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Lebensverlängerung durch Organspende

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von wren, 8. Oktober 2014.

  1. wren

    wren Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2004
    Beiträge:
    2.586
    Ort:
    Schweiz
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    Nach einer Zugsfahrt mit einem wundervollen, extrem disziplinierten, mental und körperlich durchtrainierten 67jährigen Mann
    der mich -Lebenstypisch- an einem meiner wunden, sprich fragenden Punkten getroffen hat

    Schon geboren mit einer tödlichen Krankheit, die ihn zu verschleimen drohte, schaffte er, sie zu überwinden, bis die Lunge nicht mehr konnte.
    Er gelobte, in Kenya ein Krankenhaus zu gründen, falls er doch noch rechtzeitig eine Lunge gespendet erhalten werde.
    Am nächsten Tag erhielt er die telefonische Nachricht, dass er eine bekomme.

    Ich sitze also im Zug, als er sich mir gegenübersetzt.
    Er packt einige Tabletten aus und ein Mineralwasser und erklärt mir um 10 Uhr morgens: "Das ist schon meine Nachspeise".
    Er müsse täglich 80 Tabletten einnehmen.

    Ich erschauere schon ob dieser Tatsache mitfühlend, weil mich schon eine immer in Schwierigkeiten bringt.


    Er hat das Krankenhaus gegründet.
    Seine Lebenspartnerin hält es seit zehn Jahren am Laufen.


    Er ist grau im Gesicht.
    Ich weiss nun, er schluckt täglich 80 Tabletten
    kleidet sich sommers wie winters in eine Daunenjacke und schützt sich mit Schal, um ja keine Infektion einzufangen.
    Gleichzeitig erzählt er begeistert, dass er trotz allem es geschafft hat, am NewYorkerMarathon teilzunehmen und auf dem Kilimandscharo sei er auch schon zweimal gewesen.



    seine seit der Organtransplatation prophezeite durchschnittliche Mehrlebenszeit von sieben Jahren hat er dank seinem Überlebenswillen schon um bald 20 Jahre überlebt

    Er wird darum weltweit herumgereicht

    von der Pharmaindustrie
    es soll sogar ein Dokumentarfilm über ihn gedreht worden sein


    nach einer halben Stunde kommt er darauf zu sprechen, dass sein Magen von all den Medikamenten ruiniert sei.
    Das Sodbrennen bis zur Kehle hinauf könne nicht lange mit Medis gelindert werden.
    Darum ertrage er nur noch Flüssignahrung.
    Die koste monatlich 5000 Schweizer Franken.
    Das war der erste Betrag, den er nannte.
    Das sei aber noch gar nichts.
    Seine erforderten Medikamente kosten monatlich 55'000 Franken

    Dieser Mensch trotzt seit seiner Geburt dem Tod


    Natürlich empfinde ich tiefsten Respekt vor so viel Überlebenskampf



    Gleichzeitig
    ich habe das hier schon geschrieben
    ist das doch wirklich krank
    was die Pharmaindustrie hier anstellt


    Mein Reisegefährte für kurze Zeit meinte noch:
    Ich schaffe das dank Disziplin

    Die Jungen haben da aus meiner Erfahrung schlechte Chancen.
    Die meisten schaffen es nicht
    weil sie die Medikamente nicht richtig einnehmen


    Warum - verdammt - sind wir Menschen nicht einfach bereit zu sterben?


    Beziehungsweise

    warum delegieren wir uns

    derart an andere

    ?`!

    Kämpfen ist gut

    aber kaufen?

    Verkaufen wir heute unsere Seele der Pharmaindustrie?
     
  2. Anthum

    Anthum Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2010
    Beiträge:
    320
    Du kannst ja gern sterben, wenn du mal krank wirst. Aber erwarte nicht von anderen, dass sie das auch tun, um nicht "ihre Seele" (lächerlich!) der Pharmaindustrie "zu verkaufen".

    Umgekehrt, die Pharmaindustrie verkauft was! Und so lange das Geld vorhanden ist, wird jeder zahlen.
     
  3. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
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    Ort:
    Saarland
    Wie ich schon öfter hier gesagt habe...

    Man sollte das mit der Organspende wie mit dem ADAC machen.
    Wer Spender ist (einen entsprechenden Ausweis hat) bekommt eher ein Organ. Natürlich muss er/sie schon ein paar Jahre vor der Krankheit Spender gewesen sein. Wer keinen Ausweis hatte bekommt nur eins, wenn es keine weiteren kompatiblen Empfänger gibt. Kinder und Minderjährige sind Ausnahmen von dieser Regel und stehen immer oben.

    Eine einfache und sinnvolle Regelung und wir sparen uns diese Gängelung.

    Ansonsten ist es grundsätzlich etwas wichtigtuerisch, wenn man Aussagen zu dem Thema trifft, was man in so einem Fall tun würde. Stand jetzt wollte ich nicht unbedingt mit einer schweren Behinderung oder unheilbaren tödlichen Krankheit (inklusive Demenz) bis zum Schluss ausharren.

    Trotzdem ist meine Ansicht zur Medizin weitgehend positiv. Allerdings bin ich für aktive Sterbehilfe in Fällen wo die Lebensqualität aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen zusammenbricht und ebenso bei tödlichen Krankheiten im Endstadium. Von einer denkbaren Ausweitung auf psychische Probleme halte ich aber nichts. Es wäre schon irrwitzig einem suizidalen Depressiven dabei zu helfen den Suizid durchzuführen.

    LG PsiSnake
     
  4. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.871
    Ort:
    Wien
    Wren, ich versteh nicht, was das mit der Pharmaindustrie zu tun hat.
    Du schreibst von verschleimen, hatte der Mann Mukoviszidose?

    Der Mann hat gelernt zu kämpfen, das Leben als wertvoll zu sehen. Es gibt viele Menschen, die schwer krank sind oder mit Behinderungen geboren werden, die trotzdem leben wollen und glücklich sind. Hier hat mal jemand ein Video eingestellt von einem Mann, der ohne Arme und Beine geboren worden ist, er reist um die Welt, um anderen Menschen Mut zu machen. Oder eine Frau, die mit einer sehr seltenen Krankheit geboren worden ist, wo sich kein Fett anlagern kann, sie gibt nicht auf, auf einem Auge ist sie blind und sie wird wegen ihres Äußeren oft beschimpft. Trotzdem legt sie sich nicht einfach hin und stirbt.

    Wenn man nicht betroffen ist, sagt sich sowas leicht, warum sind die Menschen nicht einfach bereit zu sterben. Wenn man selbst krank ist, sieht man alles wieder aus einem ganz anderen Blickwinkel.

    Wer entscheidet, ob ein Leben lebenswert ist? Ob es wertvoll genug ist, daß man darum kämpft?
     
  5. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    7 Jahre sollte er noch leben, das ist inzwischen um 20 Jahre überschritten, also lebt er seit 27 Jahren mit dieser fremden Lunge. Wenn er monatlich für 55.000CHF Medikamente braucht - wahrscheinlich damit der Körper das fremde Organ nicht abstößt und gegen die Nebenwirkungen der Hauptmedikamente - dann hat er inzwischen für 17.820.000CHF, also knapp 18 Mio CHF Pillen geschluckt. Dazu seit wer weiß wie langer Zeit monatlich 5.000CHF für flüssige Nahrung, was dann jährlich auch nochmal lächerliche 60.000CHF ausmacht.

    Hieß er zufällig Münchhausen, Baron Münchhausen? Über den wurde auch schon ein Film gedreht. :D

    R.
     
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Ruhepol, je nach Krankheit, die zur Immunsuppression noch hinzu kommt, kann das schon teuer werden. Siehe hier (Beispiel für hohe Kosten): http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-08/hepatitis-medikament-krankenkassen-teuer

    Teilweise liegt das natürlich nicht nur an den Produktionskosten sondern auch am exzessiven Gewinnstreben, klar. Ist oben der Fall, das ist auch komplett skandalös, und ich würde das nicht durchgehen lassen.

    Ich weiß natürlich nicht, ob wrens Geschichte stimmt. Sage nur, dass da nichts wirklich auszuschließen ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2014
  7. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Ich zweifel ja nicht Wren an, sie erzählt nur, was sie da gehört hat, aber du kannst versichert sein, wenn nach Organtransplantationen lebenslange Dauermedikationen in Millionenhöhe notwendig wären, dann gäbe es sie nicht in unserem maroden Gesundheitssystem. :D

    R.
     
  8. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Ich kann es mir auch nicht ganz vorstellen, selbst wenn die Kosten auf eine halbe Ewigkeit verteilt sind. Aber medizinische Behandlungen sind schon teilweise verdammt teuer.

    Siehe zum Beispiel hier: http://www.spiegel.de/panorama/herz...inik-giessen-will-kind-verlegen-a-986126.html

    "In dem Fall geht es auch um viel Geld: 400.000 Euro haben die Eltern dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg für die ursprünglich vereinbarte Operation gezahlt. Laut dem Zeitungsbericht liegen die Kosten inzwischen aber bereits bei fast 600.000 Euro."

    Und so wie ich das verstehe wurde ja gar nicht operiert, und es sind trotzdem 600.000.

    Das passt übrigens zum Thema hier im Thread, und ich kann nachvollziehen, dass ein Organ nicht unbedingt an eine Person gehen muss/sollte, die auch mit dem Organ kein halbwegs normales Leben mehr führen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2014
  9. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Wenn es im Schnitt 850 Organtransplantationen jährlich in D gibt, und jeder dieser Patienten monatlich für 45.368,90€ (=55.000CHF) Pillen schlucken müsste, dann würde das unsere Krankenkassen monatlich fast 40 Mio Euro = jährlich 480 Mio kosten. Nur die Dauermedikation dieser 850 Leute ... ohne irgendwelche Behandlungs- OP- oder Krankenhauskosten.

    Mit Sicherheit sind die Medikamente nach einer Transplantation sehr, sehr teuer, im Vergleich zu dem was Otto Normalverbraucher für seine Wehwehchen benötigt, aber in die Millionen gehen sie definitiv nicht.

    R.
     
  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Der Patient hier hatte ja zumindest eine zusätzliche Krankheit, möglicherweise Mukoviszidose (betrifft auch viele unterschiedliche Organe). Dazu kamen dann die Magenprobleme, die dann eventuell wieder mit anderen Medikamenten behandelt werden müssen. Auch könnte es sein, dass es wegen dieser Kombination spezielle teure Medikamente braucht.

    Ja, keine Frage, klingt übertrieben, aber die Kosten wären zumindest nicht für alle Patienten gleich hoch.
     
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