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"Ich will"--Eine etwas andere Sinnsuche

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von frido, 25. Oktober 2002.

  1. frido

    frido Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2002
    Beiträge:
    150
    Ort:
    Steiermark
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    Nachdem ich eine "Lanze für das Ich gebrochen habe" und ich schon einige Beiträge uber Wert und Unwert des "Ichs" gelesen und auch selber verbrochen habe, ist mir aufgefallen, daß wir einen beonderen Aspekt des "Ichs" praktisch ignoriert haben.
    Wir haben nie über den Willen gesprochen. Dabei ist gerade dieser Aspekt der hauptverantwortliche Teil des Egos. In meinen Augen ist gerade das "Ich will" und das Vermögen oder Unvermögen, es zu verwirklichen, die große Triebfeder, die uns antreibt, unserer Grenzen zu sprengen, aus dem Käfig der Realität auszubrechen, neue Wege und Möglichkeiten zu suchen und zu finden. Das Unmögliche zu wagen und zu gewinnen oder auch total auf die Nase zu fallen.
    Ich wünsche fröhliches diskutieren, und möge jeder an Erkenntnis und Wissen gewinnen
    Es grüßt herzlich frido
     
  2. Hallo frido!

    Was hast du denn gegen die liebe Realität? Was ist an ihr so beengend? Sie ist ein weites, weites Feld...

    Nietzsche hat ja mal so einen Schmöker verfasst: "Der Wille zur Macht". Der Wille ist eine Naturgewalt. Alles was lebt, hat den Willen zur Macht. Der Wille ist eine Naturdirektive, der wir zu folgen haben. Sie drückt sich in unseren Trieben und Wünschen aus.
    1. Überlebenstrieb
    2. Trinken und Essen
    3. Geschlechtstrieb
    4. Forschungstrieb
    Und denen zu folgen - im Gegensatz zu manchen menschlchen und allen religiösen Direktiven - macht ja auch Spaß!

    So long,
    Gisbert
     
  3. frido

    frido Mitglied

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    150
    Ort:
    Steiermark
    Hi Gisbert

    Ich habe nichts gegen die Realität und ihre Möglichkeiten. Ich habe nur etwas dagegen, daß ich sie nicht nach meinen Bedürfnissen und Wünschen ausleben kann. Daß ich mich nach der Decke strecken muß, ob es mir recht ist oder nicht. Dabei sehe ich viele Möglichkeiten vor augen. Und ich denke, daß es vielen so geht.
    In diesem Sinne grüßt herzlich frido.
     
  4. Ach so. Ich hatte das so verstanden: Die Realität sei dir zu eng und du strecktest dich nach der Irrealität. LSD...Ecstasy... you know... Nein! Das dachte ich nicht...:weihnacht

    LG
    Gisbert
     
  5. frido

    frido Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2002
    Beiträge:
    150
    Ort:
    Steiermark
    Hi Gisbert

    Ich strecke mich natürlich nach der Irrealität. Natürlich versuche ich das Unmögliche möglich zu machen. Aber ich versuchs nicht mit Drogen, wenn ich auch leidenschaftlicher Raucher und Gelegenheitsalkoholiker bin. Wäre dem nicht so, würde ich mich nicht im Esoterikforum aufhalten, denn gerade hier, denke ich mir zumindest, kann man Gedanken ausprechen und Schlußfolgerungen ziehen, ohne das man deswegen gleich ins Irrenhaus gesteckt wird. Im Sinne unserer Lottogesellschaft: "Alles ist möglich..."
    Es grüßt herzlich frido
     
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    Ooh, dann achte auf Kvatar. Der wähnte mich in einem seiner berühmten Postings schon in einer Zwangsjacke und im Irrenhaus... :D

    LG
    Gisbert
     
  7. Was willst du den wollen, frido. Mmmhhh?


    Der Wille ist ernst; er legt sich fest


    das sagt doch schon alles. Oder?
     
  8. Mara

    Mara Guest

    @Joscha

    Aber nur solange, bis er hat was er will, der Wille. Dann sucht er sich was neues...

    Mara
     
  9. Luna

    Luna Guest

    ohne Willen wuerde das Kind nicht laufen lernen
     
  10. frido

    frido Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2002
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    Steiermark
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    An Alle

    Da ich bei der Eröffnung des Threads relativ wenig über den Willen ausgesagt habe, möchte ich jetzt näher erläutern, was ich dazu denke, und welche Fragen mich dazu beschäftigen.
    Ich habe das "Ich" als besondere Form der Wahrnehmung des Bewußtseins definiert, das in der Lage ist, Bewußtseinsinhalte differenzierter zu beleuchten und zu untersuchen.
    Der Wille als besonderer Aspekt des "Ichs" ist in der Lage, dem schöpferischen Bewußtsein eine besondere Stoßrichtung zu geben. Das heißt, er kann(zumindest theoretisch), auswählen, was verwirklicht werden soll oder nicht. Zum Unterschied zu den Trieben, die auftauchen, wenn es die Situation erfordert und handeln lassen, wie es die Situation erfordert. Durch den Willen kann ich entscheiden, ob ich den Trieben freien Lauf lasse, oder ob ich sie einbremse. Andererseits kann ich durch den Willen auf Situationen und Wünsche reagieren, bei denen kein Trieb anspringt.
    An dieser Stelle möchte ich noch eine 2. Definition beifügen. Während der Wille den Entschluß zum Handeln beinhaltet, ist Agression das zielgerichtete Handeln selbst, bis das Ziel erreicht ist. Im Prinzip daher notwendig. Über fehlgeleitete Agression komme ich später.
    Nun kennt der Wille drei Möglichkeiten der Verwirklichung:
    1) Etwas kann ich leicht tun egal wie kompliziert es ist. z.B: Ich kann meinen Finger bewegen. Ich kann sprechen. Ich kann diesen Beitrag schreiben. Ich weiß, es geschieht, ohne daß ich mir der Hintergrundprozesse bewußt bin, die sicherlich sehr kompliziert sind.
    2)Ich kann etwas verwirklichen, aber ich muß vorher noch etwas lernen oder üben. Das Kind muß zuerst laufen lernen. Ein Musikinstrument muß ich erst spielen lernen u.s.w. Hier erfolgt das Handeln über Umwegen, aber die Agression ist noch immer zielgerichtet.
    3)Ich kann etwas nicht verwirklichen, aber andere können es.
    z.B: Ich möchte auch gern reich sein, andere sind es auch. Ich möchte auch meinen Traumpartner, andere haben ihn auch u.s.w.
    Hier beginnt das große Dilemma. Hier endet der freie Wille. Wäre etwas generell unmöglich, könnte man sich damit abfinden, denn man will es ja gar nicht verwirklichen. Aber da es möglich zu sein scheint, da es andere ja auch haben oder können, muß es einen Weg dazu geben, denn ich nicht kenne.
    Hier beginnt man zu forschen und zu suchen. Hier ist die Grenze von Realität und Irrealität. Hier beginnen Weltanschaungen zu gedeihen und sich weiterzuentwickeln. Hier entsteht auch die fehlgeleitete Agression, die unfähig, das angestrebte Ziel zu erreichen, sich gegen das vermeintliche Hindernis, oder auch gegen jene richtet, die das Ziel anscheinend schon verwirklicht haben. Hier entstehen Haß, Neid, Mißgunst und alle jene Emotionen, die nichts anderes Ausdrücken, als die eigene Unfähigkeit, zu handeln. Und hier entstehen auch die Antworten, wie man damit umzugehen hat.
    Zu guter Letzt will ich auch meine Antworten, die gleichzeitig auch meine Fragen beinhalten, dazu geben.
    Ich will zuerst beleuchten, wann ich handeln kann.
    Ich kann meinen Finger bewegen. Das heißt, wenn ich mich dazu entschließe bewegt er sich. Wenn ich mir den Vorgang anschaue, passiert folgendes: Ich schaffe mir eine Vorstellung, was der Finger tun soll, entschließe mich dazu und der Finger tut das, was ich will. Ich mache mir keine Gedanken darüber, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen, welche komplizierten biochemischen Prozesse stattfinden, welche Vorgänge im Gehirn und Nervensystem ablaufen müssen, damit sich der Finger bewegt.
    Was anderes ist es nach einem posthypnotischen Befehl. Wenn man mir suggeriert, ich kann meinen Finger nicht bewegen, kann ich ihn auch nicht bewegen, vorausgesetzt, ich habe die Suggestion angenommen. Je mehr ich den Finger bewegen will, umso steifer wird er. Hier tritt das Gesetz der Willensumkehr in Kraft, je mehr man will, umsomehr wird das Gegenteil verwirklicht.
    Was schließe ich daraus.
    Wenn mein Wille mit der Vorstellung von der Realität übereinstimmt(sozusagen in Harmonie mit meinem Glaubenssatzsystem), dann läßt sich alles ohne Probleme verwirklichen. Wenn es eine Erweiterung des Glaubensatzsystems bedeutet, läßt es sich erlernen, solange es nicht einem Glaubenssatz widerspricht. z.B: ich kann ein Musikinstrument erlernen, außer ich bin total unmusikalisch.
    Wenn ich jetzt aber einen Lottosechser tippen möchte, was ja theoretisch möglich ist, dann scheiden sich die Geister. Hier findet man die inneren Widersprüche massenweise. Von Harmonie mit dem Glaubensatzsystem keine Spur. Hier sehe ich, was meine Vorstellungen, meine Erkenntnisse von der Realität wirklich wert sind. Auch wenn ich verstandes- und gefühlsmäßig weiß, das sie richtig sein müssen, hat der innere Realist die Zügel fest in der Hand und dieser verlangt halt Beweise, jederzeit wiederholbare Beweise, einzelne Erfolgserlebnisse zählen ja nicht und er nützt das Gesetz der umgekehrten Wirkung schamlos aus.
    In diesem Sinne grüßt herzlich Frido

    PS:Meine Erkenntnisse beinhalten im Haupstsächlichen:
    "Jeder erschafft sich sein Leben selbst"
    "Jede Vorstellung und jeder Gedanke, die er als Wahrheit akzeptiert(verinnerlicht), wird verwirklicht."
     
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