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lächerlich. aber wahr. traurig

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von paula marx, 24. Januar 2009.

  1. paula marx

    paula marx Guest

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    Gestern Thomas Bernhard Lesung, Meine Preise, ein Nachlasswerk. Gert Voss fühlt allein die leere Bühne, vorm Vorhang, aber immerhin. Heiliger Strohsack, der Mann hat eine Präsenz! Schwarzes Tischchen, schwarzer Stuhl, Glas und Glaskanne mit Wasser. Und Gert Voss.

    Sohn unserer Bekannten möchte auch Schauspieler werden. Er hat Talent, sagt er, er will nur Schauspieler werden. Sonst nix. Seine Großmutter unterstützt ihn, Mutter unterstützt ihn, seine Frau unterstützt ihn. Der Junge hat Talent. Er ist begabt. Sagen sie alle. Applaus - davon träumt er nächtens, immer wieder. Er fühlt nicht mal sein Zimmer aus.

    Talent, Begabung, hat jeder von uns?
    muß man nur fördern,
    mit Wünschen an Universum, positiv Denken?

    Ich behaupte, Talent ist die höchste Begabung. Eine Gnade.

    Der Titelthread ... vom gestrigen Abend hängen geblieben. Ist verdammt gut, finde ich.
     
  2. Nightbird

    Nightbird Guest

    Die meisten verkennen ihr Talent, weil sie sich selber nicht genug kennen.
     
  3. Sheela

    Sheela Guest


    Stimmt. Aber es gibt auch genug derer, die sich für äusserst talentiert halten, aber eigentlich total Talentfrei sind.

    Was von beidem ist nun tragischer...?^^
     
  4. MorningSun

    MorningSun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2006
    Beiträge:
    12.689
    Ort:
    wo die Wirren irren ...
    wenn ich mir so hin und wieder diese Talentshow ansehen, finde
    ich das stellenweise schon tragisch.

    Manche können sich ja in keinster Weise Selbstreflektieren, und wenn sie
    dann anfangen zu johlen, da Gesang es nicht ist, wie peinlich ...
    machen sie sich eigentlich nur zur Witzfigur für andere.

    Tja wahre Talente, die das auch ausleben können, sind meist
    zu bescheiden, um sich permanent selbst im außen darzustellen.
     
  5. venus-pluto

    venus-pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Januar 2008
    Beiträge:
    3.223
    Ort:
    Wien
    Liebe Paula :kiss4:
    Wenn null komma gar nix gefördert wird (sogar bewusst nicht gefördert wird), hat man ganz schön zu kämpfen, weil sich erstmal Verweigerung einstellt. Und die wieder aufzulösen, ist nicht einfach. Talente lassen einen aber nicht los, da kann man sich wehren und sträuben, so sehr man will. Irgendwann fordern sie ihren Platz im Leben und es kann ganz schön weh tun, zu spüren, wie viel Lebenszeit man damit vergeudet hat, gegen sich selber zu kämpfen. :o
    Naja, Talent ist vielleicht nicht wirklich das richtige Wort. Es ist eher der unbedingte Drang, sich künstlerisch auszudrücken. Der wurde mir so vergällt, dass ich mich bisher komplett allem entzog. Aber nicht wirklich - nur oberflächlich. Ich kann mich nicht mehr wehren. Und will es auch nicht mehr.

    LG, Schrödi
     
  6. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
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    Hmmmm .... was bedeutet "sich selbst im Außen darzustellen"?
     
  7. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
    Was bedeutet, sich auszudrücken und ab wann wird es künstlerisch?

    Ja, und siehst du einen Unterschied zwischen der Darstellung eines Talentes und dem künstlerischen Ausdruck und Selbstausdruck?
     
  8. venus-pluto

    venus-pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Januar 2008
    Beiträge:
    3.223
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    Wien
    Das kann ich bestätigen. Wahres Talent zu haben und dazu auch zu stehen, kann auch eine unendliche Last sein. In diesem Bewusstsein bin ich aufgewachsen. Nicht, weil ich so viel Talent hätte. Nein. Mir wollte man das ja ersparen, deswegen gab es ja nix an Förderung. Mein Opa war ja schon ein begnadeter Grafiker. Irgendwie ist das sowas wie eine Erblast. Ich hab mich bisher noch nicht über das Grafische hinausgewagt. Bin aber dabei. Als Kind wollte ich unbedingt ein Instrument lernen. Am liebsten Klavier. Ging nicht. Schule zu weit weg. Als meine Eltern aus einer Kirchenauflösung ein olles Harmonium anschleppten, riss ich mir das unter den Nagel und bahnte mir autodidaktisch den Weg zu den Melodien, die ich spielen wollte. Hat immer etwas gedauert, doch ich hatte ein beachtliches Repertoire, das vielleicht völlig falsch interpertiert war, aber nicht falsch klang. Mein Opa hat sich dann mal erbarmt und mir ein bisschen Klavierspielen nach Noten beigebracht. Immerhin konnte ich "Für Alice" :D zweihändig komplett durchspielen und das ist definitiv kein einfaches Stück - jedenfalls nicht ab der zweiten Seite. Aber zwei Widder und Geduld :tomate: Also hab ich wieder alleine weitergemacht...
    Dazu kamen später Mundharmonika, Trompete und Saxophon. Am Gitarrespielen bin ich gescheitert. Das war nix für mich. Nicht laut genug. Hören tu ich gute Gitarren trotzdem gerne. Heute hab ich mich reduziert auf ein bisschen singen (und ich kann mit k.d. bei The Air that I Breath locker mithalten - ich trau mich nur nicht öffentlich :D) und elektronische Musik-Bastelei :banane: . Das macht meinem Uranus unendlichen Spaß.
    Ich hab grad das Gefühl, ich sollte es doch mit Musik versuchen. Die ist schließlich - nebst dem Schreiben - meine Leidenschaft. Ach, ich hab ja vielleicht noch ein Stückchen Zeit in diesem Leben. Besser spät als nie :)

    LG!!!!
     
  9. venus-pluto

    venus-pluto Aktives Mitglied

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    Wien
    Ob dieser Fragen haben sich schon viele kluge Köpfe die Haare gerauft - auch gegenseitig :D
     
  10. venus-pluto

    venus-pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Talent hat man. Das ist in die Wiege gelegt. Und das hat beileibe nicht jeder Mensch. Naja, kommt drauf an, wie man es sieht. Talent zum Kartoffelschälen ist auch ein Talent. Aber ein Talent zu nutzen, um andere zu "berühren", sie teilhaben zu lassen an der eigenen Welt, diese eigene Welt in neue Form zu bringen, das ist Kunst.
    Kunst ist auch immer Vision - gepaart mit irdischen, greifbaren, machbaren Stilmitteln, deswegen steht in der Astrologie keine Kombi mehr für wahre Kunst als Uranus/Saturn.
    Nehmen wir mal die Höhlenmenschen. Sie malten hungrig Bilder von Tieren an Felswände und hinterließen somit Vision und Zuversicht, auf das es bald wieder was zu futtern gäbe. Eine Art Bestellung ans Universum. Uns gäbs nicht, wenn die damals nicht schon diese Vision gehabt hätten *ggggg*. Letztlich dienten die Dinger damals wahrscheinlich sogar als Landkarte. Kunst ist Hoffnung, Mittel zum Zweck, Überlebens-Vision. Die wahren Künstler - so heisst es ab und an - werden auch deswegen so knapp in allem gehalten, damit sie - derart reduziert - ihrem Kern noch näher kommen und somit der ureigenen Vision, die wiederum immer eine kollektive Vision ist. Das macht Kunst so wertvoll und letztlich so wichtig wie das täglich Brot. Ohne Kunst keine Hoffnung und keine Nahrung für die Seele. Und der Künstler ist der Bäcker, der Hoffnungsbrötchen bäckt. Wie huldigen wir aber dem Bäcker von nebenan täglich?
     
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