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Klassische Stundenastrologie oder "Stundenastrologie"

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Iakchus, 2. Juli 2008.

  1. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
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    Deutschland
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    Hallo,

    ich denke, die klassische Stundenastrologie kann ich nicht beschreiben.

    Das sollen die tun, die sie anwenden und ihre Art zu deuten als solche bezeichnen.

    ----------------------------------------------------------

    Ich denke , dass es nicht die EINE richtige Methode gibt, um eine STUNDENFRAGE zu deuten. Wieso deutet der geschätzte Stundenastrologe Van Slooten dann anders, als wie Gadbury? Gadbury war ein klassischer Stundenastrologe.

    Da gibt es deutliche Unterschiede.

    Und wenn man an klassischer Stundenastrologie denkt, dann denkt man unwillkürlich auch die Lehrbücher von van Slooten. Aber er betreibt keine klassische Stundenastrologie, sondern nennt es einfach Stundenastrologie.

    Und nun fiel mir unzählige Male auf, dass - sobald man eine STUNDENFRAGE beantwortet -, plötzlich damit konfrontiert wird, dass da jemand kommt und meint, "hallo, das ist leider keine richtige Stundenastrologie".


    Wenn ich Gadburys Methode kopieren würde, oder die eines anderen alten Astrologen, dann würde ich seine Sichtweise und persönlichen Standpunkt übernehmen müssen , die Art, wie er die astrologische Anordnung gebraucht. Wer das vermag, dem beglückwünsche ich. Aber ich bezweifle, dass dies so einfach ist.

    Was mir die alten Astrologen erzählen können, ist: wie sie es selbst gemacht haben.

    Ich betrachte die alten Astrologen nicht als Heilige, aus deren Mündern nur die von persönlichen Sichtweisen befreite absolute Wahrheit käme. Wir wissen heute, dass gewisse Regeln wie applikative Aspekte und andere Dinge richtig sind. Diese Dinge anzuwenden, macht noch keine Methode, sondern sagt erst mal nur aus, dass man die wichtigsten Dinge beachtet.

    Die Methode ist eine Sache zB von Durchnummerierung der Häuser, oder wie bei Gadbury, wenn das 7. Haus immer das Haus der befragten Sache sei. Das sieht bei Slooten ganz anders aus- und wer käme auf die Idee, Slooten jetzt WISCHI WASCHI vorzuwerfen.

    Die Methode ist die Art, wie man die astrologische Anordnung gebraucht. SO einfach ist das, aber ich will das nicht weiter erklären, weil es dann wieder nur Angriffspunkte liefert - wer es nicht versteht, was gemeint ist: nun, den muss ich leider damit alleine lassen.
    Es ist jedenfalls Tatsache, dass jeder Astrologe oder Stundenastrologe diese astrologische Anordnung so oder so für sich bereit stellt, ob er nun eine Methode übernimmt oder zu seiner eigenen kommt, die sich überdies im wesentlichen nun auch gar nicht als so modern herausstellen muss.

    Ich kanns echt nicht mehr hören, diesen Vorrwurf von Willkür und "alles machen es einem in den Sinn kommt", - denn die das sagen, tun nichts anderes. Sie berufen sich nur auf eine alte Zeit, und erkennen sie denn nicht, dass die alten Astrologen sich selbst sogar widersprechen? Da gibt es eben keine einzige klare Linie. Demnach ist der Gedanke, man könne sich eine Methode aussuchen, richtig. Aber falsch ist der Gedanke, es gäbe nur eine einzige korrekte Methode. Das nämlich ist ungefähr so, als würde der Api-Astrologe das von sich sagen, oder der TPA Astrologe von sich, oder der MRL-Astrologe von sich. Das wäre nämlich überholt und jedes Kind weiss, dass es heute wohl Allgemeinwissen ist: ES SIND JEWEILS EIGENE METHODEN UND SICHTWEISEN.

    Über gewisse Eigenwilligkeiten, ausgeprägte Orginalität ist noch nichts gesagt. Es geht hier um so kleine Winzigkeiten, dass man zum Beispiel den Aszendenten IMMER als Fragesteller bewertet, weil das die alten Astrologen sagen. Nun ist meine Erfahrung im Deuten vielleicht nicht überragend, aber es reicht für einzelne Lichtblicke, für einzelne Einsichten, einzelne Wahrheiten. So ist für mich der Aszendent nicht immer nur als Fragesteller gegeben. Das ist für mich bereits klar. Und ob das nun an meiner Sichtweise liegt, an meiner "astrologischen Anordnung", weiss ich nicht. Und ich weiss doch auch nicht, ob meine Wege in Zukunft anders verlaufen oder sich bestätigen und weiter aus strukturieren, oder ob ich eines Tages sogar Lilith als Faktor in Stundenfragen berücksichtige, so wie andere die Fixsterne. Oder ob ich mich nicht doch mit dem Aszendenten täusche. ich kann nur das nehmen, wie es mir erscheint. Ich kann in vielen Bereichen nur das nehmen, was ich gelesen habe, aber in dieser Hinsicht (betr. Aszendent) kann ich es nur so nehmen, wie es mir momentan erscheint, bzw. wie es mir sichtbar ist.

    Aber die anderen wissen auch nur, dass diese Ansicht, wie der Aszendent nicht immer den Fragesteller sondern auch die Sache beschreiben kann , ansonsten nirgendswo , als wie nur bei mir zu lesen ist. Sie wissen nur,dass sich über die Bedeutung des Aszendenten darüber meist alle einig sind.

    Maße ich mir aber etwa an, zu behaupten, die anderen hätten keine Ahnung? Sie wissen aber nicht was ich wie gesehen habe, wieviele Erfahrung ich habe, und ob es nicht doch richtig ist - oder ob es an der astrologischen Sichtweise liegt oder sonst was. Sie wissen es genauso wenig wie ich beurteilen kann, was sie sehen, - aber ich kann es nur so machen, wie ich es mache.
    Und ich behaupte einfach mal, dass meine Art Astrologie zu sehen, und zu deuten, nicht besonders originell ist; zB weise ich Lilith oder Chiron nicht zu einem Zeichen zu. Da genügen aber manchmal geringste Abweichungen, um plötzlich zu glauben, ich oder jemand anderer sei ziemlich eigenwillig; und das Merkwürdige ist, dass diese Abweichungen, die man bemerkt, nur entstehen, weil man ja selbst, also als der, der diese Abweichung feststellt, schon eine eigene Methode hat.

    Da fehlt mir ein bisschen die Einsicht in die Relativität, dass man nicht einfach nur Methoden, die man klassisch nennen mag, übernimmt und damit hätte man DIE klassische Methode , und andere Methoden können nur falsch sein (man zeige mir aber DIE eine klassische Methode, weil wie gesagt die alten Astrologen doch alle irgendwo , und zwar oft in wichtigen Bereichen, die auch die STundenastrologie betreffen, andere Sichtweisen hatten ).

    Man sollte es sowieso nur so machen, wie man es machen will und kann. Ob man nun "klassische Stundenastrologie" macht oder nur "Stundenastrologie". Wie man auch die alten Astrologen oder modernen Astrologen versteht, beides ist gleichermaßen eine Methode, die man sich aneignet.

    Wenn man mit den alten Methoden, vielleicht gesichtet und geklärt, tiefere Deutungen anstellen kann, ist denn damit gesagt, dass die andere Deutungsweise, die ich zum Beispiel oft anbringe, also nicht so sehr mit Herrscherbezügen zB, dann falsch sein muss? Ich bin halt nicht so weit, dass ich alles könnte, und muss das nehmen, was ich kann. Wenn ich bei den alten Astrologen Anleihen mache, integriere ich das in mein Wissen, ich hinterfrage die alten Astrologen und glaube eben, dass man zum Teil von den alten Astrologen auch viel zu viel erwartet.
    Aber das ist nicht, was ich hier betonen will, sondern egal Wer, welche Zeit, egal Wie: es sind einfach verschiedene Herangehensweisen, die erst mal nichts darüber aussagen, ob es die richtigen sind .

    Denn es kann nur eine richtige Astrologie geben, nämlich eine solche, die zu stimmigen Deutungen führt. Fehler oder Makel gibt es natürlich, und es ist ein Weg, sie auszuräumen.

    Mir kommt es manchmal schon etwas wie eine Sekte vor. Da oben sitzen die alten Herren, die alten Astrologen. Der Gebrauch des Wortes Stundenastrologie ist mit Einhaltung gewisser Regeln verbunden, und die Abweichung erregt die Gemüter.

    Dabei ist es natürlich klar, dass es einige Regeln gibt. Natürlich, aber es gibt da den entscheidenden Unterschied zwischen Regel und Methode. Ausserdem kann einem keine Regel die Deutungsarbeit abnehmen, was sich etwa in der richtigen Zuordnung von Häuser zeigt (Signifikatoren). Wer sich da nach einem Lehrbuch hält, oder den Aussagen der Alten, der kann sich getrost den Vorwurf Wischi Waschi gefallen lassen. Aber ich weiss das natürlich nicht, wie andere das tun. Man sat auch, Intuition sei ja sowas von bekloppt. Und ich meine, wie kann man eigentlich die Häuser richtig zuordnen, oder überhaupt eine Konstellation deuten, wenn man keine Intuition hat? Wie geht das?

    Bei alle diesem , was man auch IMMER WIEDER hört, diese Klischees und Missverständnisse, wie man VERÄCHTLICH WIRD, zB über das WÖRTCHEN INTUITION - da ist mir also der Kragen geplatzt. Wenn ich wollte, könnte ich jeden hier auseinandernehmen, und zeigen, wieviel Unvernunft waltet, wieviel Schrott , das geht von oben bis unten und das fängt mit Kasten-Assoziationen an und hört bei den Ersatz-Intuitionen auf. Und all das würde ich sagen, weil ich es einfach HINEININTERPRETIERE, es hat dann nichts mit Wahrheit zu tun, mit Objektivität, - und wenn einer dann etwas über Intuition sagt, verstehe ich erst mal als: KINDERBASTELEIEN MIT DER SCHABLONE NEPTUNS DARUNTER UND VIEL IDEALISMUS. Wer suchet, der findet (Kritikpunkte).
    Aber ich hab da keinen Bock drauf. Das ist doch einfach ätzend. Aber ich könnte es. *Lach*

    Etwaige Unvernunft ist doch menschlich. Wir sind nun einmal arme Seelen.
    Und ich habe so manches Mal was falsch gedeutet. Es wird aber nicht leichter, wenn man beim ÜBERFLÜSSIGEN kritisiert. Was belanglos ist. Und ob jemand Stundenastrologie nach Methode X oder P macht ist belanglos.
    Und wenn man meint, eine Frage sei nicht konkret genug -, aber ich meine, doch schon, wenn man ins Radix schaut... ist eben ein verschiedener Standpunkt. Vielleicht wagt man auch manchmal was, aber ich kanns nicht hören, dass man dann aus solchen Aussagen "vielleicht wagt man dann mal was" gleich die 1000% ABWERTUNG macht und etwa dann meint: JA WENN DAS DEINE ASTROLOGIE IST, OH GOTT.
    Ich könnte wie gesagt hier jeden sehr belästigen. Da braucht man auch nicht lange suchen, ich will damit sagen, es ist ein ziemlich leichtes UNTERFANGEN, zu kritisieren, wenn man ETWAS ÜBERBETONT UND DIE WORTE ALS MACHTMITTEL MISSBRAUCHT.
    EIN UNDING, das besonders häufig in FOREN anzutreffen ist und weshalb viele LEUTE auch nicht gerne schreiben, sie lesen nur.

    LG
    Stefan
     
  2. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo,

    die alten Astrologen erzählen "Entsprechungen", die man als beispielhaft beschreiben kann:zum Beispiel Gadbury:
    http://mithras93.tripod.com/books/books.html

    When you finde in your Figure the Lord of the Ascendant behold the Lord of the Seventh, and the Lord of the Seventh apply to the Lord of the Ascendant, say that the Seller hath a great desire to deal with the Buyer; and if they Fortune to be in each others dignities, or any good translation of light happen between them, or if they apply to a Corporal !, the Querent will agree with the Seller, without much difficulty or trouble.
    7. But if the application or translation of light be by Quartile or Opposition, the Buyer and Seller will at last agree; but it will be with much labor and expense of time, and after many probabilities of a breaking off.
    8. See if the Lord of the Ascendant or R shall apply to the Lord of the fourth; or if the Lord of the fourth, or R, shall apply to the Lord of the Ascendant; or if the Lord of the fourth also shall apply to the Lord of the Ascendant, and there be a reception between them &c. Or, if the Lord of the Ascendant, or R, shall be in the fourth, or Lord of the fourth in the ascendant, all these portend the party enquiring shall buy or purchase the Land or inheritance enquired after.



    Usw.



    Bei einer Sache zwischen Verkauf und Kauf einer Sache.


    Es geht um solche Sachen, wie wenn der Herr von 7 mit dem Herr des Aszendenten zusammenhängt, (ohne es jetzt wirklich genau zu übersetzen, reicht es aus um zu erkennen, worauf es ankommt) usw. , dann kommt ein Aspekt (zB Opposition) hinzu, und der Astrologe Gadbury hat die Erfahrung gemacht, dass dies dafür stehen kann: dass der Käufer letztlich einwilligt, aber es mit einer Menge Stress verbunden ist. Usw. oder so ähnlich.


    Das sind jeweils nur beispielhafte Deutungen, und man wäre verrückt, würde man solche Deutungen einfach übernehmen und verallgemeinern. So dass, wenn es immer diesen beschrieben Sachverhalt von Konstellation gibt, auch dasselbe eintrifft. Es wäre ja jene Kochbuchastrologie, die gerade von vielen Stundenastrologen meist sehr rigoros entwertet wird und natürlich zurecht kritisiert wird. Eine solche Opposition oder Quadrat kann auch was ganz anderes mit sich bringen, wenn es um Verkauf oder Kaufen geht, also um dieselbe Sache .


    Ich will damit nur zeigen, was uns die alten Astrologen meist bieten: Nichts anderes, als eine weitere Gelegenheit, um Erfahrungen zu sammeln .

    Moderne Astrologen bieten wohl andere Themen und schreiben nicht so viel über gewisse Themen (Stundenastrologie, Erfahrungen), so wie es die alten gemacht haben. Aus diesem Grunde bereichern uns die alten Astrologen mit ihren Erfahrungen. Auswerten und Einordnen müssen wir die aber dennoch, es sind nur selten wirkliche Regeln. Ich glaube nicht, dass man diese Erfahrungen der Alten als Regeln missversteht, aber man weiss ja nie. Es kommt jedenfalls drauf an, dass man noch eigenständig deutet. Da kann ich nun wirklich keinen Unterschied zu egal welcher Art und Weise erkennen, wie man ein Stundenhoroskop deutet.

    Es gibt einige besondere Regeln, bei denen das Studium der Alten lohnt, Mond im Leerlauf zB.
    Doch auch hier stößt man auf unterschiedliche Anschauungen, -da sind manche "Alten" unterschiedlicher Meinung; und letztlich bleibt einem nur:
    1) man glaubt, dass es nur eine Wahrheit gibt und sucht sich den Astrologen, den man am meisten Kompetenz zuschreibt
    2) man überprüft es selbst und nimmt das Wissen anderer heran, um Ansätze zu erhalten

    LG
    Stefan
     
  3. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo

    Klassische Astrologie (also jetzt nicht STUNDENASTROLOGIE)
    ist für mich ein Grundgerüst der Anschauung . In einem anderen Thread wurde dazu bereits sehr sinnvolles gesagt:

    Da steht in etwa:
    7 Planeten bis Saturn beschreiben die Grundkräfte am besten - und ich würde noch anfügen: sie stellen die bewegendsten Kräfte am deutlichsten dar (das hat Slooten schon einmal erwähnt). Diese Planeten stehen auch für den leichtesten Weg der Energien. Und es sind nicht umsonst heute die "persönlichen Planeten".

    Daher macht es Sinn, in manchen Fragen (Herrscher-/Häuserbezüge und Stundenastrologie) Saturn anstelle von Uranus für Wassermann, Mars anstelle Pluto für Skorpion und Jupiter anstelle von Neptun für Fische zu nehmen. Wenn man sich die Planeten vergleich, Pluto und Mars oder Neptun und Jupiter, Saturn und Uranus, gibt es eine Ebene der Gemeinsamkeiten, wenngleich das zwischen Uranus und Saturn schwer fällt, so ist es meiner Meinung nach bei Satunr und Uranus ein fixes, beharrliches Prinzip, das bei beiden auch für eine gewisse Kraft der Durchsetzung steht. Die natürlich trockener ist als wie bei zB Mars oder Pluto.

    Ich kam übrigens nicht durch die Bücher dazu, wollte das nicht glauben und nicht für wahr halten, was bloß geschrieben steht, wie ich seinerzeit auch Placidus nicht gebrauchen konnte (anstelle Placidus nahm ich ja mal Regiomontanus aufgrund von anfänglichen Lichtblitzen, als die Einsichten deutlicher wurden , erkannte ich die Stimmigkeit der Placidus Hausspitzen).
    Ich kam durch eigene Anschauung dazu. Und das lobe ich mir, weil es mir belegt, dass ich nicht nur ein Trottel bin, der nur Wischi Waschi könnte.

    Also nicht, dass ich die klassische Astrologie verdamme. Im Gegenteil.
    Ja ganz im Gegenteil. Ich wüsste nicht, wo wir heute wären, ohne die Anfänge!

    Aber es gibt eben so manches, was aufgrund persönlicher Sichtweisen der alten Astrologen zustande kommt oder ähnliche Dinge. Und da hört für mich die Bewunderung auf, sie hatten zwar einige Klarheit mehr, was auch kein Wunder ist, da wir uns eher schlecht ernähren und einen alltäglichen Stress haben. Aber nichts desto trotz bleibt auch noch ein Leanordo , Mozart oder Lilly ein Mensch , der die Dinge nur so formulieren konnte, wie es eben möglich war, wie wir heute etwas komplizierte Wege suchen. Daher hat diese einfache Sprache der Alten natürlich auch einen Vorteil, da sie leicht eingänglich ist, der Nachteil ist , dass man als Leser dazu neigen könnte, die Aussagen absolut zu nehmen, weil sie oft auch so formuliert sind.

    LG
    Stefan
     
  4. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    dort, wo es schön ist
    Hallo Stefan,

    seit hier im Forum User aufgetaucht sind, die immer wieder betonen, dass die "klassische Astrologie" die einzig richtige A. sei, gibt es wieder viele Anfeindungen in den Threads. Keiner von denen ist mir bisher dahingehend aufgefallen, dass sie sich auch zu Beispielen (Anfragen, o.a.) äußerten. Sie "predigen" viel, aber zeigen nicht, wie das nun konkret aussieht.

    Ich bin u.a. hier, um zu lernen und mein Wissen anzuwenden, damit ich sicherer werde. Doch bei solch o.g. Usern stößt mir die "klassische A." bitter auf. Und das, obwohl ich seit kurzem versuche nach ihren Regeln ein Horoskop zu untersuchen und damit sogar genauere Angaben treffen kann. Das liegt aber mehr an meinen Interesse und nicht so sehr an den "Vorbildern" hier.

    Du kannst mich jetzt hauen, aber ich finde Stundenastrologie hat ganz klare Regeln, vergleichbar einem Kochbuch. :tomate:Ich wäre froh, hätte ich die Regeln früher gelernt, dann wären sie auch hängen geblieben.

    Einst erklärte mir mein Astro-Lehrer ich soll die Astrologie intuitiv erlernen. Das war ein großer Fehler. Ich hätte mich daheim hinsetzen sollen, und mir die Grundkenntnisse wie Englischvokabeln einpauken sollen. Dann könnte ich heute noch intuitiv darauf zurück greifen.

    Ansonsten geht es mir ähnlch wie dir. Bei diesem Wort werde ich auch hellhörig.

    Nun zurück zur Stundenastrologie:
    Habe ich eine Frage und stelle sie einem Stundenastrologen interessiert mich wenig ob da noch das Wort klassisch davor steht. Mich interessiert, wie es weitergeht und was passiert. Sonst nichts. Oder doch: eines interessiert mich noch: ich möchte mich auf die Aussage des Astrologen verlassen können und brauche kein drumherum-Gelaber.

    Konkretes Beispiel:
    Ich fragte einst, wann unsere Eigentumswohnung verkauft werden würde. Das Gespräch ergab, dass ich mit dem preis runterging und sich dann auch gegen Ende des halben Jahres erst der neue Käufer meldete. Diese Astrologin beherrschte ihr Handwerk, auch wenn sie bei Erik van Slooten gelernt hatte, der von den klassischen Astrologen mit einem müden Lächeln betrachtet wird. Es gab noch andere Fragen, die mir seine Schüler treffend beantworten konnten. Da bin ich echt froh, dass die nicht "klassisch" arbeiten.

    LG Pluto
     
  5. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    8. August 2005
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    Hi Pluto,

    ja ich verstehe

    die Regeln sind auch für mich eine wahre Qualität, die sich so sehr bewahrheitet, wie die Farbe eines Autos für fast alle Menschen immer dieselbe sein wird, es sei denn einer wäre grad farbenblind.

    Applikative Aspekte, Aspektbildung innerhalb von Zeichen, Leerlaufmond, Würden (obwohl ich bei Exilen und Fällen noch skeptisch eingestellt bin, was die richtige Einordnung angeht) usw.

    Aber mit Kochbuchastrologie meine ich vor allem die Häuserzuordnung und signifikante Planeten in den Häusern. Ich kann mit den Regeln, dass zum Beispiel das 8. Haus mit Sexualität zu tun habe, mit Geld der Anderen (man lese bei Slooten zB) wenig anfangen, ich muss einfach selbst die Häuser zuordnen, weil es bei jeder Frage anders sein kann und die Regeln da allenfalls nur Ansatz sein können.
    Oder sonstige Beispieldeutungen, die man geneigt ist in günstig oder ungünstig zu unterscheiden, so kommt man dann leicht dazu, jedes Quadrat grundsätzlich als schlecht zu bewerten.
    Es gab einen Fall, wo so ein Quadrat (das Stundenhoroskop wurde später mit realen Erlebnissen abgeglichen) nicht auf Verschärfung sondern Auflösung des Problems hindeutete. Beteiligt war da der Signifikator der Frage, also ein wichtiger Planet.

    Man hört ja selbst von den klassischen Astrologen, dass eine Opposition noch günstig für den endgültigen Ausgang sein kann, dass eben solche Aspekte oft nur die Art und Weise beschreiben.

    Was ich hier eindeutig noch lernen muss, sind die Häuser-/Herrscherverbindungen , und auch Rezeptionen richtig einzuordnen, die ja auch durch Erhöhungszeichen gebildet sein können. Ich glaube Rezeptionen stehen erst mal nur für eine etwas stärkere Verdichtung, aber zeigen an sich noch nichts an.
    Ich glaube , dass die Häuser/Herrscherverbindungen tatsächlich noch eine sehr wichtige Ebene beschreiben, wo man allein mit den Aspekten noch nicht weit genug kommen könnte.

    Intuition , --- es stimmt eigentlich, dass ich von Anfang an keine Intuition hatte, ich musste zwangsläufig die Grundlagen lernen, aber dadurch kam dann auch die Intuition. Ich halte es auch für wichtig, dass man sich erst die Grundlagen ein bisschen erarbeitet hat, dann funzt das auch mit der Intuition. Genau.

    Und was die Propagandisten angeht, ja. Die verunsichern einen, weil sie immer nur sagen, wie toll dies und jenes ist. Man würde WISCHI WASCHI MACHEN. Ich hab ja nicht nur hier meine Erfahrungen mit Usern gemacht, die die klassische Astrologie als alleinseeligmachende Methode anpreisen; das wäre nicht schlimm, wenn sie begreifen würden, dass es auch andere Methoden gibt, die geringe Abweichungen aufweisen könnten; und man muss auch nicht immer so tiefgreifend sein und alles berücksichtigen, was die Astrologie ermöglicht, sondern kann nur in diesen Sachen hineinwachsen, die man tatsächlich anwenden kann.
    Ich überfordere mich sonst.
    Und ich halte mich also an gewisse Dinge, und gewisse User tun das ebenso. Aber ob die nun besser deuten? Es gibt einige User, die aber selten geworden sind, wo ich wirklich was gelernt habe. Bei anderen musste ich manchmal feststellen, dass ich genau jene Art von Wischi Waschi zu lesen bekam, wenn auch nicht durchgängig und nur in Details, und manchmal wusste ich es auch besser, konnte es nur nicht formulieren (das kritisieren wäre dann natürlich leicht). Ich habe das nie kritisiert, ich habe mir gedacht, naja, ein bisschen Unwägbarkeit wird in der Astrologie noch bleiben, weil: jeder hat noch Punkte, wo man hinzulernen muss.

    Aber dann stößt es bitter auf, wenn man von denselben oder auch anderen Usern manchmal Unartiges zu hören bekommt, und in dem der Vorwurf anklingt, man sei nicht gerade ein guter Astrologey, ne? Oder man wüsste ja nichts über dies und das, du. "Ja schau mal da und dort, da kannst du klug werden." Und so ein ironisches Smily ist dann auch nicht schlecht: :rolleyes:

    Man legt es anscheinend darauf an, jemanden platt zu machen mit Ironie und Sarkasmus, man spielt dann die Autorität. Aber ob das nun Kompetenz ist, bleibt noch offen.

    Wenn man sich hinstellt und etwas deutet, ist das immer mit dem Risiko verbunden, dass man etwas falsch deutet ; gerade in Foren kennt man die betreffenden Personen nicht und es ist nicht so einfach, wie wenn man denjenigen vor Augen hat, oder auch nur die Stimme hören würde. Es ist auch Zeit und Kraft mit der Deutung verbunden.
    Das kann ich persönlich sehr respektieren, wenn das einer tut, - gerade wenn es gute Astrologen sind, die das tun.

    Wenn jemand etwas deutet, und ein anderer sagt, das sei aber nicht gut, dann halte ich das ja nicht für armseelig, das man die Deutung an sich kritisiert. ES KOMMT NÖÖÖMLICH AUF DEN TON UND RESPEKT AN. Und auch darauf, ob man direkt jemanden kritisiert, oder eine gewisse Indirektheit und Distanz ermöglicht.

    Ich könnte zum Beispiel einfach sagen: Ich deute den Saturn in 7 nicht unbedingt als...
    Und nicht: Den Saturn in 7 als Onkel Fred zu deuten, so wie es Kalanka tut, ist völlig vorbei geschossen. Da erkenne ich keinen Sinn mit, wer so deutet, der deutet auch alles andere falsch.

    Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

    Harharhar, ich habe manchmal irre Lust, mal einen Rundumschlag zu machen, und die besten Kritiker zu entblößen und wie gesagt, mit Unwahrheit und Wahrheit gleichermaßen zu hantieren, einzig um den PLATT zu machen. Und es kann sein, dass manche auch deswegen nicht schreiben, und überwiegend kritisieren. Weil sie sich dem nicht aussetzen wollen oder die Rückwirkungen fürchten, die entstehen könnten, weil sie selbst eine gute Vorlage boten, - Moral nennt man das.
    Aber mit so einem Gehabe führe ich mich selbst in die Niederungen und die GEDANKEN erzeugen die eigene WIRKLICHKEIT - und Defätismus macht auf Dauer die eigene Intuition zunichte, - weil die Klarheit verloren geht , man sieht dann nur noch das Schlechte und da sind die Instinkte und Mars (REAKTION aufgrund vermuteter oder wahrgenommener WIDERSTÄNDE) auch nicht fern. Und ein solcher Mars reibt sich auf.

    Da sind mir die stillen Mitleser sehr lieb, - denn man staune, wieviel Klicks manchmal ein Thread hat im Vergleich zu den Schreibern darin. Das könnte man sich von Zeit zu Zeit vergegenwärtigen , dass nämlich die Kritikschreiber nicht die massgebliche Instanz sind, um zu entscheiden, wie man schreiben soll.

    LG
    Stefan
     
  6. Pars Fortuna

    Pars Fortuna Mitglied

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    Hallo Stefan, hallo Pluto,

    ich habs doch schon ein paar mal geschrieben: Wenn Ihr mit Eurer Methode zufrieden seid, ist doch alles in Ordnung. Da muss ich hi2u klar zustimmen: Was zählt, ist ob die Deutung richtig ist. Meine Erfahrung ist die, dass ich mit der klassischen Stundenastrologie nach Frawley/Lilly sehr gute Ergebnisse habe und Fragen beantworten kann, von denen moderne Astrologen nur träumen können. Eure Erfahrung ist eine andere. Das ist ok für mich.

    Was mich hier jetzt stört, ist, dass Gadbury so nebenbei abgetan wird. In diesem kurzen Zitat stecken wichtige Sachen drin, die kein moderner Astrologe beachtet. Gadbury erwähnt:

    - die Rezeptionen (und damit implizit die Würden)
    - die Wirkungsweise von Aspekten
    - die Übertragung des Lichts
    - er bespricht, ob und wie es zu einem Landverkauf kommt (welcher Moderne könnte das?)

    Keine Frage, dass es auch Unterschiede zwischen den alten Astrologen gibt, aber da geht es um Einzelheiten, nicht um Grundlagen. Auch keine Frage, dass sich die Astrologie weiterentwickeln muss, aber bitte nicht, indem man ihre Basis zerstört.

    LG Markus
    PS: Sefan, eigentlich hast Du Recht: Der Begriff Stundenastrologie ist z.B. durch van Slooten längst verwässert. Ich werde zukünftig dazu schreiben, dass ich nach Lilly/Frawley deute. Das ist dann eindeutig.
     
  7. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Markus,
    :)
    Ja , ich weiss. Ich wollte Gadbury auch nur exemplarisch heranziehen, um zu belegen, dass es gewisse Unterschiede gibt, und viele klassischen Regeln, was du zB oben zitiert hast, tauchen sicher bei fast allen klassischen Astrologen auch auf.

    Naja, ich denke, dass niemand die Basis zerstören will. Da gebe ich dir auch recht, dass man die Basis an sich so stehen lassen kann und die Grundlagen einen Konsens besitzen. Man baut heute eben auf die alten Fundamente, so erscheint es, als würden die modernen Astrologen ihre wahren Wurzeln vergessen und tun so, als machten sie sich das Alte zu eigen. Aber eigentlich kann man das gar nicht anders, sonst wäre es eben nicht moderne, oder revidierte klassische Astrologie, sondern eben die klassische Astrologie, und dann würde man auch sagen, da wird die alte Astrologie zwar nicht vergessen, aber verzerrt.

    Freut mich, dass wir uns darüber einig sind, dass jeder seine Methoden hat. Ich ziehe ja sehr viel aus der klassischen Astrologie, aber eigentlich mache ich es mir zu eigen, und sage nie, dass ich jetzt klassische orientiert bin oder dort eine wichtige Wurzel finde; ich denke, das liegt auch ein bisschen an individuellen Konstellationen, wie der persönliche Bezug konkret aussieht, es gibt ja viele, die sich an einer Schule (analog Vorbilder, Klassiker usw.) orientieren und innerhalb dieser die meisten Sachen nachvollziehen und lernen, oder einfach alles in sich selbst aufnehmen müssen.

    Aber dies ist insofern nebensächlich, weil - du sprichst mir aus der Seele - es letztendlich nur darauf ankommt, ob man die eigene Methode gebrauchen kann und am Ende stimmige Deutungen zustande kommen.

    Vielleicht sollte ich mir auch mal den Frawley zulegen, wird ja von vielen und oft ewähnt. ich habe schon ein Buch von ihm und da stehen über indische Astrologie wertvolle Dinge drin.

    P.S.: hatte ich auch mit meinen Äußerungen nicht explizit dieses Forum ins Visier genommen, sondern auch andere Foren. Eine Äußerungen hier oder dort verweist vielleicht auf jemanden besonderen, aber ich bitte denjenigen das einfach als Momentaufnahme zu werten, angespornt durch gewisse Äußerungen, - man lässt mal Dampf ab, und dann ists geschehen. So verstehe ich auch die Äußerungen anderer , da auch andere sicher ihre Gründe hatten, nicht weniger subjektiv als vielleicht meine eigenen zB.


    LG
    Stefan
     
  8. Pars Fortuna

    Pars Fortuna Mitglied

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    Hallo Stefan,

    aus Zeitgründen nur eine kurze Ergänzung:
    Du meinst wahrscheinlich David Frawley: "Astrologie der Seher"; das ist ein anderer Frawley. Ich meine John Frawley. Z.B. auf Skyscript gibt es einiges von ihm zu lesen:
    http://search.atomz.com/search/?sp-...arch.x=0&search.y=0&search=go&sp-f=iso-8859-1

    LG Markus
     
  9. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo,


    ah , ich ahnte fast das mir da der Vorname irgendwie nicht geheuer schien. Hab mir einfach Frawley als Frawley gemerkt.
    Danke für die Aufklärung.

    LG
    Stefan
     
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