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Kerker

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von iseult, 26. November 2006.

  1. iseult

    iseult Guest

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    Salve! Mal wieder etwas neues/altes:)
    Bin auf eure Meinungen gespannt...

    Schwärze umgibt mich.
    Ist es Tag oder Nacht?
    Ich weiß es nicht.
    Wo bin ich hier?
    Wer bin ich?
    Was tue ich hier?
    Auf alle Fragen eine Antwort.
    Ich weiß es nicht.
    Ich sehne mich nach Antworten.
    Ohne fühle ich mich so hilflos, ausgeliefert, schutzlos.
    Doch niemand hier den ich Fragen könnte.
    Meine Augen sehen nichts.
    Meine Ohren hören nichts.
    Ich kann nichts fühlen.
    Was ist geschehen?
    Existiere ich noch als ein Wesen in menschlicher Hülle?
    Bin ich hüllenlos?
    Ohne körperliche Substanz?
    Bin ich tot?
    Bin ich, mein Wesen, nicht existent?
    Aber warum kann ich dann denken?
    Warum fühle ich kalte Angst sich in mir einschleichen?

    Grau schimmert durch die Schwärze.
    Es wird heller, langsam beginne ich meinen Körper zu spüren,
    oder vielmehr die Schmerzen, die durch meinen Körper wühlen.
    Ein heller Strahl trifft mich.
    Er glüht in mein Gehirn.
    Ich beginne mich umzusehen.
    Ich befinde mich in einem Kerker.
    Ich beginne mich zu erinnern.
    Es ist ein selbstgewählter Kerker.
    Er nennt sich Angst.
    Angst vorm Leben veranlasste mich einst
    diese Kerkermauern um mich herum zu errichten.
    Doch nun beginnen sie zu bröckeln.
    Ich möchte Leben.
    Die Mauern bröckeln immer stärker.
    Ich beginne die Freiheit zu spüren.
    Doch nicht der ganze Kerker stürzt ein.
    Aus dem Rest muß ich selbst gehen.
    Muß lernen, wie man lebt, mit der Angst, aber auch mit der Freude.
    Ich beginne mich zu freuen.
    Denn nun weiß ich:

    Ich Lebe.
     
  2. Bigenes

    Bigenes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2005
    Beiträge:
    2.939
    Ort:
    Hamburg
    :liebe1:
     
  3. Bigenes

    Bigenes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2005
    Beiträge:
    2.939
    Ort:
    Hamburg
    Lösungen finden. Kreuz und quer durchs Land. Tauziehen. Immer hin und her. Auf der Schaukel. Das Gleichgewicht verloren. Über den Schwebebalken. Ausgeglichenheit. Sanftmut. Sich in Rage reden. Viel Lärm um nichts. Der totale Überblick. Die rechte Haltung. Eine gesunde Einstellung zu den Dingen finden. Immer gut gelaunt? Paradepferde. Das Maß überschritten? Zu streng gewesen? Zuviel gefordert. Überforderung. Die Schraube überdreht. Aus der Traum. ISSO.


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  4. Celtic

    Celtic Mitglied

    Registriert seit:
    6. Januar 2006
    Beiträge:
    192
    Hallo :o)

    Für mich klingt das als ob du innerlich nicht weiter weist und um Hilfe rufst...ein Engel kommt und zieht dich ins Leben zurück...

    Zumindest möchte ich es so sehen.....

    Lg an euch zwei..
     
  5. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
    Ja. Ich erinnere mich gut, wußte damals als zarter, blonder Jüngling nicht, dass es die Angst vor dem Leben war, aber es war ein irres Gefühl, ich dachte, den Verstand zu verlieren, denn alle Menschen die mir entgegenkamen waren meine Feinde. Ich hatte kein Vertrauen mehr in mir und war abgeschnitten von der Liebe. Aber sie konnten mir nichts mehr tun, denn sie waren weit weg. Weit weg. Weit weg. Ganz weit weg.

    Dann sank ich in einen tiefen Schlaf, der dauerte 11 oder 12 Jahre. Ich rannte schlafend und wie in einem bösen Traum berserkernd herum und als ich erwachte, sah ich erst, was ich angerichtet hatte. Himmelhohe Mauern hatte ich errichtet und vor den Mauern lagen die verwundeteten Seelen jener, die mich aus dem Kerker retten wollten.

    Ich wollte Schadensbegrenzung betreiben und innehalten war angesagt. Stillhalten. Ich atmete tief. Ein und aus und ein und aus und ein und aus und ........ aus. Die Angst kam wieder und diesmal wußte ich, dass es die Angst vorm Leben war. Die Mauern begannen zu bröckeln und ich atmete ein und aus. Es wurde besser und die Angst ging dahin.

    Ich schäme mich nicht mehr für diese Angst vor dem Leben. Und ich weiß, sie kann wiederkommen, wenn ich einen falschen Schritt tu. Einen sehr falschen Schritt. Kleine Fehler verzeih ich mir selber. Diese Angst war mächtig. Unsagbar mächtig und rational nicht zu erklären. Es ist kein Wunder. Es ist ein kriegerischer Planet, auf dem ich hier gelandet bin. Entweder kommt man hart zur Welt oder man wird es unterwegs.

    Erst seit ich weiß wer ich bin, geht es mir besser. Erst seit ich weiß, dass ich Adam, der Verlierer bin, geboren einzig um aus der Erde aufzustehen, meine beiden Söhne zu wecken und auszusenden, von denen der eine gegen Himmel zieht und der andere sich immer tiefer in den Ackerboden gräbt und durch die Wälder rodet, seit ich weiß, dass ich einen Erdenmenschen und einen Himmelsmenschen in mir trage, geht es mir gut. Erst seit ich weiß, dass ich Adam der Loser bin der nichts mehr zu verlieren hat, weil er nur geboren wird um zu sterben, geboren um zu sterben geboren um zu sterben, immer wieder und wieder, stürze ich genussvoll hin um wieder zu werden was ich immer war. Ein Geist der Erde. Und so grüße ich ein letztes mal meine beiden Söhne. Und ich ruf ihnen ein letztes mal zu:

    "Vertragt euch, ihr beiden Idioten. In mir selber und in der ganzen Welt. Weder du Abel, du Himmelsreiter, sollst verächtlich auf deinen Bruder blicken, der den ganzen Tag schuftet wie ein Lastenpferd, noch du, Kain, sollst deinen Bruder beneiden oder verachten oder am Ende gar erschlagen, weil er den ganzen tag im Zwiegespräch mit Wakan Tanka, dem großen Geist verweilt und ihm die Brathühner in den offenen Mund flattern, während du dir das Kreuz abschindest. Du, Kain, hast die starken Arme eines Gorillas bekommen um die Erde umzugraben. Der Abel hat das bessere Gehör für die Gesänge der Engel. Und beide seid ihr in mir. Wobei ich dich, lieber Kain zunehmend vermisse, denn die Kraft meiner Arme läßt ziemlich nach und auch sonst stehts im Körper nicht zum Besten, während ich die Engel immer deutlicher singen höre. Aber wenn ihr gut zusammenarbeitet wird die Erde zu einem Paradies erblühen."

    Und mit diesen Worten wich die letzte Kraft aus dem Geäst und der Engelsgesang erfüllte mich völlig. So schied ich dahin und wurde zu Staub.

    Die beiden ungleichen Brüder aber gingen dahin, sich die Erde untertan zu machen. Wie gehabt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute.

    No servas .... jetzt sind mir wieder ein paar Stromkreise durchgebrannt, beim Märchen erzählen.

    Vergebung :morgen:
     
  6. Celtic

    Celtic Mitglied

    Registriert seit:
    6. Januar 2006
    Beiträge:
    192
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    *pfffffff*...

    Mensch, musst du das so wahrheitsgetreu erzählen?

    Du hättest ja miteinbauen können, das da die Engel kamen und uns warnten..sie flehten die Menschen immer an, von den Laster zu lassen..hätten sie darauf gehört, dann......
    .....würde deine Geschichte nicht so Lebensecht-dramatisch enden!

    Ich schick dir einen Gruß nach Wien...
     
  7. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
    Ach Schande über mich - wieder zu dramatisch geworden. Dabei hab ich mich so bemüht, es auf ein Märchen hinzubiegen. Dann muss ich es versuchen zu retten .... da kenn ich nix.

    Ich also bin der Adam, der Sieger, denn meine beiden Söhne sind in mir in Frieden vereint. Der Abel verbindet mich mit den Engeln des Himmels, der Kain verbindet mich mit der Kraft der Erde. Solange die beiden Racker nicht streiten macht mich das glücklich und zufrieden und wenn sie gut zusammenarbeiten, sich respektvoll begegnen und voneinander lernen werden sie wie ein Mensch sein. Ein Mensch, der nach oben blickt zum Himmel und auf der Erde geht und geht, wohin ihn das Herz auch trägt .... Das heilt die Angst vor dem Leben wie vor dem Tod denn jedes Ende trägt den Neugeginn in sich. Hab ich mal wo gelesen. :)

    Und da Adam nicht wirklich sterben kann ohne immer wiederzukehren wird er wohl noch heute leben :))
    Never Ending Story


    Einen Gruß schick ich auch dir nach Graz
     
  8. Celtic

    Celtic Mitglied

    Registriert seit:
    6. Januar 2006
    Beiträge:
    192
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    Hallöchen

    ...na das klingt jetzt wirklich wie ein Märchen*g*...Märchen sind toll-sie sind fast wie Träume....da ist alles so wie man es gerne haben möchte..Friede-Freude-Eierkuchen...

    Jedoch gibt es die schöne Seite nicht ohne die Gegenteilige...beide sind nie so im realen Leben wie man sich das so gerne vorstellt.....

    Danke, dass du so eine tolle Geschichte darauß gemacht hast...

    ..lg....
     

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