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Ist das Leben ein einziger 'Fehler'? (oder viele verschiedene)

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von RougeRenouveau, 14. Februar 2013.

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    Kennt ihr das? Immer wieder wird mir was bewusst, daß ich was falsch gemacht habe usw., über Jahre, rückwirkend - bereue es dann zutiefst und muss dann irgendwie damit fertig werden, was manchmal geht, manchmal nicht.

    Wenn ich so zurückblicke, dann kommt es mir vor, als hätte ich jahrelang völlig unbewusst gelebt, mir überhaupt keinen Kopf gemacht usw. Und Jahre später wird einem dann bedingt durch ein Erlebnis bewusst, was man da für einen Mist gemacht hat die ganze Zeit. Und dann ist es zu spät. Oft. Manchmal.

    Warum ist das denn so? Ist das ganze Leben ein einziger Fehler? Oder mehrere, viele verschiedene.

    Mir ist das schon öfter aufgefallen. Jahrelang wird so und so gehandelt, bis einem irgendwann klar wird, daß das 'falsch' ist und war!
    Das kann doch nicht sein alles?! :confused:
     
  2. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Ich frage Dich:
    Wenn Du (Du-RougeRenouveau) vor dem Computer sitzt und diese Frage reintippst, bist Du dann ganz ehrlich, wahrhaftig bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus? Gibst Du alles - Du behältst nichts zurück?

    Ich antworte Dir auf Deine möglichen Antworten:
    Du - RougeRenouveau - antwortest mit JA.
    Dieser Zustand gehört hier dazu. Es ist ein Scheißzustand. Er scheint endlos. Und tut weh. Ich weiß. Das scheint eine schlechte Nachricht zu sein und doch ist es eine gute Nachricht, weil es Dir im Grunde sagt, dass das Leben immer Veränderung ist. Im Grunde vergleichst Du zwei nicht zu vergleichende Bewußtseinszustände von Dir selbst - es könnte Dir - wenn Du es sehen kannst - wie ein schlechter Trick vorkommen - und ich werde mich bemühen, ihn Dir zu erleuchten: Die RougeRenouveau vor vielen Jahren, die war so wie sie damals war, aber sie war in einem Punkt gleich wie heute: sie gibt alles, sie tut ihr bestes, sie versteht so gut es eben geht und dann lebt sie es, lebt es und lebt es und lebt es, und im Leben gefällt ihr manches und manches nicht und heute, jetzt, hier, ist großer Frust, Wut, Ärger, Zorn, Enttäuschung ... und RougeRenouveau hat EINEN ANDEREN BEWUSSTSEINSZUSTAND ALS VOR VIELEN JAHREN, WEIL SIE DIESE ERFAHRUNG GEMACHT HAT ... gemacht hat: das ist Vergangenheit .... Du hast es erlebt .... und das Ergebnis gefällt Dir nicht .... JETZT, oder in wenigen Tagen, Wochen, Monaten, kannst Du etwas anderes leben, etwas neues wagen .... aber erst .... wenn Du getrauert hast .... über Dein bisheriges - sprich altes - Verständnis, das nun, heute, jetzt, einem neuen Verständnis Platz machen darf ...

    Zur Trauer gehört dazu, dass Mensch schreit, weit, die Welt anklagt, Teller wirft, heult, Hassbriefe schreibt etc. Zur Trauer gehört eine Phase der Resignation. Es gibt keine festgelegte Dauer für Trauer.

    Du - RougeRenouveau - antwortest auf meine Fragen mit NEIN
    Du bist die Betrügerin selbst. Nicht das Leben hat Dich betrogen, sondern Du betrügst Dich jeden Tag selbst. Du lügst mich an und erhoffst Dir auf eine halbherzige Frage ein vollbrüstige Antwort. Du gibst mir ein Stöckchen, willst aber mein Herz. So geht das nie gut. Wenn Du etwas zurückhältst, weil Du - was auch immer denkst - dann wirst Du nie bekommen, was Du brauchst. Heute ist der wichtigste Tag in Deinem Leben und jetzt die wichtigste Sekunde, wenn Du jetzt alles gibst ist alles so wie es sein soll, auch Deine Wut, Trauer, Resignation, Selbstverleugnung ... Wenn Du das Leben nicht mit allem was Du hast schmecken, riechen, empfangen willst, dann hast Du das Leben falsch verstanden. Du wirst dann einen Liebesversicherung abschließen, damit Du im Falle eines Falles wenigstens von der Versicherung geliebt wirst - an der waghalsigen Verrücktheit dessen, was im diesem Satz steht, siehst Du vielleicht, dass Du immer das bekommst, was Dir verstehen hilft. Dass es ohne Schmerz geht ist eine Esoillusion und auch sonst weit verbreitet. Nein, ohne Schmerz geht es (noch) nicht. Verstehen ist eine Handlung, die durch Fehler lernt. Fehler ist eine Wertung und an und für sich schwierig.

    Fehler behauptet, mit dem Bewußtsein von heute, Du hättest damals etwas anders machen können (ohne Dein heutiges Bewußtsein) - doch das ist falsch.

    www.psychotherapie-schrenker.de/Steinpalme.pdf könnte es verdeutlichen.

    JA - oder NEIN?
     
  3. FOxxxY

    FOxxxY Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2013
    Beiträge:
    869
    Ort:
    Im Bau
    An manchen Tagne meint man am besten wärs einen großen Radierer zu nehmen und all das negative und fehlerbehaftete Dinge wegzuradieren. Aber stell dir vor was bleibt dann. Ein fertiges Bild mit Lücken. Sicher wieder befüllbar, aber die Handschrift ändert sich ob das noch so harmonisch dann ist? Weil auch wenn ma es nicht sieht das Bild sind wir eben und es passst zusammen :)
     
  4. Babyy

    Babyy Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2012
    Beiträge:
    772
    Ort:
    Wohin meine Beine mich tragen
    Du entwickelst dich ständig weiter, veränderst dich. Es ist klar, dass du heute in den gleichen Situationen anders handeln würdest als damals. Und in 5 Jahren wirst du dir denken, was du dir heute dabei gedacht hast, dieses oder jenes zu tun.

    Wir wachsen an unseren Handlungen und den Konsequenzen daraus. Das ist ein Lernprozess. "Falsch" in dem Sinne gibt es da eigentlich nicht.

    :)
     
  5. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.909
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen

    Du beschreibst sehr schön, was nicht nur du, sondern was wir alle erleben und wo wir uns fragen, was das eigentlich alles soll. Du beschreibst die Wirkung deines Gewissens, das uns allen einen nagenden Kummer bereiten kann, doch könnten wir ohne es uns seelisch-geistig weiterentwickeln? Ist nicht selbst das Gewissen in einer beständigen Entwicklung begriffen?

    Man könnte dennoch zweifeln und fragen, was das soll, denn man wird ja älter und älter, bis man aus dem Leben scheidet. Und, was soll das für einen Sinn haben? Na ja, viel scheint es nicht zu sein, schaut man immer wieder auf sein Leben zurück, wird man langsam älter.

    Wir Menschen sind Wesen, die nach einem Sinn fragen. Dies trägt in sich einen religiösen Charakter, wie auch in deinen dargestellten Existenzfragen ein Sinn gesucht wird. Meine Antwort auf die Sinnfrage ist die beständige Entwicklung und nicht Glaube im üblichen Sinne.
     
  6. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
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    Meine Grundeinstellung ist dass das Leben schwer ist ist und Fehler mit einkalkuliert sind. Wir sind schliesslich nur Menschen und nicht fehlerfrei. So lange man einsieht dass man Fehler macht und daraus lernt, ist es eine positive Erfahrung. Nur der, der glaubt keine Fehler zu machen und deshalb nie was lernt, verschwendet sein Leben und wird es am Ende bereuen, wenn er überhaupt noch nie Möglichkeit dazu hat oder benutzt.
     
  7. Talisman

    Talisman Neues Mitglied

    Registriert seit:
    13. Februar 2013
    Beiträge:
    16

    Es kommt auf den Standpunkt an, wie du das Leben und das Erleben des Lebens betrachtest. Wenn du davon ausgehst, das wir hier sind um zu lernen, machen wir zwangsläufig "Fehler".

    Die Frage ist, ob wir uns "Fehler" (ich würde Unbewußtheit besser finden) gestatten oder ob wir beginnen, diese" Fehler" zu bewerten.
    Bei Letzterem machen wir keine Lernschritte. Sehen wir Unbewußtheit als Möglichkeit bewußter zu werden und Änderungen vorzunehmen, haben wir mehr Leichtigkeit und Gelassenheit im Leben.

    Darin liegt all unsere Freiheit, ja oder nein zum Leben wie es sich im Moment darstellt, sagen zu können und Veränderungen anzugehen oder es zu lassen. Beides liegt dann in unserer Verantwortung... sprich wir geben die Antwort auf das Leben selbst.

    Talisman
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2013
  8. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.569
    Liebe Rouge,

    ich nenne das Entwicklung, auf welcher Ebene auch immer sie stattfindet. wie eine Geburt, die von Schmerzen begleitet wird, wodurch jedoch Neues entsteht. Die Phase der Schwangerschaft kann hier manchmal Jahre brauchen. *seufzt*

    Manchmal denke ich: was mache ich jetzt gerade wohl alles "falsch", wovon ich morgen wissen werde, wie es "richtig" gewesen wäre? :umarmen:

    LG
    Any
     
  9. Also ich bin für JA, dieser Absatz von dir hat mich am meisten angesprochen, während ich NEIN kaum lesen konnte.

    Ich habe es auch so empfunden, daß ich die Jahre als absolut UNBEWUSST beschreiben würde, wie ich dort gelebt habe. Natürlich kann es sein, daß ich das in 10 Jahren wieder sagen werde, wenn ich zurückblicke, wer weiß das schon.

    Ich finde es dennoch unglaublich, daß es auf einmal Klick macht und einem dann so viel klar wird oder einem alles-so viel anders erscheint. Dann kommt irgendein Gefühl auf, durch diesen Befreiungs-oder-Freilegungs-Klick und es tut nur noch weh. Was so vorher ja nicht war.

    Danke, daß du dir die Zeit für diesen Beitrag genommen hast, naglegt. Und danke für den Beitrag an sich.
     
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    Ja, das stimmt. Und das mit dem Bild mit Lücken stimmt auch, allumfassend betrachtet.
    Letztendlich, so kommt es mir vor, hat es dann wieder mit Akzeptanz zu tun. Akzeptieren und hinnehmen, oder annehmen, daß es so ist und war, wie es ist und war. Was, meinem momentanten Gefühl nach, auch erst wieder ein Prozess ist.

    Es ist bloß schade, wenn mir das so heute nichts mehr nützt, dieser 'Bewusstseinswandel', oder wie ich das jetzt nennen soll.

    Danke FOxxxY.
     
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