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Kameltreiber Ali beim Psychiater V

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Sternenkind08, 3. Februar 2009.

  1. Sternenkind08

    Sternenkind08 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2009
    Beiträge:
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    Kameltreiber Ali beim Psychiater V


    „Halt! Um Himmels Willen, Frau Lieschen Müller, so reiten sie doch nicht so schnell!“ rief Dr. Shrenk in flehendem Ton. Ali war mit ihrem Kamel Akhbar bereits auf der Kuppe der nächsten, vorderen Sanddüne angelangt. Dr. Shrenk hatte alle Mühe, da noch mit zu kommen.
    Ali stoppte ihr Kamel und drehte sich kopfschüttelnd nach ihrem Psychiater um. Was für ein Experiment, dachte Ali. Ich hätte den Shrenk nicht mitnehmen sollen, das was wir hier machen, grenzt ja schon an Wahnsinn, aber der Doktor wollte unbedingt mit mir durch die Rub-Al-Khali reiten, und jetzt haben wir den Schlamassel!
    Akhbar, der es inzwischen schon gewohnt war, denn heute war dies nicht das erste, und auch nicht das zweite Mal, dass der seltsame Dr. Shrenk zurückblieb und dann in diesem jämmerlichen Tonfall bat, anzuhalten, also Akhbar schnaubte nur verächtlich.

    „Dr. Shernk, jetzt reiβen sie sich mal zusammen. Noch eine Stunde und wir haben die Oase Al-Taif erreicht. So kommen sie schon!“
    „An mir soll es nicht liegen, rief der Doktor mit schwacher Stimme. Es liegt an dem Kamel, dieses Kamel will einfach nicht weiter reiten…“
    Dr. Shrenk gab Miriam mit seinen Füssen Zeichen damit sie weiter reite, aber vergeblich. Miriam wollte nämlich nicht zu Akhbar. Ja, Miriam hatte es satt, immer hinter Akhbar herzu reiten. Und so machte Miriam einfach kehrt und ritt in die entgegen gesetzte Richtung, worauf Dr. Shrenk erst in wildes Fluchen verfiel, als das aber nichts half, nun versuchte, Miriam mit lieben Worten zu beruhigen: „Werte Miriam, sie sind eine so wunderbare Kameldame, wie ich sie selten zu Gesicht bisher bekam. Ihre Augen haben so einen wunderschönen Glanz und ihre Öhrchen sind einfach lieblich und zart.
    Miriam legte die Ohren an und überlegte angestrengt, ob das, was der Doktor ihr da erzählte, auch wahr sei. Von Akhbar hatte sie etwas noch nie zu hören bekommen. So grunzte sie und blieb erst einmal zögernd stehen.

    „Oh, Dr. Shrenk, so werden wir heute Al- Taif nicht mehr zu Gesicht bekommen.“ Ali hatte inzwischen Dr. Shrenk erreicht. „Ich werde nun Miriam an meinem Akhbar festbinden, damit wir nicht noch mal so eine Panne haben.“ Kaum hatte sie beide Kamele mit einem Seil verbunden, gab es einen Aufstand. Miriam begann zu wiehern und zu spucken. Akhbar knurrte und versuchte, Miriam in den Hals zu beiβen
    Ali hieb auf Akhbar ein, der sich dann begann, einigermaβen zu beruhigen. Aber Miriam hatte den Doktor abgeworfen, wälzte sich am Boden, stieβ alle vier Beine von sich und wirbelte den Sand auf.

    „Ich sehe da ein psychisches Problem, bei ihren beiden Kamelen“, verkündete Dr. Shrenk und rieb sich die linke Hüfte. „Miriam will mit Akbar nichts zu tun haben. Das ist offensichtlich!“

    Ali sah den Shrenk verdutzt an. Jedoch sein Anblick, konnte in ihr nur tiefstes Mitgefühl auslösen: völlig verschwitzt, der Turban saβ ihm schief auf dem Kopf, seine Brille war ganz vorne auf die Nasenspitze gerutscht, und er selbst nachdenklich seinen Schnurrbart zwirbelnd.

    „Akhbar ist rücksichtslos zu Miriam!“, rief Dr.Shrenk aus. „Er bewundert Miriam nicht! Miriam fühlt sich vernachlässigt in ihren Grundbedürfnissen als Frau. Ähm… ja, als Kamelfrau, hm…Stute…“
    Akhbar stampfte unruhig mit den Hufen auf und bähte.
    „Sehen sie, Frau Lieschen Müller…“
    „Können sie mich nicht einfach Ali nennen? Wir sind hier mitten in der Rub-Al-Khali, da können wir auf solche Höflichkeitsfloskeln grundsätzlich verzichten, meinen sie nicht Dr. Shrenk?“
    „In Ordnung, liebe Ali.“ Der Doktor versuchte sich ein wenig Luft zu zufächeln. „Das ist ja eine mörderische Hitze, wie halten sie das nur aus, Gnädigste?“

    „Wir sind in der Rub-Al-Kahli. Die Rub-Al-Kahli ist die größte und unwirtlichste Wüste der Welt.“
    „Wirklich?“
    „Sie ist furchtbarer als die Sahara.“
    „Jetzt übertreiben sie aber, Ali!“
    „Nein, keinesfalls. DieseWüste erstreckt sich über die gesamte Arabische Halbinsel. Man kann sich nur in den Wintermonaten hineinwagen, denn im Sommer steigen die Temperaturen auf über sechzig Grad. Dann ist kaum noch Leben möglich. Deshalb nennen wir sie das leere Viertel.“

    Der Doktor seufzte laut vernehmlich. Er hatte sich Miriam genähert und streichelte ihr über das Fell. „So ein entzückendes Tier!“ rief er. „Akhbar, wie kannst du nur so gleichgültig gegenüber Miriam sein?“

    „Ach Dr. Shrenk, machen sie sich nicht so viele Gedanken um Akhbar, der ist ein komischer Kauz und braucht immer mal solche Phasen, wo er mit sich alleine ist.“
    „Ich sehe da eher einen Machtkomplex…“
    Ali nahm ihren ledernen Wasserbehälter und trank einen kräftigen Schluck daraus. „Machen sie sich nicht so viele Gedanken. Sie müssen wissen, dassMiriam intensiv meditiert und nicht etwa unglücklich ist.
    „Ein meditierendes Kamel?“
    „Sie programmiert sozusagen ihr Gehirn um.“
    „Ach wirklich?“ Dr. Shrenk richtete seinen Turban und begann erneut seinen Schnurrbart emsig zu zwirbeln.

    „Meine Kamele leben ja schon eine lange Zeit mit mir zusammen und da ich meditiere, haben sie das ganz von selbst übernommen.“
    „Ach ja?“
    „Sie haben da übrigens einen Kollegen ihres Faches, im Vorstand des Mind & Life Institute, der Neurobiologe Richard Davidson, der hat Mönche des Dalai Lama untersucht und nicht nur kurzfristige Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn und das Immunsystem festgestellt, sondern eine langfristige Umprogrammierung des Gehirns. Die Areale, die für positive Empfindungen und Empathie zuständig sind, waren dauerhaft vergrößert.“
    „Und sie glauben tatsächlich, dass man sich mit Meditation neu programmieren kann?“
    „Oh ja, Dr. Shrenk .Ich weiβ auch, dass Meditation zur Stressreduzierung und zur Stärkung des Immunsystems beitragen kann.“ Ali half Dr. Shrenk erneut auf Miriam aufzusitzen, Miriam, die sich inzwischen beruhigt hatte, da der Doktor sie so liebevoll ansah und bewunderte.
    „Eigentlich geht es in der buddhistischen Meditation aber nicht um Selbstverbesserung, oder? Sondern um die Auflösung des Egos. Ist das nicht ein Widerspruch?“
    Akhbar hatte sich langsam erneut in Bewegung versetzt und Ali tätschelte ihn dankbar hinter dem Kopf. „Gut so, Akhbar, sei nicht immer so stur mit Miriam“, flüsterte sie ihm ins Ohr.
    „Oh, die Frage ist, welche positiven Qualitäten in Körper und Geist will ich kultivieren?“ antwortete ihm Ali. „Meditation basiert auf ethischen Prinzipien. Wir halten unser Ich in der Regel für unabhängig, einzigartig und dauerhaft. Durch buddhistische Meditation stellt man fest: Dies ist eine Illusion. Wir kultivieren also nicht das Ego, sondern Achtsamkeit und Weisheit.“
    Die beiden Kamele schritten nun gemächlich nebeneinander her, es war bereits später Nachmittag. Die Sonne stand ganz im Westen und die Dünnen bekamen scharfe, lange Schatten. Es begann endlich merklich abzukühlen. Weit und breit waren Ali und der Doktor die einzigen Menschen und es war sehr still. Da tauchten weit in der Ferne die Palmenwipfel der Oase Al-Taif auf.

    „Dieser Anblick ist ungemein beruhigend“, sagte Dr. Shrenk voller Dankbarkeit. „Ich werde ernsthaft darüber nachdenken, ob ich nicht auch meditieren werde. Immerhin haben wir in Deutschland den Neurophysiologe Wolf Singer, ein Erforscher des Gehirns und Direktor des Max-Planck Instituts, Frankfurt, der sich lange mit dem buddhistischen Mönch Matthieu Ricard, über Meditation unterhalten hat. Aus diesen Dialogen ist ein Buch entstanden, es heiβt Hirnforschung und Meditation.“
    „Den Rolf Singer kenne ich nicht, dafür aber Matthieu Ricard. Er ist Dolmetscher des Dalai Lama und ich begegnete ihm in Bodh Gaya, wo er uns Buddhismus unterrichtete, ein auβergewöhnlicher Mensch, voller Humor, der einen immer zum lachen brachte und ein sagenhaftes Glücksgefühl ausstrahlte.“ Ali lächelte. „Das Buch mag ja einiges beleuchten, ich habe Matthieu persönlich kennen lernen dürfen, und das, was er ausstrahlte, hat mich sofort überzeugt. Wir sind hier in der Wüste, da brauchen wir auch keine Wissenschaftler und geschweige Bücher.“
    „Rolf Singer, meine Werteste, ist eine Kapazität auf dem Gebiet der Hirnforschung. Er befasst sich mit Phänomenen wie neuronale Synchronizität und Hirnaktivierung im so genannten Gamma-Frequenzbereich. Unter normalen Bedingungen treten sie vor allem dann auf, wenn man sich auf einen bestimmten Wahrnehmungskanal konzentriert, und beschränken sich zum Beispiel auf die Sehrinde. Doch bei Meditierenden fanden die Forscher solche Aktivierungen auch im EEG des Frontalhirns – ein mögliches Zeichen der extremen Fokussierung.“
    „Was bedeutete das denn genau, Dr. Shrenk?“

    „Bei Messungen im Magnetresonanztomografen…“

    „Was für ein Ding?“

    „Ähm ja, dem Magnetresonanztomografen, hat Wolf Singer vor 15 Jahren ein auffälliges Signal entdeckt: hochsynchrone Schwingungen im 40- bis 50-Hertz-Bereich, die sogenannten Gammawellen.“

    „Ich kenne nur Alphawellen, und darunter eben Theta und Delta. Alles was über 20 Herz ist, soll hohe Aufregung sein, bis hin zur Epilepsie…“

    „Inzwischen denkt man da ganz anders. So ist Entspanntheit eine Frequenz von 10 Hertz. Wer aber meditierenden Mönchen bei der Arbeit zusieht, stellt fest, dass diese hellwach und konzentriert sind und im 40-50 Herz Bereich arbeiten.“

    Sie hatten die ersten Dattelpalmen der Oase erreicht und wurden von einem Schwarm schreiender Kinder umringt.
    „Ja, Ali“, seufzte der Doktor. „Was glauben sie wohl, warum ich mit ihnen in die Wüste mitzog?“
    „Weil sie dringend einen Urlaub brauchten und völlig überarbeitet waren.“
    „Auch, aber es ist die Meditation und die Stille der Wüste, von der sie mir so viel erzählten. Diese Stille, die wollte ich einmal kennen lernen.“

    „Wussten sie auch, dass man in der Meditation emotionale Zustände wie Schmerz, Ekel, Mitgefühl und Freude bewusst herstellen kann? – Einmal visualisierte ich mich inmitten von Würmern um den Ekel herzustellen und dann zu diskreieren. Aber Freude zum Beispiel, vermag ich inzwischen regelrecht leicht herzustellen. Das ist der Weg des Königs, Dr. Shrenk. Der König hat keinen Vorgesetzten, er ist sein eigener Meister und Vorgesetzter. Der königliche Weg führt aus der Dualität heraus. Es ist der Weg der Nicht-Methode.“ Ali lächelte Dr. Shrenk verschmitzt an. „Aber zu ihnen in die Praxis komme ich natürlich gerne weiterhin, weil es so abenteuerlich ist.
    Wir sind da. Yussufs Zelt ist dort vorne.“ Ali deutete nach rechts, wo ein gröβeres Zelt aufgebaut war und auf sie wartete. Weitere drei Kamele ästen dort friedlich. „Morgen werden sie auf Suleika reiten, um so nicht unter den ewigen Querelen von Akhbar und Miriam zu leiden.“ Ali lachte. „Aber dank der Meditation wird auch das vorbeigehen. So wie alles vorbeigeht, wie die Wolken, sie wandern durch den Himmel und haben keine Heimat. Wir werden ein wenig ausruhen, dann später, wenn die Sonne untergegangen ist, werde ich ihnen das Meditieren beibringen.“





    Ali:umarmen:
     
  2. Chirra

    Chirra Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2006
    Beiträge:
    3.368
    Ort:
    Chemnitz
    Sag mal... warum änderst du eigentlich immer deinen Nicknamen ? :rolleyes:
     
  3. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich bedanke mich hier einmal bei Ali und dem Sternenkind, das den Bericht ablieferte :)

    ich gebe zu, dass ich seit geraumer Zeit (räusper) einen Zettel auf meinem (g)* zur Zeit TOP aufgeräumten Schreibtisch
    liegen habe (obwohl ich gerade überleg, ob das nicht ein Synonym für das Nachlassen der exponetiellen Kreativität sein könnte)
    Mensch Ali! Dein Stil ist ANSTECKEND!
    weil NOCH NIE war bei mir eine kreative Phase und ein aufgeräumter Arbeitsplatz korreliert (lach)

    zurück zum Zettel...wo das, was Du hier anschneidest (Veränderung des Gehirns durch Meditation(*)) angeschnitten worden war
    (ich überlegte den Punkt zu erwähnen)
    jetzt hast Du es getan und mich aus der Misere gezogen, ich hab den Artikel endlich eingeheizt...;)

    :blume:


    Regina
    (*)wobei mir auch die gegenteiligen Untersuchungen, wie sie L.Kohanov anschneidet gefallen
    wie Stress und Trauma das Gehirn verändert..

    Man kann tatsächlich SEHEN, was der Geist bewirkt
    (AL Dir)
     
  4. Sternenkind08

    Sternenkind08 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2009
    Beiträge:
    1.014



    liebe Regina,



    das ist ein spannendes Thema mit dem ich mich
    seit geraumer Zeit befasse...



    Hirnforscher erklären religiöses Erleben. Sie wollen den Glauben im Zentrum des Organs gefunden haben
    Die einschneidendste Erfahrung ihres Lebens machte Eleanor Rosch, als sie zum Totenbett ihres tibetischen Meisters gerufen wurde. Kaum hatte die Kognitionspsychologin den Raum betreten, in dem der wenige Tage zuvor gestorbene Lama aufgebahrt worden war, spürte sie eine intensive geistige Präsenz, die von dem toten, in Meditationshaltung sitzenden Körper ausging. "Es war, als ob der Geist von seiner leiblichen Hülle befreit wäre und umittelbar zu uns spräche", erinnert sich Rosch. Sie hätte die Gegenwart ihres Lehrers stärker als je zuvor gespürt - "als sei der Körper nur ein Filter gewesen, der plötzlich weggefallen ist."
    Eine Esoterikerin kann man Eleanor Rosch nicht gerade nennen. Die zierliche Dame ist Professorin an der University of California in Berkeley, hat dort das Programm der Kognitionsforschung mitbegründet und ein viel beachtetes Buch über Hirnforschung geschrieben.
    Ihr kleines Büro an der amerikanischen Elitehochschule wirkt ebenso nüchtern wie die Räume ihrer Kollegen: Schreibtisch, Computer und Regale voller wissenschaftlicher Fachpublikationen. Doch parallel zu ihrer Forschung praktiziert sie seit Jahren tibetischen Buddhismus und versucht, diese Erfahrung mit ihrem wissenschaftlichen Weltbild zu versöhnen. Erlebnisse wie jenes mit dem toten Lama haben sie dabei zu der Überzeugung gebracht, dass der modernen Naturwissenschaft bislang Entscheidendes entgeht: "Unser Körper und unser Geist sind nicht das, wofür sie die Wissenschaft hält."
    Mit dem Versuch, ihre spirituellen Erfahrungen auch wissenschaftlich ernst zu nehmen, steht Eleanor Rosch nicht allein. Eine ganze Schar von Neurobiologen, Psychologen und Medizinern beschäftigt sich inzwischen mit buddhistischen Meditationspraktiken, christlichen Ekstasen und anderen erhebenden Zuständen.
    So hat der Radiologe Andrew Newberg von der Universität Pennsylvania die Hirne meditierender Mönche in einem Kernspintomografen durchleuchtet und schließt daraus, dass unsere Gehirne auf den Glauben an höhere Mächte programmiert seien. Im Mind & Life Institute in Boulder, Colorado, treffen sich derweil Hirnforscher regelmäßig mit dem Dalai Lama, um über höhere Bewusstseinszustände zu diskutieren. Und der Neurobiologe John Austin hat sich auf einen langen Selbsterfahrungstrip in japanische Zen-Klöster begeben und versucht in seinem 800-Seiten-Wälzer Zen and the Brain (MIT Press), die Grundzüge einer Erleuchtungstheorie zu skizzieren.

    http://www.zeit.de/2002/11/200211_gott_i._hirn.xml



    Hirnforscher trifft Mönch:

    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/971239




    Matthieu Ricard


    Der Buddhismus - eine weltabgewandte, auf das Jenseits gerichtete Religion? "Quatsch!", sagt Ricard, "ein westliches Vorurteil." Er doziert es mit ein, zwei routinierten Lehrsätzen unter den Tisch. "Möge ich Erleuchtung erreichen, um allen Wesen mit Mitgefühl zu begegnen: Das ist der erste Schritt auf unserem Pfad. Klingt das nach Gleichgültigkeit? Natürlich ist es einfach, als Eremit meditierend da zu sitzen, und keiner geht dir auf die Nerven. Aber ein Buddhist muss sich der Welt stellen, mit ihren Konflikten, ihren Aggressionen. Da wirst du geprüft, jede Minute."



    Als "Versuchskaninchen" nimmt er an einem Projekt von Bewusstseins- und Emotionsforschern teil, die den Einfluss von Meditation auf das Gehirn untersuchen. "Da liege ich dann im Tomographen und meditiere über Mitgefühl", sagt Ricard, leicht amüsiert. Er zeigt uns die Aufnahme vom Inneren seines Kopfes: Farbig leuchten da jene Zonen, die bei der Meditation in konzentrierte Ruhe versinken. Damit ist nun bewiesen, Ricard lacht, "was der Buddhismus seit 2500 Jahren ohnehin weiß".

    http://www.geo.de/GEO/kultur/gesellschaft/840.html



    Wolf Singer, geboren 1943, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Gründungsdirektor des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Er gilt als einer der weltweit führenden Hirnforscher.

    Matthieu Ricard, geboren 1946, war Molekularbiologe am Institut Pasteur in Paris, bevor er buddhistischer Mönch wurde; seit 35 Jahren lebt er im Himalaya. Er hat mehrere internationale Bestseller verfasst, darunter "Der Mönch und der Philosoph" (mit seinem Vater, dem Philosophen Jean-François Revel) und "Quantum und Lotus" (mit dem Astrophysiker Trin Xuan Thuan).


    AFP
    Matthieu Ricard
    Für ihr Buch, das in der "edition unseld" erscheint, treten Singer und Ricard in einen Dialog über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewusstseinstraining. Sie sprechen darüber, welche mentalen Zustände mit meditativen Praktiken herbeigeführt werden sollen, welche neuronalen Vorgänge diesen zugrunde liegen, und sie fragen, ob regelmäßiges Meditieren zu nachweisbaren Veränderungen von Hirnfunktionen führt.

    Ihr Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Austausch zwischen Naturwissenschaften und den kontemplativen Wissenschaften anzuregen, denn Buddhismus wird hier als eine "Wissenschaft über den Geist" verhandelt und nicht als eine Religion.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,547844,00.html




    Ali:umarmen:
     
  5. Schamanin73

    Schamanin73 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Oktober 2007
    Beiträge:
    2.046
    Ort:
    Schweiz
    wie verändern denn stress und trauma das gehirn?
     
  6. Werbung:
    vielen dank ali
    für die links
    die bücher liegen bei mir schon seit geraumer zeit
    auf meinem arbeitstisch.
    für die die dieses noch nicht kennen
    einen link dazu

    Gewagte Denkwege: Wissenschaftler im Gespräch mit dem Dalai Lama

    http://www.amazon.de/Gewagte-Denkwe...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1234197239&sr=8-1

    sehr spannend
     
  7. Mora

    Mora Guest

    Liebe Ali - also öffentlich - nun - denne

    Ok - habe ja z.Z. alle Zeit und da kam der Gedanke von den „4 Buletten auf den Weg nach Istanbul“ - Na - wie wär´s? :)
    Die Original-Idee - war „4 Buletten auf zum Bodensee“ - aber dann fiel mir ein Traumsatz ein - „Harald Junke - Istanbul“ und dann dachte ich - Ok - „4 Buletten nach Istanbul“ - dann eben so. und Istanbul passt doch zu Akhbar ;)
    … WIR haben ja Phantasie of Lager nicht nur Verdrängungsmechanismen. Also - 4 (frag mich nicht - warum 4 - hätten ja auch 5 oder 6 - vielleicht werden´s ja noch ein paar mehr Reisende) - also 4 Berlinerinnen setzen sich in den Zug und fahren durch malerisch schöne Landschaften bis nach Istanbul und erzählen von sich und ihrem Leben - ihren Lieben und ihren Ansichten, ihren Narben (warum nicht). Niemand von den Vieren ahnt zu Beginn dieser Reise - DAS sich ihr Leben verändern wird - von allen? - das weiß dann wirklich nur der Leser ;)

    Nun ja - Liebe Ali - Du Glückliche - Du mit Deinem HausfrauenStatus - kannst Ja schreiben nach Lust und Laune… - dann kann man sich natürlich solch wunderbar mit Camel Akhbar in der Sahar oder andersch war… - schreiben - einfach zu köstlich und doch so schön verpackt - schöne Verpackungsmechanismen ;)

    Der Glauben - kein Zweifel - versetzt Berge
    Ob es Gott gibt oder WAS Höheres - DAS höhere Selbst - ohne Zweifel - Ja

    Meine Augen sind schlechter - weil - richtig - das Internet - also minimieren - dann klappt´s auch wieder mit dem guggen

    Schlaf? Interessant - hab mich ja immer gefragt - warum Du auf Deiner Meditation … und ich vom fliegen - bis … - bis mir die Einleuchtung kam - ich fliege nur mit Musik (größtenteils) - i can auch mit ohne flying ;) - das ist aber fast nur beim „schlafen“. „Sonst“ war ich froh - das ich wenigstens 4-5-6 Stunden Schlaf - irgendwie… Bis ich bemerkte - nach einer Stunde war der Schlaf vorbei - putz munter - ausgeschlafen… - Oje - wo soll das noch Enden. Nun - mittlerweile ist es so - „schlafe“ schon länger - 4-5-6 Stunden aber wie - das kannte selbst ich nicht. Wache auf - weiß das ich wach bin - möchte WAS aufschreiben kann nicht - weil nutzlos - bin doch wach und "schlafe" wieder ein - wache wieder auf und merke - Schit - nicht aufgeschrieben - wieso nicht - na du warst doch wach. Es ist ein an der Oberfläche treibender, schlafender/ruhender Körper, Geist. Es ist schon komisch - verstehe selbst nicht - aufregen tut mich das jetzt auch nicht grad.

    das war´s mal über kurz oder lang

    Liebe Grüße von
    Mora
     
  8. Sternenkind08

    Sternenkind08 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2009
    Beiträge:
    1.014



    danke lieber Phillipe:umarmen:


    liebe Mora


    na, du hast aber viel zu erzählen das mit dieh Bulletten
    Akhbar hat Schnupfen, er ist ja auch nicht mehr der Jüngste


    also das mit dem schlafen, ja... ich schlafe auch seltsam
    weil in meinem Körper die Hummeln ständig durchfliegen
    und weil ich diese Verbindung zur Mischpoke fühle:D


    was soll ich sagen?
    wir sind auf dem Weg zur Oase Mizra und dort wird das dann
    in aller Ruhe und sachlich mit dem Dr. Shrenk besprochen


    aber es ist nur so, dass der Doktor nicht mehr ganz bei Trost ist
    die einzige, die vollkommen ruhig und gelassen ist ist Ali:banane:


    nö... stimmt auch nicht
    aber morgen sehen wir weiter




    lass erst mal den Vollmond verschwinden von die Bildfläche
    der macht mich echt narrisch diesmal:banane:



    bis bald



    dei Ali:umarmen:
     
  9. Mora

    Mora Guest

    So, so und WAS ist mit Anselm v. Canterburry - der kann doch auch mit - mit eingeldaen... - denn dER hat Ahnung - dER muss es wissen- dER hat ES auch - auch ERlebt!

    Text ist von einem Malte...
    "... Sie sind immer da - der Glaube und die Vernunft. Er kann nicht mehr schlafen, isst nicht mehr richtig, trinkt nicht, leidet unter Halluzinationen. Weil er verzweifelt nach einem Weg sucht - die Lehren der Logik mit denen der Kirche zu vereinbaren. Anselm glaubt. Das ist seine Gewissheit und es ist die Gewissheit einer Epoche - das Gott ist. Aber sollte es nicht jedem Gläubigen... - die Existenz eines ewigen u. allmächtigen Wesens selbst zu begreifen - nur durch den Gebrauch von Verstand - so einfach u. klar - das es in sich selbst göttlich ist. Irgendwann in einer schlaflosen Nacht - denkt er sich das Undenkbare - einen Ungläubigen und denkt drüber nach mit welchem Bewies er ihn zur Einsicht führen könne.

    Liebe Grüße an Disch vom träumenden Fisch (wenn a sehr, sehr selten)

    ... denn ein Mönch hat vorgeführt - das sich Menschen die Wahrheiten ihres Glaubens selbst geben können

    Gute Nacht Marie - Nee! ohne - ohne was? ohne M - ach so - Gute Nacht Arie ;) für Ali!
     
  10. Sternenkind08

    Sternenkind08 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    momomomMoment mal Mora

    Anselm v. Canterburry? der soll mitreiten und den Gottesbeweis antreten?
    und der Shrenk und Ali mit Akhbar dem störrischen und seiner liebsten Miriam?:banane:


    geht es dann um den Gottesbeweis oder Schlafstörungen?

    oder Esstörungen
    oder beides?
    so wie in diesem arabischen Gedicht:



    "Morgens kann ich nichts essen, weil ich Dich liebe!
    Mittags kann ich nichts essen, weil ich Dich liebe!
    Abends kann ich nichts essen, weil ich Dich liebe!
    Nachts kann ich nicht schlafen, weil ich Hunger habe!"


    إنني اعشق عيناك يلي سهروا عيوني الليالي
    قلبي يشتاق اليك, كما يشتاق العطشان الي السقي
    اري على شفاتيكي بسمة لا تغيب عن بالي
    اشعر بالراحة معك يا اغلي من روحي و حياتي



    schau mah amoahl
    salam alleikum


    Ali:umarmen:




     

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