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Künstlerseele und Produktivität?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Mariposa, 29. Januar 2007.

  1. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2004
    Beiträge:
    2.763
    Ort:
    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
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    Kennt Ihr das auch? Eure Seele will etwas ganz anderes, als Ihr gerade tut. Ein Beruf, eine Arbeitsstelle vielleicht, die für Euren Seelenfrieden kontraproduktiv ist. Nur, von einer brotlosen Kunst kann man sich (und evtl. die vorhandene Familie) oft nicht ernähren.

    Was tun? So wenig wie möglich arbeiten, um am Seelenleben teilzuhaben? Wenn das nicht funktioniert, was dann? Wie kann man sich z.B. Zeit erübrigen, wenn Überstunden angeordnet sind. Oder habt Ihr alle das Glück, dass Ihr bei Eurem Traumberuf gelandet seid? Gibt es dann auch dort Personen/Situationen, die mehr als 'daneben' sind? Mit denen man sich freiwillig nicht abgeben würde, einfach weil sie nicht mal in die Nähe gleicher Wellenlängen gelangt?

    Ich 'bastle' an einer Veränderung, was nicht so einfach ist, wie es sich anhört, aber es nimmt allmählich Gestalt an. Daher interessiert es mich, ob es noch andere gibt, denen es ähnlich geht, und was sie dagegen tun. Oder wenn Ihr bereits das tut, was Ihr eigentlich wollt... Wie kam es dazu?

    Läßt sich ein erfülltes Leben in unserer Gesellschaft überhaupt verwirklichen oder ist das eher die Ausnahme?

    Ich bin sehr gespannt, was Ihr darüber denkt :)
     
  2. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    du setzt unterschwellig Künstlerleben mit Faulheit gleich (nicht bös gemeint). Ernsthafte Künstler arbeiten hart, produktiv und verdienen meist wenig.

    Die meisten beschweren sich über den "schei** Job", den sie ausführen müssen.

    Nun stellt sich die Frage der Weiterentwicklung.
    Hab ich diesen Job um daran zu reifen oder bin ich versehentlich am falschen Dampfer. Wenn ich am falschen Dampfer bin, warum bin ich trotzdem hier gelandet? Brauchen mich andere da?

    Weiß ich, was mein Traumjob ist? Ich glaube, die meisten scheitern an der allgemeinen Formulierung. Auch hier gilt es - wie bei einem Geschäft - ein konkretes Konzept zu haben.

    Bin schon auf die weitere Diskussion gespannt!

    Ach ja: Ich tu was dagegen - siehe HP in meiner Signatur.
     
  3. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2004
    Beiträge:
    2.763
    Ort:
    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
    Nö, ganz und gar nicht, ich überlege nur, wie das in unserer Welt, die immer mehr abverlangt, zusammen passt. Ich würde mich ja deshalb nicht als faul bezeichnen ;-)

    Ah ja, da muss ich mich auch noch registrieren. Und werde dann Deine Dienste auch in Anspruch nehmen, wenn die Zeit gekommen ist (hoffentlich bald) :)
     
  4. Sunna

    Sunna Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2007
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    Ort:
    Bayern
    Ich habe diese Erfahrung gemacht: Wenn ich in die Stellenanzeigen schaue, gibt es eigentlich nichts, was mich wirklich anspricht - nicht kreative Menschen werden gesucht, sondern solche, die die leidige Bürokratie erledigen und verwalten, technisch Begabte und Verkäufer aller Art. Und wenn da mal etwas darunter ist, was für einen eher kreativ veranlagten Menschen interessant ist (z. B. im Bereich Mediengestaltung, Design etc.), dann sind das Berufe, für die erst mal ein Studium oder eine besondere Ausbildung (für die man nicht selten auch mindestens Abi braucht) vorausgesetzt wird... "learning by doing" gibt es in solchen Berufen nicht, und rein praktische Erfahrung zählt nur dann etwas, wenn man die erforderlichen Papiere vorweisen kann.

    Was bleibt einem da übrig, wenn man trotzdem nicht in irgendein 8-Stunden-Hamsterrad eingespannt werden will? Nur der Schritt in die Selbständigkeit, und der ist auch mit Risiken verbunden. Für jemanden, der Familie hat, oft zu riskant.

    Ich hab jetzt den zweiten Anlauf in die Selbständigkeit gewagt (beim ersten hatte ich aufs falsche Pferd gesetzt, Außendienstverkauf liegt mir - trotzdem ich ein kommunikativer Mensch bin - überhaupt nicht) - zwar läuft auch nicht alles, wie ich es vorgesehen hatte, aber dafür ergeben sich neue Möglichkeiten - wer weiß, vielleicht erweisen die sich zur Abwechslung ja auch mal als die besseren!

    Aber das Kreative läuft trotzdem eher nebenbei... kenne auch etliche Menschen, die künstlerisch tätig sind (Autoren, Musikszene z. B.), und bei denen es nicht viel anders ist. Das Künstlerische ist nahezu reiner Idealismus, wenn man nicht einflußreiche Gönner hat (wobei sich dann die Frage stellt, inwieweit man sich von diesen beeinflussen lassen will). Irgendwie haben die meisten doch noch einen "Brotjob", ob selbständig oder nicht.

    Der Vorteil der Selbständigkeit ist allerdings, daß man selbstbestimmter handeln, seine Zeit freier einteilen und seine Geschäftspartner auswählen kann - das ist zumindest schon mal ein Fortschritt gegenüber einem weisungsgebundenen, ständig nach gleichem Schema ablaufenden 8-Stunden-Job.
     
  5. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    2.763
    Ort:
    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
    Hallo Sunna,

    das sind interessante Gedanken. Die Frage ist dann, wie weit man sich in dieses Hamsterrad einspannen läßt.

    Allerdings denke ich, eine Künstlerseele kann auch ein Mathematiker sein. Es kommt immer auf den Standpunkt an. Mir wäre es allerdings zu trocken.

    Bei der Selbständigkeit kann man sich auch nicht immer alles so einteilen wie man möchte. Leider. Auch kann es sein, dass man mit jemandem Geschäfte machen muss, weil man ja auf den Ertrag angewiesen ist. Als Frau hat man noch den Vorteil, dass man z.B. Teilzeit arbeiten kann, und hat dann wenigstens noch eine minimale finanzielle Absicherung. Bei Männern dürfte das schwieriger sein.

    Im Hamsterrad bleiben? Darauf warten dass sich Dinge ändern? Das passiert sowieso nie. Nicht von selbst. Da ist dann entweder handeln gefragt, oder man arrangiert sich mit seiner ungeliebten beruflichen Situation. Zu einem Bekannten habe ich letzten Sommer mal gesagt: Nur weil man etwas gerne macht, ist es dennoch Arbeit. Der Unterschied ist der, dass es einem nicht so vorkommt. Das ist m.e. der Idealfall.

    Und doch weiß ich nicht, ob ich mich wirklich freuen soll, dass es noch zahlreichen anderen auch so geht. Es ist doch eigentlich eher traurig.
     
  6. ancient

    ancient Mitglied

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    hallo mariposa,

    das ist in der tat nicht leicht,soweit das vermögen/talent gross genug ist kann man es immer riskieren damit auch sein "täglich brot" zu verdienen,ist es nur ein starker drang sich kreativ auszuleben ohne die gewissheit das man damit mehr leute ansprechen kann, als nur eine handvoll,sollte man es in seiner freizeit machen,bevor der kühlschrank leer bleibt,
    mit 17 bin ich weg von zuhaus,mit 18 bin ich auf ein abendgymnasium gegangen und hatte einen vollzeitjob ,ich brach alles ab und hab mich zu gunsten der musik und des sports mit gelegenheitsjobs über wasser gehalten ,natürlich hatte ich keine anderweitigen verpflichtungen und habe unglaublich viel zeit ins erlernen von instrumenten und musikstilen gesteckt und mir umfangreiches wissen über studio und aufnahmetechnik angeeignet, in bands gejamt,komponiert,aufgenommen,usw
    zwischendurch hab ich mir die welt und das leben angeschaut
    anfang 20 habe ich jedoch gemerkt,das mir diese zeit auch nicht ausreicht
    um mein leben voll auszukosten,bin dann in der profistudio szene gelandet -eher durch zufall- allerdings konnte ich einige "alte studiohasen" von meinem können überzeugen und hatte die folgenden jahre jobs in einigen projekten,zwischendurch kam noch ein autorenvertrag mit universal ein und damit auch ein wenig finanzielle unterstützung,
    gegenwärtig sitze ich in meinem eigenen studio,schreibe musik für einen us-thriller und arbeite an einem album und vielen kleineren projekten-es ist aufwendig,aber es macht auch sehr viel spass-ich kann mich kreativ voll enfalten und leb sehr gut
    allerdings hatte ich auch lange durststrecken und habe jahre meiner jugend ziemlich bescheiden gehaust,immer in Wgs/zimmern,usw
    hab viel unsinn gemacht bin in viele konflikte geraten,verrückte jobs etc
    aber das war es am ende wert,sonst wäre ich nicht angelangt wo ich bin
    es war kein ziel was ich seit meiner kindheit verfolge (eigentlich wollte ich archäologie studieren:D
    sondern mein lebensstil,ich lebe immer noch mit freunden zusammen,und seit 18 jahren immer noch auf dem "kiez"..da ist es laut,bunt,voll mit idealisten;) - das formt einen menschen mit der zeit
    wenn man seine kreativität ausleben will und darüber hinaus noch sein leben damit bestreiten,sollte man gewöhnliche wege verlassen und damit rechnen das es spartanischer zugeht,denn über eine geregelte ausbildung oder ein studium kommt man sicher nicht auf meinen stuhl,dazu gehört mehr als nur wissen oder etwas praxis


    grüsse
     
  7. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2004
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    Ort:
    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
    Hallo Ancient,

    das hat jetzt aber Spaß gemacht, Deinen Beitrag zu lesen :D Schön, dass Du Dich verwirklichen kannst. Kommst Du auch mit Leuten zusammen, die Dir gar nicht liegen, oder kannst Du Dir wirklich aussuchen was Du machst? Ich glaube, dass falsche Themen oder Personen der Kreativität demotivierend entgegen wirken können. Was ist Deine Motivation? Gibt es auch Phasen, in denen nichts 'fließt'? Wie bekommt man dann wieder den richtigen Dreh zum weitermachen?

    Wenn ich z.B. Tiere betreue, warten diese auf mich, das wäre eine Motivation. Sich irgendwo hinzusetzen und irgendwas bestimmtes tun, oder warten, bis die Inspiration kommt... puh, da muss man wohl auch öfter mal den inneren Schweinehund bezwingen :D Und wenn der dann vor seiner Hütte liegt und nur frech mit dem Schwanz wedelt... :D

    Ich glaube, dass es da vielen Leuten mangelt. Sie brauchen jemand, der quasi hinter ihnen steht und sagt, so, jetzt mach mal das, und mach es so und so.
     
  8. ancient

    ancient Mitglied

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    das freut mich :):),

    natürlich:D,das lässt sich leider fast nicht vermeiden,glücklicherweise nicht unmittelbar in meinem studio,ich arbeite mit einem freund zusammen
    wir ergänzen uns perfekt,wenn wir zwischendurch mal vocalisten im studio haben die einen "zum besten geben" wollen,kann es mitunter vorkommen das etwas nicht klappt und die leute stur werden oder einschnappen,manche sind auch penetrant und rufen alle halben jahre wieder an ,aber das ist selten,da wir einen festen stamm von professionellen sänger/innen haben die ihre kunst beherrschen
    die andere kategorie sind leute die für ausgeführte aufträge zu spät zahlen
    oder merkwürdige labelverträge um die wir dann immer wieder feilschen müssen,aber das geben wir inzwischen auch immer weiter an leute die davon verstehen,weil das nicht unsere welt ist
    die anstrengendsten begegnungen in dem job gibt es durch werbeagenturen,wenn wir beispielweise eine jingle produzieren,kann es sein das alle 3 std das tel.klingelt und die es doch wieder anders haben wollen,das kann sehr nerven:banane: ..aber dafür zahlen sie entsprechend:D
    aufträge sind nur dafür da um das finanzielle abzusichern,wobei..wenn etwas uns total missfällt oder die leute unsympathisch kann es auch passieren das wir aufträge ablehnen -das ist heutzutage nicht das klügste,aber man sollte sich immer prinzipien bewahren,abgesehen davon arbeitet man sonst auch nicht gut
    unser schwerpunkt liegt wie bei anderen musiker natürlich bei den eigenen projekten,wobei aufträge zu spielfilmen u.ä,sehr viel raum bieten um sich kreativ auszutoben
    es kann auch mal zwischendurch etwas die "luft raus" sein,produzieren ist auch arbeit und strengt graue zellen wie auch die nerven an,aber das sind nur kurze momente,in denen man einfach auch mal einen tag oder zwei
    alles auslässt und was anderes macht,ausser ein auftrag läuft und wir haben ein zeitlimit,bei werbejingels ist das oft sehr extrem,denn die wollen alles schnell und perfekt,manchmal muss man dann innerhalb von 3 tagen
    ein stück komponieren,aufnehmen,und bearbeiten das dann klingen soll wie ein hit von sinatra,mit aller stilistik und klang und einem ähnlichen sänger,-ohne die urheberrechte zu verletzen versteht sich..:D,oder wahlweise irgendetwas modernes,oder ein klassik arrangement mit allen pauken und geigen die man hören will,
    da muss ich dann durch -egal wie -auch wenn mal der schlaf fehlt und die konzentration und lust nicht vorhanden ist,aber dies ist auch ein gutes mentaltraining um einen guten draht zur eigenen kreativität zu entwickeln,
    eigene idee und projekte leben ausschliesslich vom spass und echter motivation,es gibt auch die zeiten wo man innendrin leer ist,dann beschäftigt einen meisst aber auch das übrige leben,aus dem man wieder den vorrat der ideen auffüllt:)
    wenn ich mal garkeine lust mehr auf musik haben sollte, tobe ich mich mit meinen restlichen interessen aus,hauptsache ich lande nicht im üblichen "sklaven-rad"

    grüsse

    Ancient
     
  9. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

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    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
    Grins, Sklaven verdienen heute ja so etwas wie den Minimallohn, immerhin... Ja, wenn man mal drin steckt, ist es schwer, sich davon zu befreien. Aber nicht unmöglich. Handeln ist dann gefragt. Nicht auf Dinge warten, die sowieso nie - von selbst - eintreffen.

    Danke, für Deine ausführliche Beschreibung...ich habe Dich ja mit Fragen gelöchert *ggg*
     
  10. ancient

    ancient Mitglied

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    396
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    gern geschehen:)

    ja:D,zum existieren reicht manches "gnadenbrot",aber wollte man mehr innere zufriedenheit erlangen oder gar glück,sollte man ausschliesslich eigene absichten auf dieser welt verfolgen und nicht dinge die einem "geboten" werden:nono: ,denn die allgemeine moral und ansicht der gesellschaft hat nichts mit DEINEN wünschen am hut,da gibts praktisch nichts
    zu holen,diese illusion wird einem schon in der schule eingebläut
    ich kann mich noch erinnern wie damals eine lehrerin mit uns über die berufliche zukunft sprach,als sie hörte was ich mir so vorgestellt hatte(welt erkunden,forschen,kunst/musik,stuntman,usw)
    erwiederte sie darauf,das ich flausen im kopf hätte und meine ideen unrealistisch wären,und ich mich besser an "vernünftige" dinge halten sollte
    das war so in etwa der zeitpunkt,als ich kapiert habe,das die gesellschaft
    für mich niemals eine orientierung darstellen kann,und ich eigene wege finden muss
    irgendwann wird jeder mal vor seinem leben stehen und merken was und wofür es war,leider bemerken viele erst zu spät,das sie nicht ihr leben geführt haben sondern nur kompromisse

    grüsse

    Ancient
     

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