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Hat der alte Mensch kein Lobby?????????

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Maud, 22. März 2005.

  1. Maud

    Maud Guest

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    Morgen Zusamm

    Vor Jahren sah ich einen Zukunftsfilm mit Charls Heeston, da muste er seinen Vater. Der 60 jahre alt war, in eine Krankenhaus fahren zum Töten. Der Vater bekam eine Todesspritze,während vor seinen Augen. Auf ein riesen Monitor
    eine wunder schöner Naturfilm ablief. Immer wen ich nicht gut behandelt werd fellt mir dieser Film ein. Ist das zufall,oder was ist das, glaube ich Vielleicht das es möglich währe. Das so etwas Realitäht werden könte,jeden falls habe ich märhmals schon so etwas empfunde. Habe auch schon mit Jüngeren, seid langen mir bekanten Mensch darüber diskutiert. Dan lächelt mann mitleidig und sagt, es ist leider so. Was heute zählt ist Jung Schön Ergeizig und Dienamisch. Dan frage ich mich was ist den da so besonders dran, diese Tribute hatten wir, doch schon längst. Und allt werden die Jungen, genauso wie wir auch, oder Bleibt die Wellt jetzt stehen?
    Was denkt ihr darüber????????

    Alles liebe Maud
     
  2. Diddi

    Diddi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Februar 2005
    Beiträge:
    1.583
    Ort:
    Köln
    Was ist alt ?

    Wird man wirklich alt ?

    Ich habe beschlossen, nicht alt zu werden. Gott hat uns die volle Freiheit
    gegeben, auch die Selbstbestimmung über unseren Körper. Die meisten haben
    es leider nur vergessen.
    Erinnert euch doch einfach. Es geht !

    Liebe Grüße,
    Diddi. :kiss4:
     
  3. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
    Hallo Maud,

    ich verwehre mich gegen solche Zukunftsvisionen. Diese Dinge, daß jung, schön und dynamisch das Einzige ist, was zählt, werden uns von den Medien suggeriert. Manche Leute springen darauf an, aber andere wieder nicht.

    Guckt euch mal die Werbung an. Dauernd werden Cremes angepriesen, die angeblich die Falten reduzieren. Angeblich verhelfen Shampoos dazu, daß die Haare voll und kräftig und glänzend über unsere Schultern fallen.
    (Mal nebenbei bemerkt, die Werbung lügt wie gedruckt und ihre Putzmittel können die gerne bei mir zu Hause ausprobieren. Dann gucken wir mal, ob sie immer noch ach so gut funktionieren)

    Jede menge Fernsehshows gibt es, wo gezeigt wird, wie Leute sich mit Operationen "verschönern".

    Aber mal ehrlich, ist das richtig? Ich finde, das ist alles ein Riesenbetrug. Die Gesellschaft kann sehr wohl von der Erfahrung der Älteren profitieren. Mir würde eine Welt ohne ältere Menschen ganz und gar nicht gefallen, zumal ich ja auch älter werde und dann befürchten muß, daß man mich auslöscht.

    Ich finde, es wird versucht, uns immer mehr zu suggerieren, daß man den natürlichen Weg kontrollieren kann. Aber ich denke auch, daß dieser Schuß nach hinten los geht, weil man die Natur nicht kontrollieren kann. Manche Menschen hätten das gerne, aber es funktioniert nicht. Und ich habe auch das Gefühl, daß immer mehr Mitmenschen die Wahrheit sehen. Daß sie sehen, was wirklich abläuft. Und da hilft keine Werbung und keine perfekten Hollywoodstars. Das Leben ist wie es ist und wer das nicht so akzeptieren kann, der wird möglicherweise mit massiven Problemen konfrontiert.

    Maud, laß dich nicht unterkriegen. Du bist ein wunderbarer Mensch, soweit ich das aus deinen Beiträgen mitbekommen habe. Mensch ist Mensch und da zählt nur Reife und Herz.

    Alles Liebe
    Moonrivercat
     
  4. Aroha

    Aroha Guest

    Was ist los Maud?

    Warum so viele Gedanken über das älter werden - älter sein.
    Es ist ein muß für uns alle, nehmen wir uns an. Alt werden ist eine Gunst - alt sein eine Kunst.

    Eigentlich denke ich kaum über das älter werden nach.

    Gruß Aroha
     
  5. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Wenn ich mir die momentane "Stimmungsmache" der Politik gegenüber älteren Menschen ansehe, da wird mir einfach nur schlecht. Da arbeitet man sein Leben lang und wird dann, wenn man sich wahrlich ein wenig Ruhe verdient hat, noch als Kostenfaktor bezeichnet...

    Verliert der Mensch mit dem Alter seinen "Wert"??

    Nein, aber viele verlieren heute ihren gesunden Menschenverstand...

    Gib nichts darum Maud, es gibt genug Leute die anders denken, und jene die heute über die Alten spotten, die werden auch irgendwann mal "alt" werden. Mal sehen was sie dann sagen werden...

    Davon ab - fühlst du dich denn alt?
     
  6. MissMonpti

    MissMonpti Neues Mitglied

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    9. Februar 2005
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    24
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    Wien
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    Liebe Maud!
    Leider wird in unserer heutigen Leistungsgesellschaft der Mensch als Kostenfaktor betrachtet und entsprechend der momentanen Wirtschaftslage wird das Feuer geschürt zwischen produktiv und nicht produktiv und die Froten verhärten sich. Ich habe beruflich mit alten Menschen zu tun und es gibt nichts Herrlicheres als einen alten Menschen der was zu erzählen hat und wirklich was zu sagen hat durch gelebtes Leben. Wenn ich an meinen Vater denke, der ist "erst" 79 aber er hat so viel Humor , wenn er dir eine Geschichte erzählt rinnen dir die Tränen runter vor lauter Lachen, wenn er aus der Geschichte erzählt, seiner Jugend, 2. Weltkrieg hörst du nur mehr gebannt zu. Wenn er dir "ganz gewöhnliche Episoden" erzählt aus seinem Leben spürst du förmlich den Flair der 50er Jahre usw. Trotzdem lebt er im Hier und Jetzt, aber er hat sich das Beste aus der Vergangenheit geholt, auch aus den schlechten Zeiten, die er wahrlich zur Genüge erlebt hat.
    Maud, du hast soviel Esprit und Lebensweisheit in dir. Kürzlich habe ich eine 74 jährige Frau im Zug kennengelernt, sie strahlte soviel positive Energie aus und sie hatte einen sehr schönen Spruch: Alt ist wer den Humor verliert und sich für nichts mehr interessiert. Das ist es, worauf es ankommt, nicht die überfärbten Haare (obwohl ich persönlich nix dagegen hab) oder die ausradierten Falten. Die Seele ist sowieso zeitlos. Ich glaube deshalb habe ich auch seit Jahren ein Faible für "zeitlose Bücher", ich meine damit keine esoterischen, sondern Bücher, die in vergangenen Jahrzehnten geschrieben wurden und unabhängig von Epoche und den damals geltenden gesellschaftlichen Regeln die ewig gleichen innerpsychischen Vorgänge des Mensch-Seins beschreiben. "Reise im Mondlicht" von Antal Szerb ist z.B. so eines. Jung und schön, alt und schön - alles nur kurzfristige Zustände, unsere Seele bleibt zeitlos schön.
    Ich hoffe, mein Geschreibsel erscheint nicht allzu chaotisch, ist alles nur so aus mir rausgepurzelt. :rolleyes:
     
  7. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
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    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
    Der Beitrag von MissMonpti hat in mir etwas wach gerufen. Ich vermisse schmerzlichst meine Oma. Sie starb im Frühjahr vor 4 Jahren. Wir hatten viel Kontakt, wenn auch meist nur telefonisch, wegen der Kilometer-Distanz.
    Sie hatte 1993 einen Schlaganfall und rappelte sich gigantisch wieder auf. Sie konnte damals nicht sprechen und nicht laufen und hat das alles wieder gelernt. Aber im Kopf war sie zu jeder Zeit unglaublich auf Draht. Sie wußte auch danach noch immer die Geburtstage der Familie und obwohl ihre linke Hand dann nicht mehr richtig funktionierte, buk sie uns Weihnachten immer ihre berühmten Plätzchen und schickte sie uns.
    Über viele bereits lange verstorbene Familienmitglieder wußte sie viele Geschichten und die erzählte sie immer, wenn wir die Fotos anguckten. Mit den Kindern gab sie mir oft wertvolle Ratschläge und als ich noch Kind war, roch ihre Küche immer so herrlich nach Holzfeuer und es war wohlig warm.

    Meine Oma war noch lange Zeit enorm auf Draht und ich vermisse sie sehr. Obwohl ich oft "merke", daß sie mich besucht. Aber ich kann nicht wirklich durch den Schleier sehen und hören.

    Die Schwester meiner Oma ist die einzige, die von ihren Geschwistern noch lebt. Und auch sie hat viel mitgemacht. Sie war mehrere Male krebskrank und hat das erfolgreich besiegt. Sie verlor vor einigen Jahren ihre Tochter, die an Krebs starb. Sie hat ein arbeitsreiches Leben hinter sich, baute zusammen mit ihrem Mann ein Haus und alles was sie hat, hat sie selbst erreicht. Ich bewundere auch diese Frau sehr, die meine Großtante ist. Sie war immer stark und hat gekämpft und hört auch jetzt - wo ihre Beine nicht mehr wollen, wie sie sollen - nicht auf zu kämpfen. Und sie hat ein sehr schönes Gesicht. Sie geht auf die 80 zu und trotzdem sieht man ihr das gar nicht so an.

    Ich vermisse überhaupt sehr die älteren Menschen in meiner Familie, die nach und nach gingen. Ja, sie konnten wunderbare Geschichten erzählen über ihre Erlebnisse. Mein Opa war gelernter Handwerker und auf der Walz. Ich hörte oft gerne zu, was er davon berichtete.

    Ich hoffe sehr, ich werde auch so eine Oma. Eine Oma, die um Rat gefragt wird und auch immer einen zur Hand hat. Eine Oma, die immer noch Plätzchen backt und zu der die Enkelkinder und auch die Kinder gerne kommen. Und ich will mindestens 100 Jahre alt werden, so wie Queen-Mum. Die strahlte auch soviel Lebensfreude aus.

    Auch meine Mutter ist noch "quietschfidel". Sie wird heuer 65 und verdient sich immer noch ihren Lebensunterhalt, da sie seit über 20 Jahren selbständig war. Auch sie strahlt viel Lebensfreude aus. Zwar plakt sie so manches Zipperlein, aber das ist wohl normal. Insgesamt ist sie gesund und vital. Und sie macht sicherlich so manchem jungen Menschen noch was vor.

    Diese Politiker, die da immer so laut krähen, sind doch jetzt schon vertrocknete, verknöcherte Leute und haben kaum Ahnung vom richtigen Leben. Und sie haben bestimmt keine Oma, die noch vital ist und voller Leben - oder so einen Opa. Sie sind wirklich zu bedauern.

    Alles Liebe
    Moonrivercat
     
  8. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Da fällt mir ein, ich hatte vor, uhm, zwei Jahren mal eine kleine Begebenheit aus meiner Kindheit aufgeschrieben. Irgendwie erinnert mich der Thread hier daran.
    Mag zwar ein wenig off Topic sein, aber was soll's...

    Die Alte Dame

    Als ich ein Kind war, starb in unserer Nachbarschaft eine ältere Dame, die, wie ich heute weiß, keine Anverwandten mehr hatte.
    Ihr Mann starb im Krieg, ihre Kinder an Krankheit und Unfällen. Es gab niemanden, der sich um ihren Nachlass gekümmert hätte oder der einen Anspruch darauf erhoben hätte. Irgendwann kamen die Leute der Stadt um ihre Wohnung auszuräumen.
    Sie trennten dabei das Wiederverkäufliche von den für sie wertlosen Gegenständen. Was sie wieder zu Geld machen konnten, wurde in einen Transporter geladen, das andere auf einen Haufen vor dem Haus zusammengetragen.

    Kinder sind neugierige Wesen, die auch vor Unrat nicht zurückschrecken, wenn sie Hoffnung auf ein Abenteuer verspüren, und so suchte ich in dem kleinen Haufen aus Lampen, Bildern und div. Wohnungsgegenständen nach etwas für mich Interessantem.
    Dabei fand ich einige Fotografien, die einen schon leicht vergilbt, andere nicht ganz so alt.
    Aber kaum eine war dabei, die die alte Dame in ihren letzten Jahren zeigte, fast als hätte sie es vermeiden wollen, ihren eigenen Verfall zu dokumentieren.
    Die Fotos, die ich fand, zeigten das Leben der Dame: Als Kleinkind in den Armen ihrer Eltern, einige Fotos, wie sie spielte, wie sie eingeschult wurde, Bilder ihrer Hochzeit, Bilder mit fremden Menschen, Bilder die sie am Sarg ihres Gatten zeigten, Bilder ihrer Kinder, wie sie eingeschult wurden, wie sie das gleiche machten, das sie als Kind tat, Bilder von den Gräbern ihrer Kinder...

    Ein kleiner Junge weiß nicht, was er wegwirft, aber vermutlich hätte es auch nichts geändert, wenn ich diese Bilder aufbewahrt und in Ehren gehalten hätte. Es wäre wahrscheinlich nur ein kurzer Aufschub geworden.
    Ich ließ die Bilder damals in meiner Spiellust einfach in den Straßengraben fallen, nachdem ich mein Interesse an ihnen verloren hatte...

    Mag es Zufall sein oder nicht, ich musste jeden Tag an der Stelle vorbei, an der die Bilder lagen.
    Ich blickte niemals mit bewusster Absicht auf die Bilder, aber mir ist es dennoch in Erinnerung geblieben, wie die Bilder mit jeder Woche unansehnlicher wurden und immer mehr dem Dreck glichen, in welchem sie lagen. Mit der Zeit tat die Witterung das ihre dazu und zersetzte das Material, auf dem die Bilder für eine Ewigkeit bleiben sollte, sie zerfielen mehr und mehr bis sie eines Tages von einem kurzen Regenschauer weggewischt worden waren.

    Eine Lebensgeschichte, festgehalten in Bildern, nahm den gleichen Verlauf wie der Mensch, zu dem diese Geschichte gehörte, sie zerfiel im Laufe der Zeit zu Staub und Dreck.
    Heute ist niemand mehr da, der sich der alten Dame und ihrer Fotografien erinnert, außer mir...

    Ich weiß nicht warum, aber gelegentlich, an einem Totensonntag oder zu Weihnachten, zünde ich eine Kerze an und denke an die alte Dame, frage mich, ob es ein Leben nach dem Leben gibt oder ob alles den gleichen Verlauf nimmt wie ihre Fotografien...
    Wenn es wirklich so wäre, ist dann nicht alles Streben nach Macht und Ansehen umsonst und vergebens?
    Wäre es dann nicht besser wenn wir versuchen würden unseren Nächsten zu achten und ihm mit Respekt zu begegnen, oder sollten wir weitermachen wie bisher?
    Uns profilieren und den anderen unsere Macht und Überlegenheit zeigen?

    Ich kann nicht sagen was kommen wird, aber irgendwann wird niemand mehr da sein und der alten Dame gedenken, das wird die Zeit sein, in welcher meine Fragen eine Antwort finden werden, in welcher ich mich vielleicht selbst finden werde und vielleicht die Möglichkeit haben werde, der alten Dame zu sagen, dass es nicht vergebens war, dass jemand an sie gedacht hatte...

    ########################

    Ich hoffe ihr verzeiht mir meinen kleinen Ausrutscher... ;)

    l.g.
    Ingo
     
  9. evy52

    evy52 Guest

    Hallo....grüß euch...

    Dieses Thema ist im Moment bei uns sehr aktuell, weil wir damit direkt konfrontiert sind - durch meine Großmutter.

    Erst am Sonntag war wieder mal großes Familientreffen und da gab es auch eine Diskussion zum Thema ,,altwerden".

    Was heisst das eigentlich?
    Bedeutet es - sehr lange auf der Welt zu sein oder körperlich und geistig zu verfallen, was aber wieder nichts mit den Jahren zu tun hat.

    Ich frage mich oft, wenn ich Oma so beobachte, was wohl in ihrem Kopf so vorgeht (sie ist an Alzheimer erkrankt), was denkt sie, was fühlt sie?
    Sind überhaupt noch Gefühle und Gedanken vorhanden?

    Wenn nicht, was hätte es dann für einen Sinn, ein Leben lang zu lernen, sich weiterzubilden, Erfahrungen zu sammeln - wenn doch eines Tages wieder alles weg ist (oder weg zu sein scheint?)

    Wieder in Windeln stecken, abhängig sein von der Willkür und Hilfe anderer Menschen, ein unwürdiges Dahinsiechen, das ich meinen Kindern nach Möglichkeit nicht zumuten wollte!
    Leider kann man sich´s ja nicht aussuchen...das ist das Schlimme daran!

    lg evy :)
     
  10. MamaBaer

    MamaBaer Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    49
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    Liebe Maud,
    ich kann mich sehr gut an den Film erinnern, er hieß "Die überleben wollen". Die Umwelt ist hoffnungslos kollabiert, die Menschen vegetieren dahin und werden mit synthetischer Nahrung ernährt. Es ging darum, daß Charlton Heston als Polizist einen Mord aufklären sollte, und sein "Notizbuch" (der alte Mann, Edward G. Robinson) kam dahinter, daß die Weltmeere erschöpft sind und die synthetische Nahrung (Soylent green) aus Leichen gemacht wird. Also läßt er sich einschläfern, weil er damit nicht klar kommt und damit sein junger Kollege selbst dahinter kommt... Sollte ich jemals in eine völlig ausweg- und hoffnungslose Lage kommen, würde ich mir wünschen, so würdevoll abtreten zu dürfen (muß an dieser Stelle des Films immer heulen).
    Da finde ich "Flucht ins 23. Jahrundert" mit Michael York jugendwahnmäßig noch schlimmer, da werden alle Menschen getötet, wenn sie 30 werden...
    Aber zurück zu Deiner Frage- Ich würde sie noch erweitern und nicht nur nach einer Lobby für alte Menschen, sondern auch für Behinderte fragen. Und, wenn es in D so weiter geht, fragen sich meine Kinder vielleicht irgendwann, ob nur die eine Lobby haben, die "gebraucht" werden. Und das werden immer weniger! Im alten Rom gab es "Brot und Spiele", um die überflüssige Bevölkerung bei Laune zu halten (heute machen das Sozialhilfe, Hartz und Fernsehen). Wer sich gebraucht fühlt, hat, glaube ich, eine andere Lebenseinstellung. Doch was wird den Leuten eingeredet? Mach mal den Fernseher an: Haste was, biste was! Sei skupelloser als andere! Wer Erfolg hat, hat auch recht! Wer eine Arbeit wirklich will, bekommt sie auch...Da muß man ja Depressionen kriegen!
    Wer hört heute noch auf die Leisen, Schüchternen? Du mußt heute nichts wissen, aber Dich gut verkaufen! (Als mein 10jähriger zum Schülersprechtag seinen Lehrer bat, dieser könne doch mal anregen, fremde Schulsachen, die man in die Finger bekommt, zurückzugeben oder beim Lehrer abzuliefern, bekam er eine Abfuhr. Er müsse lernen, auf sein Zeug zu aufzupassen - ihm wurde in der Schule ein Schulbuch gestohlen.)
    Oder stimmt mit der allgemeinen Lebenseinstellung was nicht? Warum darf man keine Schwäche zeigen? Wie gehen wir miteinander um? Irgendwie habe ich das Gefühl, da läuft gewaltig was schief!
    So, genug gejammert, mein Deutschlehrer hätte mir bestimmt "Thema verfehlt" verpaßt! Aber ich schick´s trotzdem ab!
    Liebe Grüße Angela
     
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