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Island: Glücklich ohne EU und ohne Euro

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Lichtpriester, 3. Juli 2012.

  1. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
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    Hallo!

    Könnt ihr euch noch an den Banken-Zusammenbruch im Jahr 2008 in Island erinnern? Gerade mal 4 Jahre ist es her. Kein Politiker in Europa findet es auch nur ansatzweise der Mühe wert, hinzuschauen und sich eventuell das eine oder andere Scheibchen abzuschneiden. Es wird totgeschwiegen, Banken "jeglicher Coleur und Nationalität" werden gerettet auf "Teufel komm raus" und die Schulden, welche Banken machen, eben mal so auf die Bevölkerung draufgepackt, bis sie daran jämmerlich ersticken.

    Auch, wenn es noch ein paar Jahre dauert, bis die Krise vollständig überwunden ist: Island zeigt es Europa, dass es auch ohne EU und Euro recht gut funktioniert!

    http://www.welt.de/kultur/article107705666/Island-ist-gluecklich-ohne-die-EU-und-den-Euro.html

    Glückwunsch Island!
     
  2. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Was für ein Scheibchen soll man sich hier deiner Meinung nach abschneiden, Lichtpriester?

    Den Investoren, die Geld ins Land fließen lassen finanziell die Kehle durchzuschneiden? Das finde ich nicht beispielhaft, sondern zutiefst asozial. Wenn ich mein Geld dort angelegt hätte und jetzt mit einem Achselzucker und einem feuchten Händedruck weggeschickt werden würde, wär ich ziemlich angefressen ehrlich gesagt, und zwar mit gutem Grund. Was nicht heißen soll, dass ich anklagend mit dem Finger auf die Isländer zeigen will (eine Entscheidung musste schließlich getroffen werden), dass ich aber sage: Das ist keine Lösung und das kann keine Lösung sein. Wie würdest du reagieren, wenn morgen dein ganzes Erspartes einfach weg ist?

    Was ist noch eine "Lösung", sich aus dem Euro rauszuhalten und im Notfall die eigene Währung abwerten? Das läuft aufs Gleiche raus. Der Euro hat viel Gutes gebracht, und er hat die wirtschaftlichen Beziehungen unter den Mitgliedsländern verbessert. Die Probleme, die jetzt da sind, sind nicht prinzipiell auf den Euro zurückzuführen - der Euro macht nur das "rausschleichen" durch die Hintertür im Sinne einer Abwertung der Währung unmöglich, weil ein einziges Land (z.B. Griechenland) nicht auf eigene Faust den Euro abwerten kann, und da liegt das Problem. Aber dieses ewige Rausschleichen kann auch auf Dauer keine Lösung sein, siehe oben.

    Ob eine zwischeninstanzliche Staatshaftung (oder ESM-Haftung) die bessere Lösung ist, weiß ich selbst nicht. Aber einfach zu sagen "tough luck, wir ham keine Kohle und kein Bock zu zahlen, kthxbai" widerspricht meinem Gefühl von Anstand und Gerechtigkeit.
     
  3. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Du findest, die Isländer sollten dafür zahlen, dass die Banken Mist gebaut haben und Geld ihrer Anleger verspekuliert haben? Und Du willst das unternehmerische Risiko mal eben einfach aussetzen? Wenn Du hohe Zinsen kassieren willst, gibts das nicht ohne Risiko. Und Du findest dann richtig, dass die Bevölkerungen das Risiko auffangen müssen?
     
  4. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Das Scheibchen, dass es auch ohne EU und ohne Euro geht. Das Argument "hach, ich will mein Geld nicht verlieren" zieht nicht. Das Geld wird für diverse Anleger und Sparer früher oder später sowieso verloren sein. Besser ein kurzer, sauberer Schnitt, als ein langwieriges Dahinsiechen.

    Nicht böse sein, aber wenn man mitbekommt, was für Machtspielchen bei der EU da am Werken sind, und auch, wie Banken sich benehmen mitsamt ihren ganzen Spekulationen und die Menschen gehen daneben vor die Hunde... ist DAS ehrlich? Für mich nicht. So wie es aussieht, geht alles in Richtung Finanzdiktatur. Super, wenn die Staaten der Reihe nach Souveränität abgeben. Bin begeistert! :ironie:

    Guck mal nach Griechenland. Kaum ist die Wahl vorbei, ist die griechische Regierung bemüht, die Sparauflagen möglichst zu umgehen. Angeblich wurden 1000 neue Beamte eingestellt. Und wieviel Geld wurde den Banken in Griechenland in den Rachen geschoben.... Das Volk sieht ohnehin nichts oder kaum etwas von diesen vielen, vielen Milliarden. Die Anleger, insbesondere die Banken, sind fein raus. Sichern sich ab, damit sie nur ja nichts verlieren. Zahlen darf der kleine Mann. Aber das ist denen "da oben" egal. Sehr ehrlich. :rolleyes:

    Die EU ist nicht das ehrliche Europa, das für die Menschen agiert!
     
  5. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde
    Naja, man kann ein Land am Ende von Europa und gerade mal 320.000 Einwohnern nicht mit anderen Ländern vergleichen.

    Island lebt überwiegend von Fischexport. Der Anteil am Export beträgt 88 %. Durch die Abwertung der isländischen Krone ist Fisch billig. Und findet natürlich reißend Absatz. Was dazu führt, dass die Fanggründe maßlos überfischt werden.

    Dazu haben sich die Staatsschulden von 2008 bis 2011 vervierfacht. Und nun rate mal, wer diese Schulden bezahlt? Vielleicht doch der Steuerzahler?
    Diese Schulden sind durch die Verstaatlichung der Banken entstanden.

    Was man aber durch von den Isländern lernen kann, ist wie man mit einer Krise umgeht: Ärmel hochkrempeln und arbeiten und kämpfen.
     
  6. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
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    Ich denke mal, grundsätzlich ist es in Island nicht viel anders als in anderen europäischen Ländern. Vielleicht täusche ich mich, aber ich glaube nicht, dass die Einwohnerzahl so eminent ausschlaggebend ist, dass man der Situation nicht Herr werden könnte.

    Mag sein, mag auch nicht sein. Vielleicht ist die nachhaltige Fischzucht (soweit möglich) ja auch schon in Island angekommen? Abgesehen davon glaube ich, dass im Prinzip jedes europäische Land "sein Spezialgebiet" im Bereich wirtschaft hat bzw. aufbauen kann. Da ist halt Flexibilität und Kreativität gefragt.

    Ist mir klar. Nur mache ich einen Unterschied, ob ich als Steuerzahler die Schulden des "eigenen" Landes bezahle, oder gleich halb Europa noch dazu, weil die EU nichts besseres zu tun hat, als für marode Banken im Land "Irgendwo" als eine Art Selbstbedienungsladen zu fungieren. Siehe Italien und Spanien.

    Genau - und zwar ohne EU und Euro. :thumbup:
     
  7. Flugzeug

    Flugzeug Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2012
    Beiträge:
    337
    Es läuft alles auf einen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems Europa hinaus und dann werden wir vernünftig.
    Wozu spekulieren?
    Die Welt reguliert sich von alleine immer mal wieder in ein machbares neues System.
    Die Zeiten stehen auf Umbruch.
    Abwarten und Tee trinken.
     
  8. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Das ist mir bekannt. Allerdings denke ich, dass es mit weniger Schmerz einher geht, wenn ein Schnitt gemacht wird (ohne, dass man unter ESM oder sonstwas schlüpfen muss), als zu warten, bis der Reihe nach die Banken (und Staaten) zusammenkrachen und dann nur noch Chaos pur herrscht.
     
  9. Flugzeug

    Flugzeug Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2012
    Beiträge:
    337
    Die Menschen,Politiker,Banker wachen wahrscheinlich nicht auf,bevor die Katastrophe eintritt,das gemeine Volk auch nicht.Da bin ich Realist.Das Auto repariert Otto-Normalverbraucher auch erst ,wenn es nicht mehr fährt.Ein bischen Geräusch hier und da wird gerne überhört.
     
  10. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
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    Ja.... aber die Hoffnung stirbt zuletzt (dass noch ein paar munter werden). :)
     
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