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Konnte Jesus lesen und schreiben?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von ratu, 12. Dezember 2007.

  1. ratu

    ratu Mitglied

    Registriert seit:
    14. September 2007
    Beiträge:
    104
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    Harz, Germany
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    Ich habe ja nun schon einiges über Jesus gehört und gelesen. Allein auch dadurch das ich konfirmiert wurde. Bin aber inzwischen aus der Kirche (vor 15 Jahren schon) ausgetreten.Habe mich aber in den letzten Jahren immer mal wieder mit Jesus beschäftigt. Muss auch feststellen, dass er wirklich "cool" drauf war.:schnl: Leider ist vieles über ihn verfälscht wurden. :nudelwalk
    Nun habe ich immer mal wieder etwas über sein ganz normales irdisches Leben gelesen. Sicher auch durch das Buch Sakrileg von Dan Brown und den Film, der sich ziemlich treu an das Buch hält. Zusätzlich hatte ich vor einigen Tagen in den alt-indischen Philosophietexten, den Upanischaden gelesen. Da ich dort unheimlich viele Ähnlichkeiten zu Jesus seinen Aussagen gefunden habe, frage ich mich: Konnte Jesus eigentlich Lesen und Schreiben. Für einen Zimmermann ja sicher in der damaligen Zeit nicht selbsvertändlich. Eher ungewöhnlich.
    (Es gibt ja auch schon historische Theorien, dass er aus einer wohlhabenden Familie stammt)
    Genau genommen habe ich mich gefragt, könnte es sein, dass Jesus auch in den Upanischaden gelesen hat?
     
  2. .PT.

    .PT. Guest

    ich würde behaupten, dass er weder schreiben noch lesen konnte, aber dafür jahrelang in indien unterwegs war! ..

    lg
    PT
     
  3. cyrus

    cyrus Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2007
    Beiträge:
    273
    Ort:
    Wien
    Hallo Ratu,

    Jesus interessiert mich auch sehr.

    Bin schon länger ausgetreten als du.

    Wir könnten uns ja austauschen.
    Da müßte ich recherchieren, ob er des Schreibens fähig war.
    Ich hab ein Buch über Jesus, ..schau ich gleich mal nach.
    Sollte jedenfalls jemand anderer wissen hier.

    Mich würde das interessieren, ob er aus einer anderen Familie stammt...
    Ich hatte mal ein Buch, oder hab ichs noch irgendwo, aus Indien mitgebracht:

    Did Jesus live in India oder so glaube ich : Jesus lived in India

    Ich habe z.b. so nachgelesen, wo er bei der Kreuzigung durch die Lanze verletzt wurde und wo es einen Zshg vom Buch Jesaja zu NT gibt.

    Teil meiner Ergebnisse:

    ----> Petrus, Jesus:

    http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/tag/Jesaja_53

    Dennoch ist es klar, was der Leib repräsentiert, Jesaja schreibt in seinem Erlösungskapitel darüber.
    Seht, mein Knecht hat Erfolg, er wird groß sein und hoch erhaben.
    Viele haben sich über ihn entsetzt, so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen. (Jesaja 53,13-14)
    (…)
    … Er hatte keine schöne und edle Gestalt, so daß wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, daß wir Gefallen fanden an ihm.
    Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
    Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
    Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53,2-5 nach der Einheitsübersetzung)

    Buch Jesaja :


    http://de.wikipedia.org/wiki/Jesaja#Inhalt

    .. Die frühesten messianischen Texte stammen vom Propheten Jesaja aus dem frühen 8. Jahrhundert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Qumran



    Schriftrollen von Qumran im Archäologischen Museum von Amman
    Bei den Rollen handelt es sich in der Regel um Lederrollen aus Ziegen- oder Schafshaut; auch Papyrus kommt als Schreibmaterial vor (nicht aber Pergament). Eine Rolle ist aus Kupferblech. Der Zustand der Rollen ist sehr unterschiedlich. Die spektakuläre Jesajarolle etwa ist fast komplett erhalten. Dagegen sind andere Rollen stark zerstört und in zum Teil nur daumennagelgroßen Fragmenten erhalten.

    ………. Großes Aufsehen erregte die aus der Zeit um 200 v. Chr. stammende Jesajarolle. Sie ist weit über 1000 Jahre älter als alle bisher gefundenen hebräischen Bibelmanuskripte. Auf 7,34 Meter gibt sie nahezu lückenlos den Text des Propheten Jesaja wieder. Dieser deckt sich bis auf wenige unbedeutende Abweichungen mit der bis dato ältesten vollständigen Bibelhandschrift, dem Codex Leningradensis (masoretischer Texttypus)



    Speer – herz:




    http://www.earthharvest.org/de/Apol.../BeweisDesGottes/5BeweiseVonJesusChristus.htm

    Das Überleben am Kreuz dauerte zwischen drei oder vier Stunden und drei oder vier Tagen und stand in Relation zur Schwere der Geißelung. War die Geißelung relativ mild, beschleunigten die römischen Soldaten den Tod, indem sie die Beine unterhalb des Knies brachen und so das Opfer zum Erstickungstod führten. Gewohnheitsgemäß durchbohrte einer der römischen Wachen auch den Körper mit einem Speer, der durch das Herz ging, oder mit einem Schwert.
    Im Johannesevangelium wird uns mitgeteilt: „Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf“ (Johannes 19,30). Damit die Körper nicht am Kreuz hängen am Sabbat, wurde Pilatus gebeten, die Beine der Gekreuzigten brechen zu lassen. „Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus“ (Johannes 19,32-34, Einheitsübersetzung).
    Die Behauptung, dass Jesus am Kreuz „ohnmächtig wurde“ und nicht dort starb, dann in der Kühle des Grabes wieder zu sich kam, und nach dem extensiven physischen Trauma, das er durchgemacht hatte (einschließlich eines Speerstoßes durch das Herz) wieder zu Kräften kam, einen zwei Tonnen schweren Stein wegschob, und dann vierzig Tage seinen Nachfolgern an verschiedenen Orten des Heiligen Landes diente, ist lächerlich. Die Untersuchung der extensiven historischen Beweise für seine Auferstehung bezeugt seine Göttlichkeit und verleiht uns die Zuversicht, dass wir durch den Glauben an ihn, wie er es aufrichtig verheißen hat, ewiges Leben haben.



    ---- > http://www.gutenachrichten.org/ARTIKEL/in200509_art1.htm

    Einige Theologen behaupten, Jesus sei an „einem gebrochenen Herzen“ gestorben.

    Ein tödlicher Speerstoß
    Dr. John Lyle Cameron führt dazu aus: „Es handelte sich um einen römischen Soldaten. Er war gut ausgebildet, tüchtig und kannte seinen Dienst. Er wußte genau, welche Stelle des Körpers er treffen mußte, um einen schnellen Tod herbeizuführen oder den bereits eingetretenen Tod zu bestätigen ...
    Der Soldat stand unter unserem gekreuzigten Herrn, als er am Pfahl hing, und stach nach oben unter die linken Rippen. Die breite, doppelseitige Speerspitze drang in die linke Seite des oberen Darmbereichs ein, öffnete den Bauch, durchstach das Zwerchfell, schnitt das Herz und die großen Adern, Arterien und Blutgefäße weit auf und zerschnitt die Lunge.
    Die Wunde war so groß, daß man die offene Hand in sie einführen konnte [vgl. dazu Johannes 20,24-27].

    ------- http://www.etika.com/0/0i1.htm
    In den letzten Kapiteln des Johannes-Evangeliums wird erzählt, wie ein Soldat die Seite von Christus mit einem Speer durchbohrte. Der Name des Soldaten war Gaius Cassius. Er war römischer Centurio und wohnte der Kreuzigung bei. Bevor die Vasallen des Hohenpriesters aber die Beine Jesu zerschlagen konnten, lenkte er sein Pferd auf das hohe Kreuz und durchbohrte die Brust zwischen der vierten und fünften Rippe.


    ---- http://www.internetseelsorge.de/info-container/sachauskunft/glossar/name/h/006.htm
    Herz Jesu
    Die Darstellung des Herzens Jesu in der Volksfrömmigkeit kann das Verständnis erschweren: Man sieht die geöffnete Brust, darin das blutrote Herz mit einer Flamme wie bei einem Öllämpchen.
    Für unser heutiges Empfinden wirkt diese Darstellung halb kitschig, halb peinlich. Herz meint aber in der Bibel und der Frömmigkeit nicht das Organ, sondern ist Bild der Personmitte. Herz ist Ausdruck der ganzen Person, seinen Fühlens und Wollens, seines Liebens und Leidens. Die Flamme steht für die sich selbst verzehrende Liebe. Im Kreuzigung-bericht wird geschildert, daß die Seite Jesu und sein herz mit einer Lanze durchbohrt worden sei, um seinen Tod festzustellen.


    --- http://www.festjahr.de/festtage/herzjesu.html
    In der Sprache der Bibel ist das "Herz" nicht irgendein Organ, sondern ein Begriffsbild für das menschliche Wesen, die personale Mitte eines Menschen, vgl. z. B. Joh 14,1; 16,22. Die mitttelalterliche, die den Christus der Passion in ihr Zentrum gestellt hatte, nahm das von der Lanze des römischen Soldaten durchbohrte Herz Jesu, vgl. Joh 19,34, als Synonym für das erlösende Leiden des Gottessohnes, seine sich verschwendende Liebe.
     
  4. ratu

    ratu Mitglied

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    Ist interessant mit dem Speer.

    Was mir noch oft durch den Kopf ging: Wenn Jesus Zimmermann war, dann kann man wohl davon ausgehen, dass er nicht so aussieht wie auf den Bildern, sondern ziemlich Muskelbepackt war. Auch die Jünger, die ja alle Fischer waren.
    Wenn diese Truppe irgendwo um die Ecke kam, hat das sicher auch einen körperlichen starken Eindruck gemacht. Gerade auch bei den Gelehrten und Priestern, die dagegen, wie man heute sagen würde, echte "Warmduscher" waren. Sicher auch einer der Gründe, dass Jesus überall seine Lehren erzählen konnte. Er hatte eine gute Leibgarde....dann seine Austrahlung, auch körperlich im Mix mit dem was er über gewaltlosigkeit erzählte. Das wirkt wesentlich besser, wenn das ein kräftiger Mann erzählt, da er ja auch die Alternative hat. Wenn mir ein "Warmduscher" etwas von Gewaltlosigkeit erzählt, denke ich eher, das er sowieso nicht anders kann, also purer Selbsschutz.
     
  5. cyrus

    cyrus Mitglied

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    :)

    konnte noch nichts dazu finden.

    Aus dem Buch geht hervor, dass zu ihm von "außerchristlicher" Seite fast nichts bekannt ist.

    werd mal googeln

    was hast du dazu, dass er vielleicht doch nicht ein Zimmerer war?

    lg
     
  6. cyrus

    cyrus Mitglied

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    endlich habe ich auch wieder den Namen des Autoren Pinchas Lapide
    gefunden, hatte mal vor 3 Jahren von ihm gehört und in den letzten Tagen intensiver nach dem Namen gesucht. Mit "Pinto" konnte ich da nichts finden,
    also :

    Google Ergebis:
    Jesus von Nazaret - WikipediaNur dort konnten Toraschüler auf dem Land damals auch lesen und schreiben lernen. Nach Lk 4,16 EU las Jesus in der Synagoge von Nazaret aus der Tora vor, ...
    de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret - 256k - Im Cache - Ähnliche Seiten - Notieren

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret


    Sprache, Ausbildung, Beruf

    Giotto di Bondone – „Jesus mit den Toralehrern“Als galiläischer Jude sprach Jesus im Alltag das westliche Aramäisch. Das bestätigen einige aramäische Jesuszitate im NT. Ob man griechische Ausdrücke und Redewendungen ins Aramäische zurück übersetzen kann, ist ein wichtiges Kriterium für die Suche nach „echten“, anfangs mündlich tradierten Jesusworten (Joachim Jeremias). So versucht man, seine eigene Verkündigung von urchristlicher Deutung zu unterscheiden.

    Hebräisch, die Sprache der Heiligen Schrift Israels, wurde in Palästina zur Zeit Jesu kaum noch gesprochen. Griechische, nicht jedoch hebräische oder aramäische Namen wurden damals in andere Sprachen übersetzt. Jesus kann dennoch Hebräisch beherrscht haben, da er die Bibel gut kannte und in den Synagogen Galiläas vorlas und auslegte. Er kann Bibeltexte auch über aramäische Übertragungen (Targunim) kennengelernt haben.[11] Ob er zudem die griechische Koine - damals Verkehrssprache im Osten des Römischen Reichs - beherrschte, ist unbelegt.
    Bis auf Lukas machen die Evangelien keine Angaben zu Jesu Jugendzeit. Nach Lk 2,46f EU beeindruckte er die Toralehrer schon mit zwölf Jahren mit seiner guten Bibelkenntnis. Diese erwarben sich Kinder ärmerer jüdischer Familien, die keine Schriftrollen besaßen, durch regelmäßigen Besuch einer Synagoge. Nur dort konnten Toraschüler auf dem Land damals auch lesen und schreiben lernen. Nach Lk 4,16 EU las Jesus in der Synagoge von Nazaret aus der Tora vor, bevor er sie auslegte. Auch nach Mk 6,2f EU predigte Jesus dort; jedoch betont das älteste Evangelium gerade, dass die Hörer Jesus das Predigen nicht zutrauten und dieses sich von der traditionellen Schriftauslegung unterschied. Ähnlich wunderten sich die Hörer in Joh 7,15 EU: Wie kann dieser die Schrift verstehen, obwohl er es nicht gelernt hat? Doch Jesu häufige Frage an seine Hörer Habt ihr nicht gelesen…? (Mk 2,25 EU; 12,10.26 EU; Mt 12,5 EU; 19,4 EU u. a.) setzt seine Lesefähigkeit voraus. Nach Joh 8,6.8 EU schrieb oder zeichnete er im Verfahren gegen eine Ehebrecherin mit dem Finger auf den Boden; was, wird nicht gesagt.

    Jesu Predigt- und Argumentationsstil ist rabbinisch (Halacha und Midraschim). Seine Sabbatheilungen (Mk 2–3) und der Vorrang der Nächstenliebe vor allen übrigen Geboten (Mk 12,28ff EU) ähneln den vorherigen Lehren des Hillel, seine Armenfürsorge, seine Heilwunder und die Tateinheit von Beten und Almosengeben dem späteren Auftreten von Chanina Ben Dosa (um 40–70), dem berühmtesten Vertreter des galiläischen Chassidismus. Daher ordnen NT-Forscher Jesu Tora-Auslegung heute ganz in das damalige Judentum ein. Jüdische Exegeten wie Pinchas Lapide folgern daraus, er müsse eine Toraschule besucht haben.[12]

    Seine ersten Jünger nannten Jesus „Rabbi“ (Mk 9,5 EU; 11,21 EU; 14,45 EU; Joh 1,38.49 EU; 3,2 EU; 4,31 EU u. a.) oder „Rabbuni“ (Mk 10,51 EU; Joh 20,16 EU). Die aramäische Anrede bedeutet „mein Meister“ und entsprach dem griechischen διδασκαλος für „Lehrer“. Sie drückte Ehrerbietung aus und gab Jesus denselben Rang wie den Pharisäern, die für die Deutung mosaischer Gebote zuständig waren und sich ebenso bezeichneten (Mt 13,52 EU; Mt 23,2.7f EU). Ein Rabbi lebte von einem gewöhnlichen Handwerk, nicht vom Lehren.

    Als erster Sohn einer frommen jüdischen Familie lernte Jesus den Beruf seines Vaters (Mk 6,3 EU; Mt 13,55 EU). Josef war Bauhandwerker (griech. τεκτων, oft irreführend als „Zimmermann“ übersetzt), also wohl im Haus- und Schiffbau tätig. Als Junge musste Jesus vermutlich beim Broterwerb für die Familie helfen (Lk 2,51 EU). Dass er dieses Handwerk ausübte, ist jedoch unbelegt. Der Theologe Willibald Bösen nahm an, dass er mit Josef im etwa acht Kilometer entfernten Sepphoris arbeitete, da das Dorf Nazaret einer mindestens siebenköpfigen Familie nicht genug Lebensunterhalt geboten hätte.[13] Dem hielt Sean Freyne entgegen, dass Jesus die von Herodes Antipas erbauten und beherrschten Städte bewusst mied, da sie frommen Juden als unrein galten und die Herodianer ihn später als Anhänger des Täufers Johannes verfolgten (Mt 14,13 EU).[14]


    Wirken


    Bis auf Lukas machen die Evangelien keine Angaben zu Jesu Jugendzeit. Nach Lk 2,46f EU beeindruckte er die Toralehrer schon mit zwölf Jahren mit seiner guten Bibelkenntnis. Diese erwarben sich Kinder ärmerer jüdischer Familien, die keine Schriftrollen besaßen, durch regelmäßigen Besuch einer Synagoge. Nur dort konnten Toraschüler auf dem Land damals auch lesen und schreiben lernen. Nach Lk 4,16 EU las Jesus in der Synagoge von Nazaret aus der Tora vor, bevor er sie auslegte. Auch nach Mk 6,2f EU predigte Jesus dort; jedoch betont das älteste Evangelium gerade, dass die Hörer Jesus das Predigen nicht zutrauten und dieses sich von der traditionellen Schriftauslegung unterschied. Ähnlich wunderten sich die Hörer in Joh 7,15 EU: Wie kann dieser die Schrift verstehen, obwohl er es nicht gelernt hat? Doch Jesu häufige Frage an seine Hörer Habt ihr nicht gelesen…? (Mk 2,25 EU; 12,10.26 EU; Mt 12,5 EU; 19,4 EU u. a.) setzt seine Lesefähigkeit voraus. Nach Joh 8,6.8 EU schrieb oder zeichnete er im Verfahren gegen eine Ehebrecherin mit dem Finger auf den Boden; was, wird nicht gesagt.

    Jesu Predigt- und Argumentationsstil ist rabbinisch (Halacha und Midraschim). Seine Sabbatheilungen (Mk 2–3) und der Vorrang der Nächstenliebe vor allen übrigen Geboten (Mk 12,28ff EU) ähneln den vorherigen Lehren des Hillel, seine Armenfürsorge, seine Heilwunder und die Tateinheit von Beten und Almosengeben dem späteren Auftreten von Chanina Ben Dosa (um 40–70), dem berühmtesten Vertreter des galiläischen Chassidismus. Daher ordnen NT-Forscher Jesu Tora-Auslegung heute ganz in das damalige Judentum ein. Jüdische Exegeten wie Pinchas Lapide folgern daraus, er müsse eine Toraschule besucht haben.[12]

    ...wikipedia ist einfach toll
     
  7. ratu

    ratu Mitglied

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    14. September 2007
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    104
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    Harz, Germany

    Das habe ich erst vor kurzem gelesen, nicht im Web, sondern in einem Buch, aber ich weiss nicht mehr wo....
    Es wird aber etwas "relativ" zuverlässiges gewesen sein, sonst hätte ich das auch nicht ernst genommen. Es war aber auch nur als mögliche Theorie dargestellt. ich glaube da waren noch Hinweise zu Historikern. Aber wie gesagt nur, es war auch in dem Buch nur als mögliche Spekulation dargestellt.. Ich finde es nur wahrscheinlich, weil er sich gut ausdrücken konnte. Das lässt zumindest auf eine gewisse Bildung schliessen, die damals sicher nur reichen menschen vorbehalten war. Vielleicht hat er ja als junger Mann sein reiches Elternhaus verlassen und ist dann Zimmermann geworden? So ein bisschen in die Richtung wie Buddha. Das ist jetzt aber meine Spekulation...mehr nicht.

    Vielleicht fällt es mir ja wieder ein, wo ich das her habe. Mal drüber schlafen.....
     
  8. cyrus

    cyrus Mitglied

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    1. November 2007
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    273
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    Wien
    Erklärungsversuch für seine Bildung ist hier:

    Bis auf Lukas machen die Evangelien keine Angaben zu Jesu Jugendzeit. Nach Lk 2,46f EU beeindruckte er die Toralehrer schon mit zwölf Jahren mit seiner guten Bibelkenntnis. Diese erwarben sich Kinder ärmerer jüdischer Familien, die keine Schriftrollen besaßen, durch regelmäßigen Besuch einer Synagoge. Nur dort konnten Toraschüler auf dem Land damals auch lesen und schreiben lernen. Nach Lk 4,16 EU las Jesus in der Synagoge von Nazaret aus der Tora vor, bevor er sie auslegte. Auch nach Mk 6,2f EU predigte Jesus dort; jedoch betont das älteste Evangelium gerade, dass die Hörer Jesus das Predigen nicht zutrauten und dieses sich von der traditionellen Schriftauslegung unterschied. Ähnlich wunderten sich die Hörer in Joh 7,15 EU: Wie kann dieser die Schrift verstehen, obwohl er es nicht gelernt hat? Doch Jesu häufige Frage an seine Hörer Habt ihr nicht gelesen…?
     
  9. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hm

    in Anbetracht der Tatsache, dass das Judentum das erste Volk war, dass eine allgemeine und kostenfreie Schulpflicht (jedenfalls für Jungs) eingeführt hat, schon alleine Aufgrund der Tatsache, dass das Judentum auch zu Jesus Zeiten schon einen Schriftreligion war konnte Jesus selbstverständlich lesen und schreiben. Denn auch später hat sich das Judentum nicht umsonst einen Ruf eines gelehrten und gebildeten Volkes errungen, dessen Mitglieder von den verschiedenen Machthabern gerne und ausgiebig für Buchhaltung, Verwaltung und ähnliches zurate gezogen wurden.

    lG

    FIST
     
  10. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

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    ich schließe mich fist da an..
    jesus konnte scher lesen und schreiben.. er war rabbiner.., rabbi war nicht nur ein ehrentitel, sondern ein amt..
    alss olcher war er pharisäer, und die priester, sadduzäer, sprchen mit ihm nihct von oben herab, sondern sehen ihn gleichberechtigt an.. zumindest in der lehre..
    die idee von jesus in indien halte ich für unsinnig; was er lehrt ista uch nicht indisch, sondern rein jügisch..
    alles liebe
    thomas
     
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