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kleine Momo

Dieses Thema im Forum "Bücher" wurde erstellt von Selaya, 30. Juli 2005.

  1. Selaya

    Selaya Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2005
    Beiträge:
    105
    Ort:
    Österreich
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    Diese Zeilen haben mich sehr angesprochen, daher schreibe ich sie hier rein:

    Michael ENDE beschreibt in seinem Buch "Momo" ein kleines Mädchen mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit:

    "Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören. Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder.

    Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

    Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

    Sie konnte so zuhören, dass rastlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgend einer unter Millionen, einer, auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf - und er ging hin und erzählte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

    So konnte Momo zuhören!"


    Alles Liebe
    Selaya
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hmm

    ich hab Momo schon lange nicht mehr gelesen, aber ich denke, ich sollte es wieder mal tun

    by FIST
     
  3. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2005
    Beiträge:
    1.541
    Ort:
    ungefähr da
    Hi Selaya,
    Ich mag das Buch auch sehr. Es beschreibt meiner Meinung nach eine grundlegende Eigenschaft, die ein, wenn schon nicht harmonisches, doch zumindest friedliches Zusammenleben ermöglichen.
    Ausserdem, dass Probleme nicht nur kleiner werden, sondern sich mitunter geradezu von selbst lösen, bringt man nur den Mut auf sich ihnen zu stellen/darüber zu reden(Auch wenn es sich dabei um einen Monolog handelt).
    Denn, so denke ich, kann man ein Problem schon in Worte fassen, hat man es wahrscheinlich schon verstanden. Der rest ist Formsache.

    Weiters gefällt mir der Aspekt Zeit/Hektik in dieser Geschichte.

    So habe zumindest ich dieses Buch interpretiert.

    lg
     
  4. Raeubertochter

    Raeubertochter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juni 2005
    Beiträge:
    1.008
    Ort:
    Bad Meinberg
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    ich hab Momo nach ungefähr 10 Jahren diese Woche mal wieder gelesen. :zauberer1 Ich glaube, mein Lieblingsbuch... Einfach großartig

    Ja, das Zuhören. Ich finde auch beeindruckend, wie Ende beschreibt, wie sie sogar einem der grauen Herren zuhört, indem sie sich in sein Inneres versenkt, sich "hineinstürzt". Und dann kann der sie nicht mehr anlügen.

    oder Meister Hora und Kassiopeia... die Stundenblumen... die unendlich schöne Melodie, die einen nie wieder verlässt, wenn man sie einmal gehört hat. so tröstend.

    Ein wunderbares Buch, ich hätte Lust, gleich wieder von vorne anzufangen.

    Liebe Grüße

    Raeubertochter
     
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