1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Landlust-Landfrust, über die Zerstörung der Landwirtschaft durch die EU...

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Luckysun, 19. November 2015.

  1. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.562
    Ort:
    NRW
    Werbung:
    diese Doku habe ich gestern gesehen und war sehr betroffen...

    Mir war nicht klar, dass so viele landwirtschaftliche Betriebe seit Jahren durch die EU-Gesetzgebung ruiniert werden und aufgeben...(in Östereich sind es 600 pro Jahr!!!) während gleichzeitig Großbetriebe und industrielle Nahrungserzeuger gefördert werden...
    Ein weiteres Beispiel dafür, wie unsere Nahrung "von oben diktiert" immer ungesunder wird :unsure:

    Eine Journalistin begleitet, beobachtet und dokumentiert seit über 10 Jahren kleine und mittelständische Bauernhöfe in ganz Deutschland und Östereich... und zieht ein erschreckendes und besorgniserregendes Resumée...:(

    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=55116
    Doku leider nur noch 6 Tage in der Mediathek verfügbar...
    .
     
    ApercuCure, Loop, Lincoln und 2 anderen gefällt das.
  2. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2010
    Beiträge:
    3.755
    Ort:
    Himmel aka Hölle aka Planet Erde
    War mir leider klar und finde ich ganz furchtbar ....

    Es ist ein weiterer Weg für das Entmachten der Kleinen... (Was iwie auch widersinnig klingt, wenn ich es so schreibe, da ich glaube, ihnen geht es nicht um Macht sondern darum, mit ihrer Arbeit etwas in den Kreislauf zu geben )... Währenddessen wird die Vormacht weniger gestärkt und die diktieren dann den Markt.

    Ich stell es mir wahnsinnig schwer vor, heutzutage noch Bauer zu sein aus Leidenschaft und Überzeugung.
     
    Loop und Anevay gefällt das.
  3. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.562
    Ort:
    NRW
    Ja, genau das wird in der Doku sehr deutlich, was Bauern alles anstellen müssen, um ihren Hof zu retten und irgendwie zu überleben... und wie viele dabei scheitern...
    Diese Entwicklung findet übrigens erst seit der EU statt... :rolleyes:
     
    Loop, Anevay und Damour gefällt das.
  4. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2010
    Beiträge:
    3.755
    Ort:
    Himmel aka Hölle aka Planet Erde
    Ja - es ist halt leider immer die gleiche Geschichte aus der nirgends gelernt ist ....
    Ich bin ein höchst unpolitischer Mensch, deswegen möchte ich mich weder links einordnen, noch sagen, ich verschließe die Augen vor Neuem, Technik und Fortschritt und sei in dem Punkt altmodisch oder oder ....

    Aber: es ist doch offensichtlich, dass die Art zu denken, die hier vorherrscht nichts bringt, und auf Dauer die Natur auszehrt .... Wir produzieren massenhaft für Tierhaltung, diese unwürdige Tierhaltung und massenhaft für die Tonne ....
    Geht man durch einen Supermarkt mal wirklich bewusst, wird einem schwindlig....
    Wir essen zuviel, wir essen ungesund.
    Processed Food in rauen Mengen, man muss nichtmal viel darüber lesen, man muss nur fühlen und spüren und wäre auch bewusst, dass soviel davon dem Körper und dem Geist nicht zuträglich ist ....

    Aber nach wie vor, ist da noch viel Ignoranz erkennbar bei den meisten....
    Eigentlich ist die Lebensmittelindustrie nur ein weiteres Schlachtfeld, auf dem in abstrakterer Art und Weise gekämpft wird.
     
    Loop, Luckysun und Anevay gefällt das.
  5. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Ja, die Thematik verfolge ich schon lange. Sie ist mit ein Grund, warum ich so dermaßen contra gegenüber der EU eingestellt bin. Der EU geht es nur um den globalen Handel und sonst um gar nichts. Tiere werden durch halb Europa gekarrt, um geschlachtet zu werden, Knoblauch aus China importiert. Und die ursprüngliche Zusage von wegen "keine Gentechnik" hat nicht lange gehalten. Die EU hat sich sehr bequem aus ihrer Verantwortung gezogen, indem sie der Gentechnik die Türen geöffnet und den einzelnen Mitgliedsstaaten gleichzeitig die Verantwortung der Entscheidung, ob Gentechnik ja oder nein, zugeschoben hat. Ich gehe sehr davon aus, dass sie es mit TTIP genauso macht.

    Dieser globale Handel mit heimischen Lebensmitteln des täglichen Bedarfs ist m.E. der blanke Wahnsinn; nicht viel besser als die Spekulationsgeschäfte mit Nahrung. Märkte öffnen, Märkte öffnen, Märkte öffnen. Das ist das tägliche Gebet der EU-Leute. Und sie tragen m.E. einen nicht unerheblichen Teil der Verantwortung, dass die regionalen Märkte in Afrika vernichtet werden, weil diese Dumpingpreise keiner mehr unterbieten kann.
     
    Loop, Luckysun, Fiona und 2 anderen gefällt das.
  6. puenktchen

    puenktchen Guest

    Werbung:
    zu der Doku haben aber ganz dringend Einblicke der Industrie- Großbetriebe in den Niederlanden und Mecklenburg- Vorpommern gefehlt. und nicht nur im Emsland mal kurz am Zaun stehen, das reicht nicht um sich ein Bild zu machen. Denn wer sieht wie dort produziert wird, der weiß daß er mit seinem Kleinbetrieb keine Chance mehr hat für die Zukunft, wenn er nicht finanziell abgesichert ist durch weitere Standbeine- wie ja auch sehr gut dargestellt wurde. Österreich und Bayern hat da ja zum Glück die sehr schöne Landschaft, die Touristen anzieht, sowie die Berge für den Wintersport. Das haben viele andere Kollegen in anderen Regionen nicht.
    Das Drama des Klein- und Mittelgroßbauern- Sterbens könnte ganz allein der Verbraucher stoppen, indem er nicht im Supermarkt die Billigprodukte kauft, sondern Qualitätsprodukte aus der Region. Daß sie erzeugt werden und wo sie käuflich zu erwerben sind, wurde in der Doku sehr gut dargestellt. Letztendlich geht es ums Geld, um das Kaufverhalten des Kunden. Daß Billigprodukte gekauft werden, hängt einerseits mit Bequemlichkeit zusammen. Es ist bequemer um die Ecke in den Supermarkt zu gehen, anstatt zum Bauern zu fahren, auf den Wochenmarkt zu gehen, zum Hofladen zu fahren usw.. Und andererseits mit dem zur Verfügung stehendem Geld der Verbraucher. Und auch mit deren Gleichgültigkeit. Vielen ist es schlichtweg egal WIE die Erzeugnisse produziert werden, was sie zu sich nehmen.

    ich vermute, die EU ist bestrebt und bemüht darum, daß Lebensmittel günstig sind- für den Verbraucher.
    Die EU unterstützt finanziell die Bauern und das nicht wenig, das kam mir in der Doku ein wenig zu kurz rüber. Sorry, das soll nicht böse klingen, aber wenn es sich absolut nicht mehr rechnet, muß man den Schlüssel rumdrehen und Schluß machen. Die Natur braucht keine Landschaftsgärtner, es wächst alles von ganz alleine. Einmal Bäume drauf gepflanzt auf die Felder und es wird wieder schön nach vielen Jahren. Da braucht man nicht zu jammern. Wer wirklich schöne Wälder sehen will, der fährt nach Polen und in die Tschechei. Dort sind Paradiese zu bestaunen, die sind da weil der Mensch die Natur einfach in Ruhe läßt!
    Es klingt sehr hart von mir und das ist es auch, aber es wäre günstiger, wenn nur die Klein und mittelgroßen Bauern unterstützt werden finanziell und nicht mehr deren Landwirtschaft. Und wie gesagt, für die Natur wäre es ein Segen. WENN sie Natur sein dürfte und nicht die Ländereien "verseucht" werden für Früchte für diese elenden Biogasanlagen. Diese gehören meiner Meinung abgeschafft. Es ist Sünde die Äcker auszupowern, die Bodenpreise in die Höhe zu jagen für so einen Unsinn. Das ist vielen leider gar nicht bewußt, was da für Pflanzen wachsen für diese Anlagen. oder hat schonmal jemand auch nur ein Insekt gesehen auf den riesigen blühenden Rapsfeldern? Das ist Sünde an die Natur!
     
    Loop, Luckysun, Fiona und 2 anderen gefällt das.
  7. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.538
    Moin Luckysun,

    es geht um Macht, wo kämen wir denn dahin, wenn die Menschen anfangen, ihr Essen selbst zu ziehen, selbst zu kochen, Grünflächen für mehr als nur Baumark-Saisonblumen und Rasenfläche zu nutzen?

    Das will doch keiner von der Nahrungsmittelindustrie.

    Anstatt dort zu sponsorn, wo die Umwelt gesund erhalten bleibt, wird dort subventioniert, wo die meisten Gewinne anfallen. Man will ja günstige Grundnahrungsmittel für die weitere Produktion haben, was ist da schöner, als dass die Landwirte entweder gezwungen werden, ihre Betriebe entsprechend aufzurüsten. :sick:

    Und wenn man privat auch nur ein paar Hühner halten möchte, so artgerecht wie möglich, kommt einem selbst bei Freilandhaltung die EU dazwischen mit diversen hirnlosen Vorschriften, wo zeitgleich ein DINA4 Blatt in Käfighaltung pro Huhn als artgerecht bezeichnet wird. *ironie*

    Und bei Pflanzen geht es auch längst los, dass in Baumärkten oft genug an den Pflanzen steht, sie seien nicht zum Verzehr geignet. Menschen abhängig machen als Konsumenten, darum geht es doch.

    Lg
    Any
     
    Loop, Luckysun und Damour gefällt das.
  8. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Einverstanden, bis auf den fettgedruckten Satz. Für günstige Lebensmittel braucht die EU nicht zu sorgen, das machen die Konzerne schon ganz alleine, indem sie sich auf Teufel komm raus Preiskämpfe liefern. Der EU ist es auch wurscht, was die Menschen essen, die kümmert sich lieber um gekrümmte Gurken und ob es "Marmelade" oder "Konfitüre" heissen darf etc.
    Das m.E. Tragische an dieser Schmierenkomödie ist die Tatsache, dass die Lobbyisten der Konzerne ausschwärmen, wenn sie etwas erreichen wollen. Und da knickt die EU wohl regelmässig ein.
     
    Loop, Luckysun und Damour gefällt das.
  9. Colombi

    Colombi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. November 2014
    Beiträge:
    10.632
    Diese Entwicklung ist aber auch eine Schuld der Verbraucher, nach denen das Essen vor allem nur eines sein soll: Billisch billisch billisch!

    Und der dumme Spruch: "Geiz ist geil!"

    Da können da halt dann nur Großbetriebe mithalten - und die traditionellen Bauernhöfe gehen vor die Hunde.

    Hauptsache, das Schnitzel ist billisch billisch billisch ....
     
    Loop gefällt das.
  10. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.538
    Werbung:
    Billig ist ein Argument, wo Menschen nicht so viel Geld haben und auch nicht viel Umweltbewusstsein. Das sehe ich auch so.

    Ansonsten gibt es auch Industriefutter, dass sich gut Betuchte leisten, also teuer ist und die Qualität zu wünschen übrig lässt.

    Bei beiden gilt zudem, dass sie recht bequem sind, denn seine Nahrung aus Grundzutaten selbst zuzubereiten benötigt mehr Zeit, als sich ein Fertigfood in die Mikrowelle zu packen.

    Lg
    Any
     
    Loop gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen