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"Klarer Fall von: Hoffnungsloser Fall"

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von engelchen81, 29. März 2010.

  1. engelchen81

    engelchen81 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Januar 2010
    Beiträge:
    24
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    Hallo ihr!

    Seit einiger Zeit geht es mir so schlecht wie noch nie in meinem Leben. Es läuft einfach auf keiner Ebene gut - im Gegenteil - nämlich chatastrophal. Dazu hab ich auch bereits vor kurzem geschrieben. Ich bekomme rein gar nichts mehr auf die Reihe und bin komplett mut- und hoffnungslos was meine Zukunft angeht, verstecke mich am liebsten zu Hause und grenze mich von meinen Freunden ab. Das nennt man wohl Lebensmüdigkeit. Ich würde mir zwar aus einigen wenigen Gründen (vor allem Rücksicht) konkret nichts (lebensbedrohliches) antun, besondere Lust hier zu sein hab ich jedoch auch nicht mehr. Ich gehe ziemlich sorglos mit mir selbst um, kümmere mich kaum um Pflichten usw., hab in letzter Zeit viele Nervenzusammenbrüche.

    Nun zum eigentlichen. Ich weiß mittlerweile genau, daß ich da nicht alleine rauskomme, stecke total fest. Mit den Menschen, denen ich grundsätzlich am meisten vertraue, kann ich nicht ganz offen reden (was evtl. auch etwas an meiner Erziehung liegt). Ich verstehe aber trotzdem nicht genau warum ich mich nicht traue, da sie mir auch alles anvertrauen weil ich eine gute Zuhörerin bin und immer sehr gern helfe, wenn was ist. Auch der Psychiater konnte mir nicht wirklich viel entlocken, hat mir vorerst nur Antidepressiva verschreiben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau ob es eine Art Scham ist oder ich die anderen einfach unterbewußt nicht belasten mag, vielleicht beides ein wenig. Ich kann mich einfach niemandem öffnen und fühle mich trotz so vieler lieb gemeinter Hilfeangebote total alleingelassen.

    Hat vielleicht jemand nen guten Rat für mich? Wie kann man lernen, sich zu öffnen?

    P.S.: Ich weiß nach längerem mitlesen, daß es hier viele hilfsbereite Menschen gibt und das hat mich sehr beeindruckt!

    1000 Dank im Voraus :umarmen:
     
  2. friendlyviolet

    friendlyviolet Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juli 2009
    Beiträge:
    216
    Ort:
    Graz
    Hallo Engelchen.....:umarmen:

    um welchen Beitrag handelt es sich denn?

    könntest du genauer erzählen?
    Ich lese hier nur heraus, dass du antriebslos bis und dich eingräbst. Was verursacht deine Nervenzusammenbrüche?

    Glaubst du selbst mit allem fertig werden zu müssen? Stark zu sein, keine Schwächen zu zeigen oder andere um Hilfe zu bitten? Dann sei dir bewusst, dass es Stärke beweist, Hilfe zu erbitten und anzunehmen.

    Verlass dich auf dein Gefühl, dass dir sagt, jetzt brauche ich Hilfe und ich nehme sie auch in Anspruch, weil es mir gut tut. Lass den falschen Stolz beiseite.

    Du kannst ja gleich im Forum damit fortfahren.....:D

    LG violet
     
  3. Fingerfraktur

    Fingerfraktur Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2010
    Beiträge:
    380
    Ort:
    Zürich
    Anscheinend befindest du dich in einer ziemlich verzwickten Situation. Aber darüber kannst du froh sein! Denn daraus kannst du einiges lernen.

    Es ist erst einmal wichtig, dass du die Freude am Leben kennenlernst, die auch ganz unabhängig von deinen Umständen existiert. Und ja, diese existiert immer! DU allein kannst darüber entscheiden, ob du an ihr teilnehmen willst, oder ob du dich doch lieber zuhause verkriechst und dir einen Kopf um deine Gedanken machst. Auch wenn alles schief läuft, betrachte doch einfach mal deine Situation, so wie sie momentan ist, und dann sagst du dir: "Es muss nichts verändert werden. Alles ist OK, so wie es ist." Wahrscheinlich klingt das am Anfang ziemlich absurd, aber wenn du einmal länger darüber nachdenkst, oder besser gesagt, meditierst, wird du eines Tages ahnen welch ungeheure Freiheit sich in deinem Innern verbirgt. Das ist eine allgemeine "Krankheit" der Menschen, dass sie meinen, alles müsse sich ihren Vorstellungen anpassen, ansonsten könnten sie nicht glücklich sein. Zum Beispiel sagen sie dann unbewusst: "Du bist mein Glück, solange ich dich nicht habe, weigere ich mich glücklich zu sein." Wahres Glück hat überhaupt nichts mit deinen Lebensumständen zu tun!

    Um konkret zu werden: Ich rate dir öfters einen Spaziergang zu machen, am besten auch durch eine grössere Stadt. Versuche dort mit Menschen in Verbindung zu kommen, sei es auch nur über ein Lächeln. Versuche deinen Gedankenfilm, der sich wahrscheinlich dauernd in deinem Kopf abspielt, zu hinterfragen. Beobachte genau, wie selbstständig er für dich eine eigene Welt projiziert. Frage dich selbst: Ist das wirklich wahr, was sich da in meinem Kopf abspielt? Oder ist es nur eine von meinem Verstand produzierte Geschichte? Wenn du wirklich gegenwärtig sein kannst, wirst du merken, dass das alles nicht stimmt. Du wirst merken, dass die Realität nicht in deinen Gedanken zusammengefasst werden kann. Denn die Wirklichkeit ist anders. Sie ist unendlich mal grösser, vielseitiger und unberechenbarer. Jetzt ist die Zeit für dich gekommen, um das zu erkennen - Ich wünsche dir viel Erfolg :)
     
  4. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.869
    Ort:
    An der Nordsee
    Das klingt nicht gut, geht evtl. schon in Richtung Depression. Kannst du dich nicht wenigstens deinem Hausarzt anvertrauen, so dass er dir ggf. weiterhelfen oder dich an einen Kollegen überweisen kann?
    Ärzte sehen und hören so viel im Laufe ihrer Praxisjahre, da musst du dich nicht schämen, oder Hemmungen haben.

    Lg., R.
     
  5. fina

    fina Guest

    Das hast Du aber gut ausgedrückt! :) Habe auch so einen Geschichten produzierenden Verstand. LG Fina
     
  6. engelchen81

    engelchen81 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Januar 2010
    Beiträge:
    24
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    Hallo!

    Ich danke euch von Herzen für eure schnellen Antworten und die guten Wünsche, hab mich unglaublich darüber gefreut :umarmen:

    @ friendlyviolet:
    Der Beitrag, den ich erwähnte trägt den Titel "Schicksal?" Ich kann leider nicht verlinken. Vor kurzer Zeit ist jemand gestorben, der mir sehr wichtig war und zu dem Zeitpunkt gings mir eh schon schlecht weil seit einiger Zeit alles in meinem Leben schiefläuft. Ja, ich habe irgendwie das Gefühl das allein durchstehen zu müssen. Warum, weiß ich ja nicht genau aber das mit dem falschen Stolz geht glaub ich in die richtige Richtung. Ich lasse mir generell nicht gern helfen, egal bei was.


    @Fingerfraktur:
    Das mit dem Verkriechen ist so eine Sache. Hab mich oft gezwungen, etwas mit Freunden zu unternehmen. Für den Moment hatte Spaß und als ich nach Hause kam, ist meine Stimmung komplett gekippt. Etwas Positives an meiner Situation zu sehen fällt mir momentan wirklich schwer. Wahrscheinlich werd ich später zurückblicken und sagen, daß es mich stärker gemacht hat, aber wenn ich die Wahl hätte würd ich die letzte Zeit aus meiner Geschichte streichen.

    Das mit der Realität ist sehr interessant, wenn auch nicht ganz leicht zu verstehen. Ich habe mich wirklich ganz schön in alles reingestigert und das Gefühl bekommen, in meiner eigenen Welt zu leben. Fühle mich irgendwie "anders". Wenn ich rausgehe und mich lächelt jemand unbekanntes an oder ist einfach nett, geht mir tatsächlich das Herz auf und ich denke, da ist ja doch noch etwas Schönes in dieser Welt. Ist schon komisch, hab mich früher nicht so sehr über eine derartige Kleinigkeit gefreut, obwohl ich seit jeher sehr viel Wert auf Höflichkeit bzw Freundlichkeit lege. Ich bin ziemlich introvertiert, was mich wahrscheinlich umso mehr dazu neigen läßt, mich in meiner eigenen Welt zu verkriechen.


    @ Ruhepol:
    Du hast recht, bei mir hat man bereits eine Depression festgestellt, aber es ist nicht leicht, kurzfristig einen Therapieplatz zu bekommen. Jedenfalls nicht ambulant. Und dann noch das Problem, daß ich nie gelernt habe, über mein Seelenleben zu sprechen. Das stellt einen Therapieerfolg wahrscheinlich zusätzlich in Frage.


    Fühlt euch alle gedrückt! Engelchen
     
  7. sunny0802

    sunny0802 Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2009
    Beiträge:
    379
    hallo engelchen...
    gibt es bei dir in der nähe nicht beratungsstellen wo man sich im notfall hinwenden kann, ohne groß vorher termine auszumachen?
    also für mich hört es sich auch nach depression an.....meine sister hatte die gleichen anzeichen...uns sie leidet/litt an einer schweren depression...
    und noch eins zu thema "öffnen beim psychiater"....ich hab selber eine gesprächstherapie vor einigen besucht weil ich eine ziemlich schmerzhafte trennung hinter mir habe, wo es mir die füsse unter den boden weggezogen hat....hab eine wirklich nette therapeutin gefunden...wo ich gleich draht gefunden habe...war vorher auch skeptisch wie oder was ich sagen soll.....aber ging dann ganz von alleine....es ist wichtig jemanden zu finden wo man sich wohl fühlt...
    lg
    sunny
     
  8. friendlyviolet

    friendlyviolet Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juli 2009
    Beiträge:
    216
    Ort:
    Graz
    Liebes Engelchen81


    Menschen zu verlieren, die man geliebt hat, ist schmerzhaft und schwierig. Zur Trauer, kommt viell. Wut, oder eine andere Emotion. Man stellt sich viele Fragen. Warum musste es gerade dieser Mensch sein? Weshalb, wieso?
    Wie soll ich damit klarkommen?

    Man steckt in einer Krise. Das Grübeln dauert an, die körperlichen Reaktionen dazu, aufbrechende Gefühle. Wie geht es dir damit?

    Vielleicht kannst du diese Krise, als Chance sehen, dass sich etwas wandeln will und du deine Aufgaben jetzt wahrnehmen sollst. Du musst jetzt mit vielen Dingen alleine fertig werden, bei denen dir keiner helfen kann,mit deiner Trauer und den Gefühlen, die da noch auftauchen. Du hast ja auch noch andere Schwierigkeiten, welche?

    Eine Depression ist eine ernste Sache, die im psychischen Bereich liegt. Antidepressiva hast du ja verschrieben bekommen, nimm sie auch nach Anweisung des Arztes ein, damit du die schlimmste Phase überstehst. Wenn du Hilfe weder von einem Psychologen oder jemand anderem in Anspruch nehmen willst, überdenk das noch einmal. Viell. ist es deine Aufgabe zu lernen, dass auch du dir, von anderen helfen lassen kannst und das auch möchtest?
    Befreie dich, erweitere dein Bewusstsein, indem du dich nicht als Einzelkämpfer siehst, sondern als Menschen, der genauso die Fähigkeit hat, Hilfe zu suchen und auch anzunehmen.

    @Fingerfraktur:
    das positive ist, dass du Momente hast, wo du Freude oder Spass erlebst, trotz allem. Sei dankbar dafür, versuch das positive in den Vordergrund zu stellen und triff dich öfter mit deine Freunden, um was zu unternehmen.

    Sag dir einfach, "ich schaffe das". Das ist dein Ziel.

    Ich drücke dich ganz lieb und wünsche dir viel Kraft und Mut

    violet
     
  9. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Ich würde mich fragen, warum es so ist, also was ist meine Aufgabe im Moment? Warum erlebe ich diesen Rückzug, diese Regression? Was verursacht das?

    Dann würde ich für mich an dieser Ursache arbeiten, meine Einstellung zu ihr verbessern, und dann würde sich bei mir wie ich weiß dann auch die Laune wieder bessern und die Motivation.

    lg,
    Trixi Maus

    P.s.: Je nachdem geht das über Jahre, dieses Verbessern der eigenen Einstellung zu belastenden Erfahrungen. Wenn ich z.B. depressiv bin, weil jemand den ich liebte gestorben ist, dann weiß ich für mich, daß es überhaupt nichts nützt, die depressive Stimmung weg zu drücken und sich von ihr abzulenken. Sondern es ist dann eben an der Zeit, in sich zu gehen, und zum Beispiel eine Wunde im Herzen zu heilen, die der Tod verursacht hat. Den Prozeß, den man dann durchleben muß, nennt man Trauern. Man hat Trauern heute als eine Arbeit erkannt, die man leisten muß, um nach schweren Verlusten ein positives Leben weiterführen zu können. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß Trauern eine schwere Arbeit sein kann, je nachdem wieviele Hürden man überwinden muß, um letztlich das Weiterleben ohne den Verstorbenen und damit seinen Tod zu akzeptieren. Das kann, und sollte ganz sicher auch über Jahre gehen, wie gesagt. Aber: Trauern heilt die Wunde im Herzen. ;-)

    P.s.2: und Trauern ist nicht traurig sein, das ist klar. Was weißt Du alles über das Trauern?
     
  10. martinpi

    martinpi Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2010
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    386
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    Klarer Fall von: Depression, würde ich sagen. Bin Laie, daher kannst du meine Ferndiagnose nicht für bare Münze nehmen. Aber es hört sich für mich sehr stark danach an.

    Psychotherapie + Antidepressiva hast du schon probiert, ich auch. Später bin ich auf etwas gestoßen das sehr hilfreich ist, billig, außerdem einfach und angenehm: Achtsamkeits-Meditation.

    Da ich (noch) keinen Link angeben kann, gib "9783936855807.pdf" im Google ein. Da findest du einen Auszug aus dem Buch "Der achtsame Weg durch die Depression". Hier wird moderne Wissenschaft mit fernöstlicher Weisheit kombiniert. Es soll auch vor Rückfällen schützen. Wenn du meinst dass das für dich passt, kannst du dir Buch + CDs kaufen. Vor allem würde ich sagen dass es nicht schaden kann, auch wenn ich mit meiner Ferndiagnose daneben liege.

    Liebe Grüße und :thumbup:
     
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