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innere Ablösung von Mutter

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Enigmata, 12. Februar 2008.

  1. Enigmata

    Enigmata Guest

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    Hallo!

    Ich bin 24 Jahre alt und mitten im Ablösungsprozess von meiner Mutter.
    Die äußere Trennung habe ich bereits vollzogen - da meine Mutter meine Eigenständigkeit und mein eigenes Leben nicht akzeptieren kann, haben wir keinen Kontakt mehr.
    Die Beziehung zu meiner Mutter war eine sehr enge und fast absolute - ich hatte so so gut wie nicht die Gelegenheit, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, so hat sie mich gefühlsmäßig immer beherrt.
    Früher, als ich begann, mein eigenes Leben zu leben, verging ich fast vor Schuldgefühlen ihr gegenüber und fühlte mich sehr verpflichtet ihr gegenüber. Das hat sich mittlerweile gelegt und ich habe begonnen, ihr gegenüber mein Leben zu behaupten, indem ich ihr in einigen Briefen mal offen geschrieben habe, was ich denke (was ich mich früher nicht ansatzweise getraut habe vor Schuldgefühlen).
    Also die äußere Trennung habe ich vollzogen.
    Nun stehe ich aber vor der inneren Trennung. Und ich weiß nicht, wie das geht. Wie trennt man sich innerlich?
    Ich habe oft starke diffuse Angstgefühle, habe sehr stark Verhaltensweisen meiner Mutter übernommen, die nicht die meinen sind. Innerlich beherrscht mich meine Mutter noch in mir. Wie kann ich mich davon lösen?

    Danke fürs Lesen

    Lg, Enigmata
     
  2. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2005
    Beiträge:
    23.378
    Ort:
    home sweet home
    Hallo Enigmata, :)

    erstmal Glückwunsch dass du es geschafft hast, dich von deiner Mutter äußerlich zu trennen. Ich kann dich total verstehen und deine Gefühle nachvollziehen, denn genauso war auch die Beziehung zu meiner Mutter. Sie selber ist jemand, der auch nie gelernt hat, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und hat sich immer von anderen fremdbestimmen lassen, besonders von ihrer Mutter, was auch heute noch so ist. Zumal ich von Natur aus auch noch jemand bin, der ziemlich sehr mit anderen mitleidet und sich schwer abgrenzen kann, hab ich immer mit meiner Mutter mitgelitten und mich einschüchtern lassen, ich konnte keine Grenze mehr zwischen uns beiden ziehen und hab meiner Mutter auch somit unbewusst gestattet, Macht über mich auszuüben.
    Vor kurzem hab ich eine Familienaufstellung gemacht, eigentlich um im Grunde andere Probleme die ich hatte zu lösen, und dabei gleich noch die Beziehung zu meiner Mutter geklärt.
    Ich glaub das hat viel mit Eigenverantwortung zu tun, Eigenständigkeit usw. Hast du das Gefühl, dein Leben alleine in die Hand nehmen zu können oder sehnst du dich manchmal doch irgendwo nach einer stützenden Hand, bzw. jemand der sich kümmert?
    Die Beziehung zu meiner Mutter war ziemlich ambivalent, einerseits wollte ich dass es ihr gut geht, damits mir dann auch gut geht, ich hab gehofft dass sie mich und das was in mir vorgeht, versteht, aber sie ist auch jemand der sich nicht helfen lassen will bzw. eher jemand der alles gemacht haben will ohne einen Finger selber krumm zu machen, und da war ich dann an einem Punkt, wo ich meine eigene Selbstachtung verloren hätte.... wir hätten ja die Rollen dann getauscht, ich wäre ihre Mutti gewesen und sie das kleine Kind um das ich mich kümmere. Das wollte ich nicht, sonst wär ich ja selber auf der Strecke geblieben. Jetzt bin ich an dem Punkt, wo mich das Leid und das Leben meiner Mutter nicht mehr innerlich berührt, ich kann die Verantwortung für ihr Leben bei ihr lassen, ohne mir anzumaßen da einzugreifen oder für sie was erledigen zu müssen.
    Vergebung wäre möglicherweise auch ne gute Methode, dich innerlich zu lösen, oder halt so ne Therapie wie Aufstellungsarbeit.
    Wie gehts denn deiner Mutter damit, dass du dich getrennt hast?

    lg Annie :)
     
  3. Enigmata

    Enigmata Guest

    Hallo Annie!

    Erst mal danke für deine Antwort!
    Ja ich bin genau wie du auch ein Mensch, der sehr mitfühlend ist, dem immer alles leid tut und der die Schuld immer bei sich sucht.
    Und innerlich abgrenzen fällt mir daher auch extrem schwer, dass ich es im außen mit meiner Mutter so geschafft habe, war ein sehr harter innerer Kampf.

    Es ist so, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, meine Mutter zu brauchen und ich weiß auch, dass ich selbst überlebensfähig bin.
    Aber ich habe eine Heidenangst vorm Leben - ja die Angst ist sehr übermächtig und so gut wie immer da. Sie hindert mich in allen Lebenslagen. Es ist eine diffuse Angst, keine Angst vorm Alleinsein. Also halt körperliche Angstreaktionen, ich kann vor lauter Angst kaum "ich" sein, sondern nur eine Hülle und das belastet mich und meinen Freund.
    Wobei ich, wenn ich meinen Freund nicht hätte, oft das Gefühl einer inneren Leere hätte.

    Ich habe meine äußere Entscheidung getroffen, dass ich mein Leben leben werde und nicht mich weiter für meine Mutter lebe, egal was sie macht.

    Meiner Mutter geht es mit meiner äußeren Trennung von mir nicht gut, sie hat erst ein riesiges Geschrei genmacht, das mich total fertig gemacht hat (so nach dem Motto "Oh Gott, wie kannst du mir das antun, das ist ja so schrecklich"). Und als ich dann ein paar Briefe in bestimmten Ton geschrieben habe, wo ich offen aussprach, was ich denke und fühle, da hat sie mich mit Freundlichkeit überhäuft, die aber nicht echt ist. So nach dem Motto: Egal was ist, ich liebe dich doch so sehr und du bist bei uns jederzeit willkommen". Wobei ich weiß, dass sie auf der anderen Seite vor Wut kocht und sich inseheim wünschen würde, dass ich am Leben und meiner Beziehung mit meinem Freund scheitere.
     
  4. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2005
    Beiträge:
    23.378
    Ort:
    home sweet home
    Hi Enigmata, :)

    Wie äußert sich denn deine Angst so bzw. in welchen Situationen tritt das auf? Diffus, also hast du Angst irgendwas nicht zu schaffen, alleine dazustehen ohne Hilfe, auf dich gestellt und kannst bestimmte Sachen nicht bewältigen? Vielleicht hast du was von deiner Mutter übernommen und tust nun für sie das ausagieren? Was ist mit deinem Vater?

    Ich kenn solche Gedanken die du hast auch, nach aussen hin war ich immer stark und dachte ich krieg alles alleine hin, hab ich irgendwo auch, aber innerlich stand ich immer kurz vorm Zusammenbrechen und dachte, es interessiert sich eh keiner dafür wie´s mir geht, also ich muss stark sein sonst geh ich noch kaputt. Dass ich aber am stark sein wollen kaputt gegangen wäre, auf die Idee bin ich nicht gekommen. Meine Mutter hat genau das Thema auch, sie musste früher alles alleine machen und hatte keine Hilfe und wollte wohl auch keine annehmen.

    Hast du denn mit deinem Freund schon mal drüber gesprochen?

    Ja, auf die Tränendrüse drücken und in Selbstmitleid baden kann meine Mutter auch gut. Früher hab ich nach aussen hin immer so getan als ob mich das gar nicht jucken würde, dabei bin ich innerlich verzweifelt, und vor meiner Mutter hab ich mich geschämt. Heute berührt mich das selbst innerlich nicht mehr.

    Hast du das Gefühl, dass dich deine Mutter wirklich liebt oder will sie dich nur kontrollieren und ihre Nase bei dir reinstecken?
    Vielleicht wärs gut, das Leben deiner Mutter objektiv zu betrachten, um die Gründe für ihre Verhaltensweisen zu sehen, ohne dich dabei irgendwie mit reinziehen zu lassen. Das hilft mir momentan auch ganz gut, und ich kann das was zu meiner Mutter gehört auch bei ihr lassen.
     
  5. Enigmata

    Enigmata Guest

    Hallo Annie,

    Ja, meine Ängste habe ich schon von meiner Mutter übernommen, nur noch um ein Vielfaches verstärkt.
    Die Angst äußert sich generell, also ich hab fast immer Herzklopfen, einen Kloß im Hals. Es ist so eine diffuse Angst, bestraft zu werden, etwas ganz Schlimmes getan zu haben. Aber dabei weiß ich von Kopf her genau, dass das Unsinn ist und es OK ist, was ich mache, ja dass ich es machen muss.
    Dann hab ich so eine wahnsinnige Angst, es nicht zu schaffen mich zu lösen. Angst für immer in mir gefangen zu sein. Denn das bin ich: Völlig in mir gefangen. Ich fühle mich wie Schneewittchen in einen gläsernen Sarg gesperrt.

    Wenn ich nur daran denke, meine Mutter zu sehen oder mit ihr zu sprechen, dann bekomme ich regelrecht Panikattacken, so übermächtig ist die Angst.

    Es macht mir sehr zu schaffen, dass auch mein Freund darunter leidet.
    Ja, früher habe ich alles für meine Mutter ausagiert und es ihr abgenommen.

    Mein Vater war immer schon im Hintergrund, hielt und hält sich immer aus allem raus und sagt nie, was er denkt. Er kann überhaupt keine Gefühle zeigen und kann über nichts persönliches reden.
    Als ich ihnen aber erzählt habe, dass ich zu meinem Freund ziehe weit weg, da hat mein Vater geweint.

    Ja, genau, ich hab auch immer nach außen hin funktioniert, nach außen hin perfekt und volle Leistung und habe mich regelrecht ausgebeutet und all meine Bedürfnisse verleugnet.

    Durch meinen Freund hat sich das aber zum Teil sehr geändert, ich kann mir nun auch Dinge gönnen und habe nicht mehr den Zwang immer funktionieren zu müssen.

    Mit meinem Freund kann ich über alles reden, wir sprechen sehr viel miteinander und er steht mir bei, so gut er kann. Aber seine Kräfte sind auch so gut wie erschöpft.

    Lange Zeit habe ich wirklich geglaubt, dass meine Mutter mich über alles liebt. Aber heute weiß ich, dass das keine Liebe ist. Wenn sie mir ihre Liebe versichert, dann fühlt sich das nicht echt an, da ist nicht dieses warme Gefühl, das bei Liebe sonst da ist. Es ist ein Besitzergreifen, ein Absorbieren, ja sie wollte mich praktisch zu einem Teil ihrer selbst machen, zu ihrer Puppe.

    Wie hast du denn diese innere Ablösung vollzogen? Kam das automatisch? Hat es irgendwann klick gemacht? Brauchtest du dazu den Kontakt zu deiner Mutter?
     
  6. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    Ich hab mich ein wenig damit abgefunden 3Frauen zu haben :Meine mutter ,meine partnerin und lilith -die königin des Paradieses.meine mutter ist einfach zu nett als das ich sie so einfach im altenheim abstellen könnte .so habe ich einen Pflegedienst beauftragt und kümmere mich auch selbst ein wenig.doch ich muss zugeben ,dass das nicht immer ohne stress mit meiner partnerin abgeht .also mein weg ist sicherlich nicht für jeden geeignet.
    alles liebeHw
     
  7. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    Das kenn ich auch gut, meine Mutter hat alles für mich getan und mir immer gesagt dass ich das Einzige bin was sie hat und sie mich sie mich so sehr liebt, aber irgendwie kam da nix rüber.... sie wollte mir das geben, was sie selber nie bekommen hat, aber wer keine Liebe erfährt kann sie ja auch nicht weitergeben.

    Wie gesagt, ich hab ne Familienaufstellung gemacht, im Januar erst. Alleine wär ich da wohl nicht rausgekommen.

    Ich hab gelesen, du machst auch Astrologie, hast du denn da schon was rausfinden können? Schwierige Mondaspekte vielleicht? Wär mal interessant...

    :)
     
  8. Enigmata

    Enigmata Guest

    ja genau, meine Mutter wollte mir auch all das geben, was sie selbst nicht bekam, konnte es aber nicht. Materiell bekam ich sehr viel, aber das hat immer ein ungutes Gefühl in mir ausgelöst.

    Also eine Familienaufstellung kann wirklich helfen, da rauszukommen? Zeit die denn nur die Strukturen oder führt die auch zu so nem gefühlsmäßigen Begreifen, wo sich innerlich wirklich was ändert?

    Also mein Mond (11. Haus in Löwen) hat nur gute Aspekte: Konjunktion Venus, Trigon Neptun und Sextil Pluto.
    Allerdings hab ich eher das Gefühl, dass die Problematik mit meiner Mutter eher was mit meiner 5 Grad entfernten Pluto-Saturn-Konjunktion zu tun hat, die ich im ersten Haus habe.

    :flower2:
     
  9. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    Schon krass, deine Worte könnten von mir sein. Ich hatte immer das Gefühl, meine Ma investiert schon mal in mich, um dann wenn sie meine Hilfe braucht, sagen zu können "Was hab ich nicht alles für dich getan, und wo bleibt der Dank dafür???" :rolleyes:

    Also ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass da wirklich seelisch emotional was abgeht, da können einem schon mal die Tränen kommen, aber am Ende wenn die Ordnung wieder hergestellt ist und man in der Liebe ist, ist das einfach nur überwältigend, und dieses innere Bild was du verinnerlicht hast, ist dann ja das, was du in deinen Alltag trägst. :liebe1:
    Manchmal kann es auch sein, dass sich direkt am Verhalten der aufgestellten Familienmitglieder was ändert, aber in jedem Fall ändert sich deine Sicht auf die Dinge und du lässt das was dich vorher noch belastet hat, nicht mehr an dich ran. Kann man ganz schlecht beschreiben, muss man einfach erleben! :party02:

    Vielleicht ist es nicht primär ne Problematik mit deiner Mutter, sondern so ne Art Sippenkarma was du da noch mit dir rumträgst. Pluto-Saturn ist ja auch ein Generationsaspekt und sagt alleine nicht viel aus.
    Hast du was im 4. Haus oder im 10. ?
     
  10. Enigmata

    Enigmata Guest

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    Oh das mit der Familienaufstellung klingt ja wirklich klase. :)
    Ja, vielleicht sollte ich das wirlich mal in Erwägung ziehen.

    Ja, bei mir ist es schon auch Familienkarma, das hat mir eine Freundin, die Channel-Medium ist, zweimal gesagt bzw einmal angedeutet. Dass die alle an mir noch was lernen sollen.

    Nein, im 4. oder 10. Haus hab ich nix.
    Ah doch, jetzt fällt mir noch ein, dass ich ne Mond-Lilith-Opposition hab. Das trifft ganz gut meine ambivalente Mutterbindung, finde ich. Lilith ist übrigens im 5. Haus im Wassermann.
     
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