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I.C.H. - Texte

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Mondgestein, 29. November 2005.

  1. Mondgestein

    Mondgestein Sehr aktives Mitglied

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    16. August 2005
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    1.917
    Ort:
    Bezirk Hollabrunn
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    Ein Gefühl des Schwebens?

    Was veranlasst einen Menschen, einen Laden zu eröffnen? Ist es vielleicht dieses angenehme Kribbeln, wenn ein neuer Kunde den Raum betritt? Das Kribbeln, welches sich seinen Weg über die Kopfhaut hinab in die Schultern, die Wirbelsäule, in die Arme, ins Gesäß bis in die Beine und die Zehenspitzen sucht. Jenes Kribbeln, welches man auch hat, wenn man einen schönen Menschen zum ersten Mal trifft und Verbundenheit spürt, genau dieses Kribbeln. Ist genau dieses dafür verantwortlich zu machen, dass man Zeit und Raum um sich herum vergisst, seine Schüchternheit für wenige Augenblicke des jeweiligen Moments ablegt und ein Gefühl des Schwebens mit sich bringt? Ich präsentiere etwas, repräsentiere mich. Mein Laden, meine Seele, mein Ich. Bin ich, wenn ich fühle? Oder bin ich etwa erst, wenn mich dieses Gefühl beflügelt? Ist erst dieses Gefühl notwendig, um zu wissen, dass man ist? Und um noch weiter zu schweifen, ist es dieses Gefühl, welches verbindet? Welches Träume und Ideen gebärt? Ist es denn nun gar keine Frage mehr, ob ich bin? Bin ich einfach "nur"? Ich bin. Trage dieses Gefühl in mir. Das des Schwebens. Bin raum- und zeitlos, hier und jetzt, bin einfach nur ich. Fühle mich anders, neu. Habe ich mein Kleid der Vergangenheit abgelegt? Habe ich schöpferische Kräfte? Bin ich künstlerisch begabt? Habe ich meine Kreativität geschürt? Habe ich einen neuen Weg eingeschlagen? Wer gibt mir die Antworten auf meine Fragen? Sind es die Zeilen, die ich schreibe? Einfach so, aus dem Bauch heraus. Schreibt mein Bauchgefühl diese Texte?
     
  2. Mondgestein

    Mondgestein Sehr aktives Mitglied

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    1.917
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    Bezirk Hollabrunn
    Die Suche nach dem Verlorenen

    Es kam wie ein Geistesblitz, plötzlich war dieser Gedanke wieder da. Schon so lange vermisst, doch nun war er wieder da. Wahrhaftig, aus dem Nichts heraus, aus einem scheinbar sinnlosen Gedanken breitete sich dieses heimelig, wohlig warme Gefühl aus. Plötzlich war er wieder da. Er, der schon vor etwa 13 Jahren das erste Mal dagewesen war, er, der ihr das Herz stahl. Es war die erste große Liebe, er war der Mann, den sie so sehr liebte, den sie noch viel mehr liebte, als er dann fort ging. Sie sah ihn wieder, als sie etwa 17 oder 18 Jahre alt war, sie kannte ihn, er war einziger Schatz. Denn immerhin war er ja ihre erste große Liebe. Genauso wie er beim ersten Mal gegangen war, war er auch beim zweiten Mal verschwunden. Sie wusste dennoch eigentlich immer, was gerade mit ihm war. Er wusste es nicht, wusste nicht, dass er ihre erste große Liebe war, wusste nicht, wie sehr sie ihn vermisste, auch die vielen Jahre danach noch. Dann, plötzlich, war er wieder in ihren Gedanken. Einfach so, grundlos. Er war wieder da. Schlagartig. Sie wusste nicht, wie ihr geschah. Deshalb schrieb sie diese Zeilen nieder, um ihn nicht wieder zu vergessen. Kann man so einschlägige Erlebnisse vergessen? Verdrängt man sie? Wohin verschwinden sie? Warum kommen sie in den unterschiedlichsten Momenten wieder zum Vorschein? Hatte man sie doch „nur“ verdrängt? Waren sie deshalb in Vergessenheit geraten? Was war der Grund? Oder sollte es einfach nur so sein? Sie hatte mit ihm nichts erlebt, er war der Mann, von dem sie ihren ersten richtigen Kuss erhielt. Erst vier Jahre später nahm ihr ein anderer die Unschuld. Den liebte sie nicht, der war nicht ihre erste große Liebe. Dann kamen viele andere, viele große, viele kleine, Männer eben. War sie auch da noch immer auf der Suche nach ihrer ersten großen Liebe? Waren alle Männer in ihrer Vergangenheit Wegweiser auf ihrem steinigen Weg nach vorne? Auf dem Weg zu ihrer großen Liebe? Beziehungsweise, war er tatsächlich ihre erste große Liebe? Viele folgten, die einen liebte sie mehr, die anderen weniger. Bei manchen war der Verlust schmerzhaft, bei manchen weniger. Und immer wieder war „er“ in ihrem Geist präsent. Sollte ihr das zu denken geben? Machte sie das jemals nachdenklich? Wenn nicht damals, dann jetzt. Warum kehrte er wieder in ihr Gedächtnis zurück? Was war der Auslöser dafür? Oder gab es diesen gar nicht? War es einfach ein Gedankengang, in dem er eine so wichtige Rolle spielte, dass er nun plötzlich wieder da war? Warum dann aber gerade dieser Gedankengang und warum gerade er? Warum nicht irgendein anderer? Gab es doch so viele in ihrem bescheidenen Leben. Warum musste es ausgerechnet er sein? Sie wusste, und dies blieb ihr bis heute, noch nicht einmal seinen richtigen Namen. Alle nannten ihn „Tex“. Was war das bloß für ein Name? Wer nennt sein Kind schon „Tex“? Sie würde dies nicht tun, niemals. Was aber wohl das Schlimmste an diesen Gedankengängen für sie war, war wohl die Tatsache, dass sie nun nichts mehr wusste. Was waren all die Männer für sie? Nur Figuren in ihrem selbst geschaffenen Spiel? Welche Regeln gab es? Wer stellte sie auf? Wer achtete darauf, dass sie eingehalten wurden? Wer, wenn es nicht sie war? Manche „Spielfiguren“ waren Frauen, das hatte auch seinen gewissen Reiz, war interessant. Oft viel interessanter als die Männer um sie herum. Waren diese besondere, anders gedeutete Spielfiguren?
     

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