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Horror, Splatter und Gore - Kunst oder Perversion?

Dieses Thema im Forum "Filme/TV" wurde erstellt von FIST, 26. Dezember 2007.

  1. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Hi ihr lieben

    in einem anderne Threat OT, darum nun hier einen eigenen Threat.

    Inwiefern sind Gewalt- (Splatter) und explizite, detailierte Gewalt- (Gore) Szenen in Filmen Kunst oder Perversion? wie weit darf ein Film gehen, wann ist es nicht mehr Kunst?

    Oder kann ein Horrorfilm per devintionem nicht Kunst sein sondern nur einem Kranken Hirn entsteigen?

    lG

    FIST
     
  2. Raphael

    Raphael Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.920
    Ich denke, wenn die Gewaltszenen dazu dienen, eine Geschichte zu erzählen, kann man es als Kunst bezeichnen. Wenn sie aber nur Mittel zum Zweck sind, kann es irgendwann schon in Richtung Perversion gehen...Ich habe zwar "Die 120 Tage von Sodom" nicht gesehen, aber was ich so gehört und gelesen habe von dem Film, soll er wirklich pervers sein...Das ist dann keine Kunst mehr. Ebenfalls schlimm sind solche alten Zombie- und Kannibalen-Filme, in denen Tiere wirklich getötet werden...Das nenn ich dann wirklich pervers! Zum Glück ist das nun aber schon lange verboten und es werden heutzutage keine Tiere mehr nur für einen Film getötet.

    Die Hostel-Filme sind natürlich auch hart an der Grenze, aber mir gefallen sie ganz gut.
     
  3. Galahad

    Galahad Guest

    Nun, ob etwas Kunst ist liegt im Auge des Betrachters.

    Der Eine jubelt wenn "Night of the living Dead" gezeigt wird, der Andere findet Bilder von Dali gut.

    Einzige Grenze für Kunst sollte da sein, wo Lebewesen körperlichen Schaden erleiden.

    Was Filme angeht, so ist die überspitzte Gewaltdarstellung meißt so übertrieben, das Sie nicht ernst zu nehmen ist.

    Dafür bieten einige blutige Horrorfilme eine ziemlich schonungslose Kritik an der Gesellschaft.
    Da wären die Zombiefilme von G.A.Romero.
    Diese Filme verstehen sich schlicht als Kritik am damaligem Vietnamkrieg.

    Auch neuere Horrorfilme üben Kritik an der Gesellschaft.
    Zum Beispiel einer der blutigsten Filme der letzten Jahre. "Hostel"

    Er kritisiert das die heutige Gesellschaft enorm Gleichgültig ist.
    Da kann ruhig mal ein Mensch verschwinden, juckt doch keinen.
    Dafür bedient Er sich dann halt einer Ausdrucksweise die etwas heftiger ist.

    Aber wo beginnt Gewalt im Film eigentlich?
    Ich finde andere Filme viel heftiger.

    Ein kleines Beispiel.

    1979 wurde in Deutschland eine mehrteilige Fernsehserie ausgestrahlt.

    Holocaust. Das Schicksal der Familie Weiß.
    Natürlich war diese Fernsehserie nicht mit fliegenden Gliedmaßen gespickt.

    Dennoch finde ich diese Serie schlimmer als jeden Splatterfilm.
    Warum?
    Weil es in diesem Film um tatsächliche Gewalt handelt.
    Szenen wie das Sterben in der Gaskammer sind leider nicht nur der Fantasie eines Drehbuchautoren entsprungen.

    Das Herumfahren von behinderten Kindern in einem Lieferwagen in Dem die Abgase auf die Ladefläche umgeleitet werden hat wirklich stattgefunden.

    Solche Filme finde ich persönlich viel schwieriger zu ertragen als einen Horrorfilm.
     
  4. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Hi Galahad

    das mit dem Unterschied zwischen Realität und Fiktion geht mir auch so.

    Filme, die zwar oberflächlich nicht wirklich "schlimm" inszeniert sind, aber eine Tragische und Brutale Geschichte erzählen, die wirklich passiert ist nimmt mich oft ganz schön mit, wohingegen ich mich bei den Splatterszenen z.b. in Starshiptroopers oder in den so grandios überzeichneten Blutbädern von Kill-Bill einfach wunderbar Amüsiere.

    Hm die Sozialkritik ist ein guter Punkt, ich denke, das macht das Horrorgenere grundsätzlich zu einem Kunstvollen Genere. Dadurch dass meist ein "Mystisches" oder sonst Nichtmenschliches Element auftaucht eigenen sie sich perfekt dazu, das Verhalten der Menschen zu relativieren. Das ist in Brain de Palmas/Kings Meisterwerk "Carrie" schon so (der alleine schon wegen der Inszenierung so einzigartig ist) und Romero ist der Meister in dieser Beziehung.

    hm - Ja, über Kunst kann man Streiten - aber sicher gehöhrt ein Handwerkliches Können zu den Merkmalen der Kunst - und abgesehen davon, dass es viele Horrorfilme der Technisch untersten Schublade gibt, gibt auch ein paar, die schon rein vom Handwerk her perfekt gemacht sind (z.b. Shinning, bzw. "Clockwork-Orange", der zumindest in der Ersten Hälfte auch nicht gerade ein Blatt vor den Mund nimmt, was Explizite Gewaltdarstellung anbelangt)

    Wo Beginnt Gewalt im Film? nuja, wenn man ehrlich ist, die meisten Filme beinhalten auf die eine oder andere Art Gewalt, das ist rein schon vom Erzälerischen her fast notwendig - denn wie die Zeitungsmacher so schn sagen: Only Bad News are god News. Man kann fast keine Geschichte erzählen in der nicht ein Held gegen das Böse kämpft, sei dass nun ein Dedektiv der einen Mordfall aufdeckt, eine Frau die gegen eine Bornierte Umgebung kämpfen muss, ein Superheld der einen Superschurken bekämpft oder halt eine Gruppe von Menschen die gegen ES antretten müssen. Eine Heile Welt ohne Gewalt gibt keine Geschichte her, darum enden auch die meisten Filme immer in dem Augenblick in dem alles gut Geworden ist und gehen nicht darüber hinaus.

    find ich auch - solange es sich um Fiktion handelt, ist es eben Fiktion

    lG

    FIST
     
  5. Raphael

    Raphael Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.920
    Am schlimmsten finde ich Kriegsfilme vom 2. Weltkrieg...Da krieg ich wirklich immer ein komisches Gefühl im Magen, weil es ja wirklich so zuging damals. Da wirkt jeder Horrorfilm wie eine Lachnummer dagegen, denke ich.

    Hostel ist übrigens gar nicht so blutig, die Gewalt spielt sich meist nur im Kopf des Zuschauers ab...
     
  6. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Das würde ich noch erweitern auf psychischen Schaden. Damit meine ich nicht die Lassys und Furys, die ein paar Kunststücke machen, sondern echten Psychoterror!

    Ansonsten sollten erwachsene Menschen erwachsen genug sein, selbst zu entscheiden, ob sie solche Filme sehen wollen oder nicht... Doch Kinder sollten andere Filme sehen!
     
  7. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    Hi Ahorn

    hm, ehrlich gesagt, ohne etwas Psychoterror zwischen Regisseur und Schauspieler währen ein paar der Besten Filme die es gibt nicht entstanden... SChon Fritz Lang soll ein ziemliches Ass gewesen sein, bei Shinning hat Stanley Kubrick die Hauptdarstellerin serienweise an den Rand eines Nervenzusammenbruchs getrieben, bei "Einer Flig übers Kuckucksnest" brauchten die meisten Schauspieler eine Pschologische Nachbeträuung und auch Lars von Trier geht mit den Schauspielern nicht gerade Zimperlich um....

    lG

    FIST
     
  8. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Aber sie haben hoffentlich die psychologische Nachbetreuung bekommen! Bisher habe ich noch in keinen Horrorstreifen mitgespielt, habe es dieses Leben auch nicht vor. Doch die Darsteller (wenn sie denn erwachsen sind) sollten wissen, worauf sie sich einlassen....
     
  9. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    hi Ahorn

    hm, "einer Flog übers Kuckucksnest" ist kein Horrorfilm, ist ein Drama und eine Literaturverfilmung...

    ja, die Psychologische Beträuung haben sie erhalten - die Schauspieler waren ja schon vor Ort in einer Psychiatrie ;)

    und gerade darin bestand das Problem des Filmes, aber durch dieses auch seine Darstellerische Stärke. Der Film spielt hauptsächlich in einer Abteilung der Psychiatrie - aber diese Abteilung war während den Dreharbeiten nicht nur Filmkulisse, sondern auch Schlafraum der Schauspieler - die Schauspieler haben sich so sehr in ihre Rollen hineingesteigert, dass sie am Schluss des Filmes eigentlich mehr ihre Rollen waren und nicht die Menschen, die sie eigentlich sein sollten... kurzum, in diesem Film wurde die Fiktion zur Realität für die Schauspieler.

    lG

    FIST
     
  10. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    Das passiert aber häufiger bei Dreharbeiten - ist natürlich blöd, wenn man dann plötzlich psychisch krank ist. Aber schau Dir mal an, wann wer wen in Hollywood heiratet.
    Auch ich hatte mich voll in meine Filmpartnerin verschossen, doch das löst sich ja dann wieder relativ schnell auf... Und gelitten hatte ich, wie d'Sau, weil sie (wie auch in ihrer Rolle) mit einer berühmteren Frau, als ich es bin, rumgemacht hat.
     
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