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heute: Globaler Kapitalismus ist der neue Faschismus

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von wernei, 6. September 2010.

  1. wernei

    wernei Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2010
    Beiträge:
    95
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    Es ist ganz einfach. Nationalinteresse muss man nur durch Globalinteresse ersetzen und schon haben wir den neuen Faschismus.
    Das sind die Ziele von früheren Faschisten.

    Diese Ziele gelten für die Herren des Kapitals heute vollkommen.
    Und auch wenn ihr es nicht glauben wollt diese Leute führen schon Massenmorde ohne Bestrafung durch. Ganz einfach in dem sie die Nahrungsmittel durch Spekulation unerschwinglich teuer für Arme machen.

    Und sie planen noch viel mehr.
     
  2. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
    Ort:
    Berlin
    Ja. "Globaler Kapitalismus", was immer das sein soll, besteht vermutlich aber aus mehr als Nahrungsmittelproduzenten. Was soll faschistisch daran sein, in Indien Software entwickeln zu lassen? Die Inder freuen sich. Die Unternehmer freuen sich. Die Verbraucher freuen sich.
     
  3. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Und die IT-Spezialisten in Deutschland freuen sich nicht ;)

    Ich glaube dennoch, dass die Globalisierung uns im Endeffekt mehr gutes als schlechtes bringen wird - und der Vergleich mit dem Faschismus hinkt schwer, denn Faschismus zeichnet sich vor allem durch einen ausgeprägten Führer/Personenkult aus, wohingegen Globaler Kapitalismus extrem dezentral organisiert ist. Es ist nicht so, als gäbe es eine "Globalisierungspartei", die die Herrschaft an sich reißen will.
     
  4. Hagall

    Hagall Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. November 2007
    Beiträge:
    18.333
    Ort:
    Wien-Floridsdorf & Wien-Favoriten
    und nicht zu vergessen: selbstverständlich wird auch nie und niemals krieg im dienst des globalen kapitalismus geführt.
     
  5. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Äpfel und Birnen, Hagall.
     
  6. Fontana

    Fontana Mitglied

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    22. August 2010
    Beiträge:
    741
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    Suedeuropa / Muenchen
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    Wir leben in einer Konzerndiktatur....


    Ich wachte heute auf, ging duschen und seifte meinen Körper mit Duschgel des Beiersdorf Konzern ein. Ich wusch meine Haare mit einem Shampoo des L’Oreal Konzern. Danach trocknete ich die Haare mit einem Föhn des Braun Konzern. Ich rasierte mich mit einem Apparat des Gillett Konzern. Ich putze meine Zähne mit der Zahnpasta des Colgate Konzern. Dann ging ich in die Küche und ass Cerealien des Kellogg’s Konzern, löffelte einen Joghurt des Danone Konzern. Dann stieg ich in mein Auto des Ford Konzern, den ich beim GE Konzern geleast habe. Auf dem Weg ins Büro holte ich mir einen Kaffee des Starbucks Konzern. Dort angekommen arbeitete ich für den Mikroschrott Konzern. In der kurzen Mittagspause ging ich in ein Fastfood-Restaurant und ass einen Hamburger mit Salat des McDonald Konzern, trank eine Cola des CocaCola Konzern. Dann rauchte ich draussen eine Zigarette des Phillip Morris Konzern und ging zurück ins Büro um weiter für den reichsten Mann der Welt zu arbeiten, was ich sehr gerne tue, weil es mein einziger Lebensinhalt ist.

    Zum Feierabend ging ich an den Bancomat des UBS Konzern, um einen Teil meines kärglichen Lohn zu holen. Dann kaufte ich eine DVD des Warner Brother Konzern im Media Markt des Metro Konzern. Dann ging ich in den Supermarkt des Coop Konzern und holte mir Lebensmittel der Konzerne Nestlé, Unilever und Kraft Foods. Dann fuhr ich mit dem Auto des Ford Konzern nach Hause und unterwegs tankte ich Benzin des Shell Konzern. Ich kam in meiner Wohnung an, für die ich dem UBS Konzern Hypothekenzinsen zahle, an den Energiekonzern Axpo die Stromrechnung und an den Allianz Konzern die Versicherungen. Dann kochte ich mir was zu essen aus den Fertigprodukten der Lebensmittelkonzerne, die aus genmanipulierten Pflanzen des Monsanto Konzern bestehen, mit etwas Ketchup aufgepeppt des Heinz Konzern. Ich setze mich vor den Fernseher aufs Sofa des Ikea Konzern mit einem Bier des Budweiser Konzern und guckte mir die Nachrichten auf RTL des Bertelsmann Konzern an, der Reden von Politikern zeigte, die alle von Konzernlobbyisten geschmiert werden und ihre Befehle ausführen, sah Berichte über Kriege die für multinationale Konzerne geführt werden. Danach zog ich mir einen Film der 20th Century Fox rein, die dem Rupert Murdoch Medienkonzern gehört, der vollgespickt ist mit Schleichwerbung der Konzerne. Zwischendurch musste ich mir noch mehr Werbespots der verschiedenen Konzerne anschauen, die mir erzählen welche Produkte ich unbedingt kaufen muss damit ich glücklich bin.

    Als ich ins Bett ging nahm ich eine Schlaftablette des Novartis Konzern und dachte über die nächsten Ferien nach, die ich sicher wieder beim TUI Konzern buchen werde der mich mit dem Flugzeug des Lufthansa Konzern in einer Maschine des Boeing Konzern in eine Hotelanlage des Hilton Konzern bringen wird. Dann schlief ich zufrieden ein und freute mich auf den nächsten Tag, um das beschriebene zu wiederholen.

    Nur böse Zungen würden behaupten, ich bin nur ein Sklave der Konzerne und wir alle leben in einer Konzerndiktatur.

    Das Problem mit dem Hamsterrad ist, egal wie schnell du strampelst und dir die Pfötchen blutig rennst, du bleibst immer nur ein kleiner Hamster der nicht vom Fleck kommt.
     
  7. dragonheart7

    dragonheart7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2010
    Beiträge:
    9.780
    Ort:
    im Herzen von Angeln
    ..... und da fragt einer, ob das Paradies auf der Erde ist ....
    Willkommen im Alptraum ....:schmoll:
     
  8. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Fontana ... ich will nicht fies sein, aber weißt du überhaupt, was ein Konzern ist? Es wirkt nämlich so, als glaubtest du, Konzern sei einfach ein Synonym für "Unternehmen" (es klingt halt so schön böse, weil ein Z drin ist). Fragen wir mal Wikipedia:
    Egal.

    Was willst du mit deinem Aufsatz jetzt aussagen?
    Wie schlimm es ist, dass wir jederzeit alle Produkte des täglichen Bedarfs, die von professionellen Unternehmen unter bestimmten Qualitätsstandards hergestellt werden, kaufen können, anstatt dass wir sie uns selbst herstellen müssen?
    Ich bin echt geschockt.

    Und, zur "Konzerndiktatur" - ich habe das Gefühl, du kennst nicht nur die Bedeutung der ersten Worthälfte nicht, sondern auch die der zweiten:
    Bei der freien Marktwirtschaft kann von Diktatur keine Rede sein - es gibt nämlich keine Partei, keinen Konzern, die unbeschränkte Macht haben, keinen Führer. Man kann sich schließlich frei entscheiden, bei welcher Firma man ein Produkt kauft - oder ob man es überhaupt kauft.

    Und ansonsten ... du stellst hier jetzt die "Konzerne" als das große Übel dar (warum, habe ich aus deinem Post noch immer nicht herauslesen können), schlägst aber keine Alternativen vor. Was sollen wir tun? Wieder in Höhlen leben und uns mit Steinen und Ästen gegenseitig die Schädel kaputthauen?
     
  9. Hagall

    Hagall Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. November 2007
    Beiträge:
    18.333
    Ort:
    Wien-Floridsdorf & Wien-Favoriten
    dabei geht vermutlich weniger kaputt als in der glücksseligen welt des neoliberalismus. :D

    gut, natürlich kann das nicht die alternative sein. aber dass der neoliberalismus soziales gefüge und umwelt zugrunde richtet, lokale wirtschaftsstrukturen zerstört und dass verschiedene staaten notfalls auch bewaffnet im dienst der konzerne vorgehen, davon hast du schon mal gehört, nehm ich an.

    nix äpfel und birnen. faschismus ist meistens die fortgesetzte herrschaft der üblichen eliten, nur mit offenem terror. und damit behilft sich der kapitalismus durchaus immer wieder.
     
  10. JustInForAll

    JustInForAll Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    8.892
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    Alleine die Kapitalisten für das Leid der Welt verantwortlich machen, erscheint mir aber auch leicht faschistisch, obwohl fast kaum einer soo weit kommt, ohne sich die Weste schmutzig zu machen. Aber für das Leid der Welt sind sie leider nicht alleine schuld. Das wäre viel zu einfach und schnell beseitigt.
    Dummheit ist für das Leid der Welt verantwortlich und dumm sind sehr viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten.
    Dumm sind z.B. gierige Menschen, denn sie schaden meist sich selbst. Gier löst mehr Schmerz im Gierigen aus, als in seinen Opfern, denn er kriegt den Rachen nie voll und das bis er komplett abdreht. Seinen Opfern geht es dabei leider auch nicht besonders gut.
    Dumm sind ebenfalls arme Menschen, die massig Kinder in die Welt setzen, weil sie ihre Hormone nicht in den Griff bekommen oder sich sonst was davon versprechen, massenhaft Nachwuchs zu produzieren, die seine Armut in potenzierter Form mit und nach ihm weiter pflegen und darunter regelrecht eingehen. Maximal einem Kind hätte er evtl. mit seiner Frau gemeinsam ein besseres Leben geben können. Er und sie aber potenzierten mit steigender Kinderzahl die eigene Armut und Hunger. Neulich kam eine Dokumentation im TV über eines der ärmsten Gegenden in Indien. Was war? Hungrige Menschen mit massig viel Kindern, die sie nicht nähren können. Wozu diese vielen Kinder? Was kann man denen geben, außer den Schmerz des eigenen Lebens.

    Stelle dir vor, alle reichen Menschen würden all ihr Vermögen mit diesen Menschen teilen und sie würden dann noch mehr Kinder in die Welt setzen. Leider würden sie trotz der Großzügigkeit der Reichen kein Heil finden, solange sie massig Nachwuchs zeugen.
    Die Weltbevölkerung ist in den letzten 2 Jahrzehnten von 6 auf 7 Milliarden Menschen angestiegen. Alleine in Indien und China leben davon ca. 3 Milliarden Menschen zusammen. Beides Länder, in denen es sehr viel Armut gibt. Selbst der reichste Mensch auf Erden könnte daran nichts ändern, solange im selben Tempo weiter Nachwuchs gezeugt wird.

    Dummheit macht die Menschheit arm und leidig, nicht „nur“ die Gier einiger Kapitalisten. Wäre es das 2., wäre das Problem recht einfach zu lösen.

    Würde man den Menschen nun vorschreiben (diktieren), wie viel Nachwuchs sie haben dürfen, liefe dies wiederum auf Diktatur hinaus. Lässt man sie frei gewähren, basteln sie sich ihr eigenes Schicksal und damit „auch“ Schmerz.

    Kanzler Schröder hat das Problem vor einigen Jahren mal angesprochen und man hätte ihn beinahe dafür verprügelt, obwohl er Recht hatte. (Gescheuert bekam er dann doch mal eine von einem Hartz IV – Empfänger *g*. Wenn man arme Menschen „Schmarotzer“ nennt, ist es halt nur eine Frage der Zeit, bis das Echo wuchtig zurück kommt.) Er wollte, dass ärmere Menschen weniger und dafür wohlhabendere Menschen mehr Kinder zeugen. Er wollte sie über das Kindergeld dazu bewegen. Weise gedacht! Nur hat es keiner so richtig verstanden. Ärmere Menschen fühlten sich dadurch diskriminiert. Natürlich hört das kein Mensch gerne, wenn einer zu ihm sagt, er möge doch bitte nicht so viele Kinder zeugen, weil er sie eh nicht ernähren kann und dadurch nur Armut und Leid mit steigender Kinderzahl sowohl in seinem Leben wie im Leben der restlichen Gesellschaft mehrt. Die Menschen reagierten emotional, fühlten sich angegriffen und beschimpften ihn. Man könnte natürlich im nachhinein hingehen und den guten Mann beschimpfen, weil er mehr hat als andere, denen es nicht so gut geht, weil sie gerade in ihre Armut 10 bis 20 Kinder mit reingezogen haben. Dieser Vorwurf wäre jedoch in höchstem Maße lächerlich.

    Die Lösung ist ganz einfach:
    Machen reiche Menschen viele Kinder, wird Reichtum geteilt.
    Machen hingegen arme Menschen „viele“ Kinder, wird Armut potenziert und vermehrt.

    Niemand braucht auf dieser Welt kinderlos bleiben. Wenn je Pärchen (2) nur ein Kind in eine ärmliche Familie hineingeboren wird, geht mit der Zeit die Armut immer weiter zurück und das eine Kind hätte in der Tat ein schönes Leben zu erwarten, statt viele die um die Wette leiden. Eltern, die ihre Kinder lieben und ihnen nur das Beste wünschen, dürften das verstehen.

    Man kann den Menschen leider nur ins Gewissen reden und hoffen, dass sie das verstehen. Zwang würde Diktatur bedeuten. Obwohl solch ein Zwang im Endeffekt allen Menschen dienlich wäre, würden sie das nicht hinnehmen wollen und das ist die Ironie an der ganzen Geschichte.

    Auf der anderen Seite hat man es mit unersättlicher Gier zu tun, die das Ihre zur Verelendung beiträgt.

    LG
    JustIn
     
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