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Ist kartenlegen noch Zeitgemäß?

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von Shimon1938, 30. Juli 2017.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    18.359
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    Ich hatte zwei Lehrer: Prem Bodi und HajoBanzhaf. Beide veregrfe ich sehr...

    Shimon
     
    petrov gefällt das.
  2. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
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    18.359
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    Witzenhausen/Hessen in BRD

    Wir sollten uns tatsächlich darüber austauschen wie das ist stellvertretend für einen Kliente od.eine Klientin die karten zu ziehen?

    Shimon
     
  3. Skyline

    Skyline Sehr aktives Mitglied

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    Ruhrpott
    Was meinst Du mit stellvertretend? Also wenn mich jemand bittet, für IHN die Karten zu ziehen? Statt ihn selbst mischen und ziehen zu lassen? LG Sky
     
  4. PaulaM

    PaulaM Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6.215
    Kartenlegen sehe ich als Konzentrationsmittel für Menschen, die hinter die Dinge schauen vermögen. Ein anderes Konzentrationsmittel ist die Kristallkugel. Wir sind einmal aus Spass zu einer älteren Frau nach Linz gefahren, die eine angesagte Kristallkugelleserin gewesen ist. Spass wurde zum Staunen ...
    Also sehe ich Kartenlegen für Diejenigen, die damit ihre Fragen beantwortet bekommen, als zeitgemäß, ja als eine zeitlose Kunst.

    Ich meine aber grundlegend, keine der Methoden, hinter die Dinge zu schauen, funktioniert am laufenden Band, und jeder Protagonist kann sich KAUM auf jeden Menschen konzentrieren.
     
  5. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    18.359
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    Witzenhausen/Hessen in BRD

    ja genau das meine ikch, habe so nicht gearbeitet - biosher...

    shimon
     
    Skyline gefällt das.
  6. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    Hallo, Shimon,

    es freut mich, dass Du wie ich von Leuenberger besonders begeistert bist/warst. Leuenberger war für mich mit Abstand der einzig authentische Tarot-Lehrer. Anhand seines reichen Wissensschatzes und gleichzeitigen Sinns für dessen praktische Nutzbarkeit (diese Paarung ist bei Lehrern und anderen "Experten" äußert selten!) hat er mir mit seinen zahlreichen lebendigen Beispielen und Anregungen den Anstoß zum eigenen Lernen und Weiterlernen gegeben.

    Heute, als langjähriger Schüler der wahren(!) Anthroposophie Rudolf Steiners, weiß ich, dass der sogenannte Rider-Waite-Tarot von P. C. Smith und A. E. Waite der einzige moderne authentische Tarot ist, der die christlich-rosenkreuzerische Lehre, wie sie der Anthroposophie zugrunde liegt, in großer Klarheit und kunstvoller Schönheit widerspiegelt. Da ich seit mehr als 25 Jahren den Waite-Tarot autodidaktisch erforsche, kann ich dies ausnahmslos - und immer wieder von neuem - bestätigen. Meine eigenen Forschungsergebnisse füllen mittlerweile mehrere Ordner, und es sind manche Fakten dabei, die ich bislang in keiner früheren Quelle angedeutet fand. Ich bin mir sicher, einiges Neues entdeckt, aber wahrscheinlich viel mehr verlorengegangenes Wissen wiederentdeckt zu haben. Weshalb ich meine Schätze (noch) nicht öffentlich preisgebe, ist schlichtweg in meiner Sorge begründet, sie von Scharlatanen und anderen "Esoterikern" missbraucht, gestohlen und/oder kommerzialisiert sehen zu müssen. Nur ausgewählten Personen verschaffe ich Zugang, und im Übrigen wende ich mein Wissen an, wenn ich um Rat und Hilfe gebeten werde - selbstverständlich ohne irgendwelche Forderungen dafür zu erteilen, wie es die Lehrer und Führer der geistigen Welt gebieten.

    Es ist kaum bekannt, dass Waite ein vertrauter Schüler Rudolf Steiners war und er von ihm die Anregung erhielt, einen Tarot zu entwickeln, der die anthroposophische Lehre berücksichtigen sollte. Als seherisch begabte Kunstmalerin konnte er Pamela Coleman Smith gewinnen, die seine Bilder, die ihm vorschwebten, zu Papier brachte. Von Smiths Bildern geht ein einzigartiger reizender Zauber aus, der sicher nicht allein auf die jugendstilartige Linienführung und die klare leuchtende Farbgebung zurückzuführen ist; vielmehr sind es die Szenen, die sich in der Zeit des Hoch- und Spätmittelalterlichen Milieus abspielen, jener Epoche, in welcher die religiöse und tief naturverbundene Gesinnung allgemeines Charaktergut und die Empfindungsseele, das Gemüt, das Herz das primäre Erkenntnisorgan war. Der rationale kalte Intellekt war noch nicht wirklich entfaltet, weshalb auch die mittelalterliche Wissenschaft sehr lebendig war und immer Natur-Geister und himmlische Wesenheiten hinter den Phänomenen vermutet oder richtiggehend wahrgenommen wurden. Das radikale und unerbittlich starre Natur-Gesetz, das den Prinzipien der Logik und Berechenbarkeit folgt, gab es nicht. Dagegen begann in dieser Epoche das christliche Rosenkreuzertum wundervoll aufzublühen, und dem Templer-Orden ist es zu danken, dass das wahre esoterische Christentum in Europa Fuß fassen konnte. Eben diese warm-herzige, rührende Stimmung ist es, die den Waite-Tarot gerade in der heutigen gott- und herzlosen Welt so beliebt macht, und es spricht einiges dafür, dass Waite seinen Tarot gerade für unsere Zeit so gestaltet hat, sozusagen als ein Gegengewicht und Gegenmittel, mit seelen-tröstenden und -heilenden Kräften ausgestattet...

    Wenn man anthroposophisch geschult ist - und auch sonst ein gesundes Denken und Empfinden bewahrt hat -, ist im Ägyptischen Tot-Tarot des Aleister Crowley das diametrale Gegenstück zu Waites Tarot festzustellen. Schon stilistisch bemerkt man einen erheblichen Kontrast: Im Gegensatz zum Waite-Tarot sind die Farben und Farbtöne insgesamt düster, erdig und verwaschen, sodass selbst von den Lichtern darin nur ein matter Schein wie durch einen Nebel ausgeht. Die Szenen sind sehr surrealistisch und phantastisch und spielen deutlich auf den ägyptischen Mythos an, allerdings - und das ist das Fatale daran - großteils auf äußerst skurrile Weise entstellt. Dabei ist diesem Tarot sein ausgesprochen künstlerischer Reiz keineswegs abzusprechen. Vergleicht man aber die Wirkung beider Decks auf den Betrachter, so strahlen die Bilder Waites Wärme, Licht und Leben aus, während die Bilder des Crowley-Tarot finster und schwül erscheinen und den Geruch des Todes atmen. Und während bei Waite durchwegs jungfräuliche Bescheidenheit und Reinheit die Szenen beherrscht, wütet bei Crowley der pure Sexus, schamlos obszön und jegliches Empfinden der Ehrfurcht und Dankbarkeit vor dem universalen Lebensprinzip mit Füßen tretend. Schließlich ist die Festlegung der Zahlenkarten auf bestimmte einzelne Begriffe und astrologische Symbole ein Zeichen der Indoktrination und gezielten Hinlenkung auf fixe Vorstellungen und Glaubenssätze - wogegen die bloßen Abbildungen bei Waite dem Denken und der Phantasie alle schöpferische Freiheit lassen...

    Zweifellos entlarvt sich Crowleys Tarot - im Gegensatz zum Waite-Tarot - als ausgesprochen antichristlich, und dem Gesetz der Polarität entsprechend, wonach sich einer guten Kraft immer eine negative entgegenstellt ist anzunehmen, dass es ihn in dieser Form ohne jenen anderen nicht geben würde...

    Die Frage, ob Kartenlegen noch zeitgemäß sei, kann ohne weiteres bejaht werden. Tarot-Legen ist im Grunde zeitlos, wie die in ihm enthaltene Weisheit des Kosmos selber, der wir uns gar nicht genügend zuwenden können - und sollen, besonders und gerade in der Gegenwart. Dabei muss natürlich klar sein, dass der Tarot für triviale Belanglosigkeiten durchaus nicht bemüht wird. Fragen wie etwa die, ob und wann man diese oder jene Person heiraten sollte, ob der Gatte oder Freund auch wirklich treu ist oder ob der Hausverkauf sich als günstig erweisen wird unterschreiten nicht nur die Würde des Tarot, sondern auch dessen, der das Schicksal authentisch zu deuten weiß...

    ...meint

    Werdender
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. August 2017
    Hatari, Shimon1938 und Tugendengel gefällt das.
  7. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
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    680
    Guten Abend @Werdender,

    ich habe zwar - ehrlich gestanden - von der Deutung von Tarotkarten absolut Null Ahnung. Ich selber deute seit ca. 13/14 ausschließlich die Lenormandkarten, allerdings mit ebensolcher Leidenschaft, Akribie und Feinfühligkeit, wie Du mir die Tarotkarten zu deuten scheinst.

    Deine "Hymne" im positiv verstandenen Sinne zu der Einzigartigkeit und Tiefgründigkeit des Rider-Waite-Tarot hat mich sehr berührt und ergriffen. Deine herausragende sprachliche Sensibilität, Deine Feinfühligkeit und Deine emotionsversprühende Begeisterung für die Karten "springen mich förmlich an".

    Deine Beschreibungen sind einfach nur wunderschön, innig und zu Herzen gehend.

    Ich hoffe, ich durfte dies einfach mal an dieser Stelle so kundtun.

    Dir noch einen sanft ausklingenden Abend
    Tugendengel
     
  8. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    München
    Hallo, Tugendengel,

    vielen Dank für das schöne Kompliment!

    Vielleicht hat ja meine "Werbung" für den Waite-Tarot manchen Leser neugierig gemacht...

    Dir auch noch einen hoffentlich etwas kühleren Abend und eine geruhsame Nacht nach diesem extrem heißen Tag!

    Werdender
     
    Tugendengel gefällt das.
  9. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
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    680
    Vielen Dank für Deine traumschön beschriebenen Kartendeck-Unterschiede!

    Da bin ich mir absolut sicher! Mich z. B. hat Deine "Fürsprache" sehr neugierig gemacht. Ich werde mir vor dem Schlafengehen jetzt mal die einzelnen Kartendarstellungen genauer ansehen.

    Wo Du gerade das Wetter ansprichst: ich sehe gerade, dass Du wohl in München beheimatet bist. Ich war vorletzte Woche aus beruflichen Gründen auch noch für mehrere Tage in München, wo ich "Bekanntschaft" mit Eurem "Kaiserwetter" machen konnte.

    Was für eine unglaublich beeindruckende Stadt, deren "ehrfurchtseinflößende" Historienträchtigkeit ja fast an jedem Haus, an jeder Statue und an jedem monumentalen Denkmal bis in die heutige Zeit sichtbar "hinübergerettet" wurde.

    Diese faszinierende Stadt, in der Du scheinbar wohnst, und Deine faszinierenden historischen Schilderungen - irgendwie passt das meines Erachtens gerade sehr gut zusammen ...

    Liebe Grüße
    Tugendengel
     
  10. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    Das ist mir gar nicht aufgefallen... - Aber ich mag unsere Altstadt und die vielen noch intakten typischen Münchener Viertel sehr; sie sind mir zutiefst vertraut, hier fühle ich mich ganz und gar zuhause. - Allerdings, so, wie ich schreibe, rede ich überhaupt nicht. Im mündlichen Dialog kommt immer der reinste Münchener bei mir durch...
     
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