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Hilfe bei Borderline!

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von styrian spirit, 29. März 2014.

  1. styrian spirit

    styrian spirit Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2006
    Beiträge:
    530
    Ort:
    Steiermark (Nord)
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    Hallo liebe User!
    Habe einen Freund, der eine Borderline Störung hat und würde gerne Fragen wie man den Menschen am besten helfen kann außer eben mit Psychopharmaka und Psychotherapie?

    Ich würde ihm so gerne irgendwie helfen, welcher Stil ist da angebracht, ein strenger oder eine verständnisvoller? Wenn man ihm z.B. Grenzen aufzeigt oder soll man keine Grenzen haben, und alles durchgehen lassen?


    Danke :danke:
     
  2. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Patentrezepte kenne ich nicht. Jeder ist da wohl auch anders. Kaufe Dir Bücher, die für Angehörige geschrieben sind.

    Sei Du selbst.
    Laß Dich nicht in "Spielchen" verwickeln.
    Tu das, was man täte, wenn jemand psychotisch ist.
    Tu das, was man täte, wenn jemand depressiv ist.
    Beziehe die Problematik von Nähe und Distanz nicht auf Dich.
    Werde nicht Co-Abhängig.

    http://www.borderline-borderliner.de/beziehung/ratgeber-partner.htm

    Ich meine, der Schlüssel liegt im Verstehen der Erkrankung.
     
  3. Venja

    Venja Guest

    ich finde das schwer, übers Internet dazu Ratschläge zu geben. Aber, Grenzen, die eigenen, sind unabdingbar, sonst geht man dabei drauf.

    Es kommt auch ganz darauf an, wie sich die "Störung" zeigt. Bei jedem Menschen ist es anders.

    Wenn dir wirklich sehr an ihm liegt, würde ich ggf. mir Unterstützung suchen, damit Du keinen Schaden davon trägst. Vielleicht könnt ihr auch zusammen eine Begleitung in Anspruch nehmen?
    Liebe Grüße:)
     
  4. sibel

    sibel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2004
    Beiträge:
    6.064
    Ort:
    Hinter den 7 Bergen
    Borderlinern ist leider von *außen * kaum zu helfen..es scheint eine Erkrankung zu sein, bei der man ganz alleine den Schlüssel zur Gesundung finden muß...die Umwelt eines Borderliners muß dagegen lernen, mit den vielfältigen Attacken umzugehen, die von einem Borderliner im Schub ausgehen...manchmal hilft sogar nur flüchten, denn* Aushalten *ist eine nicht so wirkliche Option...
     
  5. believeinyouxo

    believeinyouxo Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2014
    Beiträge:
    764
    Ich würde ihm so gerne irgendwie helfen, welcher Stil ist da angebracht, ein strenger oder eine verständnisvoller? Wenn man ihm z.B. Grenzen aufzeigt oder soll man keine Grenzen haben, und alles durchgehen lassen?


    Danke :danke:[/QUOTE]


    Ich würde mal sagen in einer einfühlsamen ruhigen verständnisvollen art ,andereseits:
    man sollte trotz allem noch seine grenzen haben. Aber bitte niemals in einer aggressiven art und weise die den Menschen aus der unruhe bringen kann.

    Es gibt immer wege einen boarderline kranken menschen zu helfen ohne gleich zu einen psychiater oder psychotherapeuten zu laufen.

    Du musst ruhig und geduldig mit ihm umgehen. Zeige ihm nicht zuviel von deiner besorgnis, denn das macht deinen kumpel noch zappeliger und ruhig. er bekommt wowomglich panik oder schuldgefühle.

    ich der schule haben wir einmal einen film über boarderline syntrom gesehen
    Und oh ja ich hatte psychologie in der schule (hauptfach)
     
  6. Venja

    Venja Guest

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    Ich meinte keine Psychologisierung, sondern eine Begleitung, als Unterstützung.
     
  7. MrsStarfish

    MrsStarfish Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2014
    Beiträge:
    100
    Ort:
    Berlin
    Wahrscheinlich wirst Du dieses völlig ernstgemeinte Posting sowieso nicht "hören" wollen, ich finde es aber wichtig, das mal geschrieben zu haben.

    Ich bin erst ein paar Tage hier, aber Du bist einer der User, die mir gleich aufgefallen sind - nämlich durch Fragen über Fragen, die sich hauptsächlich damit beschäftigen, daß es Dir sehr schlecht geht & wie man Dir helfen könnte.

    Das ziemlich wahllos übers Forum verteilt, so daß man ein bißchen den Eindruck gewinnt, Du suchst nach Lösungen, für die Du möglichst nichts tun mußt.

    Nun, das ist Deine Sache & die der Leute, die sich immer wieder davon angesprochen fühlen & Dir Energie liefern.

    Aber was dann etwas befremdlich wirkt, ist ein Hilfegesuch wie in diesem Thread.

    Erstens: Es gibt keine Angaben, woher die Diagnose BPS bei Deinem Freund rührt. Glaubt er das selbst, hat es ihm jemand diagnostiziert, gechannelt, im Traum gesehen? Das ist schon wichtig.

    Zweitens: Ich sehe da einen Widerspruch im Denken. Wenn Du einerseits für ihn nicht den schulmedizinischen Weg suchst & Du (er auch) eine Psychotherapie ablehnt - wieso nutzt Du dann die durch & durch schulmedizinische Diagnose "emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typus"?

    Drittens & wichtigstens: Wenn wir davon ausgehen, daß es Dir so schlecht geht, wie Du schreibst & Du verzweifelt bist & keinen Sinn mehr siehst - dann ist es das Schlimmste, was Du tun kannst, jetzt noch jemand anderem "helfen" zu wollen, während Du selbst anscheinend nicht klarkommst.

    Das ist nach meiner Erfahrung relativ typisch für Leute, die psychische Probleme haben, denn so kann man es vermeiden, den schmerzhaften Weg zu gehen, auf sich selbst zu schauen.

    Helfen tust Du damit allerdings niemanden, eher sind Konflikte vorprogrammiert.

    Einige haben ja schon das ruhig bleiben & die Grenzziehung erwähnt. Sachlichkeit wäre noch zu nennen. Und dazu das wirklich dicke Fell, das man benötigt, um die oft unsachlichen & unter die Gürtellinie gehenden Ausbrüche eines verletzten Borderliners ertragen zu können.

    Glaubst Du im Ernst, das ist für Dich in Deiner jetzigen Lage zu schaffen?
    Ich wage gar ein "Nein" als Prognose.

    Daß jemand keine Lust auf Psychopharmaka hat, kann ich vollkommen nachvollziehen, aber diese Ablehnung von Therapie stößt mir sauer auf. Die DBT (*) zum Beispiel ist tatsächlich wirksam & kann einem BPS-Betroffenen wirksame Werkzeuge liefern, mit typischen Problemen wie grundlegender Anspannung, Hochspannung, Auto- & Fremd-Agressionen zurechtzukommen & sich nicht mehr dauernhaft wie auf einer emotionalen Achterbahnfahrt zu erleben.

    * DBT = Dialektisch-behaviorale Therape nach Marsha M. Linehan
     
  8. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.770


    Würde ich auch so sehen.

    Ich glaube was alle psychisch kranken Menschen am meisten brauchen ist einfach wie normale Menschen behandelt zu werden, nicht wie "Kranke".

    Man sollte weder in einen Helfertrip verfallen noch dem Kranken erlauben über einen drüberzutrampeln mit seinen Problemen, aber ansonsten braucht ein psychisch kranker Mensch genau das gleiche wie jeder Gesunde..
     
  9. sibel

    sibel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2004
    Beiträge:
    6.064
    Ort:
    Hinter den 7 Bergen
    Schon mal selbst ausprobiert?
    :blue2: Woher weißt du das? Aus eigener Erfahrung ? Wenn es so wäre, wie du oben schreibst, gäbe es keine B-störungen mehr...


    Wurde das so in dem Film vermittelt? Schon mal mit Borderlinern zu tun gehabt, die nicht mehr zwischen wahr und unwahr unterscheiden können und so die Menschen ihrer Umgebung damit enorm in Schach halten? Schon mal erlebt,wie ein Borderliner ein ganzes psychotherapeutisches Team 3 Monate mit einer frei erfundenen Vergewaltigungsgeschichte zum Narren hält ? Nein, Ruhe und Geduld sind nicht ausreichend für diese schwere Persönlichkeitsstörung, deren Behandlung immer in die Hände von Fachleuten gehört..nur es gut meinen , kann die Symptome noch verschlimmern.

    Mal einen Film anschauen ersetzt nie die eigene Erfahrung.
     
  10. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
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    Was bei einem Borderliner am schwierigsten ist, ist nie zu wissen woran man gerade ist oder in fünf Minuten oder übermorgen.

    Wie behandelt man also einen Menschen, der nicht wirklich eine Mitte hat, sondern überall zwischen und in den Extremen zu Hause ist ?

    Nur für einen innerlich sehr gefestigten Menschen, der von Natur aus schon ein Fels in der Brandung ist, ist das machbar.
    Nur der jetzige Moment ist real.
    Geht es ihm jetzt schlecht oder gut, musst du auf die jetzige Stimmung flexibel reagieren können anstelle auf etwas, was er gestern gemacht oder gesagt hat, welches er aufgrund des ständigen Gefühlsumschwunges vielleicht schon selber nicht mehr nachvollziehen kann.

    Bist du wirklich in der Lage ihm durch klare und liebevolle Kommunikation und Verhaltensweisen gesunde Grenzen zu setzen, dann wird er dir dafür wahrscheinlich zumindest im Nachhinein wirklich dankbar sein können, denn die wenigsten können das und reagieren mit Flucht.

    Aus offensichtlichen Gründen ist es schwierig mit einem BL eng zusammen zu wohnen oder arbeiten zu müssen, denn so wird es für beide schwierig die Grenzen zu wahren.

    Was auf jeden Fall erwähnt werden sollte ist, dass viele Borderliner sehr intelligente, intensive, sensible, kreative,vielfältig interessierte Menschen sein können und man durch sie auch sehr bereichert werden kann.
    Es macht Sinn sich mehr auf ihre Stärken zu konzentrieren und die schwere Arbeit mit den Extremverhaltenszügen eher einem Profi zu überlassen.

    BL- kann sich im Laufe der Jahre abschwächen, durch Lebenserfahrung, Gelassenheit, bessere Konfliktlösungsstrategien, stabile menschliche Beziehungen- es gibt also Hoffnung.

    Wie von anderen schon erwähnt ist es wichtig Mensch und Krankeit innerlich von einander zu trennen. Eine schwere affektive Störung sucht sich schliesslich niemand freiwillig aus.
    Zurückweisen darf man jede Art von Gewalt oder Destruktivität bei gleichzeitigem Verständnis für das unermessliche Leid, welches oft in diesen Lebensgeschichten vorhanden ist.
     
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