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Kapitalismus leicht verständlich!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von diabolo, 19. April 2005.

  1. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
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    Will man Wirtschaft verstehen so muß man sich vereinfachende Modelle schaffen mithilfe deren man komplexere Vorgänge durchsichtiger machen kann.

    Man kann sich nun mal vorstellen, daß die gesamte Volkswirtschaft nur aus einem Unternehmer besteht, daß heißt alle Unternehmer sind in eine Firma zusammengefaßt. Das Volk selber soll aus 100 Menschen bestehen, von denen 50 arbeiten und dafür ein Entgeld bekommen und 50 nicht arbeiten. Von diesen 50 erhalten wiederum 25 Sozialleistungen wie Rente und alles sonstige wofür keine Arbeitsleistung mehr erbracht wird und 25 erhalten ihr "Einkommen" durch verdienende Angehörige.

    Dann gibt es noch eine Gemeinschaftskasse, den Staat. Zahlt nun ein Arbeitnehmer etwa Steuern an den Staat, etwa Einkommenssteuer oder Mehrwertsteuer so wird gleich sichtbar, daß diese Steuern eigentlich vom Unternehmen bezahlt werden,
    der Arbeitnehmer gibt diese Beträge nur vom Unternehmen in die Gemeinschaftskasse weiter.

    Zahlt der Arbeitnehmer seinen Angehörigen ein "Einkommen" indem er ihre Lebenshaltungskosten finanziert, so zahlt diesen Anteil für die Angehörigen tatsächlich nur der Unternehmer, der Arbeitnehmer gibt diesen geldanteil vom Unternehmer an seine Angehörigen weiter.

    Zahlt nun die Gemeinschaftskasse, der Staat, Sozialleistungen im weitesten Sinne an die 25 Sozialleistungsempfänger so gibt der Staat nur das Geld weiter was er anteilig auf verschiedenen Steuerwegen von dem Unternehmen erhalten hat.

    Man kann nun diese Beispiele beliebig fortsetzen und wird dabei immer finden, alles was an Geld von den 100 Menschen im Volke verbraucht wird, wird immer von dem Unternehmen erwirtschaftet werden müssen.

    Egal in welcher Form man Steuern erhebt, die erhobenen Steuern müssen auf jeden Fall alle von dem Unternehmen geleistet
    werden, alle nachfolgenden Stationen geben das Geld bis zum Konsum nur weiter. Lohnnebenkosten etwa fließen in die Krankenkassen, und von dort etwa in prächtige Vorstandsgehälter, mit denen die Vorstände dann diesem Unternehmen und mithin der Gemeinschaft zur Last fallen.

    Sämtliche Lohnnebenkosten, auch der Arbeitnehmeranteil müssen vom Unternehmen erwirtschaftet werden, der Arbeitnehmer selber erwirtschaftet hier gar nichts. Der Arbeitnehmer leistet nur Arbeit innerhalb des Unternehmens, das Unternehmen ganz alleine,
    bezahlt alles was von diesen hundert Menschen verbraucht wird.

    Nun ist erklärtes Ziel des Unternehmens Profit zu machen. Wie funktioniert dies?

    Da das Unternehmen ja alle Kosten die in der Gesellschaft entstehen, finanzieren muß, also alle Löhne, alle Steuern und alle Lohnnebenkosten bezahlen muß, wird der Profit des Unternehmens umso größer, je weniger Steuern es bezahlt, je weniger Löhne es bezahlt und je weniger Lohnnebenkosten es bezahlt. Die Summe der Steuern, Löhne und Lohnnebenkosten ist die Gegenleistung die das Unternehmen für das von den Beschäftigten gelieferte Arbeitsprodukt ist.

    Das Unternehmen verkauft nun das Arbeitsprodukt an die hundert Menschen im Lande und je mehr Geld es für diesen Verkauf
    bekommt, desto höher ist sein Gewinn. Der Gewinn des Unternehmens ist also am größten je mehr Geld der verkauf des produktes einbringt und je weniger das unternehmen an Löhnen, Lohnebenkosten und Steuern gezahlt hat.

    Wenn nun Leute wie Hundt oder Sinn oder Westerwelle und vergleichbare den Mund aufmachen, und dies seit etwa 1983 haben die immer nur das Eine im Sinn. Es geht immer darum auf vielfältig kreative Weise, die jetzt aber einfach durchschaubar wird, die Löhne, Lohnnebenkosten und Steuern zu senken und so den Profit des Unternehmens, zu steigern.

    Da nun aber alle Ausgaben des Staates und der Bevölkerung (hier hundert Leute) von dem Unternehmen geleistet werden müssen,
    werden zwangsläufig alle Staatsausgaben und Ausgaben der bevölkerung in den Keller gefahren, was eben bedeutet der Staat und die bevölkerung können zu ihrer Versorgung immer weniger von den Produkten der Firma (die überreichlich püroduziert worden sind)
    kaufen .........und je mehr die Profitrate steigt..........desto mehr bewegt sich Bevölkerung und Staat auf dem Wege Richtung Armut.

    Es ist also reine Heuchelei wenn Vertreter des Unternehmens den kollabierenden Binnenmarkt im eigenen Lande beklagen,
    denn die wissen sicher genau, daß das Unternehmen auf den 3 Ausgabewegen (Löhne, Nebenlöhne und Steuern) eben den
    gesamten Binnenmarkt selber finanzieren muß.

    Je mehr von dem Unternehmen nun auf den drei Wegen der Binnenmarkt (Staat und verbraucher) gestärkt wird und die Binnenwirtschaft zum Kreisen gebracht wird, desto schmäler der Profit des Unternehmens, bzw. Ackermanns Anteil oder die Dividente der Finanzenbesitzer usw.

    Daraus folgt aus dem Binnenmarkt können die Ausbeuter, das Unternehmen nichts gewinnen, eine florierende Binnenwirtschaft bedeutet nur mäßige Gewinne, also exportiert man wie der Teufel, führt sogar Kriege gegen Länder die den Schweinekram nicht mitmachen wollen und sucht Märkte wo man sie nur finden kann. Da in anderen Ländern aber offensichtlich weltweit dasselbe Spiel läuft werden überall die Binnenmärkte und die Staaten in ihrer Kaufkraft geschwächt, so daß die Unternehmen der verschiedenen Länder, die Kapitalisten miteinander Krieg führen müssen. Man muß also andere Unternehmen zerstören um selber mehr Marktanteile zu bekommen und man muß den eigene Staat und soweit man über die selben mechanismen in anderen ländern beteiligt ist, auch dort die Staaten und Volkswirtschaften schwächen.

    Das Unternehmen macht also Profit indem es durch Kostendumping den Binnenmarkt schwächt und durch Konkurrenz und Vernichtung von Konkurrenz im Ausland seine Marktanteile ausweitet. Theoretisch könnte man sich das so weiterdenken, daß es am Ende auf der ganzen Welt nur noch ein monopolistisches Unternehmen gibt, wobei dann alle Löhne und Nebenlöhne und Steurn von diesem Unternehmen diktiert auf Null gefahren sind.............aber hier ist dann endgültig Schluß................denn dann kann keiner mehr dem Unternehmen was abkaufen.

    Es gibt dann keinen Markt mehr, weil niemand mehr Geld hat was zu kaufen, denn dieses Monopolunternehmen, müßte das Geld selber finanzieren mit dem man ihm dann Waren abkaufen kann. Dieses Geld finanzieren schmälert aber seinen Gewinn, es kann aber gar keinen Gewinn mehr machen weil es nichts mehr verkaufen kann. Die Leute können zwar noch ohne Lohn unendlich weiterproduzieren aber niemand mehr kann was Kaufen von den produzierten Bergen.

    Vielleicht würde sich der Minister Clement auch hier noch gefallen sein Zwangarbeitssystem auf Alle auszudehen, umsonst ohne Lohn produzieren....................damit wir wenigstens Arbeit haben.........und da sind wir doch zufrieden!

    Tatsächlich wird natürlich auch hier die weitere Arbeit und Produktion für den größten Idioten sinnlos und alle wären arbeitslos, es würde nichts mehr produziert, es gibt kein Geld mehr................alle Räder stehn still wenn man das Profitstreben zu Ende denkt.
    Es ist ein Widerspruch in sich.
     
  2. LaaF

    LaaF Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2004
    Beiträge:
    58
    das system funktioniert nur wenn es unterschiede gibt!
    d.h es können nicht ALLE reich sein.
    zu denken das von allem genug da ist ist illusion.
    ein stahlwerk in einem billigland zu bauen ist zwar momentan ein gewinn aber auf dauer züchtet man seine eigene konkurrenz die widerrum viel billiger ist !..
    einziger ausweg ständig bessere produkte und höhere technische qualität
    da aber nur ein geringer teil der bevölkerung intelligent genug ist um diese ideen auch umzusetzen und man dabei auch genug in forschung investieren muss (das ja nicht getan wird!) bricht hier der kreislauf zusammen.

    zu denken das man ja eh alle billigarbeiten abschaffen kann (z.b mit maschinen) ist unfug da ein grosser teil der bevölkerung nur mit diesen geld verdienen kann .
    Die aufholbewegung der 3.Welt ( siehe autos,energieverbrauch ect.) wir uns einiges an Problemen bringen - nicht nur im Umweltbereich.
    (schon jetzt wird Stahl knapp!)
     
    Romaschka gefällt das.
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    @LaaF
    theoretisch bringt es aber doch geld ins land -> 1) Ausbau von Arbeitsplätzen -> 2) mehr Arbeiter -> 3) stärkere kaufkraft -> 4) grössere nachfrage -> 5)stärkere produktion von Warengütern -> mehr geld -> beginnend von 1)

    und wenn alte Produkte wiederaufbereitet werden (recyceling), ist vorerst doch dieser Kreislauf gesichert. ? oder sehe ich das falsch?

    Und was die politik angeht, so will sie doch "soziale gleichberechtigung" UND Geld, Arbeit somit Wohlstand für alle. Das kann doch wirklich nicht klappen. und warum sieht die Politik (einzelnen Parteien) das nicht ein? Aber keiner möchte den materialismus missen. (ich schränke mich schon ein, aber mir geht es doch noch gut)

    :)
     
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