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Hinter den Spiegel sehen...

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von k0dj, 27. März 2011.

  1. k0dj

    k0dj Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. März 2011
    Beiträge:
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    52° 17′ 26″ N, 8° 56′ 4″ O
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    Hallo liebe Community,

    ich habe mich gestern das erste mal zu Worte gemeldet und mich etwas in diesem Forum eingelesen.
    Umsomehr ich eure Sichtweisen gelesen habe ist mir bewusst geworden dass ich in vielen Punkten es genauso sehe.

    Meine Situation ist momentan etwas monoton und ich wünschte mir dass ich mich so geben würde wie ich eigentlich wirklich bin.
    Eine innere Blockade lässt mich mit meinen Mitmenschen anders umgehen als ich es eigentlich aus erstem Impuls heraus tun möchte.

    Ich gehe auf die 30 zu, meine Kindheit war sehr verschlossen was Gefühle und das mitteilen von Problemen angeht.
    Da ich keine vertrauenswürdige Person kannte habe ich mir ein Schutzwall zugelegt der alle Gefühlseinbrüche ignorierte und ich alles runterschluckte womit ich nicht umgehen konnte.
    Dabei wurde der Druck auf den Schultern immer größer und ich explodierte ein paar mal in meinem Leben. Unschöne Erinnerungen aber Sie zeigen mir auf was passiert wenn ich nicht über meine Gefühle rede und mich dazu äußere.

    Meine Jugend war komplett verschlossen, ich hielt mir jeden Kontakt den ich hatte auf gleichem Abstand da ich so mit den Menschen am besten umgehen konnte.
    Umso näher ich Personen an mich ranließ umso mehr bemerkte ich dass ich dem Gefühlschaos nicht gewachsen bin und ich blockierte innerlich.
    Viele Bekanntschafften sind zu brüche gegangen aus defensiver Haltungsweise meinerseits heraus.
    Viele Frauen in meinem Leben habe ich durch meine innere Blockade es nicht anzusprechen und durch die Maske die ich mir aufgesetzt habe nicht so gesehen wie ich wirklich bin.

    Meine Midlife Kriese hatte ich bereits mit 22 Jahren, die vielen negativen Erfahrungen in meinem Leben manifestierten sich ungewollt in meinem Unterbewusstsein und in jeder erdenklichen Minute zehrte diese von meiner Energie mit dem einzigen Ziel die Antwort auf die Frage zu beantworten die mich momentan zwar auch noch verfolgt ich aber genau weiß dass ich keinen Einfluß darauf habe und somit mich eher über Dinge kümmern sollte die für mich in Reichweite liegen und die ich auch beeinflussen kann.

    Was ist der Sinn des Lebens? Diese oberflächlichen Antworten von Menschen die sich scheinbar keine tiefgründigen Gedanken darüber machen sagen in sehr kurzer Zeit: Der Sinn des Lebens ist dem Leben einen Sinn zu geben.
    Einfach erbärmlich!

    In den letzen 8 Jahren habe ich soviel Energie aufgebracht um in meinem Leben weiter zu kommen, um eine Ausbildung zu absolvieren und meinen Weg in meinen Leben weiter zu gehen doch ich komme mir dabei vor wie auf einer Rolltreppe. Dabei möchte ich die Rolltreppe nach oben hin bestreiten, diese aber läuft in entgegengesetzter Richtung.
    Somit muß ich mehr als doppelt soviel Energier aufbringen um dass ich mit anderen Menschen mithalten kann.
    Genau dieses Gefühl bewahrheitete sich als ich zum Wochenende immer krank geworden bin und ich einen Psychater aufsuchte da ich mich selbst nicht mehr erkannte und ich Angst hatte verrückt zu werden.
    Viele Jahre später und aus eigener Kraft heraus suchte ich mir einen stationären Aufenthalt welcher mir meine Depressionen nahm, ich mich selbst kennenlernte und ich das erste mal in meinem Leben meine Gefühle entdeckte.

    Aber genau hier begann etwas merkwürdiges.
    Ich wusste schon immer das ich anders bin als die Masse der Gesellschaft.
    Allein der Gedanke 1/3 des Tages arbeiten zu gehen nur damit man ein weiteres drittel leben kann und 1/3 schläft ist nicht der Sinn des Lebens.
    Die Gedanken gingen weiter. Egal wo ich hinsah ich sah alles anders. Die Politik wird eines Tages zusammen brechen da der Druck von Schulden, Problemen der Gesellschaft zu groß wird. Viele Entscheidungen können einzelne Menschen gar nicht treffen da die Verantwortung deren Rahmen einfach sprengt. weiter gehts mit der Atommüll beseitigung. Jeder Mensch mit ansatzweise Köpchen erkennt auch ohne akademischen Abschluß und Fachrichtung dass Atomkraftwerke der Menscheit schaden. Das Beispiel in Japan zeigt deutlich dass man die Gebäude zwar so konstruieren kann dass Sie selbst gegen einen Flugzeugabsturz stadhalten würden, aber das Risiko von Strom und Wasser abgeschnitten zu sein einfach ein Risikofaktor ist den ich keinem Menschen auf der Welt zu lasten wünschen würde.
    Korruption im Sport, in der Politik, die Hintermänner der privatBanken, auch Bücherwerkgruppe genannt gestalten die Welt nach ihren vorstellungen, Aktienabstürze vorausgeplant nur um den Immobilienmarkt zu stürzen, Land günstig aufzukaufen um dann später es teuer wieder zu verkaufen.

    egal wohin ich sehe, es fällt mir schwer das positive in unserer Gesellschaft zu sehen.

    Hm, ich schweife ab da ich mich gerade etwas frustriert fühle.

    zurück zu den Thema warum ich eigentlich hier schreibe:

    Ich sehe Menschen so das ich nach kurzer Zeit sagen kann was Sie beschäftigt oder weiß was ihr Problem im Leben ist.
    Viele Menschen strahlen etwas aus was ich als unausgeglichen beschreiben würde. Nicht unbedingt negativ, aber die Schwingungen sind schon deutlich spürbar.
    Viele Gespräche muss ich erstmal sacken lassen und analysiere sie später da ich so ein besseres Bild von dem Menschen bekomme. Wenn ich versuche es direkt im Gespräch zu machen habe ich einen zu starken Reizeinfluß um exakt sehen zu können. Bei wenigen Menschen kann ich den Reizfluss aber ab und führe gerne Gespräche.
    Ich würde den Menschen gerne frei heraus sagen was ich über Sie denke und diverse Sachen zu hinterfragen doch ich habe Angst vor Ablehnung, meine Vergangenheit zeigt deutlich dass ich sie nicht ignorieren kann.
    Ich habe soviel positives in mir was ich gerne mit anderen Menschen teilen möchte, ich sehe die Probleme an denen sie leiden und ich würde es ihnen gerne auf einem Weg erläutern damit Sie ihre Sichtweise einmal ändern, ihre Perspektive aus einem anderen Blickwinkel betrachten und sich selbst einmal aus einem anderen Licht betrachten.
    Doch ich habe Angstr vor Ablehnung, ich ertappe mich dass ich diese Hürde nicht einfach überwinden kann.
    Ich weiß nicht wie man es beschreiben soll ich stehe mir irgendwie selber im Weg da es so unwahrscheinlich klingt.
     
  2. consisten

    consisten Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    20
    Hi k0dj

    Kann mich selbst auch etwas mit deinem Text identivizieren.
    Ich denke du hast ein ganz klares und richtiges Weltbild.
    Dieser Arbeitszwang und die Massenabfertigung der Menschheit ist nicht OK.
    Und die wenigsten Menschen sind heute noch richtige Menschen oder verfügen über eine angemessene Moral. Mit den meisten kann man über solche Dinge nicht mal reden, da gelangt man dann immer auf einen gewissen 0 Punkt, und die Themen werden ins lächerliche gezogen.

    gruss Consi
     
  3. k0dj

    k0dj Neues Mitglied

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    Nachtrag:

    Warum ist die Kommuniktation zwischen Menschen nur so kompliziert? Ohne diese ganze Maskerade die man führt um nicht schutzlos dem gegenüber zu sein würde jeder sagen was er denkt und aussprechen was nötig ist um Beziehnungen zu führen die harmonisch verlaufen, ohne dass man irgendwann das Gefühl bekommt das der Partner einem etwas vorenthält und man sich hintergangenfühlt.

    Viele Szenarien habe ich selbst noch nie erlebt da ich in Leben zu viele Entscheidungen getroffen habe die mich die Weichen falsch stellen lassen haben. Ich möchte so wenig fehlerhafte Entscheidungen fällen wie möglich daher lebe ich in der vollendeten zukunft.
    Was wäre wenn ich folgendes so und so tue welche auswirkungen hat das auf meinen Handlungsfreiraum, in wiefern schränkt es mich ein und was wäre eine richtige Entscheidung um etwas positives daraus zu ziehen.

    Mein Kopf steht nie still, es ist wie eine Gabe und ein Fluch.
    Momentan interessiere ich mich sehr für die zwischenmenschliche Kommunikation, dem psychischen eines menschen, warum er so ist wie er ist und warum seine Handlungen so berechenbar sind wenn man seinen Charakter kennt, die Kommuniktionsprobleme zwischen Frau und Mann aufgrund der unterschiedlichen Hinraktivitäten, das Verhalten im allgemeinen.

    Mir fehlen Menschen die meine Sichtweisen teilen, auch wenn es nur ansatzweise wäre. Ich fühle mich wie ein Ausenseiter der vergeblich nach Menschen sucht die einen verstehen, bei denen man nicht darauf achten muß wie man sich gibt um nicht zu sehr aufzufallen.

    Die Welt da draußen ist nicht mehr dieselbe wie ich sie kennengelernt habe, die Welt gestaltet sich nicht so wie wir mit dem Geschenk Erde umgehen sollten.
    Wir roden Sie und geben ihr keine Chance sich zu erholen, der Zug ist bereits abgefahren um den zerfall der Erde noch auftzuhalten.
    Wenn die Erde noch 500 Jahre Energie liefern kann um die Menscheit durch ihre ständige Begierde nach Fortschritt, Effizienz, mehr Macht und Einfluss zu befriedigen.

    Ein Blick aus dem Fenster verrät mir dass die Sonne scheint, das Wetter milde gestimmt ist und ich nun einen Spaziergang machen werde um auf andere Gedanken zu kommen.

    Gruß k0dj
     
  4. k0dj

    k0dj Neues Mitglied

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    52° 17′ 26″ N, 8° 56′ 4″ O
    Hallo Consi,

    der Nullpunkt resultiert meiner Meinung daraus dass die Gesprächspartner sich nichtmal ansatzweise ernsthafte Gedanken üder dieses Thema gemacht haben.
    In der Verfassung steht ein jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerungen doch man wird durch das Klischeeverhalten der Gesellschaft unbewusst zu Entscheidungen gedrängt hinter denen man eigentlich nicht steht.
    Freie Entscheidungen zu treffen ist eine Illusion.
    Du wirst geboren und ich kann dir genau sagen wie du dein leben verbringen wirst.
    Ich würde das gerne jetzt hier niederschreiben aber ich brauche unbedingt frische Luft.

    eventuell findet der eine oder andere sich selbst wieder wenn er einmal in folgendem Link stöbert:

    http : / /myk0dj.blogage.de

    ich verbleibe vorerst mit einem fröhlichen ahoi
     
  5. Joki

    Joki Neues Mitglied

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    27. März 2011
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    5
    Es kommt auch immer darauf an, wie man mit anderen Menschen kommuniziert. Manchmal wirkt man vielleicht auf andere überheblich oder arrogant.
    Oft haben sie auch eine bereits festgefahrene Meinung, da kann man Argumente bringen wie man will.
    Ich mag es nicht, wenn ich ständig im Satz unterbrochen werde. Ich finde das respektlos.
    Manchmal brauche ich auch für eine Antwort länger. Es kommt auch manchmal vor, dass ich erst nach Tagen antworte, weil ich lange über das Gesagte oder der Situation nachdenken muss.
    Viele Menschen sind indirekt, reden so zu sagen "um den heißen Brei" herum, sodass ich gar nichts mit den Aussagen anfangen kann.
    Mache Menschen interpretieren etwas in meinen Sätzen hinein, was nicht ist, glauben daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen, die mich dann völlig ratlos und confuse machen. Die Menschen sind mir oft ein Rätsel. Einmal, weil sie sich oft nicht klar äußern und dann Schlussfolgerungen ziehen, mit denen ich nichts anfangen kann.
     
  6. enna

    enna Mitglied

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    Hallo k0dj,

    mach Dir das Leben doch nicht zu schwer. Sieh den Menschen nicht als das, was vor Dir steht sondern als eine Seele in einem Körper, der hier im Jetzt ist um zu lernen. Jeder Mensch hat einen anderen Entwicklungsstand.
    Du erwartest von einem kleinen Kind auch nicht das, was Du von einem Erwachsene erwartest. Und warum jemand wie auch immer entscheidet sich zu verhalten können wir, Du und ich, nicht entscheiden. Wir sind nicht in seinen Schuhen gewandert und haben sein Leben nicht gelebt.
    Was läßt ihn so handeln und warum, wie ist er aufgewachsen, wie war seine Kindheit, wie ................

    Ich weiß wie das ist, die Reaktionen vorhersagen zu können. Ich sehe vieles als wenn es durchsichtig ist, das, was derjenige damit bezweckt. Ich sehe aber auch die verletzte Seele, die Angst, die sich dahinter verbirgt.
    Wie kann ich diese Angst dann verurteilen? Ich kann versuchen den Menschen zu helfen, ich muß allerdings auch den Entwicklungsstand und den Menschen ansich respektieren und dort abholen, wo er steht.
    Wem nutzt es etwas, wenn ich jemandem, der gerade das kleine 1x1 gelernt hat mit großen Formeln komme. Beide Seite würde daran verzweifeln.

    Die Aussage "Der Sinn des Lebens ist dem Leben einen Sinn zu geben" ist garnicht so erbärmlich, wie er Dir jetzt i.M. vorkommen mag.
    Was macht denn Sinn für Dich? Für den Bauern macht es Sinn, die Kühe zu melken, das Feld zu bestellen, setzt Du ihn in ein Büro würde er unglücklich werden. Er braucht die Luft, die Sonne, die Natur. Für ihn macht seine Tätigkeit Sinn und wenn er es aus Überzeug ausübt, auch glücklich.

    Wenn Du Deinem Leben keinen Sinn gibst, keinen Spaß hast, Deiner inneren Führung nicht folgst, wirst Du unglücklich, unausgeglichen und krank werden.

    Worin siehst Du Deine Berufung?
    Wenn Du als psychologischer Berater tätig sein möchtest, es hört sie teilweise so an, müsstest Du Dich auf die Stufe Deines "Patienten" stellen können, um ihn ernst zu nehmen, ihm zuhören zu können und seine Probleme aus seiner Sicht zu bearbeiten. Dich dann als Lehrer aufzuspielen, wäre nicht das, was der Patient braucht.

    Das Leben ist ein Lernen, als Kind, als Erwachsener, auch als Sterbender. Dazu sind wir hier. Nur die Unterschiede lassen uns werten, sonst würde uns das nicht möglich sein.

    Lieber k0dj, ich finde auch vieles nicht toll, egal ob Politik, meine Gebrechen oder was auch immer. Jeder hat sein Päckchen, seine Probleme aber auch seine Vorzüge, seine Besonderheiten, seine Gaben.
    Erkenne Deine, nutze sie und fang an Deinem Leben einen Sinn, einen Inhalt zu geben.

    lg enna
     
  7. Scharmane

    Scharmane Guest

    Hallo,

    ich möchte nur sagen: jeder realistische Mensch sieht, das die Menschen resp. die Welt durch die Menschen mehr negativ ist, als positiv. Und darum siehst du es auch vollkommen richtig, den es gibt wenig positives.

    Hängt aber sicher mit den Menschen zusammen, weil sie alles, was sie tun, für sich alleine tun, wenige Ausnahmen gibt es.

    Nur diejenigen, die sich eine Rosa Brille aufsetzen u. dann noch die Augen verschliessen, reden u. schreiben immer das ja alles so super ist..

    Ich plädiere immer dafür, die Welt u. die Menschen so zu sehen, wie sie sind - und alles realistisch zu betrachten.

    Und sich nicht von manchen Menschen blenden lassen, die ihren positivismus nach aussen tragen, den oft ist er nur Show, u. irgendwann holt jeden die Realität ein.

    Ach ja, u. noch was: Den meisten Menschen gehts ähnlich wie dir, man spielt gerne dem anderen was vor, u. verbirgt sein innerstes. Es gibt Menschen, die sind zb. sehr unsicher, können es aber gut überspielen, sodass es die wenigsten merken.
    Das trifft sogar auf so manche Künstler zu, nicht umsonst greifen sie dann oft zu Drogen, weil manche es nicht schaffen.
     
  8. enna

    enna Mitglied

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    Hallo Scharmane,
    natürlich hast Du in vielen Punkten recht. Eine rosarote Brille ist eine Flucht aus der Realität. So sollte es nicht sein.
    Wenn wir aber alle nur das Negative uns vor Augen halten, wie soll es dann weitergehen? Woher nehmen wir die Energie, uns weiter hier zu bewegen, überhaupt etwas zu bewegen?

    Ich für mich sehe mehr das halbvolle Glas anstatt das halbleere. Ich lebe mit einem Menschen zusammen, der es genau andersherum sieht und habe dadurch ständig meinen Spiegel oder auch die andere Seite vor mir.

    Versuchen wir doch Lösungen zu sehen/finden anstatt in Problemen zu denken.

    Warum wendet man sich mit seinen Problemen an die Öffentlichkeit? Es soll einem geholfen werden, man möchte Klarheit, einen anderen Weg gehen, neue Erkenntnisse bzw. Möglichkeiten ausprobieren, um aus seiner Schleife heraus zu kommen.
    Ich will und kann die Welt nicht schön reden, ich kann nur meine Sicht bzw. das was ich selbst erfahren/gelernt habe weitergeben und vielleicht irgend jemanden dazu verhelfen, besser mit sich und seinem Leben klar zu kommen.
    Das ist wohl meine rosarote Brille :)
     
  9. k0dj

    k0dj Neues Mitglied

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    Es ist unglaublich schwer die Entwicklungsstufen und Schritte aus der Vergangenheit verwehrt geblieben sind so nachzu holen dass ich damit umzugehen weiß und ich mich selbst entfalten kann.

    Durch und mit Gefühlen zu leben tue ich erst seid Anfang des Jahres und es ermöglich einem eine Sichtweise die schier grenzenlos ist.

    Liebe Enna und auch der Scharmane, ich bin froh dass ihr die gleichen Ansätze, die Welt realistisch zu sehen habt, wie ich.

    Genau an dieser Stelle stehe ich und ich tue mich schwer mich so den Menschen gegenüber zu treten wie ich wahrlich bin. Ich spüre die innere Verwirrung meiner Mitmenschen wenn ich das erste mal mit ihnen Kontakt aufgenommen habe.
    Das erste Gespräch ist immer sehr offen und unglaublich abwechslungsreich.
    Die späteren sind immer sehr kurz und vermitteln das gefühl von unsicherheit, wie man mit mir umgehen soll. Als ob sie mich schlecht einschätzen können.

    Dieses Gefühl färbt immer sehr stark ab und ich tue mich schwer aus diesem Gefühl heraus zu kommen wo ich doch grenzenlos glücklich bin.
     
  10. k0dj

    k0dj Neues Mitglied

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    Nabend.

    Um nochmal das aufzugreifen was ich zu dem Zeitpunkt deines Postes schreiben wollte.

    der Nullpunkt resultiert meiner Meinung daraus dass die Gesprächspartner sich nichtmal ansatzweise ernsthafte Gedanken üder dieses Thema gemacht haben.
    In der Verfassung steht ein jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerungen doch man wird durch das Klischeeverhalten der Gesellschaft unbewusst zu Entscheidungen gedrängt hinter denen man eigentlich nicht steht.
    Freie Entscheidungen zu treffen ist eine Illusion.
    Du wirst geboren und ich kann dir genau sagen wie du dein leben verbringen wirst.

    Ich wollte dieses Thema schon immer einmal festhalten und heute Abend denke ich ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür.

    Entscheidungen treffen wir ab einer Entwicklungsstufe ab der wir beginnen zu hinterfragen und den Grund für diverse Handlungen wissen wollen.
    Ab diesem Zeitpunkt lernen wir für unser handeln Konsequenzen zu tragen und für unsere Entscheidungen gerade zu stehen.
    Viele unserer Entscheidungen treffen wir unbewusst da uns bekanntes ein wärmeres Bild gibt, es uns aus Erinnerung oder dem erzählen des Bekanntenkreises als Weg des scheinbar richtigen beschrieben wird.
    Menschen ticken im Urbedürfnis alle gleich. Wie in der Tier- und Pflanzenwelt schwimmen Fische am liebsten mit dem Strom da dieser den niedrigeren Wiederstand bietet, Pflanzen wachsen in Richtung der Wärme und in Abhängigkeit von Wind und Hindernissen die sich Ihnen stellen
    Genauso reagiert ein Mensch in seiner täglichen Umgebung auf auftretende Widerstände.

    Betrachten wir einmal den Menschen von Geburt an.
    Du kommst als Säugling zur Welt, du bist ein strammer, kleiner Kerl mit respektablen 2400g.
    Hier spielt es schon eine Rolle in welcher Gesellschafftschicht du geboren wurdest. Alleine diese Tatsache gewährt dir Einblicke in ein Leben welches du unter Umständen nie kennen lernen wirst.
    Hinzu kommt die soziale Stellung deiner Familie und das Umfeld in welchem du aufwachsen wirst.

    Zur Veranschaulichung:
    Variante a):

    deine Eltern sind selbst noch Kinder, deine Mutter ist gerade einmal 16 Jahre alt und dein Vater 2 Jahre älter.
    Deine Erziehung wird bei weitem nicht so verlaufen wie in einer vergleichbaren Familie mit Eltern die in einem festen Berufsleben stehen und finanziell sowie in der Beziehung auf den ersten Blick manifestiert sind.
    Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Eltern deiner eigenen Eltern großgezogen und wirst in deiner Kindheit viele Kontroversen der Erziehung durchleben.
    Dieses wird dir mit Sicherheit einen falschen Eindruck der Grundpfeiler deiner Eltern geben und du wirst dieses unterschwellig für deine weiteren Aufbau deines Charakters mit auf den Weg nehmen.

    Mit der Tatsache dass deine Eltern noch zur Schule gehen wirst du in finanzieller Hinsicht keine großartigen Statussymbole in deiner Kindheit erhalten. Die Kleidung gleicht eher der aus einem Second Hand Shop und mit etwas Glück kannst du durch Unterstützung deiner Großeltern später einmal einen Sportverband deiner Wahl besuchen.



    Variante b):

    durch eine durch Zufall bestimmte Ereigniskette wirst du in einer adligen Familie geboren.
    Du erhälst die ärztliche Analyse und Pflege auf höchstem Niveau, deine Eltern überschütten dich im Kindesalter noch mit endloser Hingabe, geben diese Aufgabe aber durch ein Kindermädchen ab was durch privaten Stützunterricht und Förderung deiner Gaben kompletiert wird.
    Durch Geschenke die deinen Wünschen entsprechen zeigen dir deine Eltern die Aufmerksamkeit die dir fortan aber körperlich verwehrt bleibt.
    Das einzige was dir vermittelt wird ist Leistung zu erbringen um in die Fußstapfen der langen Familientradition zu treten die Versagen nicht duldet.
    Geschenke runden das Bild der erbrachten Leistung ab.

    Verfolgt man beide Entwicklungsstufen gleichermaßen wird man im Kindesalter unter Umständen noch keine großen Unterschiede entdecken können. Und falls es welche gäbe könnte man es auf die Entwicklungsreife des Kindes schieben.

    "Meiner ist ein spätzünder", Spätentwickler im gleichen Maße.

    Spätestens ab dem Ende der Grundschule wird man erkennen dass alleine durch den Ausgangspunkt Familie und sozialer Intigrität dem Kind der beiden jungen Eltern aufgrund der fehlenden Unterstützung bei den Hausaufgaben und der Wechselwirkung in der Erziehung zwischen Großeltern und Eltern die Erkenntnis erlangen dass die erbrachte Leistung laut tiefgehender Analyse der Klassenlehrerin nur für die Realschule reicht.

    Anders hingegen erhält das Kind aus der Adligen-Familie eine Analyse renomierter Kinderpsychologen. Die Eltern werden beraten was die Wahl des Kindergartens angeht und Ihnen werden Möglichkeiten aufgezeigt wie man durch Förderung der Hobbys des Kindes und Talente weiter ausbaut um schon in einer privaten Grundschule die bestmöglichen Resultate zu erzielen.
    Hiermit erlangst du Zugang zu den Gymnasien deiner Wahl, die nur Aufgrund intensives lernen und der finanziellen Freiheiten deiner Eltern ermöglicht wird.

    Hier ist sozusagen der Ausgangspunkt der sich immer weitenden Klippe zwischen beiden Kindern, zwischen einem wohlhabendem Leben ohne Sorgen darum ob man sein Auto vollversichert oder nur Teikasko, ohne auf das Geld zu achten und mit den Rechnungen im Postkasten wenn ich das schonmal vorweg greifen darf.

    Ab diesem Punkt fließen noch mehrere Faktoren mit ein welche Auswirkungen auf die Entwicklung haben können.
    Gibt es bekannte Krankheiten in der Familie die sehr ausgeprägt mitvererbt werden? Krebs, Bluthochdruck, Astmer, Allergien, psychische Anzeichen? Depression, Suizidversuche, etc. etc...

    Nicht nur die sichtbare physische Mischung erlangt die Manipulation deiner selbst sondern auch die Gene deiner Vorfahren und deren Veranlagung prägen dich.

    Zoomt man mit der Perspektive einmal von diesem Beispiel ab und verallgemeinert diese Erkenntnis auf die Gesellschaft und deren Klische's wird man sehen dass vieles unterschwellig von einem erwartet wird ohne dass irgendjemand auch nur ansatzweise darüber sprechen wird.
    Es wird eher wie ein tabuThema gehandelt, ein noGO. Wer sich outet, auf dem wird mit dem Finger gezeigt und wird das komplette Spekrum an Meinnungen wiederfahren wobei er doch nur eine andere Sichtweise hat wie der Mainstream unserer Existenz.

    Ich meine damit das die Gesellschaft durch viele Generationen geprägt wurde und vieles Wissen was sich angesammelt durch Unwissenheit und fehlenden Sichtweisen falsch weitergegeben wird. Dem Mangel durch den Schleier den man uns vorgaukelt wie schön doch alles ist hindurch zu schauen um mit eigenen Augen die Welt zu sehen.
    Es gibt meiner Meinung nach viel zu wenig Realisten die frei sagen wie die Welt wirklich tickt.
    Die Generation meiner Großeltern ( ich bin 27) ist die Arbeitergeneration, Sie identifiziert sich durch die Arbeit. Schweiß und Schwielen an den Händen symbolisieren wieviel Erfolg man im Beruf hat, in seinem Leben.
    Meine Eltern ist die darauffolgene Generation, diese würde ich als Mischung zwischen Arbeiter- und Entwicklungsgeneration beschreiben. Bei dieser schenkt man der gleichberechtigung der Geschlechter Aufmerksamkeit und der Erfolg verschiebt sich immer mehr nach dem Abschluß den man erlangt hat. Wachsende Arbeitslosigkeit lässt den Druck auf den Schultern größer werden.
    Die Generation in der ich lebe ist die Mischung zwischen Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft.
    Uns prägt primär der Abschluß den wir erreichen. Fachabi wünschenswert, idealerweise aber ein "echtes" Abi mit anschließendem Studium.
    Hinweg von dem reinen Arbeiter der durch seinen Schweiß sein Brötchen verdient, immer mehr hin zu dem Bürostuhl Bürokraten der durch Köpfchen, Vision und Händchen für Zahlen die Tasten drückt um am Ende des Quartales eine größere Zahl auf dem Bildschirm zu erlangen als im Vorjahr.

    Jeder will in jeder erdenklichen Spate sein Produkt verbessern, zu einem Herstellungspreis der am besten unter dem Vorgänger liegt und mehr einbringt. Natürlich wird der Preis je nach Effizienz und Konkurenzkampf ausfallen, ist doch klar.

    Was unsere Entscheidungen noch weiter eindämmt sind die Vorurteile die von der Gesellschaft ausgelöst werden.
    Das Leben eines Bürgers hat aus der Sichtweise der Gesellschaft wiefolgt auszusehen.

    Du gehst zur Schule, erhälst einen Abschluß mit dem du dir eine feste Arbeitsstelle suchst. Du baust dir ein soziales Netzwerk auf und machst Bekanntschafften. Du lernst irgendwann eine Frau kennen bei der du denkst dass du den Rest deines Lebens mit ihr verbringen möchtest, ihr heiratet, bekommt Kinder, habt vllt noch ein Haustier, Altersvorsorge, pervers großer Fernseher, Waschmaschine, Auto, CD und elektrischer Dosenöffner, Gesundheit, niedriger Cholesterinspiegel, Krankenversicherung, Eigenheimfinanzierung, Freizeitkleidung, dreiteiliger Anzug, Heimwerkertum, Game-Show, Junk-Fraß, Spaziergänge im Park, geregelte Arbeitszeit, Fitness-Center, Auto waschen, ne Menge Pullover, traute Weihnacht mit der Familie, inflationssichere Rente, Steuerfreibeträge, Abfluss sauber machen, über die Runden kommen ... mich auf den Tag freuen an dem ich sterbe.

    Von dem Säuglingsalter bis zum Sterbebett ist alles in Skizzen hinterlegt wie du dein Leben leben wirst, du kannst zwar die Farben die deiner Skizze leben einhauchen wählen und den Strichstärken deine ganz persöhnliche Note verleihen aber du wirst aus der Skizze kein anderes Bild machen können so wie du es am liebsten hättest.

    Dafür bleibt dir nur deine Vorstellungskraft und deine Traumwelt.

    In diesem Sinne danke fürs lesen und bis demnächst
     
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