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Hass annehmen - wie geht das?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Katarina, 22. Oktober 2006.

  1. Katarina

    Katarina Guest

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    Liebe Leute,

    ich bin nun wiederholt in scheinbar unterschiedlichem Kontext auf dieses Thema gestoßen. Mir wurde empfohlen, aufkommenden Hass in mir anzunehmen, - nicht auszuleben. Und auch andere sprachen davon, sie würden Hass in sich akzeptieren, nicht ausleben. Frage: wie geht das? Ich spreche von echtem Hass als purer Emotion, reiner Energie, eine Welle, die eine mitnimmt, dass es einem - fast - den Atem raubt. Wie nimmt man das an? Was macht man idealerweise mit dieser Energie? Energie ist ja Bewegung und in irgendeine Richtung muss diese sich ja richten, oder?
    Ich habe letzte Woche, bezeichnenderweise am 17. Oktober, eine solche in mir aufkommende Hasswelle erlebt und da ich nichts zerstören wollte, habe ich sie nach innen gerichtet und mir selber damit sehr weh getan. Ich hätte sie auch nach außen richten können, dann hätte ich nicht nur mir, sondern noch anderen Menschen sehr weh getan. Das kann ja wohl nicht die einzige Lösung sein. Wie also akzeptiert man diesen Hass in sich, ohne sich selber oder anderen Schmerzen zuzufügen? Ich nehme an, das geht gar nicht. Man muss durch den Schmerz, um Hass anzunehmen und akzeptieren zu können. Man muss das Gefühl von Hass und den dahinterliegenden Schmerz durchleben, um diesen Hass annehmen zu können. Wie sehr Ihr das? Irgendwelche Patentrezepte auf Lager?

    Katarina :)
     
  2. Liebling

    Liebling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2006
    Beiträge:
    806
    Die letztendliche Frage ist immer: Gibt es da überhaupt einen der hassen könnte? Wer ist der der hasst. Wer bin ich.

    Das könnte man das Patent-Rezept nennen, wenn man es denn machen könnte. Kannst du?
     
  3. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    hallo !

    ich verstehe es so...wenn du dich weil du Hass spürst, nun auch noch "runter machst" damit, mit deinem Mensch sein,..das verschlimmert es nur.

    Hass ist für mich die größte Ohmacht ohne Auswege zu sehen...aber eben noch in Form von Energie, die frei wird und dir helfen kann.

    Was in meinen Augen ein Beispiel sein kann...
    Hass zeigt auf, was ein kleines Kind (oder auch erwachsen) ohnmächtig erdulden musste. Was nun in einer Situation wiederbelebt wurde. Diese Ohn-macht, die fast den Atem nimmt....und der Wille, da durch zu brechen.

    Da erlebe ich Hass als Zeichen, Signal. WAS muss JETZT verändert werden ?
    Das was ich hasse, hat etwas sehr unerwünschtes mit mir gemacht. Starke Gefühle von.....Welches Gefühl wünsche ich mir jetzt, im Umgang mit genau so einer Situation ? mehr Sicherheit ? mehr...?
    Wenn ich das weiss...kann ich es gezielt fördern, mich dahin unterstützen. Da durch Hass ja gewaltig viel Energie entsteht..whow...hab ich viel Kraft, um mich genau da ab jetzt in diese Richtung gut unterstützen zu können...mir all das zu holen, was ich dazu brauche. Schritt für Schritt.

    AB JETZT....läuft es anders. ich bin unterwegs...

    :) Jo
     
  4. Katarina

    Katarina Guest

    Hallo Liebling , Hallo Jovannah,

    zunächst mal an Liebling: also, dass es dir (und mir) an einem sehr gut entwickelten "Kopf-Bewußtsein" nicht mangelt, war mir klar. Wie ich allerdings schon vor einiger Zeit in einem anderen Zusammenhang meinte, habe ich mich lange genug mit dem Drehen in intellektuellen Denkschleifen vor dem Eigentlichen geschützt. Und das ist das "Fühl-Bewußtsein. Man kann ,und oft genug passiert dies, sich mit Worten und klugen Gedanken sehr gut vor unangenehmen Gefühlen schützen, ohne dass man deswegen aber glücklich wäre. Mir geht es hier also in erster Linie um einen ganz praktischen Ansatz, um eine "Fühlanleitung" sozusagen.
    Wenn du z.B. einem kleinen Mädchen eine ins Gesicht schlägst, weil ihm etwas heruntergefallen ist. Es weint. Würdest du ihm jetzt sagen, dass es sie und Dich gar nicht gibt, dass das alles nur eine Illusion ist? Wohl kaum, oder? Das ist eine erwachsene Kopf-Bewußtseins-Erklärung, die weder dem äußeren noch dem inneren Kind weiterhilft.

    Jovannah, Dein Beispiel, ist geradezu perfekt! Und so ganz nebenbei trifft es haargenau das, was letzte Woche in mir vorging. Ohne mich jetzt in Details zu verlieren, ging es um den Schutz meiner Kinder/meines inneres Kindes (was in meinen Augen dasselbe ist). Und ich habe diesen unglaublichen Hass genützt, um eine mutige Entscheidung zu treffen. Nebenbei habe ich meinen armen Körper mit Nikotin und Alkohol vergiftet. Naja,.......
    Also habe ich etwas in Bewegung gesetzt und habe dabei allerdings auch meine Wut und meinen Hass zum Ausdruck gebracht. Sowohl nach innen, also auch - etwas eingeschränkt - nach außen. Und nun geht es mir prima.

    Was heißt nun - vor diesem Hintergrund - die vielverwendete Formulierung "nimm`Deinen Hass an und akzeptiere ihn, ohne ihn auszuleben"? Das geht doch gar nicht. Wie du richtig sagst, das ist pure Energie, die man idealerweise nutzen sollte, um etwas in Bewegung zu setzen. Den Hass anzunehmen, ohne dass das zu einem Energiestau führt, geht nur, indem man ihn auslebt und zwar, ohne sich anschließend oder währenddessen dafür zu verurteilen. Ist zugegebenermaßen keine liebevolle esoterische Empfehlung, die man hier so oft hört. Deswegen fragte ich nach einem Patentrezept alter "Ich akzeptiere meinen Hass- Hasen". Gibt es hier jemanden, der mir erklären kann, wie man seinen Hass akzeptiert, ohne ihm Raum zu geben?

    Katarina :)
     
  5. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    Ich glaube eben auch, diese starken Energien müssen gelebt werden dürfen. Sich im Hassgefühl zu fragen...verdammt, welches Gefühl möchte ich nicht mehr...und welches schon ? ist meine ich ein teilweise Umdrehen ins Konstruktive...(und es schaltet ein Stückerl die Gedanken dazu..als Schutz vor allzu unüberlegten Reaktionen...)
    ...damit, die Energien nur auf das gelenkt, was ich nicht will....nicht Handlungsreaktionen kommen, mit denen ich mir erst wieder stark schade. Nacher dann betrachtet....

    ich will , wenn ich jetzt ein Beispiel erfinde, dass mein Kind NICHT mehr geschlagen wird. Das macht erst mal eine starke, gute Grenze. Umgedreht heisst das...verdammt...ich wünsche mir Unversehrtheit. Sicherheit. Das ist mir so sehr wichtig, dass ich dafür etwas tue.
    Ich beweise mir, meinem inneren und äusseren Kind, dass ich uns JETZT sehr wohl schützen kann.
    Wenn dann die Energien Richtung handeln gehen...gehen sie Richtung mich/uns schützen können.

    Und das sich bewiesen macht dann auch den Hass kleiner bis weg.....der ja auch Hass auf die Ohnmacht war zu glauben, nicht zielführend tun zu können.

    ich glaube....
    Wenn es geht.....dann finde ich Planen gut. Diese gewaltigen Energien in Pläne stecken. Die ganz schlimmen verpuffen eher, je mehr das "ich möchte mich schon...fühlen" besser in den Vordergrund tritt. ..und Ideen, wie ich das bewältigen könnte....besser damit umgehen.
    Durch das Planen werden die Energien auch ins möglichst positive Tun gelenkt....wie z.B. ich zieh jetzt aus. Den Rest sehen wir später.

    :) Jo
     
  6. silent

    silent Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    284
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    ich kann klar verstehen was du meinst,ich habe meinen hass auch ausgelebt.man kann nicht immer einstecken wir sind doch nicht gandi.ich machs gedanklich.hat irre gut getan das ergebnis zu sehen.verurteilt habe ich mich nicht dafür.nur man sollte aufpassen es nicht zu übertreiben.ich denke das ist die einzige gefahr darin.nur die wut immer nur einstecken geht auch nicht.da bekommt man irgendwann eine innerliche implosion.gut ich bin keine esoterikerin.raum gibst du ihm aber sicher,da mußt du dich nur sicher genug fühlen das du es auch tragen kannst.sonst könntest du damit ein problem bekommen.zuerst die wut überlegen ob sie es wert ist.wenn du denkst ja mach es.aber überlege gut,du gehst an die die dunkle seite deiner energie.
     
  7. Reinfried

    Reinfried Guest

    Liebe Katarina!

    Vorweg - die Antwort kenne ich nicht. Ich war vor ca. 1 Jahr in einer Situation, in der ich so ziemlich das erste Mal in meinem Leben die Bedeutung des Wortes Hass kennen gelernt habe, in voller Stärke.

    Damals ging es auch um den Schutz meines Kindes, da reagierte ich besonders heftig, wie bei einem Stich ins Hornissennest.

    Dieser aufkommende Hass hat mich damals auf meine Ur-Angst zurückgeworfen: Ein Kind von mir zu verlieren. Diese Angst ist die schlimmste Angst in meinem Leben. Und dieser Hass hat mich handeln lassen, in einer Aggressivität, die ich an mir vorher noch nie wahrgenommen hatte. Ich konnte durch diese Energie die Situation abwenden.

    Heute, nach einem Jahr, hält sich dieser Hass im Hintergrund. Die Situation ist noch nicht ausgestanden - doch die Zeit ist mein Freund. Sobald mein Kind älter ist, wird diese Angst nicht mehr "not-wendig" sein, denn es wird selbst diese Stärke haben, sich schützen zu können. Doch es reichen Kleinigkeiten, die mich an diese Situation erinnern und dieser Hass kriecht wieder hoch, zaghaft, aber spürbar.

    Ich habe mehrere Möglichkeiten ausprobiert - vom Annehmen über das Verstehen-Wollen bis zum Versuch, diesen Hass durch Kanalisierung Raum zu geben - er ist noch immer da, wenn auch schlummernd. Und - käme ich wieder in dieselbe Situation - er wäre sofort wieder da, in Form von unbändiger Energie, die mir hilft, mein Kind zu schützen.

    Ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, denn das Loslassen versagt bei mir bei Kindern, es wäre oft fatal, Kinder einfach das tun zu lassen, wonach ihnen im Moment wäre.

    Ich weiß nur, dass Hass bei mir zumindest eine direkte Reaktion auf Angst ist, auf große Angst.

    Vielleicht weiß ich es in paar Jahren, wenn das Ganze ausgestanden ist...

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  8. Gabi

    Gabi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2006
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    3.337
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    Deutschland BW
    Hallo Katarina,

    es gibt nicht wirklich eine Anleitung. Wie sollte das auch gehen ? Annehmen ist ein Erkenntnis-Prozeß und der läuft bei jedem anders ab. Grundsätzlich kannst Du aber nur das annehmen, was Du als einen Teil von Dir anerkennst. Annehmen bedeutet: das ist meins, ich habe es "produziert". Im Beispiel Haß heißt das nicht nur, daß Du natürlich die Emotion selbst produzierst, sondern daß Du auch die Situation, die diesen Haß erst hervorgebracht hat (z.B. Mißbrauch) eine von Deiner Teil-Seele selbst herbeigeführe Situation ist. D.h. diese Erfahrung hast Du gebraucht und gewollt. Nicht Du als Person selbstverständlich, sondern ein Teil Deiner Seele, der dieses Leben "geplant" hat. D.h. ALLES was Du erlebst ist ein Teil von Dir, ist (unbewußt) gewolltes Erleben. Ich weiß, jetzt kommen wieder die Gedanken wie: ich wollte doch nicht mißbraucht werden ! Klar, Du als Person natürlich nicht, denn das begrenzte Bewußtsein KANN die wahren Gründe für so ein Erleben nicht erkennen, aber Dein wahres Selbst ist eben mehr als nur die eine Person und jene Erfahrung ist eben die Folge sehr vieler Erfahrungen, Handlungen und den daraus resultierenden Schuldgefühlen, Programmierungen usw.

    Im Grunde kann man Annehmen nicht erklären. Wurde zu mir gesagt: laß los, nimm an ! wurde ich oft ziemlich ärgerlich und hab mir gedacht: wie soll das gehen ? Was soll ich loslassen ? Was annehmen ? Was Annehmen wirklich ist, erkennt man erst, wenn es passiert. Wenn das ganze Wesen die Emotion, die Situation, die Erfahrung wirklich als einen Teil von sich selbst angenommen hat. Das kann man nicht durch Gedanken steuern. Je mehr man versucht, es zu steuern oder in eine Richtung zu lenken, umso unmöglicher ist das Annehmen. Es geht darum vollkommen loszulassen. Einfach da-sein, nichts wollen, nichts bestimmen wollen, nichts wegmachen wollen, einfach nur da-sein und z.B. den Haß in Dir "sein lassen", nicht ausleben, nicht irgendwo hinlenken, ihn da-sein lassen, wo er ist und ihn als einen Teil von sich selbst annehmen. Du nimmst Deinen kleinen Finger ja auch an als einen Teil von Dir, Du willst ihn nicht wegmachen, Du weißt, daß er Dir dient, er gehört zu Dir, Du denkst nicht mal drüber nach, Du erkennst ihn an. Genauso will jede Emotion "einfach nur" erkannt und angenommen werden. Denn dadurch erst kann sie heilen, bzw. die Situation/Erfahrung, der wahre Grund für die Emotion wird geheilt. Heilung bedeutet ja nichts weiter als Ganz-Werden, d.h. sein wahres Selbst, ALLES was man ist, erkennen und annehmen.

    Ich weiß, das ist nicht das was Du erwartest. Du suchst eine Anleitung, eine Gebrauchsanweisung: wie lasse ich los, wie nehme ich an ? Die gibt es nicht, denn das wäre ein Gedankenkonstrukt und Annehmen vollzieht sich nicht über die Gedanken, kann nicht gesteuert werden. Es geschieht von alleine, sobald wir wirklich losgelassen haben.

    Liebe Grüße
    Gabi
     
  9. Liebling

    Liebling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2006
    Beiträge:
    806
    @ K.
    Naja, du bist ein sehr pflichtbewusster Mensch. Und da man dir jetzt so lange eingeredet hat...........
    willst du es jetzt versuchen.

    Ich sag ja nur, also wenn es nicht klappt, kannst du ja noch mal....
     
  10. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
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    hallo Reinfriede !

    ich empfinde das auch so. Ich meine, erst wenn ich das Gewünschte besser her stellen kann....mir sicherer bin, da gut eine Lösung finden zu können....braucht es dieses Gefühl nicht mehr so.

    Weil dann bin ich ja schon draussen aus meiner Ohnmacht. Aus dem Gefühl, mir da zu mir sehr Wichtigem nicht ausreichend helfen zu können.
    Manchmal ist es einfach einen neue Perspektive, die mich ruhiger und vertrauensvoller werden lässt. Aus der ich dann auch meinen weiteren Umgang besser setzen kann.
    Ich meine eben...Hassenergien möchten zu Lösungsenergien werden.
    Früher war lösen eben Schädel einschlagen...heute kann es zu Auseinandersetzung mit sich und seinen Ängsten und Wünschen die daraus entstehen, führen. Und dann zum Handeln daraus.

    Manchmal tut es auch gut, aus zu sprechen, was da ist....dem Menschen gegenüber, der auch damit zu tun hat. Zumindest bei mir merke ich, wie wichtig mir das ist. Aussprechen dürfen, wie ich mich fühle. Was ich mir wünsche. Einfach, um es nach aussen gesagt zu haben....diesem Menschen der mir wichtig ist, gegenüber.
    Ich wünsche mir so sehr....und gleichzeitig....und ich fühle mich so ohnmächtig damit. Ich hasse diese Situation....!!!!!!!!!!

    Für mich ist es wie mit einem Messer. Nicht verbieten (das macht den Druck aktuell ja noch höher...), sondern den Umgang damit lernen. Sinnvoll kanalisieren.

    Zumindest bei mir beobachte ich auch...verzeihen (akzeptieren, dass es so war...) kann ich dann besser, wenn ich mich NUN sicherer schützen kann, reagieren kann, auf eine ähnliche Situation. Und ich das auch weiss, mittlerweile.
    Ansonsten fühlt sich wohl das kleine Kind in mir immer noch nicht ausreichend beachtet und geschützt von mir Grosser....

    liebe Grüße !

    :) Jo
     
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