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Jeffrey Dahmer

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Lamia1, 24. Mai 2014.

  1. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
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    Hallo!

    Hierdurch präsentiere ich meine Psychoanalyse zum US-amerikanischen Serienmörder und Kannibalen Jeffrey Dahmer:

    Jeffrey Dahmer tötete ausschließlich Männer, die er im Homosexuellenmilieu kennenlernte. Seine Opfer beraubte er teilweise mittels bestialischer Methoden des Lebens. Beispielsweise bohrte er ihnen zunächst Löcher in die Schädel, um anschließend diverse Säuren hineinzuleiten. Während dieser Prozeduren waren die Opfer zum Teil noch am Leben. Später verspeiste Dahmer zuweilen die Leichenteile seiner Opfer.

    Bevor er den ersten Menschen liquidierte, hatte Dahmer sein "mörderisches Geschick" mehrfach an verschiedenen Tieren erprobt, wodurch es zu einer Reduktion emotionaler Hemmschwellen durch Inaktivierung des Über-Ichs und der Empathie kam.

    Meines Wissens litt Dahmer während seiner gesamten Lebensphase unter einer dominanten, massiv grenzüberschreitenden, emotional distanzierten und seine Intimitätssphäre infiltrierenden Vaterfigur. Deshalb ist es aus meiner Sicht nicht unwahrscheinlich, dass Dahmers Opfer als Substitut bzw. Projektionsfläche für seine Aggressionen fungierten, die sich im Ursprung auf den realen und/oder internalisierten Vater bezogen. Projektiv entledigte er sich jener akkumulierten Aggressionen durch die brutalen Ermordungen der Männer, wobei er auf kathartischem Wege psychische Entlastungszustände durch situative Abreaktionen herstellte. Auch die Ohnmacht, die Dahmer einst gegenüber seinem patriarchalischem Vater empfunden haben musste, konnte er nun ausgleichen, indem er durch die von ihm gelenkten Exekutionen zum omnipotenten Herrscher über Leben und Tod wurde. Er erlebte dabei womöglich narzisstische Höhenflüge, eine innere Befreiung und einen vertieften Zugang zu seinem Selbstgefühl, das sonst von der enormen Ohnmacht und Aggressivität belastet war.

    Die kannibalistischen Aktivitäten könnten Dahmers Versuch darstellen, über die orale Aufnahme des Männlichen ein maskulines Defizit der eigenen Identität zu kompensieren, denn es ist naheliegend, dass der Vater aufgrund seiner äußerst negativen Charaktereigenschaften für seinen Sohn nicht als positive Identifikationsfigur zur Verfügung stand. Dahmer hatte demnach keine Chance, sich mit seinem auf seelischer Ebene unerreichbaren Vater adäquat zu identifizieren, um eine solide männliche Identität auszubilden und zu entwickeln. Zurück blieb ein gravierender Minderwertigkeitskomplex.

    Viele Grüße

    Lamia
     
  2. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Ich finde, es ist nicht möglich, jemanden zu analysieren, zu psychoanalysieren, den man nicht persönlich kennt, also für die meisten Menschen Auge in Auge.

    Die amerikanischen Ureinwohner hatten nicht ohne Grund jene Idee: Bevor Du über jemanden anderes sprichst [nur sprechen!!], gehe einen Monat in seinen Schuhen.

    Sich mit anderen Menschen beschäftigen lenkt von der Hauptsache ab: sich selbst.
     
  3. Tany

    Tany Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2012
    Beiträge:
    17.465
    Danke Lamia - freue mich, mal wieder was von Dir zu lesen :)
     
  4. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
    Auf der Basis biografischer Daten und Elemente der diversen Serienmörder oder Mörder ist es durchaus möglich und legitim, psychoanalytische bzw. tiefenpsychologische Hypothesen aufzustellen, diese anschließend in Worte zu kleiden und zur Diskussion zu stellen. Bereits mehrfach habe ich in diesem Kontext erwähnt, dass in der Literatur zahlreiche psychologische Interpretationen zu Adolf Hitler und seinen NS-Verbrechen existieren, ohne dass die Autoren ihm jemals im Realen begegnet sind.

    Psychoanalysen sind aus meiner Sicht stets mehr oder weniger gut begründete Annahmen. Die Verifizierung psychoanalytischer Ideen erscheint mir generell schwierig, da viele dieser Inhalte auf Retrospektion beruhen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Mai 2014
  5. 0bst

    0bst Guest

    Es ist vielleicht manchen angenehm, auf Toten herumzutrampeln.

    Auf denen, die früher Macht ausgeübt haben und nun bei einer Mehrheit unbeliebt sind, so daß man sich zumindest von der Mehrheit keine Pietätlosigkeit vorwerfen lassen muß. Dadurch eine indirekte Legitimation für sein Verhalten erlangend.

    Man muß selbst nichts Herausragendes geleistet haben, einfach am Leben sein reicht.

    Gründe dafür könnten unter anderem sein Kontrollzwang oder Angst vor Verletzungen.

    ------------------------

    Wie man auf solch eine harsche Kritik kommt?
    Hier liegt es an den unangenehmen Gefühlen, die das Lesen des Eingangsbeitrags verursacht hat.

    Ansonsten: Alles Gute
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Mai 2014
  6. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.123
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    Ich trample auf niemandem herum, sondern ich versuche ganz im Gegenteil, diese Menschen nach meinen Möglichkeiten besser zu verstehen.
     
  7. 0bst

    0bst Guest

    Das ist löblich, vielleicht, wenn die Form stimmt.

    In diesem Fall hat es hier allerdings dazu geführt, daß jemand neugierig einen Beitrag angeklickt hat, ohne den Namen im Thread-Titel zu kennen. Unvermittelt mußte man sich dann hier einen Psycho-Schmutz antun, den man freiwillig nicht gelesen hätte. Schmerz und Abscheu waren die Folge.

    Ich frage mich ob der sehr knapp und mißverständlich gehaltene Titel absichtlich so gewählt wurde, daß Leser mit dem Thema überrumpelt werden.
     
  8. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
    Der Titel lautet "Jeffrey Dahmer" und hier geht es exakt um Jeffrey Dahmer. Ich lege Dir ans Herz, meine Beiträge fortan zu ignorieren.. ...

    Fürs Allgemeine: Ich reagiere nur noch auf themenrelevante Beiträge, mitnichten auf ad-hominem-Argumentationen.
     
  9. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.795


    Jepp.

    Wir kennen ihn alle nicht persönlich. Vieleicht war er ja neben seiner psychischen Erkrankung eigentlich ein ganz netter Mensch.

    Schlimm daß ein Mensch unter solchen üblen Bedingungen aufwachsen musste und schlimm was er für einen Wahn entwickelt hat.

    Ich wünsche ihm daß wo er jetzt auch immer ist Frieden gefunden hat.


    Das reisserische Durchhecheln seiner schlimmen Lebensumstände und was es mit ihm angerichtet hat hat er jedenfalls nihct verdient.

    Thema beendet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Mai 2014
  10. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.571
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    Woher stammt diese Information?

    LG
    Any
     

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