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Judas und Jesus

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Faydit, 15. April 2010.

  1. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2009
    Beiträge:
    12.206
    Ort:
    zu südlich, zu östlich von dort wo mein Herz ist
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    Judas und Jesus. Warum so?

    Interessante Konstellation, diese zwei. Wobei ich mich hier auf das relevante Finale beschränke.

    Wenn man die Geschichte mit dem "Verrat" ein wenig hinterfragt, beleuchtet, so gibt es Worte von Jesus über den bevorstehenden Verrat beim letzten Abendmahl. Jesus wusste also Bescheid. Sogar vor Judas selbst.

    Die Frage, die sich stellt: Wusste Judas auch Bescheid?
    War das Ganze Teil einer geplanten Strategie?
    Dann wäre Judas zu unrecht als der "Böse" angeprangert worden. Was seinen Selbstmord noch seltsamer machen würde.
    Und dann wäre Jesus indirekt daran mitschuldig, also eine Art Mittäter, Mitverursacher.
    Der Verrat die Projektion seines eigenen Schattens auf Judas.
    Und Judas eigentlich der erste christliche Märtyrer.
    Trieb, manipulierte Jesus Judas bewusst zum "Verrat" hin? Hat er Judas bewusst geopfert? Dann wäre damit alles, was Jesus vorher tat, in dem Moment über Bord geworfen worden. Jesus hätte sich, seine Lehren, seine Tätigkeit selbst verraten. Will ich nicht unterstellen, aber das wäre eine mögliche Schlussfolgerung daraus.

    Schließlich hätte die ganze (Welt-)Geschichte ohne diesen "Verrat" definitiv einen völlig anderen Verlauf genommen.

    Was hätte Jesus getan, wenn Judas ihn nicht verraten hätte?
    Kein Verrat - keine Kreuzigung. Keine Kreuzigung - keine Auferstehung!!!
    Gebe ich zu bedenken.

    Woher kommt also diese Verurteilung, Verdammung von Judas als Bösewicht?
    Schließlich ist seine "Rolle" in dem Kreuzigungs- und damit Auferstehungskontext wohl sozusagen die wichtigste Nebenrolle.

    Judas tat etwas und kam für sich selbst mit den Folgen seiner Tat nicht klar. Erkannte seinen "Fehler". Und zog selbst, alleine für sich die Konsequenzen. Was ethisch betrachtet eigentlich durchaus eine authentische und reife Leistung ist.

    Und zugleich durchaus "modern", als "learning by doing". Auch wenn heute bei dieser Art des ("Leben"-)Lernens doch gerne versucht wird, allfällige Nebenwirkungen, Konsequenzen und Folgen elegant zu umgehen. Oder zumindest als Verantwortung anderer, keinesfalls aber als seine eigenen zu erkennen. So gesehen hätte Judas sogar ein Art Vorbildwirkung, was die Konsequenz und Eigenverantwortung betrifft.

    Er stand zu seinem Weg. Mit allen Konsequenzen. Auch mit dem Irrtum. Pertus versagte da in gewisser Weise wesentlich mehr, indem er Jesus verleugnete. Er fürchtete die Folgen seiner Wahrheit. Hatte Angst um das eigene Leben. Und verleugnete Jesus.

    Trotzdem wird Judas als der "Böse" gesehen und Petrus' Straucheln als kurzzeitige Ver(w)irrung, jedenfalls als entschuldbare, verständliche Handlung, die sein "Image" in keinster Weise schmälerte. Was zumindest nebeneinandergestellt den Verdacht aufkommen lässt, dass hier, warum auch immer, mit zweierlei Maß gemessen wurde. Was also macht den Unterschied? Worum ging es da wirklich?

    Wäre wirklich dankbar wenn mir das jemand verständlich erklären könnte.
     
  2. Bukowski

    Bukowski Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2008
    Beiträge:
    8.763
    Während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und Knütteln von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes her.Der aber, der ihn verraten wollte, hatte ihnen ein Zeichen angegeben und gesagt: "Der, den ich küssen werde, der ist's; den nehmt fest!" Sogleich trat er auf Jesus und sagte: "Sei gegrüßt, Meister!" und küßte ihn. Jesus sprach zu ihm: "Freund, wozu bist du hier ?" Da traten sie hinzu, legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest.Simon Petrus aber, der ein Schwert hatte, zog es, schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: "Stecke dein Schwert in die Scheide! Denn alle, die zum Schwerte greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel zur Verfügung stellen ? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, die sagen, daß es so kommen muß?" Und er rührte das Ohr an und heilte ihn. In jener Stunde sprach Jesus zu der Menge: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Knütteln, mich zu ergreifen. Dabei saß ich täglich im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht festgenommen." Dies alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.
    Petrus verleugnet Jesus




    gefunden hier
    http://www.mgb-home.de/DasNeueTestament8.html



    Ich erinnere mich daran, dass Jesus, ich glaube sowohl Judas als auch Petrus sagt: Du hättest es nicht tun können (den Verrat), wenn Vater es nicht gewollt hätte... oder so... finde nur leider nichts dazu.


    Die ewig leidige Frage: Freier Wille oder nicht, und wenn ja, inwiefern. In welchem Bezugsrahmen.


    Ich gehe immer stärker davon aus, in gar keinem. Es gibt ihn nicht, den freien Willen.


    Zumindest wäre dies die Konsequenz auch in der JudasGeschichte. Keine Ahnung, wie Theologen das so leicht und gerne übersehen. :)
     
  3. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2009
    Beiträge:
    12.206
    Ort:
    zu südlich, zu östlich von dort wo mein Herz ist
    Dazu tendiere ich langsam auch.

    Was allerdings einer kollektiven Verdammung gleichkäme.
    Wir dürfen unsere Rollen spielen. In einem Spiel, das nicht unseres ist.

    Und was sich durchaus beschissen anfühlt.
     
  4. Ischariot

    Ischariot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2007
    Beiträge:
    5.897
    Ort:
    nördliches Waldviertel
    Vieleicht findest ja den Einen oder Anderen Denkanstoß hier: [thread=69241]Und täglich grüßt der Judas[/thread]​
     
  5. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.045
    Ort:
    burgenland.at
    Puhh! Das war jetzt knapp, Ischi.

    Mein Herzilein begann schon leicht zu flimmern,
    dachte schon ich muss wieder
    die Sandburg meiner Theorie neu aufbauen.

    Kalt und Sand führe ich immer mit mir,
    den Sand nur damit er ins Getriebe kommen kann – ist doch klar!

    Ich bind da nicht so flexibel als Kind,
    einmal Kalk zu Kalk zu sagen,
    und dann wieder Sand zum Kalk.

    Der Weg zum Vater ist es wohl in dieser Begebenheit nicht,
    den sie damals in einer eigenen Sekte den Judas verehrend gefeiert hatten,
    aber wenn Du den Hinweis noch zwei- oder dreimal einstreuen könntest,
    dann habe ich dieses WE ein „time out“.

    Dafür bin ich Dir recht dankbar,
    hoch verehrter Ältester.

    Sprich ruhig weiter, allein oder in Gruppen,
    denn alles was Du ab nun sagen wirst,
    kann gegen Dich verwendet werden …







    und ein :weihna2
     
  6. Thothy

    Thothy Mitglied

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    Für mich hört sich die Geschichte ... eine verschmähte Liebe an ... und zwar, viele verkaufen sich selbst, und tun das, was die anderen erwarten und wollen, anstelle dass sie das tun, was aus dem Inneren als Impuls kommt.
    Andere wiederum verkaufen seinen Nächsten, weil diese nicht ertragen können, dass Andere das tun, was sie wirklich wollen.
     
  7. Sepia

    Sepia Guest

    also wenn Du Judas als Schatten Jesu ansiehst dann wäre das mit der Opferung seines Schattens ja fast logisch und die Konsequenz dieser Opferung hat am Kreuz geendet, das Kreuz repräsentierend für Liebe und Weisheit,wa das Auflösen des Schattens bringt...
    Wenn Judas der Schatten Jesu war, was meinst Du dann mit der Frage ob er ihn bewusst geopfert hat.?
     
  8. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

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    Dake für den Link. Mein Judas ist heute argst verkatert. Werde mich also, wenn's mir besser geht, schlau machen.
     
  9. Faydit

    Faydit Sehr aktives Mitglied

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    Zwei Tote als Zeichen und Symbol von Liebe und Erlösung?
    Und einer stirbt in tiefster eigener Verzweiflung und voller Selbstvorwürfe?
    Damit der andere "aufsteigen" kann?
    ich kann's nicht wirklich in Worte fassen, aber so kommt mir das ganz persönlich doch etwas suspekt vor.

    Jesus hätte sich ja auch selbst, ohne den Verrat in irgendeiner Art stellen, selbst ausliefern können. Das wäre dann wirklich sein Trip gewesen. Aber so schiebt er Judas als den "Bösen", als Vorwand vor, um selbst nicht agieren zu müssen. Das verstehe ich nicht.

    Ich meinte nicht, dass Judas der Schatten von Jesus war, obwohl man es vermutlich so sehen könnte, schätze ich. Was ich hier meinte, ist, ob die Möglichkeit bestünde, dass Jesus seinen eigenen Schatten auf Judas projiziert hat. Ihn eventuell sogar bewusst oder unbewusst manipuliert hat. denn zumindest muss man wohl davon ausgehen, dass Jesus der mental und energetisch Stärkere war und das zumindest so gekonnt hätte. Was das ganze Jesus-Konzept dann eigentlich ad absurdum führen würde.
     
  10. Thothy

    Thothy Mitglied

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    Die Bibel darf man auf keinen Fall wortwörtlich nehmen ... man redet ja die ganze Zeit von archetypischen Erscheinungen ...

    Dass diese ganzen Stories wahr sein sollten, dachten die ganzen Erfinden der RKK, später auch "Christentum" genannt .. weil sie eben von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten, obwohl .. na ja ... von Blasen vielleicht ja doch .. wie man mittlerweile sieht ... :banane:
     
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