfassend zu lieben, befinden wir uns in diesem Seinszustand, bzw. wir sind es - frei von Beurteilungen, die ja erst Emotionen, wie Hass, Zweifel, Ärger, Eifersucht ect. hervorbringen

    LG blue
     
  9. maria45

    maria45 Guest

    Lieber HarryPotter,

    Gnade ist etwas nicht verständliches, wie ich geschrieben habe.
    Nicht durch irgendein Verdienst, durch ein Tun oder So-Sein oder irgendetwas, Gnade ist jenseits davon.

    Gnade bedeutet zunächst einmal: Ich sollte dich verurteilen, sollte dich bestrafen, sollte etwas von dir fordern - und irgendwie tue ich es nicht.
    Es entsteht irgendetwas in mir, das Gnade ist. Und die Gnade hält mich zurück, jemanden zu verurteilen oder zu beschuldigen.

    Wie entsteht ES in mir?
    Indem ich mich hingebe. Ich trete zur Seite, mache Platz, damit ER mich erfüllen kann. "ich" werde leer und strecke mich nach IHM aus, im Vertrauen darauf, daß ER sich mir schenkt, daß ER und ich nicht zwei sein sollen, sondern in eins, ineinander.

    es gibt keine Technik dafür. Es gibt nur die Sehnsucht im Herzen, die die Tore zur Ewigkeit, zu IHM, öffnet. ER steht vor der Tür und klopft schon. Nur die Sehnsucht kann öffnen.

    Ein Schüler kam zu einem Zen-Meister und fragte, was er tun müsse, um erleuchtet zu werden. Der Meister nahm ihn mit an einen Fluß. Beide stiegen in den Fluß. Dann nahm der Meister den Schüler und tunkte ihn lange unter Wasser, so daß er fast ertrunken wäre.
    Als der wieder zu Atem gekommen war, fragte der Meister ihn:
    "Und, was hast du dir gewünscht, als du unter Wasser warst?"
    "Atmen!"
    "Wenn du die Erleuchtung so sehr ersehnst, wie du das Atmen ersehnt hast, kann sie zu dir kommen."

    es ist leichter, den Mörder zu lieben, wenn man begreift, daß man er ist.
     
  10. echt jetzt

    echt jetzt Guest

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    seh ich komplett anders!!!! totaler realitätsverlust und ICH-Verlust ist das und genau durch sowas wird man erst zum Mörder. Da wir SEIN wollen und nicht Nicht-SEIN entsteht ein innerer depressiver Konflikt, der sich auf den Körper festsetzt.

    LG
     
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