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Leistungsverweigerung in der Gesellschaft

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Hierophantumar, 22. August 2007.

  1. Werbung:
    In der Physik wird Leistung beschrieben als arbeit bzw. Energie pro Zeit.
    Also je mehr Dinge ich herstelle, je mehr ich in einer bestimmten zeit produziere, desto mehr leiste ich. Je mehr Autos ich in einer Stunde fabriziere, je mehr Menschen ich in einer Stunde behandle, desto "besser" bin ich.
    Und dann versuche ich natürlich, mich noch mehr zu steigern, indem ich bis zum menschenmöglichen alles tue, um meine Leistung zu maximieren.

    Und da ist auch schon das Problem: Was ist mit den Menschen, die einem kreativen Beruf nachgehen? einem Maler kann ich nicht sagen: >male 5 Bilder pro Tag, und dann hast du etwas geleistet.< Oder einem Autor sagen, dass sein Buch in 1 Jahr fertig sein muss, damit es sich auch für den Verlag lohnt.

    Kreativität kommt von innen heraus und ich kann damit keine Leistung vollbringen. Unter Druck geht es nicht. Denn heute bin ich voller Energie und male bis in die tiefe Nacht hinein, ein anderes Mal bin ich träge und ideenlos und schaffe keinen einzigen Farbklecks auf die Leinwand zu bringen.

    so ein Merkmal - also die Leistung ist auch mehr ein männliches Verhalten, wohin gegen die Kreativität mehr dem weiblichen zugeschrieben wird.
    Das bedeutet doch, das "unsere Gesellschaft", die von "uns" mehr EInsatz und Leistung verlangt mehr männliches Denken beinhaltet.

    Und wenn ich so die STrukturen der Geschlechter Vergleiche, ist es kein Wunder, dass der Mann mehr Wert auf Leistung legt.
    Sein System ist hierarchisch aufgebaut. einer an der Spitze, die Mehrheit steht unter ihm. Und wenn ich jetzt nach oben will, muss ich zwangsläufig mehr leisten, als meine Konkurrenten.

    die Frauen habens einfacher - ihr System ist ein Netzwerk. Machtspiele sind weniger vorherrschend und auch nicht zwingend erforderlich. hier geht es mehr um ein miteinander, als ein gegeneinander.

    So, und mein Problem ist jetzt dieses Spiel! zumal ich nicht einsehe, dass ich 100% auf Leistung aus sein muss, um mitzuhalten. Wenn ich Sport mache, muss ich da unbedingt immer 1. werden, um glücklich zu sein? sollte ich in der Schule/Beruf immer soviel leisten, damit der Chef abends zufrieden ist und ich eine Leistungssteigerung von ca. 2,1% geschafft habe?
    Ich habe freude an der Sache an sich und nicht am Ergebniss. Das ich Sport mache, ist ein tolles Gefühl. das ich mich mit anderen "messen" lassen muss, ist mir ein Graul.

    nachfolgend eine Geschichte:

    Der Einheimische und der Tourist
    Es war einmal in einem kleinen Fischerdorf irgendwo in Italien. Ein Tourist kam vorbei und sah einen Mann, der seelenruhig am Hafenkai saß und aufs Meer blickte.

    Der Tourist ging zu dem Mann und sagte: "Entschuldigung, ich möchte Sie etwas fragen: Warum arbeiten Sie eigentlich nicht? Sie könnten sich z.B. ein Fischerboot kaufen und hinaus aufs Meer fahren."

    "Aber, warum soll ich denn arbeiten?" fragte der Mann. "Ich habe alles, was ich brauche &#8211; genug zu leben und zufrieden bin ich auch."
    "Aber wenn Sie arbeiten würden, können Sie viel Geld verdienen, das Geld sparen und es zinsbringend anlegen!" sagte der Tourist.
    "Warum," fragte der Mann, " soll ich Geld verdienen und sparen?"

    "Wenn Sie gut verdienen, können Sie von den Zinsen leben und dann brauchen nicht mehr zu arbeiten!"
    Der Mann schaute den Tourist an und schüttelte langsam den Kopf. Dann ging sein Blick wieder hinauf auf das Meer.



    Wie sähe ein Gesellschaft aus, die 50% Leistung verlangt, und 50% kreativität?
    Die mehr wert darauf legt, nicht wieviel, sondern 1. DAS und 2. WAS derjenige geschaffen hat. Also Qualität anstatt von Quantität.

    Denn sich zu steigern und immer mehr zu leisten als die andern geht bei biologischen Wesen nicht lange gut. Die Gesundheit leidet darunter.
    Ein Beispiel was die Prozentsteigerung ausmacht:

    Tag 1: Ein Huhn legt ein Ei. Seine Leistung ist 100%
    Tag 2: Das Huhn legt 2 Eier. WOW! Eine Steigerung um 100%.
    Tag 3: Jetzt müsste das Huhn mind. 4 Eier legen um bei einer gleichen Leistungsteigerung zu bleiben. Aber vielleicht legt es nur 3 Eier. Das macht lediglich eine Steigerung um 66 % aus. (oder waren das nur 50 %? *grübel*)
    Tag 4: Legt das Huhn kein Ei - Verlust von 100%. (Leistung: - 100%)

    Wie kann ich ein Huhn dazu optimieren, gleichbleibend oder gar ab und zu mehr Eier zu legen?
    Das geht kaum. Zumal jedes biologische Wesen neben der Aktiven Zeit auch eine passive Phase braucht, um sich zu erholen.

    Ärzte/Krankenschwestern/Pfleger, die 18 Stunden am Tag im Krankenhaus zubringen und das 5x die Woche;
    Krankengymnasten, die in der STunde 3 Menschen behandeln sollten, weils so von der Krankenkasse vorgeschrieben ist;
    Angestellte, die die selbe Arbeit machen müssen, und das mit weniger Personal;

    Ich finde, dieses System sollte bald wie möglich zusammenbrechen. Ich mache schon liebend gerne den Anfang und nehme mir Zeit, die ich glaube zu brauchen und nicht, weil andere von mir Leitung sehen wollen.
    Nur sowas wird manchmal gerne als träge und faul und "Schmarotzer" gesehen. Obwohl er/sie genauso wie andere etwas zustande bringt, nur eben mit mehr Zeit.

    würde so ein neues System erfolgreicher sein?
    würde diese Art zu denken, eher weniger an materiellen Dingen erschaffen, als wenn ein gewisser Zeitdruck dahinter steht?
    Würden die Menschen, dies akzeptieren wollen oder fühlen sich die Männer gekränkt und missachtet, wenn sie nichts leisten "dürfen"?

    viele fragen und keine Antwort in Sicht....


    Souldancer
     
  2. THANATOS

    THANATOS Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2007
    Beiträge:
    45
    Ort:
    Iserlohn in Westphalen
    Hallo Souldancer, ich grüße Dich.
    Du hast gefragt:
    Nein!
    So leid mir das tut.
    Und zwar weil dieses System dem Menschen dienlich sein würde.
    Der Profit, der vom Wachstum abhängig ist, bliebe dabei auf der Strecke.
    Die Zeitgenossen, die gerne dabei zusehen, wie sich Ihre Stauseen mit immer mehr Geld füllen,
    werden nicht untätig bleiben wenn Ihnen jemand die Quelle von Macht und Einfluss wegnimmt.
     
  3. ichbinichbinich

    ichbinichbinich Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2006
    Beiträge:
    718
    Ort:
    im schönsten Haus im Burgenland
    ganz genau
    um mit brot und spielen uns bei laune zu halten und ja wieder in die arbeit treiben.
    sonst mit hartz 4.
     
  4. kleine venus

    kleine venus Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2007
    Beiträge:
    50
    Ort:
    Linz
    Gibt es überhaupt Leistungsverweigerung?
    Ich nehme mal das Beispiel: Landstreicher oder Penner

    Um diese Menschen so zu nennen, messen wir sie an Hand von sozialen Massstäben und deklarieren sie als Randgruppe, die keinen Beitrag in der Gesellschaft bringen. Tun sie das wirklich? Nichts leisten?
    Was heißt schon leisten?
    Ein Penner lebt Tag ein Tag aus und leistet etwas, was wir nicht im Traum wagen würden zu versuchen: Ohne gesellschaftliche Anerkennung zu existieren. Anerkennung bekommt man nur durch Leistung.
    Doch dieses Herdendenken, wo eigentlich jeder gegen jeden agiert und fälschlicherweise glaubt so der Gesellschaft zu dienen ist so was von asozial, das es nur so zum Himmel stinkt! Ein falsches Spiel, das jeder von uns beherrscht, doch solange man seinen Beitrag in der Gesellschfaft macht (denn das ist der Einsatz bei diesem Spiel) wird man nicht enttarnt. Menschen die wirklich ehrlich nur für sich existieren machen keinen Einsatz bei diesem globalen Pokerspiel, und die läßt man nicht an den Tisch. Solche Menschen bleiben nur Gesprächsthema für die Pausen, während man wartet, dass die Karten neu gemischt werden und das Spiel wieder seinen Lauf nehmen kann.
    Leistung, Ehre und gesellschaftlicher Beitrag! Seien wir uns mal ehrlich, wann spricht man von dem? Höchstens in einer Grabrede oder wenn man in die Pension geschickt wird. Und wozu? Damit man gebührend einen Mitspieler vom Pokertisch verabschiedet und die Gesellschaft an das Spiel errinnert und ein Zeichen setzt: Ein Platz ist frei am Tisch!

    Das war nun meine Leistung!:) Gemessen in ein paar Bites und Bytes und noch viel mehr Ärger in Form von temporärem Bluthochdruck!

    kleine venus
     
  5. Ischariot

    Ischariot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2007
    Beiträge:
    5.897
    Ort:
    nördliches Waldviertel
    Lieber Souldancer.

    Im Grossen und Ganzen kann ich dir nur zustimmen.
    Natürlich ist die Leistungsgesellschaft wie wir sie heute kennen, zutiefst destruktiv und Menschenfeindlich.
    Alleine das es im Japanischen Wortschatz ein eigenes Wort für "Tod durch Arbeitsüberlastung" gibt ist absurd genug.
    :schaf:

    Trotzdem glaube ich nicht das die Männerwelt durch mehr Kreativität ins Abseits geraten würde.
    Den Boss glücklich zu machen und beim Sport mit Bestleistungen aufzutrumpfen, wird konkret aber von niemandem Verlangt.
    Bleibt doch die Frage im Raum warum das unzählige Menschen dann doch so praktizieren?
    Die üblichen Verdächtigen würd ich mal sagen: Gier und Egoismus! :teufel:

    Zeitdruck ist eigentlich ein Unwort für jemanden, der die Zeit definiert, indem er über das Gestern nachgrübelt und für Morgen plant.
    Eigentlich ist Zeitdruck und Stress nur eine Abweichung vom TUN im Bezug zum WOLLEN. Oder?
    Gewollte Aktivität wird auch bei äusserster Anstrengung kaum zur Last.

    Dein Beispiel mit dem Touristen ist aber allemal ein anschauliches Beispiel für unsere absurden Denkweisen.
    Die Überzeugung das dieses System zusammenbrechen muss sitzt tief in unser aller Bewusstsein, oder etwa nicht?
    Ob das nachfolgende System besser sein wird wage ich jedoch zu bezweifeln.

    Wäre denn ein Schlaraffenland, wo dir gebratene Tauben in den Mund flattern erstrebenswert für dich? Mal ganz im Ernst?
    Trotzdem wäre es interessant zu sehen was die "Mächtigen" tun würden, wenn niemand mehr da wäre,
    an dem sie ihre Macht ausspielen oder ihren Einfluss geltend machen können.
    :lachen:

    Aber hab Geduld, wir werden ja sehen wie's ausgeht!

    Euer leistungsorientierter Ischariot ;)


    **** Zu Beginn des Beitrags Fäkal-Zitat eines gesperrten Users entfernt ****
     
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    Hallöchen!


    Entschuldige bitte meine (dumme) Frage, was bitte ist Hartz 4? :confused:
    Ich habe schon in manchen Threads dieses Wort gelesen und weiss dass es etwas mit Arbeitslosigkeit zu tun hat, aber was Genaues kann ich mir nicht darunter vorstellen!


    LG
    feuervogel
     
  7. Galahad

    Galahad Guest

    Hartz4 ist die übliche Bezeichnung für das Arbeitslosengeld2.
    Benannt nach seinem "Erfinder" Peter Hartz.

    In der Praxis bedeutet das, das ein Mensch der Arbeitslos ist, nach einem Jahr nur noch eine Hilfe am unterem Existenzminimum bekommt.
    Zur Zeit sind das 347,- Euro im Monat.
    Und damit hast Du auszukommen.
    Ziel dieser Regelung ist es die arbeitsscheue Bande dazu zu bringen einer der unzähligen freien Jobs anzunehmen.
    (Der letzte Satz war natürlich sarkastisch gemeint.)
     


  8. Puh, das finde ich aber ganz schön stark. :nudelwalk Da sieht man wieder ziemlich deutlich, dass manche Politiker von der Realität so gar keine Ahnung haben!!!


    LG
    Feuervogel
     
  9. Galahad

    Galahad Guest

    Der Witz an der Sache ist, das Hartz kein Politiker ist, sondern Er war Personalvorstand bei VW.
    Betonung liegt auf war.
    Er war einer Derjenigen, die über den Nuttenskandal gestolpert sind.

    Arbeitslose in die totale Armut drängen und selber auf Firmenkosten poppen wie ein Weltmeister.
     
  10. Melina

    Melina Guest

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    Mir ist bekannt, dass er wegen Betruges zu einer Bewährungsstrafe verurteilt ist, als normaler Mensch wäre der nun selbst auf Hartz4, aber solche Leute fallen immer wieder auf die Füsse und kriegen Monatsgehälter was andere im Jahr verdienen....
     
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