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Kirchenbeitrag - Soll man für seinen Glauben zahlen?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Woherwig, 12. Juni 2008.

  1. Woherwig

    Woherwig Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Mai 2008
    Beiträge:
    825
    Ort:
    Elsaß
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    ****Margit: Diese Beiträge stammen aus einem anderen Thread, der nach Angebote verschoben wurde. Um die daraus entstandene Diskussion nicht zu beenden, habe ich die Beiträge zu einem eigenen Thema gemacht! Hier geht es um: Kirchenbeitrag - Soll man für seinen Glauben zahlen?*****


    Hallo remil,
    selbstverständlich darf jeder an Gott glauben ohne dafür einen "Krichenbeitrag in From einer Steuer" bezahlen zu müssen.
    Ich würde dies strikt trennen: Moslems, Juden, Hindus etc in der BRD zahlen ja auch keine Krichensteuer, haben aber Ihren Glauben trotzdem - fast ausgeprägter als bei den christlichen Kirchensteuerzahlern.

    Nimm doch die christlichen Freikirchen: sie leben nicht vom Steueraufkommen, haben aber meist mehr Geld zur Verfügung als die "Steuerkirchen".
    Warum? Weil die Gläubigen dort wissen, wofür sie geben.
    Fragen sie doch einmal einen Katholiken auf der Straße, ob er weiß, wofür sein Kirchensteuerbeitrag verwendet wird.

    An dieser Misere sind diese Organisationen jedoch selbst Schuld: als Katholik muß man sich intensiv mit der "Kirchenpolitik" beschäftigen, um Einblick zu erhalten. Ob es absichtlich so kompliziert gemacht wird oder einfach der
    Beamtenschimmel dort seit langem herrscht......ich weiß es nicht.
    Doch selbst im Kath. Kirchengemeinderat haben sie nciht wirklich Einblick.

    Dazu kommt, daß die BRD eines der wenigen Länder ist, wo diese Steuer fällig wird. Aus diesem Grund sicherlich sind auch viele Austritte zu beklagen, obwohl die Leute ab und an doch in die Kirche gehen.
    Kommt hinzu, daß sich inzwischen herumgesprochen hat, wo überall man Gott wirklich suchen und finden kann.....ein Priester wird in den seltensten Fällen
    tatsächlich benötigt. Wozu ihn dann bezahlen?

    Meine Familie und ich halten es so, daß wir tatsächlich den "Zehnten" spenden, dabei unter anderem an die religiöse Institution, welcher wir vertrauen. Bei welcher wir (aus unserem Glauben heraus) wissen, daß damit sinnvolle Projekte unterstützt werden.
    Ich brauche keinen Priester als Vermittler zwischen Gott und mir, ich brauche keine Verwaltung, welche Schriften für die Gläubigen hortet und nur Bruchteile davon freigibt, aus Angst, die Institution könne zerbrechen, ich brauche keinen Prunk und Pomp und einen Unfehlbaren, welcher in der Vergangenheit eben doch oft fehlte.

    Dabei unterstütze ich aber durchaus kirchliche Bauwerke (allerdings aller Konfessionen: ich habe für eine Synagoge ebenso gespendet wie für den Erhalt einer alten kath. Kirche).

    Gott ist überall - in jeder großen Religion, in jedem Tempel und Gotteshaus.
    Solange es einen Gläubigen gibt, welcher ein Gotteshaus aufsucht, muß es
    erhalten werden.
    Viele alte Kathedralen und Krichen sind auch wertvolle Denkmäler für den Kulturkreis und stehen zudem oft auf wirklich heiligen Plätzen.
    Auch die krichlichen Einrichtungen sind für viele Menschen und Orte wichtig: als Therapie, als Zentrum, als Arbeitsplatz.....
    Nur nicht über Steuern.....das ist meiner Meinung nach der falsche Weg.:escape:

    Liebe Grüße

    Woherwig
     
  2. DOKTORE

    DOKTORE Guest

    @ remil

    Hallo,

    mit wenigen Worten ausgedrückt würde ich es wie folgt beschreiben.

    Zunächst ist es den meisten Menschen nur noch schwer vermittelbar für einen organisierten kirchlichen Glauben, oder was als solcher bezeichnet wird, noch zu bezahlen.
    Für die einen ist es eine Pflichtmitgliedschaft weil sie es nicht anders kennen,
    für andere ist es die bezahlte Hoffnung ihr Seelenheil am Tage "X" zu bekommen.

    Und für etwas Romantik bei der kirchlichen Trauung, der Einsegnung/Kommunion der Kinder und den Begräbnissen zahlen Viele halt den Kirchenbeitrag, ohne oftmals den weiterbringenden Glauben an Gott jemals zu erfahren. So war es ursprünglich auch nicht gedacht.

    Aus eigener Erfahrung kann ich an dieser Stelle nur von kirchlicher Phrasendrescherei, inhaltslosen Litaneien und unverständlichen Wortspielen in diversen sonntäglichen Gottesdiensten und Veranstaltungen sprechen.
    Fragen Sie die Leute nach dem Verlassen der Kirche, was denn der Pastor gepredigt hat, was sie nun Positives für das eigene Glaubensempfinden mitnehmen? Warum sie eigentlich in die Kirche gingen? Wird Gottes Wort tatsächlich plausibel und vor allem verständlich erklärt?
    Bestenfalls werden Mitglieder des Kirchenvorstands, sofern sie nicht zerstritten sind, ein Pro & Kontra abgeben. Wage ich mal zu behaupten.

    Ganz anders die Freikirchlichen Gemeinschaften, die häuslichen Bibelkreise, die Glaubenszusammenschlüsse z.B. in den Reihen der osteuropäischen Übersiedler. Dort fließt in den Zusammenkünften noch mitreissendes Herzblut!
    Jeder der es nicht glaubt sollte sich davon überzeugen. Die Versammlungen sind in der Regel brechend voll. Stehplätze sind mangels Platz an der Tagesordnung. Woran liegt das wohl?
    Können das die konfessionellen Kirchen auch von sich sagen? Dort sind sogar noch die Parkplätze leer.

    Pflichtbeiträge wie für die Großkirchen sind dort ein Fremdwort. Von wegen öffentliches Kollektehaschen am Schluß eines Gottesdienstes. Dort fällt man auf, wenn nichts in den Klingelbeutel fällt. Und wenn auch noch dazu von der Kanzel aufgerufen wird, man möchte es nicht klappern, sondern rascheln hören...

    Völlig anders bei den nicht etablierten Glaubensgemeinschaften.
    Freiwillige Gaben nach persönlichem Ermessen, in kleinen diskreten, uneinsehbaren Zimmernischen huldigen auch den Zweck. Eingesetzt werden oftmals Laienprediger und die Mitglieder der Gemeinden selbst, wenn sie sich dazu berufen fühlen an die Glaubensbrüder u. Schwestern zu sprechen.

    Und es funktioniert! In Glaubensfragen ist man dort viel weiter entwickelt.
    Dort wird das Evangelium vermittelt, erklärt und in die Herzen und Köpfe getragen. Es entsteht tatsächlich eine Gemeinschaft.

    Mein Fazit: Solange die etablierten Kirchen mit sich selbst beschäftigt sind, unverständliches Kirchenvokabular benutzen, sich mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen die mit kirchlichen Aufgaben eigentlich nichts zu tun haben, an der Glaubensrealität unverständlich vorbeipredigen indem sie bewusst nichts an theologischem Wissen preisgeben obwohl es ihnen bekannt ist, stellen sie sich selbst in Frage.
    Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.--


    In diesem Sinn viel Erfolg für die Talk-Show!
     
  3. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Gott kann man nicht kaufen und wer wirklich etwas Gutes tun will, schafft dies auch so. Die Katholische Kirche könnte alleine von den Zinsen aus ihrem Vermögen ihre Karitativen Werke und die Gehälter bestreiten, aber das würde wohl bedeuten zuviel ihrer weltlichen Macht aufzugeben...
     
  4. Joan

    Joan Guest

    Hallo :)

    In aller Kürze: Ich finde, dass Beiträge/Opfergaben für den religiösen Glauben freiwillig sein müssen ... unglaublich finde ich, dass in Österreich die kath Kirche ihren eigenen Exekutionsapparat hat (für die deutschen Mitglieder: In Ö sind mit Exekutionen "Pfändungen" gemeint - ein alter Terminus aus dem Lat. (ausführen, durchführen ... vollstrecken) ... die Kirch braucht, um Beiträge "einzutreiben" noch nicht mal ein Gericht anzurufen ... das empfinde ich, um es überzogen auszudrücken, als Wegelagerei ...

    Dass es so ist, bringt mich nicht von meinem Glauben ab, aber ich habe so meine Probleme mit der "Finanzpolitik" der kath Kirche ... wobei ich den "großen Apparat" meine, nicht die Seelsorger im Einzelnen, die meiner Meinung nach oft sehr gute Arbeit leisten ...
     
  5. Aprology

    Aprology Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Februar 2005
    Beiträge:
    942
    Ort:
    AT
    hallo,

    der Kirchenbeitrag wurde zu Hitlers Zeit eingeführt. Da die meisten von uns katholisch getauft werden......kann sichs lange niemand aussuchen, welche Religion gut für ihn/Sie ist.
    Was mich echt stört bei Kirchenbeiträgen ist, dass die sogar bei Kleinstverdienern, Notstandshilfenbezieher usw. auch den vollen Beitrag einheben, auch wenn man ihn etwas runterhandeln kann.
    Ich hab mir schon lange vorgenommen, mich abzumelden.....aber irgendwie hats noch nicht geklappt. Meiner Meinung nach sollte man freiwillig für sowas Spenden.......solange die Kirche mit dem Geld rumschmeißt, der Papst extragestickte mit Gold verzierte Umhänge usw. trägt frag ich mich warum soll ich das mit finanzieren. Tut die Kirche wirklich soviel Gutes für die Sozial bedürftigen? Die Caritas geht ohnehin sammeln....

    Was meint ihr? :stickout2
     
  6. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    auch die bezahlen ihre Abgaben

    nein, sondern weil viele Freikirchen psychologsichen Druck auf ihre Anhänger ausüben, damit sie den Zehnten abdrücken - und die Freikirchen nehmen es mit dem Ausdruck "Zehnten" sehr genau und verlangen von ihren Anhängern oft wirklich 10% des Einkommens.

    quatsch mit Sauce, fast alle Europäischen Länder haben die Kirchensteuer staatlich geregelt, unabhängig ob man nun Katholik oder Evangelisch/Protestantisch ist, die Kirchensteuer wird aufgrund des Galubensbekenntnisses abgegeben...

    sind sie auch, jeder der keine Kirchensteuer bezahlen will, muss nur aus der Kirche ausdreten.

    die Katholische und die Evangelischen Kirche(n) sind die Grössten Caritativen Organisationen auf dieser Welt

    lG

    FIST
     
  7. uriel74

    uriel74 Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2008
    Beiträge:
    335
    Ort:
    heute hier,morgen dort
    hallo
    ja was ich weiss wurde die kirchensteuer von hitler eingeführt.
    arbeitslose und wehrdienst-zivildiener müssen keinen entgeldlichen verpflichtungen nachkommen und sind vom kirchenbeitrag für diese zeitspanne befreit,glaube auch pensionisten.(der diozöse melden)
    ab dem 18 lebensjahr tritt automatisch die zahlung in kraft sofern mann/frau
    katholisch sind.wie du schon schriebst ohne jemals bei eintritt in die VOLLJÄHRIGKEIT gefragt zu werden ob man auch gewillt dazu ist.
    ich persönlich zahlte nie meinen kirchenbeitrag aus ideologischen wie auch
    diversen anderen gründen nach 2 jahren des vergeblichen wartens versuchte die kirche ihr geld(welches ihnen zusteht:nudelwalk)einzufordern.mit einer kaltblütigkeit und einer penetranz sondergleichen.innerhalb 3 tagen bekam ich zahlschein,zahltagspfändung und nen exekuter in die bude:nono::nudelwalk
    zahlen musste ich da führte kein weg daran vorbei aber nach dieser dreisten aktion trat ich sofort aus der kirche aus.war übrigens eine angelegenheit von
    gut 5 min.(zumindest in österreich läuft der kirchenaustritt so unpyrokratisch
    ab, weil dermassen viel austritte seit den letzten 6-7jahren sind)
    und ja wo die ganze kohle hinkommt das möchte ich lieber nicht wissen,zu allem überdruss sandeln,betteln,schnorren sie(kirche)bei jeder sich bietenden gelegenheit um allmosen.verwendet dafür-das sie ihre prunkbauten veredeln
    und ihre glaubensführer sich in edelste gewänder schmiegen dürfen
    und wer weiss evtl auch etwas geld um die pubertierenden ministranten
    mundtot zu machen nachdem man sie mehrfach begrapscht hat.desweitern
    natürlich für pfarrheime, diversen kirchenveranstaltungen....etc
    oder weiss jemand von euch -ob da überhaupt geld für soziale zwecke weitergespendet wird??
     
  8. Joan

    Joan Guest

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    Der erste Satz stört mich ungemein, weil er etwas implizieren könnte, was so nicht stimmt.

    Nach dem Anschluss ´38 wurden die deutschen Gesetze auch auf Ö übertragen, mit Ausnahme der Kirchensteuer - da sah "man" eine große Chance "zu schwächen". Die Nazionalsozialisten hatten die Fonds der Kirche kurzer Hand enteignet und alle staatlichen Geldhähne zugedreht ... man hoffte so, der Kirche den Garaus machen zu können und sie so zu schwächen, dass man ihr bald den Todesstoß versetzen könnte.
    Die Kirche durfte Beiträge einheben, hatte keinerlei staatliche Unterstützung. Um Gelder einzufordern hätten sie maximal auf dem zivilrechtlichen Wege klagen können, was aber höchst wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt gewesen wäre, da der Staat sämtliche Unterstützung verweigerte.
    Trotzdem das eigentliche Gesetz erst 1940 glaube ich, oder 41? .. egal .. kam, funktionierte die Beitragseinhebung fast reibungslos ... die Pfarrer banden ihre "Forderungen" quasi in ihre Predigten ein ...
    Es ist nicht so, dass die Kirche gemeinsame Sache gemacht hätte - sie war nur zu mächtig und zu verankert (wie heute auch noch eigentlich), um ernsthaft gefährdet zu sein ...

    Dies nur zu Erklärung ...

    Die Caritas leistet Enormes im Bereich der Seelsorge und im Sozialen ... ich finde, man sollte über die Punkte, die einem an der Kirche "stinken" oder wegen ein paar schwarzer Schafe (die werden überall zu finden sein) nicht alles und alle über einen Kamm scheren und schlecht machen ... DIE KIRCHE im Hinblick auf "soziale Leistung" gibt es meiner Meinung nach gar nicht-man muss da ins Einzelne schaun ... ich habe oben schon geschrieben: Viele Pfarren und ihre Seelsorger leisten wunderbare Arbeit, der man Anerkennung zollen sollte und die Hochachtung verdient hat ...
     
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