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Ich fühl mich so leer.

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Leere, 19. Mai 2008.

  1. Leere

    Leere Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2008
    Beiträge:
    9
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    Hallo zusammen.

    Am Dienstag, den 13. Mai, ist mein Opa gestorben. Er war mein Vater, mein Opa und mein bester Freund. Ich kann nicht in Worte ausdrücken, wie leer ich mich fühle. Am 13. Juli wäre er 72 geworden.
    Ich fühle mich so unendlich leer. Ich kann nicht weinen, ich kann nicht lachen, ich kann nicht traurig sein, ich kann nicht froh sein... Ich fühle einfach gar nichts mehr. Er war nie krank, im Gegenteil. Er hat sich immer Beschäftigung gesucht, war immer mit einem Schraubenzieher unterwegs, und wenn nichts mehr zu machen war, hat er gekocht, geputzt... Einfach alles. Ich begreife immer noch nicht, dass er von mir gegangen ist. Gestern war die Beerdigung, ich konnte auch dort nicht weinen. Und ich glaube es immer noch nicht. Ich hoffe so sehr, meinen Opa wieder zu sehen. Ich bin im Moment immer beschäftigt, ich habe Angst in ein tiefes Loch zu fallen. Ich vermisse meinen Opa so sehr. Er ist eingeschlafen, und einfach nicht mehr aufgewacht. In der Leichenhalle saß ich bei ihm, und er sah so friedlich aus. Ich habe seine Hand gestreichelt. Immer hab ich gehofft, dass er seine Augen öffnet. Wieso hat er das nicht getan? Ich spüre ihn ständig bei mir, ich hole immer einen extra Stuhl, weil ich weiss, dass er bei mir ist. Es ist so komisch, ich fühle so anormal. Alle weinen, nur ich nicht. Ich will einfach nur mit meinem Opa reden, ihn sehen, ihn anfassen. Ich liebe ihn so sehr, und er ist so ein herzensguter Mensch. Hätte man von ihm sein Hemand verlangt, er hätte es auf der Stelle ausgezogen. Wir haben soviele Karten von Geschäften bekommen, in denen er immer einkauft. Einfach alle haben ihn geliebt und geschätzt. Ich weiss einfach nichts mehr zu machen, ich bin so leer. Mit Opa ist alles von mir gegangen. Einfach alles. :(
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.846
    Ort:
    hear(hier)
    wenn ein geliebter mensch stirbt -hinterlässt das zunächst immer ein loch.dieses loch wenn ich das mal so deutlich sagen darf will gefüllt werden .du hast von deinem opa menschlichkeit bekommen aber du hast auch was gegegeben -auch menschlichkleit .diese erlebnisse kann dir niemand mehr nehmen.
    wie wär es -wenn du diese erfahrene menschlichkeit weitergibst .du glaubst ja gar nicht wie vielen danach dürstet.
    so ganz allmählich wird sich dieses loch mit neuem leben füllen wollen .und du darfst beobachten wie erfinderisch das leben ist -dich auf das leben wieder neugierig zu machen .viel spass dabei -dies zu entdecken .
    für deinen opa kannst du nichts mehr tun.aber wenn du ihn geliebt hast wirst du eines wissen -dass er nicht gewollt hätte -wenn du traurig bist .so tu deinem opa den gefallen und lerne wieder ins leben "einzusteigen"
    alles liebehw
     
  3. SandyEngel

    SandyEngel Guest

    Liebe Leere,

    lass dich einfach mal in den arm nehmen :trost:

    es tut so furchtbar weh, einen geliebten menschen zu verlieren.

    es gibt auch nichts, was dich trösten könnte, das weiß ich. es ist alles noch so frisch und es wird dauern, bis der schmerz erträglicher wird.

    aber er wird eines tages erträglicher und weicht dann einem gefühl der dankbarkeit für die schöne zeit, die ihr gemeinsam verbringen durftet.

    aber das ist dir jetzt kein trost, das ist mir klar.
    du bist momentan noch irgendwie im schock. ich kenn das, man macht alles mechanisch, wie in trance, man funktioniert einfach ohne irgendein gefühl.
    es wird die zeit kommen, wo du weinen kannst. und das sollst du dann auch. die natur hat es scheinbar so eingerichtet, dass alles sehr langsam ins bewußtsein vordringt, weil man sonst den schmerz nicht ertragen könnte.
    jeder trauert anders und braucht unterschiedlich lange zeit. aber eines brauchen alle: jemanden, der sie versteht und ihnen zuhört. und das sind meistens menschen, die dasselbe durchgemacht haben, weil andere können sich nicht so gut in die lage versetzen.
    ich habe innerhalb kurzer zeit meinen mann, meine mutter und meinen sohn verloren und dennoch kann ich heute wieder ein fröhliches leben führen.

    ich will dir damit nur sagen, dass man den schmerz überwinden kann. bis dahin ists ein langer weg und wir begleiten dich dabei, wenn du möchtest. hier wird immer jemand sein, der dir zuhört.

    ich wünsche dir viel kraft :liebe1:
    sandy
     
  4. Leere

    Leere Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2008
    Beiträge:
    9
    Danke Sandy, für deine lieben Worte. :liebe1:

    Du hast recht, man braucht jemanden, der einem zuhört. "Leider" bin ich die Starke in meiner Familie. Ich tröste meine Mutter, meine Oma, meine Tanten, Cousine... Ich denke, ich kann es mir nicht leisten, vor ihnen Trauer zu zeigen. Seit gestern habe ich das Gefühl, dass mein Opa nicht mehr bei mir ist, und mich tröstet. Es ist noch leerer in mir geworden. Als wir gestern seine Papiere durgeschaut haben, überkam es mich einfach. Ich bin einfach weggegangen und musste weinen. Ich stelle mir andauernd Fragen, wo Opa ist, ob er Schmerzen hatte, und vor allem: Warum so plötzlich? Er war doch gar nicht krank. Zudem kommt noch, dass wir in der Familie eigentlich immer Streit hatten, und grade in dieser schwierigen Situation ist nochmal alles eskaliert. Keiner hält mehr zusammen, und das ist nicht in Opas Sinne.
    Ich hoffe nur, dass es eines Tages erträglicher wird.
    Mein Opa war so ein herzensguter Mensch, ich kenne niemanden, der so ist. Er ist gebürtiger Rumäne, und es sind ganz viele aus dem Ausland zu seiner Beerdigung gekommen. Sogar in seinem Dorf haben 3 Tage die Kirchen für ihn geleutet. Es macht mich irgendwie glücklich zu sehen, wievielen er etwas bedeutet hat.
    Ingesamt haben wir 5 Todesfälle in 4 Wochen, 2 davon im engsten Familienkreis. Es ist einfach nur noch alles schlimm.
     
  5. Glücksstern

    Glücksstern Guest

    Hallo liebe Leere:liebe1::liebe1:

    Warum weinst Du nicht vor den Anderen??
    Warum meinst Du jetzt , in dieser schweren Zeit für Dich selbst , auch noch stark sein zu müssen??

    Es liegt in unserem blöden veralteten Erziehungsmuster , immer , in gewissen Sitationen auch noch Stärke beweisen zu müssen....

    Es ist eh schon schwer genug , den Verlust eines Menschen , den es in dieser Rolle in diesem Leben nicht mehr geben wird , loslassen zu müssen.
    Das kostet schon Kraft genug , aber auch noch Kraft zu investieren , um vor den Anderen Stark sein zu wollen , das geht nicht. Das macht Dich kaputt.

    Zur Trauer gehören auch Tränen , und traurig sein dazu.
    Das ist menschlich.
    Und Du bist eben ein Mensch , der auch mal weinen darf um einen Menschen der nicht mehr da ist...


    Alles Liebe :liebe1:und ich drück Dich ganz fest:umarmen:
    Glücksstern
     
  6. Zora

    Zora Mitglied

    Registriert seit:
    8. Januar 2006
    Beiträge:
    332
    Ort:
    NRW
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    Hallo

    Diese Leere kenne ich, als meine Oma vor bald 10 Jahren gestorben ist. Es war fürchterlich. Auch weil wir eine sehr besondere Beziehung hatten. Dieser Prozess hat lange gedauert und es ist schwer ihn auzuhalten und zu ertragen. und es ist wirklich ein aushalten und auch Angst davor was noch kommen mag.
    Gebe Dir Zeit, und vielleicht kannst Du deinem Opa ja noch einen Brief schreiben. Ich gestalte immer mal wieder eine Kugel mit einem schönen Spruch.
    Ich wünsche Dir alles alles Liebe!!!!
     
  7. SandyEngel

    SandyEngel Guest

    liebe leere,

    ja ,diese streitigkeiten sind in so einer situation wirklich das letzte, was man gebrauchen kann. aber nach einem todesfall sind alle beteiligten in einer ausnahmesituation. und wenns in einer familie ohnehin schon immer streitereien gab, dann ist die eskalation vorprogrammiert...leider
    deine trauer darfst du ruhig zeigen...ich war nach aussen hin auch immer sehr stark, machte meinen job, regelte alles, was nötig war (irgendwer muß das ja machen), aber abends, wenn ich allein war, brach ich zusammen und heulte....

    die frage nach dem warum ist verständlich, aber sie bringt einen nicht weiter, weil man keine antwort darauf erhält. wir alle werden geboren und gehen wieder. der eine früher, der andere später .
    mit dieser erkenntnis müssen wir leben lernen. das ist es auch, was das ganze so schwierig macht. der tod eines lieben menschen erinnert auch jeden von uns an unsere eigene vergänglichkeit, und damit will ja keiner wirklich konfrontiert werden.

    dein opa hat jetzt keine schmerzen mehr und es geht ihm jetzt gut, dessen sei dir gewiss.

    weine ruhig um ihn, das gehört zum trauerprozess. aber vergiß auch nicht, dass du DEIN leben weiterleben mußt. das ist nicht nur dein recht, das ist sogar deine pflicht! dein opa würde ganz bestimmt wollen, dass du eines tages wieder fröhlich bist.
    ich weiß, es ist jetzt noch zu früh, daran zu denken, aber glaube mir, es ist möglich! und dein opa wird glücklich sein, wenn du auch wieder glücklich bist.

    lg
    sandy
     
  8. taimie

    taimie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2006
    Beiträge:
    8.341
    Ort:
    Vienna calling......
    Hallo Du

    Ich kenn das Gefühl sehr gut und kann Dir nur eines mit auf deinem Weg geben, weine, schreie, trauere um Ihn.Es wird Dir helfen und lass Dir nicht sagen was Du wie zu machen hast.

    Jeder Trauerprozess ist anders, verschieden.So auch Deiner.

    Mein Opa ist seit nun mehr 10 Jahren Tod und ich weine noch heute um Ihn.

    Ich schicke Dir viel Kraft und Zuversicht:liebe1:

    Lg
    taimie
     
  9. sili65

    sili65 Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juni 2007
    Beiträge:
    341
    Ort:
    traiskirchen
    hallo leere!mein beileid zuerst,dann möchte ich dir einen tip geben ich habe mir vor kurzem ein buch gekauft,es heißt wege aus der nacht,,der heilsame prozess der trauer von rita peter,und ich fand das buch sehr hilfreich,ich drück dich aus der ferne silvia
     
  10. Leere

    Leere Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2008
    Beiträge:
    9
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    Hallo ihr Lieben.

    Danke erstmal, eure Antworten bedeuten mir sehr viel.
    Mir wurden auch schon Bücher empfohlen, aber ich hab ehrlich gesagt keine Lust zu lesen. Keine Lust mir das Buch zu kaufen...
    Ich wollte mich mit einer Freundin treffen, wir wollten etwas reden. Aber nach 5 Minuten bin ich wieder gegangen. Es hat sich einfach nicht gut angefühlt. Ständig denke ich daran, dass ich hier sitze, esse, rede..., und mein Opa liegt unter der kalten Erde. Ich hab ihn doch am Samstag noch berührt, ihn gesehen. Ich warte einfach nur auf einen Anruf von ihm, ich erwarte ihn jede Sekunde zurück. Es kann einfach nicht sein, dass ich ihn nie wieder sehe. Das geht nicht. Es scheint mir, als wäre ich nie auf seiner Beerdigung gewesen. Ich kann mich zwar erinnern, aber ich glaube es einfach nicht. Ich glaube nicht das ICH auf SEINER Beerdigung war. Ich kann es nicht glauben. Ich will es einfach nicht. Ich bin so sauer, dass keiner etwas bemerkt hat. So sauer, dass ich anstatt ihn zu besuchen, wie jeden Sonn- und Feiertag woanders war. Spätestens nachts hätte ich etwas merken müssen. Ich konnte einfach nicht schlafen, ich war so unruhig. Irgendwann gegen 2 Uhr schlief ich ein. Und am nächsten Tag sagte die Ärztin halt, dass er zwischen 1 und 2 Uhr nachts von uns gegangen ist. Wieso liegt mein Opa dort unten, und ich sitze hier und kann alles machen? Ich kann immer noch nicht weinen. Ich kann nicht trauern. Ich bin einfach nur noch wütend und will zu ihm. :mad:
     
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