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Ich will ständig die Gefühle anderer schützen

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von Daniela81, 22. Dezember 2015.

  1. Daniela81

    Daniela81 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    16
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    Hallo liebe Forumsmitglieder

    Nach einer Auseinandersetzung mit meinem Partner und meiner Stieftochter habe ich mir sehr viele Gedanken über mich selbst gemacht und es ist tatsächlich so, dass ich mir einbilde ständig zu wissen was andere fühlen. Mein Partner meint das ich mich da in etwas hineinsteigere und das ich meine Gefühle nicht auf andere projektieren soll.

    Um einige Beispiele zu nennen, mein Partner hat eine 10-jährige Tochter und ich merke das sie Probleme mit mir hat. Sie wird eifersüchtig und akzeptiert mich nicht wirklich an seiner Seite. Sie will ihren Papa für sich. Für mich ist das nicht wirklich ein Problem denn ich glaube zu fühlen was sie fühlt und ehrlich gesagt kann ich sie sogar verstehen. Dadurch versuche ich sie ständig vor diesen Gefühlen zu schützen. Wenn sie bei uns ist schläft sie bei ihrem Papa weil ich nicht möchte das sie das Gefühl erhält das ich ihn ihr weg nehmen möchte und wir verbringen ja nur jedes zweite Wochenende zusammen. Mein Mann findet das sie ihren Platz nun finden muss und das sie es akzeptieren muss das ich an seiner Seite bin. Das ich sie nicht immer vor diesen "negativen" Gefühlen die sie haben wird wenn ich ihr den Platz an seiner Seite im Bett nicht mehr überlasse wegnehme. Er meint es würde ihr mehr schaden. Sie müsse da einfach durch und lernen das nicht sie das Leben von ihm bestimmt.
    Im Moment sind wir an der Familienplanung und sie erwähnt gegenüber uns oft das sie keine Geschwister möchte. Dies sehr stark und wütend. Ich gehe darauf nicht ein und ignoriere es weil ich glaube zu fühlen das sie unglaublich viele Probleme damit hat und ich möchte das Messer nicht noch tiefer setzen. Mein Mann ist da ganz radikal und sagt ihr das sie das nicht zu entscheiden hat wenn er noch Kinder möchte und ist dabei recht hart zu ihr. Wenn ich mit ihm darüber spreche meint er das sie lernen muss mit diesen Gefühlen umzugehen.

    Es ist aber nicht nur bei seiner Tochter so. Ich habe das bei sehr vielen Menschen. Ich glaube mir einzubilden das ich genau fühle was andere fühlen und versuche niemand in eine unangenehme Situation zu bringen. Ich merke schnell wie sich jemand fühlt oder wenn mich jemand nicht mag. Dann dränge ich mich nicht auf und ziehe mich zurück. Oder ich merke wenn sich jemand in einem Gespräch mit mir langweilt und ich breche das dann sofort ab. Oder allgemein schaue ich was der andere fühlt und dann passe ich mich an. Wenn sich jemand auf einem Ausflug den ich organisiere langweilt, dann breche ich den ab und gehe nach Hause und versuche etwas zu machen was ihm gefällt. Also das sind so allgemeine Beispiele.

    Mein Partner ist da ganz anderes. Wenn er einen Ausflug organisiert dann ist ihm das relativ egal ob sich derjenige der mitkommt langweilt oder nicht. Denn schliesslich hat er sich dafür entschieden diesen Ausflug mitzumachen und dann muss er da halt durch. Auch wenn wir wegen einer Kleinigkeit streiten fühle ich mich oft schuldig und schlecht und denke noch zwei Stunden später darüber nach wie ich das jetzt lösen könnte das sich mein Partner oder mein Gegenüber besser fühlt. Das Ding ist nur das diese Menschen das meistens dann schon längst vergessen haben und gar nicht mehr darüber nachdenken.

    Mein Partner meint das dies aus meiner Kindheit kommen würde das ich ständig das Gefühl habe zu wissen was andere fühlen weil ich meine Gefühle auf sie projektiere. Vielleicht ist das wirklich so. Ich weiss es nicht. Ich nehme auch immer alles sehr persönlich. Wenn er mir sagt das ich mich doch um dies oder das kümmern könnte dann fühle ich mich sofort angegriffen und habe das Gefühl das er mich nicht liebt wenn ich nicht so bin wie er ist.

    Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, ich möchte mich abgrenzen können. Andere fühlen eben was sie fühlen und es sollte eigentlich nicht mein Problem sein. Und ich bin mir auch sicher das ich der Stieftochter keinen Gefallen tue wenn ich sie ständig vor negativen Gefühlen schützen möchte denn das ist ja auch ein wichtiger Lernprozess.

    Ich weiss auch nicht recht was ich nun erwarte, ich wollte es einfach mal aufschreiben. Vielleicht kennt ja dies jemand?

    Liebe Grüsse
    Daniela
     
  2. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    VGZ
    Jedesmal, wenn ich sowas lese oder höre, empfinde ich "egoistische Elterlichkeit". Ich erachte es als sinnvoll, dass die Akzeptanz auf Seiten der Eltern statt finden muss, und dem Kind durch Vorleben gezeigt wird, dass es keinen Grund für Eifersucht gibt. Nicht das Kind muss akzeptieren, sondern die Eltern haben zu akzeptieren.

    Gefühle schützen? Welche? Das Eifersuchtsgefühl des Kindes oder das Akzeptanzgefühl der Eltern? Oder die Maske der Unehrlichkeit?

    Ist dein "Partner" nun dein "Mann" oder handelt es sich um 2 Personen?
     
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  3. übermütig

    übermütig Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.799
    Liebe Daniela!

    Dein Text hilft mir. Weil ich mich selbst zum Teil wiederfinde, es aber nun aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann.
    Deshalb ist meine Antwort an dich eine für uns beide.
    Ich finde es an sich schön, dass du auf die Gefühle anderer Menschen Rücksicht nehmen möchtest. Ich frage mich aber auch:

    Was möchtest du eigentlich?

    Und wenn ich mir selbst diese Frage stelle, dann erkenne ich, dass ich mir sehr oft Gedanken gemacht habe über meine Freunde und Lieben.

    Macht ihm/ihr der Ausflug jetzt Spaß?
    Das war mir wichtiger als mein eigener Spaß.
    Ich dachte, abgelehnt zu werden, bei einem "misslungenen" Ausflug.

    Dann habe ich angefangen zu forschen und auch mal in den Situationen zu bleiben, die sich für mich/oder vermutet für die andere Person unangenehm anfühlten.
    Es war zwar nicht so einfach, aber ich hatte keine Lust mehr, mich zu verbiegen auf der Suche nach der totalen Harmonie.

    Meistens war es einfach nur eine vorübergehende Stimmung.
    Freund blieb Freund.
    Außer in einem Fall. Da merkte ich, dass die Freundin nicht damit umgehen konnte, wenn ich mich nicht ganz nach ihr richtete.
     
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  4. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.284
    Willkommen im Forum :)

    ...aber, seit 6 Jahren registriert, 2 Beiträge und 2 Themen wobei Du im anderen Thema nichts mehr geschrieben hast, schreibst Du hier mit...?
     
  5. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2015
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    Oberbayern
    Ja, da muss die Not schon groß sein. Pro Jahr 0,33333 Beiträge, rein rechnerisch.
     
  6. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
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    4.610
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    Hallo Daniela,

    ich denke mal, es gibt nur sehr wenige Menschen, die diese Situation nicht aus der einen oder anderen Erfahrung kennen. Auch ich kenne das ziemlich gut, dass ich mir immer Sorgen um die Gefühle anderer gemacht habe. Ich gehe aber mal davon aus, dass Du die Gefühle anderer Menschen nicht absichtlich verletzen wirst ....

    Wesentlich ist hier für dich zu lernen, dass Du für die Gefühle anderer Menschen, auch denen von Kindern, nicht verantwortlich bist. Gerade Kinder (aber auch manche Erwachsene die es als Kinder nicht gelernt haben) müssen auch lernen, Interessen anderer zu respektieren. Gerade Kinder sind sehr auf sich bezogen, weil es natürlich ihre einzige Aufgabe ist, möglichst geliebt und behütet aufzuwachsen. Unsere Gesellschaft verstärkt das sehr oft auch mit solchen Verhaltensweisen, wie auch Du sie an den Tag legst.

    Diese Verhaltensweise ist auch für dich kontraproduktiv. Wenn Du dich zurückziehst und deinen eigenen Raum, deine eigenen Interessen nicht behauptest, dann werden andere Menschen diesen Raum einnehmen. Vielleicht kennst Du das auch aus anderen Situationen in deinem Leben?

    Du hast natürlich deine neue Tochter auch in einem denkbar ungünstigen Alter kennengelernt. Gerade vor Beginn der Pubertät klammern Kinder ziemlich an ihre Bezugspersonen. Und dadurch kommt dir natürlich Eifersucht entgegen. Gerade wenn dein Partner auch vielleicht schon einige Zeit alleine war, dann war natürlich die Tochter ziemlich der Mittelpunkt sienes Leben, bzw. hat sich dorthin gedrängt - natürlich mit allen Vorteilen die ihr das bietet. Gerade da ist es aber für dich wichtig (gemeinsam mit deinem Partner) deinen / euren gemeinsamen Raum zu behaupten. Das ist natürlich vordringlich eine Aufgabe deines Partners, zu dir zu stehen und seinem Kind hier Grenzen zu setzen. Letzdenlich aber eure gemeinsame Aufgabe, auch seine Tochter in die Familie zu integrieren, notfalls - da sicher auch Schäden durch die Scheidung vorhanden sind, vor allem Verlustängste - mit Unterstützung durch einen Therapeuten oder Lebensberater (Österreich). Wenn Du hier unterstützt, dass hier zu sehr auf das Kind Rücksicht genommen wird, dann wird eure Partnerschaft mit grosser Wahrscheinlichkeit problematisch werden (da ihr gegeneinander auszuspielen seid, gerade bei bevorstehender Pubertät), und dem Kind wird für sein Leben geschadet werden, weil seine Sozialisierung in der (Familien)Gruppe nicht passiert (was bei Paarungen Vater/Tochter leider sehr oft passiert, dass da aus Schuldgefühlen verhätschelt und um den Finger gewickelt wird).

    Was ich natürlich auch nicht verschweigen will ... gerade in dem Alter und mit bevorstehender Pubertät wird es für dich sehr schwierig werden, das Kind zu überzeugen. Was dir dann während der Pubertät echte Probleme machen kann - je nachdem was sie bisher beeinflusst hat. Da wirst Du sicher viel Fingerspitzengefühl brauchen, um mit der Situation umzugehen.
    Was da wichtig für dich ist ... deiner neuen Tochter zu zeigen, dass dieses neue Familienleben auch für sie Vorteile bringt ... ohne sie jedoch in irgendeiner Form zu kaufen. Notfalls solltest Du dir hier selber Unterstützung durch einen Berater suchen (eigene Beratung auf jeden Fall zu deinen Grenzen, eventuell Familienberatung wenn es zu problematisch wird), um hier ein grösseres Repertoire an Alternativen entwickeln zu können.

    Für dich ist es auf jeden Fall wichtig, deine Grenzen zu finden, und zu lernen sie auch in adäquater Form zu behaupten. Helfen könnte, wenn Du deine bestehenden Themen bzw. Verbote auflösen würdest (hier würde ich Psychokinesiologie empfehlen). Du musst nicht gut sein, Du musst nicht nachgeben, Du darfst deine eigenen Interessen vertreten, und es darf auch manchmal dabei etwas lauter werden ;).

    Alles Liebe
    KingOfLions
     
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  7. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

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    "Ich weiss auch nicht recht was ich nun erwarte, ich wollte es einfach mal aufschreiben. Vielleicht kennt ja dies jemand?"

    Daniela, ich kenne das so ähnlich mit der BÖSEN Stiefmutter und Stiefvater. Die Kinder waren damals noch recht klein, teilw. weit unter 10 Jahren. Ich kann Dir darum recht gut folgen.
    Wenn Du nicht weißt, was Du erwarten sollst, wird es höchste Zeit, dies/Dich zu ändern. Lass die ANDEREN ANDERE sein, egal ob Tochter, Partner, Familie, Arbeitskollegen, Nachbarn usw...
    Lerne, Deine Meinung zu sagen und Du wirst sehen, alles wird besser. Opfer braucht hier niemand zu spielen, Du erst recht nicht.
    Alles Gute,
    JiK
     
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  8. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

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    (y)(y)(y)(y)(y)
     
  9. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    11.284
    weil, wenn Du nicht mit schreibst, möchte ich mir die Mühe einer Antwort nicht machen :)
     
  10. Skorpina

    Skorpina Sehr aktives Mitglied

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    Hi Daniela,


    ich finde es sehr mutig von dir, dich zu hinterfragen und den Versuch zu unternehmen, ein Muster zu durchbrechen. Den 1. Schritt hast du schon getan.


    Meine vorsichtige Analyse und gleichzeitig eine Frage an dich: Vermutlich bist du der Typ Mensch – der stets eine „Symbiose“ zu anderen Menschen herstellen will, ein Credo: „Was du fühlst- will ich auch fühlen“ und umgekehrt. Kannst du das spüren?

    In der Psychologie gibt es nur eine sinnvolle Symbiose, die zwischen Mutter und Neugeborenem. Alle andern Symbiose-Versuche gelten als pathologische Erscheinung. Du hast bereits erkannt, dass dir das nicht hilft – mit anderen Gefühlen mitzuschwingen. Ein Rat hier im Forum was schon, zu schauen, wie es dir dabei geht. Sei ganz bei dir und deinen Gefühlen – aber genau hier kann das Problem liegen, denn du weißt nicht, was du fühlen sollst. Du bist wie ein Seismograph, der auf andere schielt, um wissen zu wollen, was du fühlen sollst. Die Wurzel mangelnder eigener Befindlichkeit liegt in der eigenen Unsicherheit. Da heißt nicht, dass man nicht empathisch sein soll, aber Mitgefühl hat nichts mit Mitleid zu tun oder erzwungener Übereinstimmung.

    Warum du (vermutlich) auch immer der Steiftochter gegenüber ein ´schlechtes Gewissen´ hast - oder deinem Ehemann gegenüber, all das macht dich unfrei.



    Dein Mann interpretiert deine Gefühle, statt dich zu fragen, bei ersterem findet fast immer Projektion und Gegen- Projektion statt. Das kann nicht zur Lösung dienen. Es könnte eher fragen, ´woher kommt das, dass du so handelst und diese oder jenes tun musst?


    Vielleicht findest du dich auf einer tiefen Ebene nicht liebenswert genug, du strengst dich an, alle glücklich zu machen. Du tust auf der Befindlichkeitseben viel für andere. Vielleicht stellt sich erst dann für dich das Gefühl ein, "jetzt hast ich Liebe (Respekt) (Beachtung) verdient"?!

    Erkunde doch mal welcher Typ Mensch du bist (diverse Typlehren)? Ich könnte mir vorstellen, dass du eine „Geberin“ oder „Helferin“ bist. Das Muster ist wie folgt: erst wenn alle um mich glücklich sind und du dich angestrengt hast für deren Seelenwohl zu sorgen, erst dann hast du Respekt verdient und wirst gemocht – so deine Sicht. Durchbreche diesen Kreislauf. Es mag etwas Heiliges an sich haben, sich um das Wohl anderer zu kümmern, aber es hat auch – und das muss man schonungslos sagen – etwas Manipulatives an sich. An der Stelle kann ich das nicht weiter mit ein paar Sätzen vertiefen.

    Nur so viel, überlege doch mal, ob dein Handeln, andere zu ihrem Glück verhelfen zu wollen, gegen ihren Willen, richtig ist und zu deren Besten ist. Denn: Schmerz, Unwille, Sturheit, Unglück müssen ander auch in ihrem Charakter integrieren. "Wohlbefinden" ist die eine Seite der Medaille - es gibt auch eine "Rückseite" - wo Licht ist m u s s auch Schatten sein. Haben Menschen (auch unsere Kinder und Partner) nicht auch das Recht, schlechte Erfahrungen zu machen?

    Kannst du was damit anfangen?


    Herzliche Grüße,
    Skorpina
     
    Moondance, Daniela81 und übermütig gefällt das.
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