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Lance Armstrong - Ein Nachruf

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Condemn, 22. Oktober 2012.

  1. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
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    Ich vermute mal, dass es hier nicht viele Sportfans gibt und vielleicht sogar viele, denen der Name Lance Armstrong so gut wie nichts sagt.

    Daher als kurze Einführung:

    Lance Armstrong......


    [​IMG]

    ....... war der Gigant der Tour de France. Er gewann sie sieben mal, und das, nachdem er Krebs und Chemotherapie überlebt und überstanden hatte. Seine Leistungen waren extrem, genau wie seine Trainingsdisziplin und sein Ego. Der komplette Gegensatz zu Jan Ullrich, der zwar talentiert aber faul war und seinen einzigen Tour-Sieg einfuhr, als Lance Armstrong wegen seiner Krebserkrankung nicht teilnehmen konnte. In den folgenden Jahren wurde er von Armstrong dominiert.

    Das Armstrongs Tour-Siege nicht ausschließlich auf seiner "physisch-normalen" Leistungsfähigkeit basierten war allen Beobachtern im Grunde klar, da die Tour de France schon lange komplett Dopingverseucht ist (Auch Ullrich wurde ja des Dopings überführt). Aber an ihm perlten die Vorwürfe über ein Jahrzehntlang lang ab.

    Seit einiger Zeit laufen schon Gerichtsverfahren, in dem immer mehr seiner ehemaligen Mitstreiter gegen ihn auspackten und immer mehr ans Licht kam. Letztlich wurde massives Doping bewiesen. Das er dabei nie gestoppt wurde lag auch daran, dass das gesamte System korrupt ist. Vor Kontrollen wurde er frühzeitig gewarnt. Positive Tests wurden verschleiert usw. Gleichzeitig war sein Dopingsystem das Effektivste das jemals "beobachtet" wurde.


    Heute dann das Bad-End für ihn:


    Doping-Chronologie


    In der letzten Zeit sind schon fast alle seine Sponsoren vom sinkenden Schiff gegangen. Insofern dürfte es auch finanziell eng werden.


    Was an dem Fall interessant ist, unabhängig davon ob man sich für das Thema Tour de France interessiert oder nicht:
    Das ist so ein gigantischer Fall (im Sinne von "fallen") wie man ihn selten sieht. Und ich frage mich ob jemand wie Armstrong, der sein ganzes Leben auf den Radsport ausrichtete, so etwas wegsteckt. Das ist die vielleicht kompletteste Ego-Demontage die öffentlich je beobachtet werden konnte. Zumindest im Sport fällt mir nichts ein, das dem nahe kommt. Denn immerhin zählen die vergangenen Leistungen offiziell nichts mehr.

    Alles was ihm Glanz und Status verlieh wird auf Null gestellt, oder sogar zur Schmach. Radsport-Fans werden zwar weiterhin großen Respekt vor seinen Leistungen haben, da ja die Konkurrenz ebenfalls flächendeckend dopte und man daher im Grunde wieder von Fairness sprechen kann, aber die Titel ist er los. Seine finanziellen Einkünfte brechen ebenfalls ein. Ich glaube, die härteste Zeit seines Lebens wird die Zukunft sein.



    *************
    Das nur als kleiner Nachruf auf einen ganz Großen der jetzt tief fällt.

    Theoretisch ist es übrigens möglich, dass seine Titel an die jeweils Zweitplatzierten verteilt werden. Dann würde paradoxerweise u.a. der ebenfalls des Dopings-Überführte Jan Ullrich noch einen bekommen. :D

    Allerdings glaube ich nicht, dass es dazu kommen wird.
     
  2. Hedonnisma

    Hedonnisma Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2010
    Beiträge:
    16.904
    ufff^^

    ... ich ich dachte schon er sei tot
     
  3. Dichterherz

    Dichterherz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2012
    Beiträge:
    1.067
    Ort:
    da wo mein herz mich zieht
    die dopinggeschichte
    ist sowieso absurd
    da jeder der im radsport
    forne mithalten will
    gedopt ist

    ausserdem:
    im sport wird ja
    jede technologie immer gefeiert
    neue materialen
    neue formen
    hightech in jeder form

    ausser wenns
    um medizinische hightech geht
    da ist man anachronistisch
    und will "dopping"
    verbieten

    das ist scheinheilig
    vorallem
    wo im radsport
    ja wirklich jeder doppt
     
  4. Hedonnisma

    Hedonnisma Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2010
    Beiträge:
    16.904
    ... aber genug der fraternisierung :D;

    in medias res: er gewann WEIL er Krebs und Chemotherapie trotzen WOLLTE.

    und das erklärt auch den dopingsumpf.
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Ich glaube nicht, dass das Doping viel mit der Erkrankung zu tun hat. Er konnte zwar manches dadurch rechtfertigen, z.B. Hormoneinnahmen... nur brauchte er die tatsächlich, da er Hodenkrebs hatte.

    Und er war auch vor der Erkrankung schon ein "Verrückter" was den Radsport betraf und keine so kleine Nummer. Sein Ehrgeiz war riesig, genau wie sein Ego. Glaube nicht, dass er wegen der Krankheit so erfolgreich war. Denn auch vor der Diagnose steuerte er schon voll in diese Richtung.

    Das Doping ist m.A.n. im Profisport fast eine zwingende Konsequenz wenn jemand vorne dabei sein will. Ich glaube, das seit 20 Jahren keine ersten Plätze vollkommen sauber eingefahren wurden. Die Liste der Entlarvten ist sehr lang.
     
  6. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    14.635
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    Drum könnte man meinetwegen all die heuchlerischen Veranstaltungen wie Olympiaden udgl. abschaffen....sie sind alle mittlerweile eine Farce...:rolleyes:....oder man gibt konsequenterweise Doping frei.
     
  7. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Ja, aber das liegt vor allem daran, dass Profisport ein riesen Geschäft und extrem korrupt ist. Ist im Fußball ja nichts anderes, obwohl da die Dopingrate deutlich niedriger sein dürfte als etwa beim Radsport oder Schwimmen usw.

    Insgesamt gibt es daher wenig Grund auf Hoffnung, dass sich da viel ändert. Man kann wohl eher davon ausgehen, dass das Doping der Zukunft nicht mehr nachweisbar sein wird (Genetische Manipulationen).

    Meine Ansicht dazu ist eher die: Zumindest wissen die was sie tun und schaden nur sich selbst. Von Betrug kann man fast schon nicht mehr sprechen, da Doping flächendeckend eingesetzt wird. Ist zwar traurig für große Talente, die keine Chance haben, wenn sie sauber bleiben wollen... aber das ist schon lange so, seit Jahrzehnten.

    Eines ist m.A.n. entscheidend: Es gibt kein wirkliches Interesse das Problem in den Griff zu bekommen.
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Wen das Thema Doping interessiert, der sollte sich diese Doku anschauen. Die ist spannend wie ein Krimi und ...wirklich schockierend. Geht gleich mit einer toten Athletin los - wegen Dopings, aber nie überführt. Viele Ex-Profis beschreiben die Wirkung verschiedener Dopingmittel, was auch sehr interessant ist.

     
  9. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    14.635
    Ort:
    Daraus resultiert (für mich zumindest): es gibt kein wirkliches Interesse mehr, mir diese Verarsche auch noch anzuschauen.

    Ich hab weitestgehend das Interesse an sportlichen Veranstaltungen verloren.
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
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    Das meiste schaue ich mir sowieso nicht an. Die Tour habe ich manchmal verfolgt und Armstrongs Karriere fand ich sehr interessant, weil er eine interessante Persönlichkeit ist. Ich habe vor 10 Jahren sein Buch gelesen... und heute wird so klar, dass der Typ auch noch eine geniale Selbstvermarktung betrieb (der hat gelogen das sich die Balken biegen. :D )

    Und ich gucke manche Boxkämpfe (das ebenfalls Dopingverseucht ist). Ich sehe das nicht wirklich idealistisch. Wirkliche Fairness gab es nie und jedes System, das so auf ökonomischen Grundsätzen aufgebaut ist, ist korrupt.
     

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