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Intuition oder Automatismus?

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von Possibilities, 30. Juli 2012.

  1. Possibilities

    Possibilities Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Oktober 2010
    Beiträge:
    7.297
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    Guten Abend!

    Sind wir nur Marionetten in den Händen unseres Unbewussten?
    Wissen wir wirklich, was wir tun?
    Resultieren unsere Entscheidungen nur aus Erfahrungen und endlosen Wiederholungen?
    Wenn ja, welchen Einfluss hat dann unser Verstand?

    Ich freue mich auf einen regen Austausch.
     
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  2. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
    Beiträge:
    4.802
    Ort:
    hmm. wollte auch so einen ähnlichen thread eröffnen.

    das problem ist wohl dass die menschen zu sehr auf durchzug schalten.
    die frage: "willst du ein leben reich an jahren oder willst du jahre reich an leben?". "die langsamen überholen die schnellen". diese wiederholungen sind sicher ein problem: "machst du einmal etwas falsch, machst du einen fehler; wiederholst du diesen fehler, machst du einen zweiten (lernunfähigkeit)". das rad des karmas und der wiedergeburt muss nicht ewig laufen. wenn man lernen will, lässt es sich anhalten. deswegen mein gedanke ob nicht das rad eine schädliche erfindung sei weil es für das rad des karmas und das rad der wiedergeburt steht. wir könnten heute mit fliegenden untertassen unterwegs sein. das ist wohl nicht erwünscht weil man die leute klein halten will. so plagen wir uns herum mit einer fahrzeugtechnik die nicht gerade rein in ihren auswirkungen ist. ich glaube, ufos können ohne räder erzeugt werden.
     
  3. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
    Beiträge:
    4.802
    Ort:
    übrigens bin ich nach so einigen erfahrungen zu diesem schluss gekommen:

    das bestehende "system" will durch störmanöver unter allen umständen unterbinden dass man sich aus dem bestehenden morphogenetischen feld ausklinkt und radikal etwas neues aufbaut. ich weiß nicht wie daniel dingle es schafft, aber stanley meyer haben sie umgebracht und bei mir machen sie es mit so aktionen wie husten und ähnlichen geräuschen und in letzter zeit mit intensivem, "genau abgestimmtem" verkehrslärm sodass ich es nie schaffe, einen durchbruch raus aus dem system zu schaffen.

    wahrscheinlich ist dieses system so konstruiert dass du, wenn du mitspielst (eine rolle annimmst, zb techniker oder wirtschafter) es nie schaffen wirst dass du etwas völlig neues entwickelst. die rolle hält dich gefangen und durch sie musst du automatisch mitspielen. man müsste seine rolle und all das wissen loslassen. beides kann man heutzutage nicht haben. aber wenn du das machst und dein eigenes ding durchziehst, wirst du automatisch sofort als außenseiter, sonderling abgestempelt wodurch man andere davon abhalten will, es dir gleichzutun. es ist möglich, in seiner eigenen, wohlkonstruierten welt zu leben falls man gewisse vorzüge des angepasstseins (hier geht es um eine sehr tiefgreifende form des angepasst- oder nichtangepasstseins) aufzugeben bereit ist.

    ich bin ohnehin überzeugt, dass die heutige technik in der endphase ihrer entwicklung ist und dass bald eine grundlegende neuerung kommen muss. wenn man sich zum beispiel die technik des individuellen straßenverkehrs ansieht, wo nur noch ps-zahlen und so zählen - eine totale verengung der ausdrucksform der eigentlich riesigen menschlichen kreativität. ich glaube, es wäre eine beleidigung unserer spezies oder überhaupt der schöpfung zu sagen, die aktuelle straßenverkehrstechnik wäre die krone der schöpfung - eine fürchterliche beleidigung. wie ich schon sagte, dient diese technik (und jetzt schließt sich der kreis) dazu, jegliche ausbrüche von individuen aus dem morphogenetischen feld durch störmanöver (genau angepasster lärm) zu unterbinden - und das zum teil auf brutalste (nicht vom staat sanktionierte) weise.
     
  4. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
    Beiträge:
    4.802
    Ort:
    ohne dafür werben zu wollen - aber diktaturen haben vorteile: wenn sie störfaktoren ausschalten, kann sich eine gesellschaft ungestört in eine zentral vorgegebene richtung entwickeln. es können ausgewählte wissenschaftler erkenntnisse ausarbeiten welche einen quantensprung bedeuten weil sie eben nicht von unheimlichen störmechanismen aus der bahn geworfen werden.

    das ist vielleicht auch das geheimnis der aktuellen politischen vorgänge: derzeit werden die letzten diktaturen auf der welt beseitigt. und dann werden wir sehen dass wir beileibe nicht am ziel unserer wünsche sind. denn unsere lebenswelt liegt in scherben. und um diesen schaden zu beseitigen, werden wir auf neue methoden zurückgreifen müssen - auch solche die von diktaturen ausgearbeitet wurden.
     
  5. McCoy

    McCoy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2007
    Beiträge:
    1.961
    Ort:
    Köln
    Hallo


    Das klingt so negativ. Eltern treffen viele Entscheidungen für ihre Kinder. Sie schicken sie ins Bett, lassen sie nicht unbegrenzt Süßkram essen oder ziehen ihnen eine dicke Jacke an, bevor sie im Winter nach draußen dürfen. Sie tun das in dem Glauben, die Folgen besser absehen zu können, haben im Blick, dass man am nächsten Tag früh aufstehen muss, zu viel Schokolade nicht gesund ist oder man sich ohne passende Kleidung eine Erkältung einfangen kann. Trotzdem würde man Kinder nicht als Marionetten ihrer Eltern bezeichnen, weil die normalerweise versuchen werden, im Sinne ihres Nachwuchses zu handeln und nur dessen Bestes wollen.
    Ist es mit unserem Unbewussten nicht ganz ähnlich? Warum sollten wir nicht darauf vertrauen können, dass auch Entscheidungen, die wir unbewusst treffen, gut für uns sind? Immerhin stecken Bewusstes und Unbewusstes im selben Kopf, sind auf den selben Körper angewiesen.


    Wenn man wissen so definiert, dass es gute Gründe für das gibt, was man tut, dann ja. Denn wir sind auch unser Unbewusstes. Wenn es z.B. frühere Erfahrungen in seine Entscheidungsfindung einbezieht, würde es dann Sinn machen, jedes Mal all diese Erinnerungen ins Bewusstsein zu rufen, vor dem "geistigen Auge" ablaufen zu lassen? Wir würden ständig in Gedanken versinken und wären kaum noch zu einer Handlung fähig.


    Jede Entscheidung und deren Folgen werden zu einer neuen Erfahrung, die wiederum Einfluss auf die nächsten Handlungen nimmt. Sie kann sich nie ganz exakt wiederholen. Ein Taschenrechner kommt bei Eingabe der gleichen Folge aus Zahlen und Rechenzeichen immer zum gleichen Ergebnis. Hat ein Kind ein Mal auf eine heiße Herdplatte gefasst, wird es das nicht wieder tun, auch wenn die äußeren Umstände (Herd ist an und verlockend geheimnisvoll, Mutter nicht im Zimmer) die gleichen sind.


    Vielleicht steckt im Unbewussten ja viel mehr Verstand, als im Bewusstsein? Ich denke, das Bewusstsein ist eines von vielen Werkzeugen des Gehirns, das nur bei besonderen Gelegenheiten behelligt wird und zum Einsatz kommt. Z.B. um längerfristige Folgen unseres Tuns durchzuspielen, oder beim Versuch, unser Handeln aus der Sicht eines anderen Menschen zu betrachten.

    Kurz gesagt: keine Angst vor dem Unbewussten.


    Gruß
    McCoy
     
  6. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

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    22. Oktober 2011
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    2.909
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    Nordrhein-Westfalen
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    Ja, das klingt negativ, wenn aber einige positive Punkte in Beziehung zum Unbewussten herausgearbeitet werden, so bleibt dennoch die Frage nach dem Marionettenhaften. Ähnlich drücken sich mir gegenüber so genannte Christen aus, wenn ich ihnen vorhalte, von ihrem Gott abhängig zu sein. Sie sagen dann, es sei ja das Beste, zu tun, wie Gott es wolle. Aber dies verlangt den Preis der geistigen Unabhängigkeit und gewinnt den göttlichen Schnuller.
    Selbst wenn vom Unbewussten nur das Gute käme, so wären wir, so wäre unser bewusstes Leben von ihm immer noch abhängig.

    Die andere Seite des Unbewussten ist das Dunkle, Numinose und Unheimliche, unter dem wir ebenso leiden können. Dazu braucht es nicht erst schlimme Psychosen, denn schon im Alltag hecken wir unentwegt Gemeinheiten aus, manche sind eher bewusst, andere eher unbewusst - Mr. Hyde ist überall!
     
  7. Possibilities

    Possibilities Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Oktober 2010
    Beiträge:
    7.297
    Ich versuche die Frage mal anders zu stellen:

    Ist unser Bewusstsein also die Marionette des Unbewussten?
    Nach dem Motto: "Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun." ?
     
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  8. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Die Hypnose-Experimente von Sigmund Freud, die er auf einem Ärztekongress präsentierte, untermauern zumindest diese Annahme. Die eigentlichen Handlungsmotive sind den Menschen nur selten bewusst. Sie führen Aktionen aus und rationalisieren dabei die Intentionen. Das gilt vor allem für ein psychologisches Abwehrverhalten, das beispielsweise der emotionalen Kompensation oder Neutralisation dient.

    Die Verstandesfunktionen, auch das Über-Ich und die subjektive Moralität, bilden die letzte Instanz, welche eine vom Hirn aufgrund unbewusster Motivationen bereits vorbereitete Handlung noch aufhalten kann. Das geht aus neurowissenschaftlichen Studien mit dem Elektroenzephalographen hervor.
     
  9. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

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    Nordrhein-Westfalen
    Die Frage wurde im Wesentlichen ja schon gestellt. Im Falle einer psychotischen Zwangserkrankung, wo der Kranke bestimmte Rituale durchführen muss, kann von ihm bewusst nicht gegengesteuert werden. Das wäre ein Beispiel.

    Fragen wir aber tiefer, so dient die Zwangshandlung einem bestimmten Zweck, um eine seelische Störung zu überwinden. Wenn das erkannt werden kann, ist das Bewusstsein zwar dem Unbewussten ausgeliefert, aber sie dient dem, was Mc Coy bereits angedeutet hat, dem Guten. Insofern entpuppt sich das Schlechte als gut.
     
  10. Possibilities

    Possibilities Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Oktober 2010
    Beiträge:
    7.297
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    Gibt es also, neurobiologisch gesehen, keinen Raum für Freiheit?
     
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