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Königin der Kelche

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von Lunatic0, 4. Juli 2019.

  1. Lunatic0

    Lunatic0 Sehr aktives Mitglied

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    Diese karte wird in den meisten texten als gut und verheißungsvoll beschrieben. Ich kann rein intuitiv dieser karte aber nichts gutes abgewinnen. Ich sehe darin eine von besessenheit ergriffene frau der alle reichtümer die sie angehäuft hat keine genugtuung geben können.

    Ich deute in ihre faszination am kelch eher zweifel, als würde sich ihr dessen wahre schönheit nicht ganz erschließen. Sie blickt ihn an als würde sie ihn in ihrer ubeholfenen und fast zornigen neugier auseinandernehmen und damit zerstören wollen.

    In der umkehrung sehe ich einen zerfall ihrer machtstellung und der motive die sie antreiben. Damit auch ein freiwerden von kräften die möglicherweise nicht immer heilsam sind.

    Bin ich es der die karte falsch deutet? Sehe ich die karte aus einer falschen perspektive heraus?
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2019
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  2. Tilia Lima

    Tilia Lima Neues Mitglied

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    Hi Lunatic0,

    "In zorniger Neugier auseinandernehmen"... wunderbar!
    Ich sehe es gerade vor mir :D ;)

    Aber mal im Ernst, jede Karte hat gegensätzliche Aspekte.
    Als Personenkarte sticht mir der Vorzug Dikretion (der einzige Kelch, der verschlossen ist) ins Auge. Jemand der gut zuhören kann, sehr einfühlsam/mitfühlend ist und der Geheimnisse für sich behält. Hilfsbereitschaft und ein offenes Ohr.

    Aber wie du schon angemerkt hast, hat der Blick auf den Kelch etwas von Besessenheit. Sich in Gefühlswelten verlierend. In dem Zusammenhang ist der verschlossene Kelch vielleicht ein Hinweis darauf, dass es niemanden gibt, dem man sich anvertrauen kann oder will. So gärt die Gefühlssuppe abgeschlossen vor sich hin. Das kann nicht gesund sein und daraus könnte sich Destruktivität entwickeln. Also, wie du sagtest, "der Zerfall der Motive, die sie antreiben".

    Und überhaupt: Warum schaut sie nicht mal in den Kelch hinein? Sie sieht ihn nur von außen. Was drinnen ist, weiß sie nicht. Vielleicht macht sie das so verrückt. Vielleicht macht gerade DAS die Faszination dieses Kelches aus...?

    Allerdings stehen ihre Füße auf festem Boden und sie sitzt auf einem Thron. Sie wird also nicht die Beherrschung verlieren.
    Wenn vor lauter Gefühl, die "Pferde mit einem durchgehen"... das ist eher die Sache des Kelchritters. Beim Crowley-Tarot starrt der wiederum wie hypnotisiert IN den Kelch HINEIN.

    "Reichtümer anhäufen, aber nicht genießen können", sehe ich eher beim Münzkönig.

    Wenn du vorrangig die "negativen" Aspekte an dieser Karte wahrnimmst, heißt das vielleicht, dass sie in deiner Legung eben so zu interpretieren sind.
     
  3. Lunatic0

    Lunatic0 Sehr aktives Mitglied

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    Diese karte hat beide aspekte finde ich. Es stimmt man kann auch besonnenheit in die karte hineindeuten aber der unberechenbare beigeschmack bleibt irgendwie.

    Den eindruck der verschlossenheit habe ich nicht unbedingt. Irgendetwas fließt in diesem bild doch auch. In der aufrechten lage vielleicht in einem harmonischerem maß und in der umkehrung wie ein gebrochener damm.

    Der kelch-ritter sieht doch eher aus wie jemand der eine schwierige aufgabe abgeschlossen hat oder nahe daran ist. Das pferd ist nicht so nervös wie zB beim ritter der stäbe oder der schwerter. Ich suche gerade ein bild vom kelchritter im crowley deck.

    Münzkönig? Ist die karte nicht eher ein sinnbild für sorgfältig gelebte perfektion? Was du beschreibst sehe ich eher in 4 oder 10 der münzen.

    Aber du hast recht, manchmal hat die königin der kelche auch einen besonnenen und hamonischen aspekt, wobei ich mir dabei immer etwas mühe geben muss den zu sehen.
     
  4. Tilia Lima

    Tilia Lima Neues Mitglied

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    11
    Die Kelchkönigin wird ja auch stark mit Medialität verbunden. Vielleicht ist sie bei der Betrachtung des Kelches in Trance versunken und deshalb wirkt der Blick so starr? Je länger man darüber nachsinnt, desto mehr fällt einem dazu ein

    Okay, habe gerade bemerkt, dass es da auch unterschiedliche Varianten gibt. Diese Karte meinte ich:
    [​IMG]

    :D
    Tja, wieder die Sache mit den zwei Aspekten. Materiell mag der König der Münzen alles in trockenen Tüchern haben. Aber wieso dann der Blick zu Boden? Findest du, dass er glücklich aussieht? Ist in seinem Inneren auch Perfektion erreicht? Andererseits sollen die Trauben darauf hindeuten, dass er durchaus weiß, wie man es sich gut gehen lässt.

    Vielleicht ist das ein Aspekt, bei dem ich mich schwer tue ihn zu sehen. Wie bei dir mit der Königin der Kelche.
    Der Blick auf die Karten ist immer von eigenen Projektionen bestimmt.
     
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  5. Lunatic0

    Lunatic0 Sehr aktives Mitglied

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    Medialität? Das wusste ich nicht. Meine interpretation würde eher nahelegen daß sie sich geistig vereinnahmen lässt und ihre fixierung auf den kelch alles andere überschattet.
    Kann sein daß sich da ein paar auffassungen überschneiden, ich habe ganz vergessen zu erwähnen auf welches kartendeck ich mich beziehe. Verwende eigentlich nur A.E.Waite.
    In meiner deutung hat er die augen geschlossen. Das gesicht hat den ausdruck von "leidenschaft", nicht nur für die münzen sondern für das gesamte leben. Aber wie du schreibst, je länger man darüber nachdenkt desto mehr sieht man darin.
     
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  6. Elanor

    Elanor Mitglied

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    Hallo !

    Ich finde es interessant Eure Sichtweisen zu lesen...und habe eine Frage an Euch :
    Ordnet Ihr einer Karte eine ganz feste Bedeutung zu ? Also, so in der Art : Königin der Kelche bedeutet für mich IMMER das und das und das???
    Jeder macht das ja anders und ich möchte nur mal erfahren, ob es noch andere gibt, denen es so ergeht wie mir ( eher intuitiv deutend) aalso, bei mir ist das eher so, dass jede Karte eine Basisbedeutung hat...aber bei jeder Legung, je nachdem welches Deck ich nehme mir manchmal etwas ganz besonderes in den Blick gerät ...mich schon förmlich anspringt. Das kann dann mit der Basisbedeutung nicht mehr so ganz viel zu tun haben. Komisch, ich weiß...lach...aber geht Euch das manchmal auch so ?
    Ich beschäftige mich jetzt ungefähr über den Daumen gepeilt 25 Jahre mit dem Tarot, anfangs wollte ich auch die ganz festgelegten Deutungen übernehmen, sozusagen für mich auswendig lernen... mit der Zeit stellte sich aber nun heraus, dass das für mich nicht so funktioniert ;)
    Haltet Ihr Euch immer an für Euch festgelegte Eigenschaften/ Aussagen der Karte oder "springt " Euch von Legung zu Legung auch etwas ganz anderes " an " bzw. ergibt sich dann eine abweichende Aussage der Karte?
    Bin schon neugierig :)

    LG Elanor
     
  7. Lunatic0

    Lunatic0 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    1.091
    Eigentlich wäre es sinnvoll sich davon zu befreien, da hast du recht. Aber manche karten haben einfach eine sehr markante aussage. Die hohepriesterin zB wird für mich immer für stoische ruhe oder ausgeglichenheit stehen. Die kann sich in vielen formen manifestieren, aber der charakter der karte ist einfach gewissermaßen selbstredend. Der turm wird für mich immer eine erschütternde veränderung, manchmal mehr befreiend, manchmal mehr zerstörend bedeuten. Es gibt aber auch karten die viel mehr spielraum lassen.
     
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  8. Elanor

    Elanor Mitglied

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    Beiträge:
    57
    Hallo LunaticO !
    Danke für Deine Antwort... und ja, ich weiß genau, wovon Du redest...das ist alles sehr kompliziert, wie das so manchmal bei mir abläuft ;).
    Ich verstehe genau , was Du mit der Grundaussage einer Karte meinst und das ist dann bei mir auch so.
    Der Turm z.B. steht bei mir auch immer für eine drastische Veränderung, die mich oder den Fragenden total durchrütteln kann.
    Eine Zeitlang hatte ich nach einer einschneidenden Erfahrung, die die Karte " der Turm " auch schon im Vorfeld angedeutet hat überhaupt keine Lust mehr meine Karten nur zu berühren... Langsam kam das dann wieder, aber diese Karte versetzte mich immer in Panik...mit der Zeit wandelte sich dann das Gefühl und das Spektrum der Karte erweiterte sich wieder ins Positive...ich hatte meinen Frieden damit gemacht, denn eine drastische Veränderung kann auch notwendig sein und es erst ermöglichen, dass man sich weiterentwickelt...keine Frage, die damit verbundenen Schwierigkeiten sind selten angenehm.

    Die Thematik ist schwierig zu erklären, weil die Grundaussage einer Karte auch bei mir immer mitschwingt, aber manchmal Einzelheiten auf der Karte besonders in meinen Blick geraten und sich die Aussage dann darauf konzentrieren kann, beziehungsweise, dass diese Kleinigkeit dann 90 % der Deutung ausmacht … 10 Prozent der Grundaussage aber bleibt...;)
    Ich weiß... klingt komisch...

    LG Elanor
     
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  9. Lunatic0

    Lunatic0 Sehr aktives Mitglied

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    1.091
    Ja, manchmal fallen mir aspekte angesichts der fragestellung überhaupt erst auf. Nach dem motto: so hätte ich das nie gesehen. Ich habe die bedeutungen nicht auswendig gelernt, sondern interessiere mich eher für das was außerhalb der divination geschrieben wird. Aber daraus ergibt sich bei markanten karten eine gewisse grundidee, auch bei der befragung.
     
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  10. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    Nein, du deutest die Karte nicht falsch. Die Königin wendet sich von Betrachter ab...(Ich meine Rider Tarot)

    Shimon
     
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