1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Leben nach dem Tod? Eine freche These..

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Kvatar, 6. Mai 2002.

?

Gibt es ein Leben nach dem Tod

Diese Umfrage wurde geschlossen: 25. August 2002
  1. Kill Dich - dann weisst du es und wir haben unsere Ruhe..

    4 Stimme(n)
    33,3%
  2. Leb doch erstmal, vielleicht kommst du ja drauf...

    5 Stimme(n)
    41,7%
  3. Daaaa muss ich meinen Guru fragen....(bzw das Tarot, das Pendel..)

    1 Stimme(n)
    8,3%
  4. Gute Frage, interessiert mich auch! Ich bring mich gleich um.... *hechelsabbergier*

    2 Stimme(n)
    16,7%
  1. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Werbung:
    Dauer im Wechsel

    Hielte diesen frühen Segen,
    Ach, nur Eine Stunde fest!
    Aber vollen Blütenregen
    Schüttelt schon der laue West.
    Soll ich mich des Grünen freuen,
    Dem ich Schatten erst verdankt?
    Bald wird Sturm auch das zerstreuen
    Wenn es falb im Herbst geschwankt.

    Du nun selbst! Was felsenfeste
    Sich vor dir hervorgetan,
    Mauern siehst du, siehst Paläste
    Stets mit andern Augen an.
    Weggeschwunden ist die Lippe,
    Die im Kusse sonst genas,
    Jener Fuß, der an der Klippe
    Sich mit Gemsenfreche maß.

    Laß den Anfang mit dem Ende
    Sich ins Eins zusammenziehn!
    Schneller als die Gegenstände
    Selber dich vorüberfliehn!
    Danke, daß die Gunst der Musen
    Unvergängliches verheißt,
    Den Gehalt in deinem Busen
    Und die Form in deinem Geist.

    Johann Wolfgang Goethe



    Liebes Auditorium,

    was passiert denn nun wirklich, wenn wir eines Tages den Löffel hinlegen, den Sauerstoffkonsum einstellen, mit dem Trinken und Rauchen gleichzeitig aufhören (was wir zeitlebens nie geschafft haben *ggg* ) und statt dessen aufs Herzhafteste ins Gras mampfen? Wie Goethe (s.o.) haben sich seit Jahrtausenden die dollsten Weisen und die erlesensten Gelehrten um diese Frage bemüht, ohne wirklich je zu einer brauchbaren Lösung gekommen zu sein. Fest steht nur: Auf's Sterben würden die meissten gerne verzichten, die Menschen suchen den "Dauer im Wechsel", wie Goethe ihn oben formuliert hat.


    Was ist der Mensch?


    Laut Goethe ist die Sache klar: da ist zum einen die Natur, die einem zyklischen Entstehen und Verfallen ausgesetzt ist (Aber vollen Blütenregen (Frühling) Schüttelt schon der laue West (Herbst) und in der es keine Dauerhaftigkeit gibt. Goethe bertrachtet den Menschen als einen Teil dieser Natur, der ebenfalls der Vergänglichkeit ausgesetzt ist (Weggeschwunden ist ... Jener Fuß, der an der Klippe sich mit Gemsen.. maß (im Sinne von wandern, Vitalität, Lebenskraft)). Menschen werden also geboren (Entstehung), wachsen auf und altern, wenn der Höchstpunkt überschritten ist (Vergehen).

    Wir gratulieren Goethe hiermit zu seiner scharfen Beobachtungsgabe :D - wie aber gedenkt sich Goethe nun aus der "tödlichen" Affäre zu ziehen? Seine Forderung ist ja "Dauer im Wechsel", also aus diesem Naturzwang der Vergänglichkeit auszusteigen und die Dauerhaftigkeit eines ewigen Lebens zu "ergattern" ! Was hat er sich da wohl ausgedacht...? :

    Laß den Anfang mit dem Ende, sich ins Eins zusammenziehn! bittet Goethe. Die Techniker haben bereits begriffen, was Goethe im Visier hat: zwei Seilenden verknoten ergibt einen Ring oder besser - einen Kreis (-lauf)! Goethe als Erfinder der Reinkarnation? :confused: :D

    Neinnein, natürlich nicht. Wir alle kennen Goethe (und die ganze Philosophenliga) als einen weltfremden Menschentypus mit mehreren Brettern vorm Hirn (scheinbar sorgt die runde Kopfform bei diesen Menschen dafür dass sich die Gedanken in schöner Regelmässigkeit im Kreis drehen :D :D . Und: wer Goethes Kopf kennt weiss, dass seine Gedanken eher "geeiert" als "gekreiselt" sein müssen... ;) ) Na, dann schauen wir doch mal welches Hintertürchen unser Wolfgang da für sich entdeckt hat....

    Danke, daß die Gunst der Musen (=> Gunst der Berufenheit zu schöpferischen Künsten) Unvergängliches verheißt (=> indem er der Nachwelt damit erhalten bleibt ) Den Gehalt in deinem Busen (So'n Ferkel ! Naja, wenn sich einer mit 82 noch an eine 19-jährige heranmacht! :D ) Und die Form in deinem Geist (=> HIER ISSES ! LAST - NOT LEAST !!! DIE FORM IM GEIST => SEELE !!!!

    Na Endlich ist die Mieze aus dem Sack: die "Seele" soll's richten und die Rücktrittsklausel im Vertrag mit der Sterblichkeit sein. Auch wenn es zu vermuten wäre: Goethe war KEIN Werbetexter für die Kirche, die ihre Existenz auf diesem Gedankengebäude errrichtet hat: die Seele, unser "Ego" soll also vom Körper getrennt existieren können. Beleuchten wir doch mal dieses komische Ding, das wir EGO nennen:


    Vom Ego zur Unsterblichkeit



    Für Schlaumeier Goethe war die Seele vor allem sein Intellekt, sein "Denken". Aber ist das, was da oben "denkt" meine Seele? Bin ich meine Gedanken?
    Wenn ich nicht mein denkendes Ego bin, was bin ich dann?
    Was wäre, wenn ich nicht denken würde? Wäre "ich" dann trotzdem?

    Die Fragen sind Dir zu theoretisch? Na, dann mal ab in den Alltag - machen wir den EGO-Färbetest von BlödFix Anti-Befrag !! (vorsicht - unbequem+desillusionierend!!!)

    1) Wenn du sagst: "Mir tut der Kopf weh" - wer spricht dann? Du wirst wahrscheinlich antworten "Dumme Frage - ICH natürlich". Ja gut, aber wer ist denn dieses "Ich", dass sich von seinem Körper getrennt fühlt und von ihm spricht wie von einem Besitz? Nimmst du nicht unbewusst an, der Körper sei das eine und dein Geist das andere? Du hast es schon gemerkt: hier liegt die Ursache für das "Seelenempfinden" ausserhalb des Körpers, dem Grundbaustein für die Seelentheorie, die sich auf genau dieses Phämomen stützt.

    2) Was bist du? Was ist es, dass DICH ausmacht?
    Nach einigem Überlegen werden Dir wahrscheinlich Sachen einfallen wie "Meinungen, Überzeugungen, Ansichten, Wissen etc." Sind das nicht alles rein GEISTIGE Eigenschaften? Nur in deinem Kopf?

    3) Warum trinken Menschen Alkohol, Rauchen, nehmen Drogen, haben sie Sex? Warum gehen sie ins Kino oder sitzen vorm Fernseher?
    Im Grunde freut uns das Leben nicht, wir sind auf Ablenkung und Zerstreuung konditioniert. Wir versuchen alles, um uns unserem langweiligen, quälenden Gedankenkarussel zumindest kurzfristig entfliehen zu können. Unser Denken ödet uns an: Sorgen, Ängste, Selbstvorwürfe und und und ... sogar beim Essen haben wir eine Zeitung vor der Nase oder den Fernseher an oder suchen das Gespräch mit unserem Partner - um uns BLOOOOS nicht zu langweilen ! Eine Milliarden schwere Industriesparte tut nichts anderes als unsere Langeweile zu übertünchen.


    4) Wo bist du?
    "Na, hier!" wirst du sagen. Aber bist du es wirklich? Ein grosser Weiser Zen-Meister wurde mal gefragt, was er denn besser mache als andere Menschen. Er sagte "Wenn ich esse, dann esse ich. Beim sitzen sitze ich und beim Stehen stehe ich". "Das tue ich auch" sagte der Fragende. "Nein", war die Antwort. "Wenn du sitzt, dann stehst du schon. Wenn du stehst, dann gehst du schon".
    Und du? Bist du nicht auch ständig woanders mit deinen Gedanken? Beobachte dich mal sehr genau bei einem Versuch, 15 Sekunden lang die Gedanken auf den Augenblick zu zentrieren ohne in Vergangenes oder Gegenwärtiges abzuscheifen ! Tu es am besten jetzt, bevor du weiterliest.

    ****

    Und? Deprimierend, nicht? :D Aber so ist es ständig: du bist nie im "Hier und Jetzt" (eine gern benutze Phrase...), sondern schweifst ständig und oft sogar unbewusst ab. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern (für ungeübte (!)) normal und ist in der Struktur unseres Gehirnes als neuronales Netz begründet. In unserem Kopf spielt sich laufend ein wahres Elektronengewitter ab, welches Gedanken und Assoziationen auch benachbarter Bereiche reaktiviert, so dass ein Gedanke fast zwangsläufig weitere Gedanken nach sich reisst - ein Leerlaufprozess also, dem übrigends eine enorm wichtige neurale Funktion zukommt !

    [ Assoziation (Erlernen) entsteht durch Neuverknüpfung zwischen einzelnen Teilbereichen im neuronalen Netz. Wiederholtes Lernen verfestigt diese Verbindungen und weitet sie aus; bleiben sie hingegen ungenutzt werden sie zurückgebildet (vergessen) und der Zugang zum entsprechendem Teilbereich durch die "Schlüssel" (zb Stichwort) geht verloren. ]

    Denken ist also normal, wir brauchen uns den Kopf deshalb nicht abschneiden. Wir sollten aber erkennen, was unsere Gedanken (und damit WIR in diesem Sinne) sind: Gedankengebilde.

    Um nicht in den Nihilismus zu versinken: wenn wir dieses Gedankengebilde abziehen bleibt, entgegen aller Logik MEHR übrig. ZEN zB hat sich zum Ziel gesetzt, den Verstand Schachmatt zu setzten um dem Schüler "Satori" zu ermöglichen, die tiefe Einsicht in das Wesen des Kosmos und das unbedingte Glück.
    Eintritt nur ohne Verstand !! ;) Das ist es, was die Meditation (Zazen) vermitteln will: den Verstand an die Leine nehmen und die Affen zurück in den Käfig zu stecken um zu uns zurückzufinden. Das Ego überwinden.


    Schäle eine Zwiebel komplett ab - was bleibt?

    (=> Teil 2 folgt...)
     
  2. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    TEIL 2

    Wir stellen fest, dass dieses EGO bzw SEELE eine ziemlich brüchige Klamotte ist. Ein reines Gedankenmodell, eine Theorie. Als Kapitäne unseres Lebensschiffes, das die Ratten schon längst verlassen haben steuern wir dennoch halsstarrig unser EGO durchs Leben ohne bemerken zu wollen, das der Kahn bereits halb abgesoffen ist. Zwar kehren immer mehr Menschen in diesem Land der Kirche den Rücken zu, weil viele das verklärte Weltbild vom "Leben nach dem Tod" als Augenwischerei und Gedankenkonstruktion erkannt haben, aber die Angst vor dem Tod ist geblieben.

    Die Folge ist klar: neue Gedankenmodelle müssen her ! Das NEUE Gedankenmodell muss natürlich getuned sein: mehr Persepektiven, mehr Spass, mehr Inhalt, weniger Aufwand. Da hätten wir zB.

    · Die Reinkarnation: Sterben ist ok, aber dann wenigstens wiedergeboren werden. Na also - geht doch! Wir können uns zwar nicht an unsere Vorleben erinnern, aber ein hübsches Gedankenmodell ist es. Glauben reicht in diesem Falle aus, die Überprüfung lässt man besser sein, will man die schöne Theorie nicht gleich wieder zerdeppern. Dann ist es doch besser sich an der Masse zu orientieren: Zig-Millionen Hindus können sich nicht irren, woll ?

    · Mit Toten reden: Der Hammer unter den Unsterblichkeits-Modellen, jedoch nur für absolut selbsttreue Hardliner mit absolut wasserdichtem Weltbild und Ohrenstopfen geeignet. Wichtig ist auch hier, dass Modell niemals auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, um es nicht kaputtzumachen. Alternativ bieten sich da Bücher an, die statt der eigenen Erfahrung als Grundlage dienen können oder - für Fortgeschrittene - das Lustwandeln in den eigenen Gehirnwindungen: Legen Sie ein paar Karten und machen Sie anschliessend ein überwältigtes Gesicht, egal was da vor Ihnen auf dem Tisch liegt. Pendeln Sie zwischen diversen Zettelchen aus, was Ihnen die Toten sagen - die neurophänotypischen Prinzipien der Psychophysiologie sorgen dafür, dass das Pendel auch genau dahinschwingt, wohin man es (unbewusst) will. Das Prinzip taugt zu allem möglichen, warum also nicht auch dazu? Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie unbedingt positiv überrascht sein müssen - und lesen Sie nie ein Buch über Psychosomatik etc. um die Scheuklappen dauerhaft vor die Augen zu nageln.

    Was ham' wa noch? Ach ja:

    · Astrologie: "Die Sterne lügen nicht" heisst es. Da ist viel Wahrheit drin, die Sterne an sich sagen ja auch nichts. *gg* Dafür bieten sie unbegrenzte Möglichkeiten, sich so richtig in Bedeutungszuschreibungen zu ergehen und die kleine eigene Existenz an die grosse Kosmische Ordnung zu knoten. Das System besticht wie seine Vorgänger auch durch die gängigen Features Unüberprüfbarkeit (d.h. keiner kann einem die Illusion nehmen und das Modell zum Einsturz bringen) und Flexibilität: deuten Sie was und wie Sie wollen, lassen Sie Ihrer Interpretationswut freien Lauf ! Sagen Sie die Lottozahlen, den Weltuntergang und die Strapsfarben von Verona Feldbusch voraus. Raus mit dem Teleskop, und dann nix wie in die Röhre geschaut - im doppelten Sinne !!!


    Mehr? Jederzeit - Mail genügt ! :D:D:D


    Nun, was verbindet diese Favoriten miteinander?
    Sie alle stellen Systeme dar, die den Menschen ergänzen oder/und ihnen Zugang zu einem "höherem Existenzzustand" ermöglichen. Ausgangspunkt ist, wie immer ! , die Unzufriedenheit mit sich selbst, mit der eigenen Lebenssituation, dem Ausgeliefert-Sein in der kurzen Zeitspanne zwischen Geburt und Tod und der Bezugslosigkeit.


    Was kann das Leben bieten, wenn wir es auf diese Art und Weise von uns fortstossen, bevor wir es für uns persönlich genau untersucht haben? Wo wollen wir die Antwort finden wenn wir überall suchen, nur nicht bei uns selbst? Es ist verständlich dass Menschen sich für die Zeit nach dem Tod interessieren, aber was ist die Antwort wert, wenn wir keine Chance haben, sie auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen? Zu gerne begeben wir uns in die Illusionen anderer - wenn wir uns dann irren, dann sind wir wenigstens nicht wieder allein mit uns selbst.


    Gibt es Leben nach dem Tod? Ich denke, man darf der Frage ruhig neugierig nachgehen, wenn man sich dabei nicht in den Abgrund der Spekulationen und Illusionen stürzt, was aber so gut wie unvermeidlich ist, wenn man die Frage anderen stellt statt sich selbst.

    Ist es da nicht sinnvoller, sich auf das zu zentrieren, was wir JETZT und HIER haben? Carpe diem!! Such die Antwort auf das LEBEN, nicht die auf den TOD, sonst bist du's nämlich schon. Wäre schade um dein Leben. Wo du nur eines hast...

    Übrigends: Goethes Abgang war ein Szenario der Unwürde und Peinlichkeit! Er starb mit Geheule und Gezeter, wollte nicht sitzen und nicht liegen, die Angst vor dem Tod stand im tief ins Gesicht geschrieben. Tja Goethe, deine tollen Theorien haben Dir NULL geholfen. Da sieht man, was du wirklich gelernt hast aus deinem Leben und ob deine Gedankenmodelle Dir helfen konnten....

    Mein Beileid. Nicht zum Tod, aber zum verpfuschten Leben.
     
  3. Rose

    Rose Guest

    Hallo
    Mir scheint, du bist ein Zyniker, ein Zweifler oder einfach nicht sicher, wie du mit neuen Inhalten umgehen sollst.
    Ich glaube an ein leben nach dem Tod, habe viele Bücher dazu gelesen und in meiner Arbeit mit Kindern - inzwischen, weil ich hellhörig geworden bin - eindeutige Erzählungen von ihnen erhalten, dass sie schon mal gelebt haben. Phantastisch! Das gibt ein Gefühl der Geborgenheit zu wissen, dass wir in ein großes Ganzes gebettet sind und alles, was uns begegnet und wer wir sind einen Sinn ergibt. Ausserdem habe ich dadurch mehr Achtung vor dem Leben bekommen.
    Wenn du willst, kannst du mir antworten, oder mit mir in die Diskussion gehen.
    Liebe Grüße
    Rose
     
  4. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Naja, was deine Kinder erzählen und was du daraus verstehst (verstehen willst) hängt ganz von Dir ab - Interpretationssache halt. Das ist für viele Weltbeglücker und Prinzipversteher natürlich eine schäbige Theorie - das sehe ich ein.... *gggg*


    Stell Dir vor, du siehst einen Mann ins Wasser springen, um einen Ertrinkenden zu retten. Was, meist du, hat diesen Mann zu seiner Tat bewogen? Natürlich sahst du den Mann springen, aber die "Bedeutung" ist reine Spekulation ! Tat er es, um ein Held zu sein? Als Anzahlung auf sein himmlisches Konto? Wusste er, dass der Ertrinkende Millionär ist?

    Albert Einstein hat mal gesagt "Es ist unmöglich, nur beobachtbare Größen in eine Theorie aufzunehmen. Es ist vielmehr die Theorie, die entscheidet, was man beobachtet."

    Ob ich ein Skeptiker, Zyniker oder was auch immer bin hängt natürlich ebenfalls davon ab, was Du in mir sehen möchtest.


    Aber schiess mal los, was haben deine Kids denn so erzählt? Was hat Dich denn so in Aufregung versetzt?


    Grüße,
    Kvatar
     
  5. Rose

    Rose Guest

    Hallo du Skeptiker
    Versteh mich nicht falsch. Du darfst skeptisch sein. Das ist für mich völlig in Ordnung.
    Aber es ist mir nicht ganz klar, ob du Antworten zu dem Thema möchtest, die sich von deinen unterscheiden. Das heißt zumindest für mich nicht, dass ich dir deine ausreden will. Ich berichte lediglich, was ich dazu weiß, weil ich annehme, dass es dich interessiert. Wenn mich ein Thema nicht mehr beschäftigt, das heißt, wenn ich mir noch nicht sicher bin, ob meine These stimmt, setze ich mich damit auseinander und möchte von anderen ihre Version hören. Dann gibt dies meinem Denken einen neuen Weg. Das mag ich.
    Übrigens ( auch wenn du es anscheinend nicht ernst nehmen magst ) mir erzählte letzte Woche ein Kind, ein Junge mit sechs Jahren: Und dann bin ich zu den Engeln gekommen. Das war sehr schön. Aber dann kam der liebe Gott, der sagte, du musst wieder zu deinen Eltern zurück, die suchen dich.
    Kann man glauben? Man muss nicht. Ich jedenfalls finde es unendlich tröstlich, nicht nur einmal hier zu sein und ánscheinend eine spannende Aufgabe zu haben.
    Lass es einfach stehen, ok?
    Gruß Rose
     
  6. lukas

    lukas Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2002
    Beiträge:
    90
    Werbung:
    Salve Rose

    eben sah ich Deine "Vorstellung" an, und kam so zu dieser Seite...

    Bravo!
    die Diskussion hier ist so nötig-
    alles ist richtig, was die Ersatzteilbeschaffung (Organspende) aus menschlichen Körpern in Frage stellt-

    Persönlich halte ich vom "Leben nach dem Tod" gar nichts -

    um so mehr von der These der "unsterblichen Seele"-

    es gibt im Internet allerlei dazu.
    http://www.ananova.com/go/469102 ist sehr interessant.

    Wie gesagt-
    jeder hat so seine Meinung
    ich würde auch den Kvatar nicht zynisch nennen....
    Der hat doch eine Bombenarbeit geleistet......
    Die vielen Stunden, die er recherchierte, um seine Ideen zu belegen.....
    klar, das einer, nach so viel Einsatz, sich nicht gerne dazwischen reden lässt.....

    Wie gesagt-
    Hauptsache ist, glaube ich, die Menschenwürde zu verteidigen!
    Die Achtung der Toten, ob die nun "leben" oder nicht- gehört dazu.

    Grüsse, Lukas
     
  7. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Hallo Rose,

    ...na wenn es Dich tröstet: du wirst 10000000 Mal wiedergeboren werden und jedesmal schlauer und reicher. Ich schwöre es. Und das Beste ist: Danach gehts wieder von vorne los, nur in einer anderen Welt, und die ist noch vieeeeel besser: alle sind gut drauf, haben 6 Richtige im Lotto, fahren Mercedes, werden geliebt und sind Bundeskanzler. Ich hoffe das entspricht Deiner Erwartung ("Phantastisch" leitet sich übrigends von "Phantasie" ab ... ) :D


    Was meist du übrigends zu dem Jungen? Hätte er wohl das Gleiche gesagt, wenn er ohne Fernsehen, Kirche und in Zentralafrika aufgewachsen wäre? *grübel* Was mich beeindruckt hat war allerdings, dass Gott sagte "Du musst zurück" statt "Du darfst zurück" ... da hat sich der Allmächtige wohl etwas verhaspelt... :D:D:D:D


    So, jetzt aber ernsthaft: Du fragst, ob ich Antworten möchte.
    Nein, ich glaube, kritische, bissige Gegenfragen sind mir lieber.

    @Lukas: Die "Bombenarbeit" habe ich mit viel Vergnügen in die Tastatur gehämmert. Recherche war da nicht notwendig, ich hab mich bloss mal über die Dinge ausgelassen. ;)
    "Dazwischen reden" ist aber herzlichst erwünscht !!! Wie provokant soll ich denn noch werden :confused::confused:

    ;)

    Grüsse,
    KTG


    www.mega-power-trost.de
     
  8. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Quelle: http://www.ananova.com/news/story/sm_469102.html

    Study 'proves' the soul exists


    Its claimed a new study 'proves' the soul exists.
    The evidence is from 'dead' patients whose hearts stop beating and then experience a form of afterlife.
    The study will be published in the Lancet later this week.
    Doctors who studied 344 heart attack survivors found more than one in 10 had experienced emotions, visions or lucid thoughts while they were "clinically dead" - unconscious with no signs of pulse, breathing or brain activity.
    Some reported having "out-of-body" experiences. It supports a long-held view that the mind - or soul - can survive death.
    The research, by a Dutch team, will be seized on by academics who support a theory that the mind can continue to work after the brain has stopped.
    Church leaders will cite it as evidence for the existence of a soul.
    The two-year study in 10 Dutch hospitals is the largest study into the phenomenon.
    It found that 12 per cent of cardiac arrest survivors reported having various "near-death experiences" (NDEs) before being resuscitated.
    Dr Peter Fenwick, a consultant neuropsychiatrist at London University, told The Sunday Telegraph, "If the mind and brain can be independent, then that raises questions about the continuation of consciousness after death. It also raises questions about a spiritual component to humans and about a meaningful universe with a purpose rather than a random universe."
     
  9. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Hier die Übersetzung: (inhaltlich angereichert *gggg* )


    Studie “liefert evtl. mögliche Indizien“ für die Existenz der "Seele"

    Es wird behauptet, dass eine neue Studie beweise, dass die Seele existiere.
    Die Studie beruft sich auf Erfahrungen von Todespatienten mit Herzstillstand bezüglich einer Form des Weiterlebens. Ärzte, die 344 Herzanfallpatienten befragten fanden heraus, dass in ca. 90% aller Fälle zwar keine Sau was von einem späteren Leben erlebt hatte, der Rest äusserte sich aber (Gott sei Dank) zur Zufriedenheit der Ärzte in der Befragung dahingehend, das sie sowas wie „Visionen“ oder „klare Gedanken“ während des Herzstillstandes erlebt hätten – im Unterbewusstsein, ohne Anzeichen von Puls, Atem oder Gehirnaktivität.

    Über die Wirkungen von eingesetzten Medikamenten gegen Herzstillstand etc. oder Inhalte der Visionen sowie sonstigen kritischen Fragen wurde dagegen nicht berichtet; auch der Umstand, dass vom Herzstillstand an das elektrische Ruhepotetial in den Neuronen des Gehirns zur Informationsleitung und Gehirnaktivität noch für einige Minuten aufrecht bleibt blieb wohlweislich undokumentiert, um die Welt nicht mit der Nase draufzustossen, dass alles eine Finte ist und sich auf lückenhafte Wahrheiten stützt.
    Auch nicht beantwortet ist die Frage, wie die Gehirnaktivität gemessen wurde, wo der Person doch vor dem Herzanfall sicherlich KEINE Kontrastmittel in den Blutkreislauf gegeben wurden, mit deren Hilfe eine KSTG Aufschluss über die wirklichen Aktivitätsherde im Gehirn hätte erreicht werden können. Ebenso unter den Teppich gekehrt ist die damit auch Frage, wie genau denn nun die Gehirnaktivität gemessen wurde. Wurde den Probanden ein Fragebogen vorgelegt, während sie im Koma lagen? *gggg*

    Einige Testpersonen gaben an, Erfahrungen „ausserhalb des Körpers“ gemacht zu haben - sehr zu Freude derer, die schon immer inständig gehofft haben, die „Seele“ nicht zwangsläufig mitabkratzt. ( Von „Seele“ hat zwar kein Proband gesprochen, aber dafür sind ja auch die Deutungsexperten und Vordenker zuständig, die ihre tollen Theorien (und sich selbst) damit bestätigt sehen. Was versteht das Versuchskaninchen schon davon? )

    Die „Untersuchung“ des niederländischen Teams erfreut besonders die Verfechter der „Seelentheorie“, allen voran die vor Freude kreischenden Vertreter der Kirche, denen die Sache naturgemäss prima in den Kram passt. (Anmerkung meinerseits - FALSCH sindf übrigends die Vermutugen, die Kirche habe sich die Ergebnisse der Studie bereits patentieren lassen. WAHR ist, dass ein nicht unerheblicher Teil der Ärzte Christen sind...)

    Dr. Peter Frenwik sagte zu der Studie: Falls vielleicht und überhaupt eventuell, dann könnte, möglicherweise, die Chance, soweit wir das heute verstehen - aber das müssen wir natürlich noch abwarten – die Bedeutung hinsichtlich der noch ungesicherten Ansätze der Theorie, in Erwägung ziehen. Guten Tag.



    P.S.: Der Artikel erinnert mich an die Quartalsergebnissveröffentlichungen von Firmen am NM ... :D
     
  10. Geboldar

    Geboldar Guest

    Werbung:
    Hallo Kvatar, :)

    erst einmal ein Lob an dich das du dich so angestrengt hast.
    um das alles zu schreiben hätte ich einen ganzen Tag gebraucht,
    bin eben Zweifinger schreiber. :(

    Bei deiner Umfrage konnte ich nicht mitmachen, weil ich Überzeugt bin das es Reinkarnation gibt und das konnte man nicht ankreuzen.
    Der Mensch besteht aus drei Körpern das ist erst einmal der physische Körper der Astral ( Seele ) und der Ätherkörper ( Aura ) wo unsere Chakren manifestiert sind. Nach dem tode bleibt nur der Astralkörper übrig der dann später wieder Inkarniert.
    In diesem Bericht habe ich die Reinkarnation beschrieben habe ich gerade mal reinkopiert:

    ____

    Bis vor ca. fünf Jahren ( bin 21 )hatte ich eigentlich immer Angst vor dem Tod. Bis ich anfing mich richtig für die Esoterik zu interessieren.
    Nach kurzer Zeit traf ich auf das Thema Reinkarnation. Nach dem ich mich speziell mit der germanischen mythologie und dem Buddhismus auseinander gesetzt habe, sah ich den Tod als was ganz anderes als etwas neues und meine Weltsicht über den Tod änderte sich abstrakt. Nun hatte ich endlich etwas gefunden das mir Hoffnung und Kraft gibt, nie aufzugeben. Der Tod ist eher nur ein kurzer Bewustseinssprung ins Diesseits in dem man die Erfahrungen des Lebens sammelt und analysiert und um sich dann für die nächste Wiedergeburt bereit zu halten. Ein schier ewiger Kreislauf der sich an einer Spirale hoch windet um schließlich nach unzähligen Leben und Erfahrungen die Spitze zu Gott zu finden. Der Weg ist noch weit bis dahin, ich denke uns stehen noch etliche Dimensionssprünge vor uns und die nur mit dem Reifegrad des Menschen eintreten.

    _________

    So sehe ich das, das Leben muß sein Weg gehen um sich zu entwickeln sonst hätte das alles keinen Sinn!

    Gruß
    Geboldar

    :p
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen