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Ich bin … wie ich mir mein Selbstbild, mein Weltbild und ein Bild vom anderen mache

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von johsa, 18. Dezember 2012.

  1. johsa

    johsa Guest

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    bin Bäcker. Ich bin Schuster. Ich bin Schneider. usw.
    Wir identifizieren uns mit Äußerlichkeiten, mit Begriffen. Und das tun wir auch mit unseren Mitmenschen.
    Der ist Verkäufer. Der ist Pilot. Der ist Arzt. Der ist arbeitslos. usw.
    Dazu bewerten wir die Begriffe nach unserem Gutdünken.
    Verkäufer sind Betrüger. Piloten sind waghalsig. Ärzte sind Götter. Arbeitslose sind faul. usw.
    Fällt der äußere Bezug weg, dann ist auch die Identifikation des Betreffenden nicht mehr gültig.
    Wenn der Arzt arbeitslos wird, dann verliert derjenige den Glauben an Gott, der einen Arzt für einen Gott hält.
    Der Arzt ist nun nicht mehr der, der er war. So scheint es.

    Ich bin der, der ich glaube zu sein.

    Nun laufen wir alle mit individuellen Selbstbildern und anderen Bildern herum, unser Gegenüber
    hat verständlicherweise ein ganz anderes Bild von uns als wir selbst, ebenso sieht er die
    Mitmenschen anders als wir sie sehen.

    Etwas, daß jeder Mensch anders sieht und das sich von einer Sekunde auf die andere verändern
    kann, kann natürlich nicht der Wahrheit entsprechen. Es kann sich hier nur um eine Erscheinlichkeit
    handeln, Schein statt Sein, beliebig veränderlich, nicht wirklich, nicht wahr, also eine Lüge.

    Was ist denn nun die Wahrheit?
    Ich würde sagen: Das Gegenteil. Die Wahrheit ist das, was sich nicht verändert, was beständig ist,
    was ewig währt.
    Unsere Vorstellungen, die Bilder in uns sind aber schon für uns selbst unbeständig und wechseln je
    nach Befindlichkeit und Jahreszeit. Erst recht unterscheiden sie sich nochmals von Mensch zu Mensch.
    Wir empfinden uns als ganz anders als unsere Mitmenschen: 'Ich bin der und du bist der, ein ganz
    anderer.' und umgedreht sieht mein Mitmensch mich anders entsprechend seinen Vorstellungen.

    Wir sehen also, was unseren Vorstellungen entspricht.
    Ich sehe verschiedene Bilder vor mir - Vor-Stellungen - die ich mir von den Menschen und den
    Dingen gemacht habe. Also Bilder, die sich so völlig von denen meiner Mitmenschen unterscheiden
    und deshalb nicht echt sind, keinen Bestand haben, gar nicht haben können.

    Wenn wir unsere Vorstellungen veränderten, würden wir evtl. etwas anderes sehen?
    Begegnet uns etwas - stellt sich etwas vor uns, eine Vorstellung - und wir nehmen es gefühlsmäßig
    an und lehnen es nicht ab, dann ist diese Vorstellung schon unsere, wir haben sie ange- und
    übernommen.
    In diesem Moment lassen wir die frühere Vorstellung zu diesem Gegenstand fallen, das alte Bild in
    uns wurde vernichtet und ein neues Bild wurde erschaffen.

    So schnell kann's gehen. Das kann doch wohl nicht wahr sein? Oder?

    Wenn die Wahrheit das Beständige ist, was von dem was uns umgibt, ist beständig? Es gibt
    nichts Unveränderliches Beständiges auf der Erde. Also ist alles Sichtbare eine Lüge und die
    Wahrheit unsichtbar?
    Das bedeutet, mir bleibt nichst anderes übrig, als zu glauben, daß es eine unsichtbare Wahrheit gibt.
    Denn es muß ja eine geben. Gibt es eine Lüge, dann gibt es auch eine Wahrheit, sonst wäre sie ja keine Lüge.

    Ergo:
    Ich bin nicht Bäcker. Ich bin nicht Schuster und auch nicht Schneider. Und auch die anderen sind
    nicht das, als was sie mir erscheinen. Denn das sind nur Erscheinlichkeiten ohne festen Bestand.
    Deshalb kann das nicht wirklich und nicht wahr sein.

    Ich komme also zu dem Entschluß, ich brauche etwas Unveränderliches, Ewiges. Dieses finde ich
    nur - wenn ich an Ihn glaube - in Gott, denn von Ihm steht geschrieben, Er sei seit Ewigkeit und der
    Ursprung von allem.
    Stelle ich mir dieses Gott-Bild vor und kann ich es gefühlsmäßig annehmen, dann ist dieses Bild
    auch schon im selben Moment meine Vor-Stellung und damit mein Ich-Bild. Dann habe ich mich
    damit identifiziert.

    Nun ist mein Selbstbild fertig, unveränderlich. Ich kann mich als Teil von Ihm begreifen und weiß,
    daß es für immer Bestand hat, denn Er ist ewig und deshalb werde ich auch ewig sein. Und ich
    weiß, daß alle anderen Menschen und Lebewesen es ebenfalls sind. Damit ist mein Weltbild und das
    Bild, das ich vom anderen habe, auch fertig.


    Wie seht ihr euch? Wie ist euer Selbstbild entstanden?
     
  2. Draco

    Draco Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2006
    Beiträge:
    454
    Ort:
    Sonthofen
    Das letzte Bild ist Rahmen-los.

    Wer ist Gott?
     
  3. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.846
    Ort:
    hear(hier)
    ich bin....das reicht....:)
    vielleicht kommt später noch hinzu:
    ich bin der: ich bin nicht...
    von der illsuion des eigenen selbst
    viels geht vorüber
    ja die leute fragen schon mal ...
    und wehe du weisst keine antwort und musst rumdrucksen #deshalb habe man immer ne antwort parat
    vielleicht einfach sagen ...du ich bin mensch ...
    und nicht auf das dumme gesicht deines gegenübers achten dann
     
  4. WildThing

    WildThing Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2012
    Beiträge:
    124
    Ort:
    zwischen zwei Stühlen
    Das Ich (Je) ist nicht das Ich (Moi).
    oder
    Das ist Ich ist ein anderer.

    Hegel hat zu dem mal gesagt :
    Wenn die Bestätigung über das Sein durch ein äußeres Sein bestätigt werden muss,
    wird das Sein,
    zu einem Herrn und Knecht Verhältniss.
    Das Äussere Sein definiert das Innere.

    Mal schauen wie gut Madmoiselle Ireland ist...;)

    Hi Ireland von wem ist das?

    „Das ich ist nicht das Ich.“ – „Le je n’est pas le moi.“


    liebe grüße
    Wildthing
     
  5. johsa

    johsa Guest

    Ganz genau so wie du sagst.
    Es gibt Leute, die beim ersten Kennenlernen nur Fragen zu Herkunft und Beruf
    stellen.
    Und es gibt die, die einfach nur reden, als kennten sie mich schon ewig.

    Ich habe immer schon mit Widerwillen auf die erstgenannten reagiert ohne
    genau zu wissen warum. Ich hab ja eigentlich nichts zu verbergen, trotzdem
    ist mir die Ausfragerei zuwider.

    Selbst stelle ich auch keine neugierigen Fragen wenn ich mit einem noch
    Unbekannten ins Gespräche komme. War mir nie wichtig, ich habe die
    Begegnung immer am meisten genossen, wenn das Gespräch nicht persönlich
    wurde.

    Heute weiß ich, daß die Ausfrager solche Leute sind, die andere in
    Schubladen stecken wollen/müssen, um sich ein Bild von ihnen zu machen.
    Sie brauchen das Äußere zur Identifikation, weil sie keinen Zugang zu ihrem
    Inneren haben, nicht fühlen können.

    Habe natürlich auch längst schon passende Antworten für diese Leute parat,
    nämlich völlig Nichtssagende. Darauf folgt dann zuverlässig ein verzweifeltes
    oder beleidigtes Gesicht und das Interesse ist wie weggeblasen.
     
  6. HeiligerGeist

    HeiligerGeist Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    400
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    Eine etwas eigenartige Definition von Wahrheit ;)

    Denn deiner Meinung nach ist alles nicht wahr, was vergänglich ist.
    Was ist aber, wenn alles vergänglich ist? Ist dann nichts mehr wahr?
    Woher weisst du, dass ein ewiger Gott existiert?

    Deine Ich-Bild und deine Vorstellung sind doch vergänglich.

    Dass was für immer Bestand hat? Dass du dich als Teil von ihm begreifst?

    Mal eine Frage: Begreifst du dich als Teil von Gott, wenn du gerade nicht denkst, dass du dich als Teil von ihm begreifst?

    Bzw. warum glaubst du, dass der Gedanke, der dich als Teil von ihm begreift, ewig ist?

    Und zum Schluss: Wieso muss neben der nicht-Wahrheit (du nennst es die Lüge) zwingend die Wahrheit existieren?
     
  7. HeiligerGeist

    HeiligerGeist Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2011
    Beiträge:
    400
    Wer spricht da? Freud?
    :lachen:
     
  8. boddhisattva78

    boddhisattva78 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juni 2004
    Beiträge:
    927
    @sidala: Deine Gedanken....tja, wenn schon welche....dann diese....
    Ich habe nicht alles durchgelesen...werde dies bei Zeiten aber noch tun, und darauf antworten....nach meinem Bild natürlich ... oder eben weil ich bin, was ich denke.... und deswegen nicht bin, weil Gedanken nichts sind als die starre Antwort auf eine bewegliche Frage... und somit: keine.

    Ich lege dir die Bücher Jiddu Krishnamurtis ans Herz, falls du diese noch nicht kennen solltest. Das wäre absolut dein Ding.
     
  9. WildThing

    WildThing Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2012
    Beiträge:
    124
    Ort:
    zwischen zwei Stühlen
    Hast Du Ihn schon gelesen?
    wohl eher nicht
    :D
    WT
     
  10. Orphina

    Orphina Mitglied

    Registriert seit:
    31. Dezember 2003
    Beiträge:
    694
    Ort:
    Berlin
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    Der Arzt, als Beispiel, ist aber keine äußere Erscheinung, sondern die Manifestation seines Innen. Er hat sich seinen Beruf über seinen Geist selber erarbeitet.
    Sein Geist bestimmt sein Außen, wie bei jedem.
     
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