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Justiz zu lasch?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Lotusz, 2. September 2005.

  1. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo

    Angesichts des Mordes in Berlin an einem 7-jährigem Kind, begangen von einem 16-jährigem jungen Mann aus der Nachbarschaft, möchte ich einmal die Frage stellen, ob die Bestrafung für Jugendliche, und zwar bevor es zu solchen grausigen Verbrechen kommt, denn die Jugendlichen haben meistens ein langes Vorstrafenregister, nicht zu lasch ist?

    Etwas aus der Vorgeschichte des Jugendlichen: Mittlerweile wissen die Fahnder, dass Keith nicht zum ersten Mal brutal zuschlug. Bereits im Jahr 2004 wollte er in einem Laden Bierdosen klauen und wurde erwischt. Zuerst griff er die Verkäuferinnen an, später auch die Polizisten. Wegen des Überfalls wurde er zu sechs Monaten Jugendhaft verurteilt, die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Im Juni dieses Jahres jedoch schlug Keith M. wieder zu. An einer Tankstelle schlug er einen 20-Jährigen so brutal zusammen, dass dieser mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Klinik kam. Einige Tage darauf erließ ein Richter Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung, setzte Keith aber unter Meldeauflagen auf freien Fuß.

    Da fragt man sich natürlich, warum ließ der Richter den Jugendlichen nach solch einer Tat wieder laufen? Was sollten die Meldeauflagen bewirken? Was wäre die bessere Lösung gewesen?

    aus: Kindermord in Berlin

    Der Berliner Sozialpädagoge und Anti-Aggressivitätstrainer Oliver Lück meint:

    Der Fall von Keith M. zeigt einen der grundsätzlichen Mängel im Umgang mit jugendlichen Tätern, die mit immer neuen Taten ihre Karrieren beginnen. Diese jungen Gewalttäter werden in Deutschland zu lasch und viel zu spät bestraft. Es kann nicht sein, dass Jugendliche 10-15 Delikte begehen und immer noch mit lächerlichen Strafen wie Sozialstunden oder ähnlichem belegt werden.

    Man muss Ihnen früh die Stirn bieten, sie mit ihren Taten konfrontieren. Wir bieten Verhaltenstrainings an, in denen wir die Täter zwingen sich mit ihren Aggressionen auseinander zu setzen. Zusätzlich aber muss früh eine Druckkulisse aufgebaut werden, und zwar nicht nur bei den Jugendlichen. Auch die Eltern müssen unter Druck gesetzt, das Jugendamt früh eingeschaltet werden. Das sollte schon für Kinder gelten. Was vor Erreichen der Strafmündigkeit passiert ist, muss in das Strafmaß einfließen, wenn der Täter 14 geworden ist und erneut straffällig wird. Diese Jungs brauchen früh einen Schuss vor den Bug. Erst dann können wir mit ihnen anfangen zu arbeiten, sonst nehmen sie uns ja gar nicht ernst.

    Die Bagatelldelikte gehen zurück, die Gewaltkriminalität nimmt zu. Die Zahlen der Nötigungen und Körperverletzungen steigt, vor allem das so genannte "Abziehen" anderer Jugendlicher hat sich weit verbreitet. Vor allem aber steigt die Qualität der Taten, die Brutalität nimmt zu. Hier müssen wir ansetzen, um einer negativen Entwicklung Grenzen zu setzen.

    Es gibt ganz klar einen Zusammenhang zwischen sozialer Situation, Bildungsstand und jugendlicher Gewaltkriminalität. Was wir in Berlin an Jugendgewalt erleben, spielt sich im Wesentlichen an den Haupt- und Gesamtschulen ab. Aber auch an den Gymnasien steigt die Zahl der Delikte.

    Viele jugendliche Intensivtäter nehmen unsere Justiz gar nicht mehr ernst. Die weinen vor dem Richter ein bisschen rum und kommen mit einer milden Strafe davon. Hinterher sagen sie ganz offen: "Ich kann doch sowieso machen, was ich will." Die lachen sich tot.

    Wir machen Verhaltenstrainings und Rollenspiele, in denen wir die Täter zum Teil hart angehen und altes Verhalten auslösen. Ziel ist natürlich, neues Verhalten einzuüben, dabei sind wir zum Teil knallhart und konfrontativ. In der Auseinandersetzung mit ihrer Tat zerbröseln nach und nach die ganzen Ausreden und Rechtfertigungsstrategien. Am Ende stehen die Jugendlichen nackt mit ihrer Tat da. Die sind es gar nicht mehr gewohnt, dass Ihnen jemand die Stirn bietet. Sie wollen ernst genommen werden.

    Im Jahr 2005 werden es etwa 100 jugendliche Intensivtäter sein, die dieses Programm durchlaufen. Wir haben Anfragen für dreimal so viele, müssen aber oft absagen, weil das Geld nicht da ist.

    aus: Junge Gewalttäter werden zu lasch bestraft

    Alles Liebe. Gerrit
     
  2. tamash

    tamash Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2005
    Beiträge:
    1.198
    In den USA gibt es sehr viel härtere Strafen als hier, doch das ist in der Realität kontraproduktiv. Nichts ist gefährlicher als ein Mensch, der nichts mehr zu verlieren hat!

    Das eine Problem sind Verbrecher, ein anderes Problem sind Menschen wie du, die keine Sachlichkeit aufrecht erhalten können (ach das arme Mädchen, es war doch nur 7 Jahre alt, etc. etc. etc.). Der Rechtsstaat soll nicht ein Werkzeug zur Umsetzung deiner Rachegelüste sein!
     
  3. Déguórén

    Déguórén Guest

    Hallo tamash,

    mit Deinem letzten Satz hast Du absolut recht. Aber den Beitrag von Lotusz fand ich eigentlich durchaus sachlich (Abgesehen von dem Wort "lasch"). Hmm.. naja, egal.
    Na wie gesagt, mit dem letzten Satz hast Du jedenfalls recht. Wir müssen in Europa darauf achten, dass insbesondere bei Jugendlichen nicht der Rache-Aspekt (wie in den USA) bestimmend ist, sondern der Erziehungs-Aspekt. Wenn allerdings, wie im vorliegenden Fall die "Erziehung" offensichtlich in krasser Weise fehlschlug, dann muss man sich doch Gedanken machen, ob die derzeitige Rechtspraxis adäquat mit jugendlichen "Intensivtätern" umgeht. "Härter" muss ja nicht unbedingt gleich "Todesstrafe" bedeuten. In Kopenhagen kann man aber sehen, dass "unkonventionelle" Strafen durchaus wirksam sind: dort müssen die Graffiti-Heinis (ich weiß nicht, wie der coole Fachbegriff für diese Leute lautet) die Häuserwände selbst sauberschrubben - schön in der Öffentlichkeit, dass es jeder sieht. Auch saftige Geldbußen werden verhängt. Angeblich soll diese neue Strategie sehr wirksam sein.
     
  4. Omrean

    Omrean Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2005
    Beiträge:
    155
    Kann man glauben, dass wenn ein Jugendlicher zum Beispiel härter bestraft wird, durch Gefängnisstrafe, sich dann auch wirklich bessert?
    Vielleicht sollte man auch mal fragen, wie sein Umfeld in einem Jugendgefängnis ist. Gleichgesinnte auf einem "Haufen"!
    Kann das wirklich eine Lösung sein?

    Früher eingreifen könnte eine Lösung sein. Nur, wer entscheidet wiederum so etwas? Und wie soll so ein frühes Eingreifen aussehen?

    Ich denke, alles beginnt schon so früh in der Kindheit - in unendlichen Varianten - Alkoholikerfamilien, Scheidungskinder, sexueller Missbrauch in der Familie usw usf. Werden solche Kinder nicht vom Opfer zum Täter??

    Ich glaube, die Justiz, sprich Gefängnis, ist ein stoppen der Gewalt, begrenzt auf einen Zeitraum, aber nicht eine Lösung. Die Statistiken bestätigen einen hohen Prozentsatz der Rückfälligkeit bei Straftätern.

    Ich lernte letztes Jahr einen Mann kennen, der viele Jahre eine Farm führte, wo er Jugendliche aufnahm, die von System, Psychiatern, Heimen bereits "ausgespuckt" wurden - die keiner mehr will.
    Diese Kinder/Jugendlichen sind seelisch kaputt.

    Und wer macht sie so kaputt?!
    Solange man glaubt, bei der Justiz eine Lösung finden zu können, solange kann das nur schief gehn und ist niemandem damit geholfen. Da braucht es schon ganz andere Änderungen in unserer Gesellschaft.
    Siehe Amerika - mit all ihren Jungendstrafanstalten hat sich an der Gewaltbereitschaft nichts geändert - im Gegenteil!!!!
     
  5. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
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    Abyss
    Nein.
    Empfiehlst du Einzelhaft?
    Vor allem: Wann ist "früher"?
    Wenn er mit 7 ein Überraschungsei im Supermarkt klaut?
    ca. 90% werden es nicht.
    Das liegt aber eher an mangelnden Perspektiven nach der Entlassung und der Rückkehr ins alte "Millieu".
    Richtig. Es berechtigt sie aber nicht, auch andere kaputt zu machen.
    Die ach so böse Gesellschaft sicher nicht, sonst hätten wir mehr Gefängnisse als Hochhäuser.
    Es braucht eher Änderung beim Einzelnen, die Einsicht in das Unrecht der Tat.
    Kein Wunder, durch das fehlende Sozialsystem in den USA bleibt vielen einfach keine andere Wahl als Kriminalität, um zu überleben.
    Wir haben das Glück, dass es noch nicht so weit ist.
     
  6. Omrean

    Omrean Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2005
    Beiträge:
    155
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    Bin ich deiner Meinung!

    Nein wirklich nicht - das wäre genauso wenig eine Lösung!

    Gute Frage! Hier einen Maßstab anzulegen, ist glaube ich kaum möglich!
    Dennoch, ich hatte Gelegenheit Kinder in ihrer Entwicklung zu beobachten, die sich heute auf dem besten Weg befinden kriminell zu werden.
    Das fing damit an, die Hütte der Oma anzuzünden, Hühnern einen Stecken hinten rein zu stecken, andere Kinder zu schlagen, Nachts Autoreifen vor einem Gasthaus mit einem Messer zu stechen usw. (die Liste wäre noch viel länger) Der Junge war bei all seinen Taten noch nicht straffällig aufgrund seines Alters. Da liegt zwar ein Akt bei der Gendarmerie, aber ansonsten unternahm nicht mal das Jungendamt etwas. Die Mutter die versuchte Hilfe von Aussen zu bekommen, die natürlich nicht mehr mit dieser Situation zu recht kommt, bekommt die Aussage, sie solle ihm ein Freund sein.
    Nach meiner Meinung haben die Eltern zu einem Grossteil in obgenannten Fall mit beigetragen, dass es so ist wie es ist.
    Wo und wann hier eingegriffen werden sollte - ich denke, dass ist eine Gratwanderung. Ist warscheinlich gar nicht möglich von Aussen her "früher" viel zu ändern.

    Bin ich wieder deiner Meinung. Auch das Rückkehren in "ihr" Millieu kann ich verstehen, denn verurteilt werden sie ja zum Grossteil auch danach noch weiterhin. ..... und da trägt die Gesellschaft schon auch bei.

    Nein, es berechtigt sie nicht! Aber irgendwie hängen sie in einem Kreislauf, aus dem sie, so wie es aussieht, nicht aus eigener Kraft herausfinden.

    :) Na ja, unsere Gefängnisse sind eh überfüllt und Neue will man jetzt im Ausland bauen. Ich glaube ganz ehrlich, dass es bei den Eltern zum Grossteil beginnt, aber die Gesellschaft in der "Wirkung" mit beiträgt.
    Was denkst du, warum Kinder/Jungendliche sich in diese Richtung entwickeln??

    Tja, was ist ein "richtiger" Weg um einen Jugendlichen zu dieser Einsicht zu bringen?
    Und wo ist der Ursprung dieser Entwicklung der Jugendlichen zu suchen? In der Erziehung der Eltern, im Gesellschaftssystem, in der Verrohung durch Computerspielen, ein Verlust der Authoritäten von Eltern-Lehrern?

    Wir sind sicher noch nicht soweit wie in Amerika, dennoch denke ich sind wir auf dem Weg dahin.
    Schon in der Hauptschule meines Sohnes kam vor zwei Jahren ein Schüler mit der Waffe in die Schule. Er war sauer auf zwei Lehrer. Es wurde versucht, es peinlichst nach Aussen hin zu vertuschen.

    Grüsse
    Omrean
     
  7. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    Abyss
    Genau so ist es.
    Mag sein, doch Ursachenforschung darf die Verantwortung des Einzelnen der Gemeinschaft gegenüber nicht ersetzen, soll heissen eine schlimme Kindheit ist keine Entschuldigung für die Tat und darf kein Milderungsgrund sein.
    Was war eher da, die Rückkehr ins "Millieu" oder der Beitrag der Gesellschaft, das Huhn oder das Ei?
    Nicht zwingend, einige schaffen es.
    Weshalb es logischerweis wieder in der persönlichen Verantwortung liegt, es zu schaffen oder nicht.
    Was denkst du, wie man sich vor dieser Richtung schützen sollte?
    Eine Frage, deren verschiedene Antworten Bücherregale füllen.
    Eine weitere Folge der Amerikanisierung Europas?
    Eine gute Frage, die ich - allerdings etwas zögerlich - mit Ja beantworte.
     
  8. Jeroen

    Jeroen Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    709
    Ort:
    D-326xx
    Hallo ihr,

    ich habe letztens in einem Buch von Dr. M. Bruker gelesen, dass es eine Studie
    gibt, die belegt, dass Menschen die sich vegetarisch/vollwertig ernähren
    durchaus ausgeglichener sind als die die das nicht machen und im Allgemeinen
    eine bessere Bildung und Position auf der Arbeitsmarkt haben.

    Was sich jetzt indirekt aus dieser Aussage ableiten lässt wäre, genau das
    umgekehrte und da haben wir mit Amerika *einbisschengeneralisier* natürlich
    ein sehr gutes Beispiel... aber auch hier in Europa *nochmalgeneralisier* sind
    wir auf bestem Wege dorthin. Wenn Merkel Bundeskanzler wird, wird das
    wahrscheinlich noch um ein vielfaches beschleunigt *fg*

    Da fällt mir gerade ein, dass von dem Author auch eine Studie erwähnt wurde
    wo straffällige Kinder von Normalkost auf Vollwerternährung umgestellt
    wurden. Seit dem Moment sind sie weniger agressiv und ausgeglichener.

    Ich habe es bei mir selbst gemerkt als ich ne Zeit lang 2 Tafel Ritter-Sport,
    viele Süßigkeiten, viel Fleisch und Milchprodukten gegessen habe, dass ich
    schlapp und lustlos und unausgeglichen war und gerne 'schnelle' Lösungen für
    meine Problemchen haben möchte. Hätte, wenn ich nicht so ein starkes
    Gewissen hätte, durchaus 'einfach' jemanden in die Fresse hauen können
    wenn mir etwas nicht gepasst hätte... einfach so... ohne wirklichen Grund!

    Eine andere Sache, die mir hier in Deutschland aufgefallen ist (komme selbst
    aus den Niederlanden), ist dass die Eigenverantwortung der Bevölkerung sich
    auf einer sehr niedrigen Ebene befindet. Es wird hier gerne Verantwortung
    abgeschoben. Es sind immer die anderen Schuld. Wie werden hier die Eltern
    'bestraft' für Fehltritte deren Kinder? Ich meine natürlich solange die Kinder
    noch nicht das Alter eines Erwachsenen haben. Wenn da nur gesagt wird:
    du, du, du, das ist nicht nett was dein Sohnemann da gemacht hat.... muss
    man keine Besserung erwarten. Die Eltern sind diejenige die verantwortlich
    sind für das Kind und die müssen zuerst zur Verantwortung gezogen werden.

    Liebe Grüße,
    Jeroen
     
  9. Wendezeit

    Wendezeit Sehr aktives Mitglied

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    NRW
    Was muss ein Jugendlicher erlebt haben um zu solch einer Tat fähig zu sein?
    Ja, es gibt jene, die nicht auffällig werden im Sinne des Strafgesetzbuches und es gibt jene, die lieber sich selber ein Leben lang verletzen (Borderline, Eßstörung etc.), die füllen dann die psychatrischen Anstalten und überschwemmen therapeutische Praxen. Früher gab es Krieg um diesen Menschen Gelegenheit zu geben ihre Agressionen abzubauen. Hitler hätte niemals soviele Menschen um sich sammeln können, wenn das unterschwellige Agressionspotential nicht so hoch gewesen wäre auch in dieser Zeit war Arbeitslosigkeit mit ein Auslöser für zunehmende Gewaltbereitschaft. Menschen ohne Ziele und persönliche Perspektiven haben es schwerer sich sozial angemessen zu verhalten und wenn sie denn noch in Familien aufwachsen, die keinen Halt bieten, ja sogar quälend auf eine Kinderpsyche einwirken, dann passieren solche Greueltaten. Sie sind Ausdruck dessen was sie ein Leben lang gesehen und gefühlt haben.
    Ich glaube nicht dass erhöhtes Strafmaß dem Einhalt gebietet, sondern eher ein Herausnehmen der Jugendlichen aus ihrem Millieu im Sinne von Hilfen. JA, sie müssen verantwortlich gemacht werden, aber im Rahmen einer begleitenden psychischen Betreuung. Sie sollten in einer geführten Umgebung lernen einen anderen Alltag zu leben. Sie sollten die Chance bekommen einen Alltag mit Liebe und Konsequenz kennen zu lernen. Kaum ein Straftäter würde, vorausgesetzt er wird früh genug dieser emotionalen Gehirnwäsche unterzogen, noch ein Leben mit Wut, Agression und Hilflosigkeit wählen.
    Unser gesamtes Rechtsempfinden müsste sich dazu aber ändern und Möglichkeiten geschaffen werden Kinder aus einem inakzeptablen sozialem Umfeld herauszuholen und in ein normales Leben zu integrieren.
    LG
    Elke
     
  10. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

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    Ich finde das ganze Justizsystem ist für den Arsch. Der Versuch der Begrenzung möglicher Auswirkungen ("Schadensbegrenzung") hat noch keine Ursache aus der Welt geschafft.
     
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