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Häusereinteilung

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von lumpinella, 31. Oktober 2006.

  1. lumpinella

    lumpinella Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2005
    Beiträge:
    28
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    Hi,

    Was haltets Ihr von Vehlow? Würde mich nur interessieren ob irgendwer schon damit probiert hat Horoskope zu berechnen und was für Erfahrungen Ihr damit gemacht habts.

    lg
    lumpinella
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Hi Lumpinella!

    Ich hab damit ein wenig experimentiert und war - soweit es das Radix betrifft - recht überrascht. Eine gegenüber den meisten anderen recht exotische Betrachtungsweise, aber eine (für mich zumindest) gut nachvollziehbare. Allerdings hab ich nicht nur die Häuser von ihm ausprobiert, sondern sein gesamtes Deutungssystem nachvollzogen. Und seither setze ich es immer wieder mal bei Radix-Deutungen ein, quasi als "zweite Meinung".

    Alles Liebe,
    Jake
     
  3. lumpinella

    lumpinella Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2005
    Beiträge:
    28
    Hi Jake,

    Weil ich habe mir seine Werke von Sternewelten runtergeladen und habe schon drinnen geschmökert, bzw. einiges durchgelesen die Deutungen sind teilweise wirklich sehr präzise. Sprich du beziehst ihn in deine Deutungen ein aber du verwendest ihn nicht hauptsächlich? Ist er da zu ungenau? Welches Häusersystem ist deiner Meinung nach am exaktesten?
    lg
    lumpinella
     
  4. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo

    ich habe nun als Anfänger so ziemliche Lust mitgebracht, im Zuge meiner Erfahrungsgewinnung in der Astrologie alle Häusersysteme auszuprobieren, und auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, also vor allem auf den praktischen Zusammenhang von stimmigen Aussagen, die sich dadurch ergeben.

    Um mir da Anschauung zu ermöglichen verwende ich nur als ziemlich gesicherte, erprobt geltende Geburtszeiten, meist von Freunden und Verwandten. Um irrtümliche Ergebnisse zu vermeiden, - gerade bei Vehlows System mögen fünfzehn Minuten eben diese 15 ° Verschiebung ausmachen.
    Das nur als Vorsicht.

    Das Vehlow System arbeitet mit gleichbleibenden genau 30° grossen Häusern und verschiebt den Aszendenten 15° zurück, aus der Theorie heraus, dass Planeten in den Bereichen vor den Achsen genauso stark seien wie anfangs der (ansonsten normalen) Häuser.

    Ich habe allerdings dieses System erst mal wieder verworfen, weil ich mir keinen Reim aus den Achsen schmieden konnte. Also alle Häuserachsen aber besonders das MC/IC.

    Da steht Pluto bei mir mit Vehlow in 3. äqualen Haus, aber die Haupt-Achse des IC steht im 3. Haus noch vor dem Pluto. So steht Pluto also zwischen IC und 4. Haus Spitze (die ja eine äquale ist).
    Also eigentlich ein Mittelding zwischen IC Bedeutung und 3. Haus.

    Eine Bekannte hätte ihr neuntes Haus mit den Planeten darin nicht mehr, sondern jetzt wären mit Vehlow diese Planeten des ursprünglich 9. Hauses im zehnten Haus und die Sonne stünde nicht mehr im 10. Haus sondern im 11. Haus und das MC im 11. Haus. Da ergibt sich wieder so eine Wischwasch zwischen MC und 11. Haus. Aber auch Planeten des 8. Hauses hätten sich nach 9 verschoben. Die ganze Bedeutung des Horoskops wäre eine andere.
    Das führt mich zu der Annahme, dass ich gewisse Anpassungen an meine Lesart vornehmen müsste, damit die Aussagen dennoch stimmig bleiben. Die Hausspitzen können meines Erachtens bei äqualen Häusern nicht mehr genau genommen werden, nur noch grob als Anhaltspunkte.

    Die normalen Häusersysteme beziehen sich nicht auf eine archetypische Grundordnung, die auf jedem Ort und bei jeder Zeit dieselbe bleibt (Äquale Manier), sondern setzen die Hausspitzen in Bezug zu einer gewissen regulären an der Erdrehung und Schiefe der Erdachse gebundenen Schwankung der MC/IC Achse.
    Der Einfallswinkel des Kosmos und der Sonne wird eine andere, sozusagen, je nachdem wie sich das mit der IC/MC Achse präsentiert. An einem gleich bleibenden Ort und zu einer selben Zeit des nächsten oder vorhergehenden Jahres neu gemessen, ist dieser Winkel der Erdachse immer nahezu derselbe.

    Bernd Mertz bevorzugt die äqualen Häuser, allerdings nicht Vehlow konkret. Er meint, die Bedeutung der MC/IC Achse wird durch das Äquale System
    keineswegs geschmälert sondern mit einer zusätzlichen Bedeutung versehen. Wenn der "Beruf" 10. Haus in Löwe steht, sei es ein Unterschied ob auch die "Bestimmung " MC im Löwe steht oder in Jungfrau. So ungefähr hat er das argumentiert. Ich finde es allemahl interessant, weil man nun zu dem Gedanken kommt, dass das 10. Haus und das MC grundsätzlich zwei Paar Schuhe sind.

    Aber für mich bleibt das Problem, dass ich ja eine mich überzeugende Ansicht brauche, etwas, wo ich meine Sicht auf das Horoskop anpassen kann. Wenn ich Vehlow benutze, dann benutze ich gleich bleibende Häuser und nehme mir die Möglichkeit der verschieden grossen Häuser, die sich durch die Neigung des MC nach links oder rechts ergeben. Bislang überzeugte mich letztere Einteilung mehr als wie die gleich bleibenden Häuser. ABer mir fehlt auch die Erfahrung, deswegen habe ich das mit den äqualen Häusern und Vehlow zurückgestellt.
    Ich nehme zunächst Planeten etwa 10° maximal vor dem Aszendenten als bedeutungsvollen Anzeiger für die Wirkung des Aszendenten an.
    Die Theorie die man oft hört ist, dass jede Hauptachse einen solchen Bereich aufweist...

    Aber pauschal und unabhängig vom ganzen Radix 15° zu postulieren erscheint mir irgendwie etwas willkürlich. Vielleicht hat Vehlow etwas bedeutsames erkannt, aber nicht weiter gedacht, wer weiss. Oder es ist nur seine persönliche Methode und dachte, sie sei erwähnenswert.
    Vielleicht ist das auch eine Brücke von der Antike zur Modernen...; vielleicht kommt es auf die persönliche Anpassung und Herangehensweise des Astrologen an, um solche Systeme oder andere Häusersysteme zu verwenden. *Achselzuck*
    Tatsache ist aber, dass man mit Vehlow verglichen zu anderen Systemen verschiedene Häuser erhält, und deswegen es eine Anpassung von Seiten des Astrologen geben muss, damit er die stimmige Lesart bekommt. Anders kann es nicht gehen. Ergäbe es keinen Sinn.

    Man könnte ja anders herum auch sagen, dass der grösste Teil heutiger Astrologen die Placidus, Koch , Regiomontanus oder Campanus benutzen, diese Anpassung schon vornehmen.

    Ich möchte mich bald mal mit Vehlows Werken auseinandersetzen um einen besseren Eindruck zu erlangen... :) Es ist schön, dass man die alten Klassiker frei (übers Netz als PDF) lesen kann...

    Lg
    Stefan
     
  5. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

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    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.204
    Hallo Stefan,:)

    kenn mich nicht so aus mit Vehlow, aber das Buch von Bernd Mertz hab ich auch und ich finde es eine tolle Dreingabe zu schauen, ob der MC nach Mertz Meinung durch die Geraderückung der Häuser auf 30° dann im 9. oder 8. oder eben 10. oder 11. Haus steht.
    Bei mir stünde er auf Spitze 9. Haus. Also Beruf Skorpion, was immer man als Beruf Skorpion betrachtet und Berufung Waage 9. Haus, indem auch mein Pluto steht.


    Lieben Sternengruß:)
    Tanja
     
  6. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Stefan :)

    eine "technische" Feststellung:

    15 Minuten Differenz zur "wahren" Zeit machen durchschnittlich 4 ° Verschiebung aus. Bei den schnell aufsteigenden Zeichen (insbesondere Fische und Widder) sind es max. 8 ° - aber nie 15 °.

    Und diese Verschiebung ist auch nicht nur für ein Häusersystem besonders zu beachten. Der AC selbst ist in allen Systemen gleich. Der Unterschied ist hier - bei Vehlow - nur, dass das 1. Haus 15 ° vor dem AC beginnt.

    Liebe Grüße
    Rita
     
  7. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    8. August 2005
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    Hallo Rita :)

    Aszendentenverschiebung:
    Klar, hast recht,
    15° = 15 Minunten ist übertrieben.

    aber annähernd:
    bei Fische AC, 15 Minuten Unterschied = 9°...

    Und bei Jungfrau Aszendent erhält man jedoch tatsächlich für 45 Minuten etwa bloss 8° Grad Differenz.

    Die Sache ist dabei die, was du hast etwas untergehen lassen:
    Wenn die Uhrzeit tatsächlich falsch ist und ein Planet bei der (zeitlich gesehen) falschen Grafikanzeige ins 12. Haus kommt, während er normal am Aszendenten steht:
    >>> Dann würde Vehlow das bloss "rückbauend" korrigieren. Und man säße davor und staunt ob der Stimmigkeit des Horoskops, während man so bloss mit einem gewissen System die Uhrzeit korrigiert hat und der Planet verglichen mit der Beurteilung dessen, was vom Horoskopeigner bekannt ist, stimmigerweise nun im 1. Haus steht. :)
    Das war jedenfalls mein Gedanke dabei, wenn die Uhrzeit falsch ist und man zu experimentieren beginnt.


    Konkret dachte ich an fast schon historische Fehleinschätzungen, wenn man etwa ein Horoskop mit einer falschen Zeit hat, und daraufhin sich AHA-Effekte einstellen, während man mit diversen Häusersystemen experimentiert.

    Ich finde es manchmal recht wichtig, diese allgemeine Vakanz und Unwägbarkeit ins Gedächtnis zu rufen, wenn es um die Häuser/Aszendenten geht.

    Aber ich glaube das gibt es in der Astrologie auch an vielen Gelegenheiten, nämlich eine gewisse Unschärfe, ob methodisch (Arbeitsweise) , technisch (der Astrologie innewohnend: zB die Zeit vor dem exakten Transit) oder sonstwie bedingt, die leicht zu falschen Schlüssen führen mag.

    Etwa Geburtszeitkorrektur, da erscheint vieles so stimmig, aber man ist versucht zB Auslösungen exakt über den Radixfaktor zu legen, und wie dies normal einfach zu einer gewissen methodischen Unschärfe führt, als wie es die wirkliche Zeit ergeben würde ; und man beachtet diesen Umstand nicht und hat für jemanden einen Aszendenten, der diesem gar nicht entspricht - ich hab das mal irgendwo in einem Forum erlebt, war lustig genug :) ( - der wollte sich einfach nicht mit seinem Stier Aszendenten zufrieden geben und am Ende entschuldigte sich der Deuter, naja, man kann ja immer einen Fehler machen, man kocht eben nur mit Wasser etc.). Da war für mich spätestens klar, was es mit allgemeiner Unschärfe auf sich hat.

    @Sternja
    Hast du denn schon eine Bedeutung herauskristallisiert für diesen Unterschied zwischen einem MC in einem anderen Haus und demselben 10. Haus/Zeichen ?

    Ich habe nach meinem allgemeinen Lebensgefühl und der Vorstellung, was für mich (von wegen Beruf und Bestimmung) in Frage kommt, zwar eine vage Übereinstimmung mit einem vehlow`schen MC in 9, aber so ganz komme ich nicht dahinter.
    Weil es so eine Art Zufall wie beim Roulette sein könnte, wenn dann der Eindruck stimmig ist. Es gibt zwei Bedeutungsrichtungen, irgendwo kann man sich da eventuell leicht jederzeit was stimmiges bei herauspicken. *Achselzuck*
    Bei Freunden von mir fehlt mir der tiefgründigere Dialog mit ihnen, um das herauszufinden bzw. astrol. Erfahrung überhaupt, um zB ein äquales 10. Haus in Stier zu deuten, weil es ja da auch diese Häuserherrscher-Beziehungen gibt - da wäre die Frage, kann man diese Häuser/Herrscherbeziehungen berücksichtigen mit Äqualen Häusern? Das zu beurteilen und zu untersuchen ist spannend, aber wie gesagt, da begebe ich mich in diese Unschärfe, diesmal durch mangelnde Erfahrung verursacht.

    Lg
    Stefan
     
  8. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo


    Dabei fällt mir noch ein, dass es an dem Vehlow System dann mangelt, wenn der Aszendent auf 1° steht, 15 Grad zurück wäre das Zeichen ein anderes für das erste Haus. Das erscheint mir wenig plausibel. Wo kommt das Zeichen her, für das erste Haus, das geht doch gar nicht.
    Das erste Haus knüpft doch an die Bedeutung des Aszendenten an. Wie kann das erste Haus dann die Bedeutung des vorhergehenden Zeichens haben.

    Das kann nur bedeuten, dass es am äqualen System liegt, und Vehlow knüpfte daran an. Da kann ich mir folgendes zu vorstellen: es werden die Zwischen-Häuser mehr symbolisch betrachtet, aber nicht vom Zeichen (an den Spitzen) her. Denn mit äqualen Häusern erhält man nur symbolische Abgrenzungen, aber keine Berücksichtigung der am MC/IC gekoppelten
    wahren Symbolik des Himmels; obwohl ja noch immer jedes Häuser-System alleine durch den Widerspruch zu anderen Häuser-Systemen es schwer hat sich vor dem jeweils anderem System zu rechtfertigen.

    Da gibt es dann die Möglichkeit, von verschiedenen Perspektiven zu reden, welche diese versch. Häuser liefern.
    Bei den äqualen Häusern ist diese Perspektive auf ein feststehendes Gerüst gerichtet, welches man auf die Grundordnung des Menschen unabhängig von seinem realen Geburtsort und Geburt-Zeit bezieht, also auf einen sehr verinnerlichten, krass-symbolischen Boden des Menschen.

    Wie gesagt, für mich würde die Anpassung, die nötig ist, um mit diesem System sinntragend zu arbeiten, einfach und gelinde gesagt ziemlich weit abweichen von herkömmlich bekannten Art und Weisen.
    Es fragt sich für mich, ob man für diese Anpassung überhaupt diese ANZEIGE des Vehlow Systems benötigt. Ob man nicht auch ohne Vehlow einen Bereich vor dem Aszendenten und jeder Achse als bedeutungsvoll für das nächste Haus ansehen kann.

    Der MC kann auch allein bei äqualen Häusern in einem anderen Haus landen, nur Vehlow verschiebt das erste Haus und alle anderen einfach um ein paar Grade zurück, so dass eigentlich einfach nur Planeten ins nächste Haus gedeutet werden.

    Liebe Grüße
    Stefan
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Hi Stefan!

    Wenn Du Vehlow selber liest und nicht Leute, die über ihn schreiben, ist es (für mich wenigstens) ganz schnell klar, wie er das aufbaut.
    AC und MC sind bei ihm unabhängig vom Häusersystem das, was sie sonst auch sind. Dann hat er drei äquale Häusersysteme, die er in der Deutung einsetzt: Das AC-bezogene, bei dem der AC die Mitte des (äqualen) 1. Hauses definiert ... ausgehend davon, dass Vehlow die jeweils stärkste Wirkung eines Hauses mit dessen Mitte annimmt. Der MC kann demnach dann irgendwo im 9., 10. oder 11. Haus liegen. Dann nimmt er noch die äqualen Sonnenhäuser (die Mitte des 1. Hauses wird durch den Sonnenstand definiert) und auch noch die "mundanen" Häuser, die dem Zodiak entsprechen, also mit 0° Widder als 1. Haus beginnend.

    Und, Lumpinella, es geht nicht um Exaktheit, es geht um Deutung. Wenn Du den Vehlow gelesen hast, dann hast Du ja gesehen (etwa am Beispiel der Deutung des Goethe-Horoskops ... ich glaube, dritter Band), wie er alle drei Häuser-Einteilungen heranzieht und das von ihm dort Gesehene gegeneinander abwägt. Für die meisten wohl ein eher verwirrendes Verfahren, das mit Eindeutigkeit wenig zu tun hat. Ich würde meinen, für Dich ist das Häusersystem am besten, mit dem Du am besten zu stimmigen Ergebnissen kommst. Wenn Du das Einbeziehen verschiedener Systeme als Bereicherung empfindest, wird es kein Problem sein, verschiedene zu verwenden. Wenn Du "klare Verhältnisse" und Eindeutigkeit willst, wirst Du Dich für eines entscheiden, das dir hilfreich erscheint. Ich denke aber nicht, dass sich sagen lässt, dieses oder jenes System wäre "besser" oder "exakter". Vielleicht ein Vergleich, der ein wenig hinkt: Du kannst die Entfernung von hier bis Timbuktu in Kilometer, Landmeilen, Seemeilen oder auch in einem eigenen Maßsystem angeben ... es wird immer eine gültige Entfernungsangabe sein, wenn Du beim Ermitteln der Entfernung korrekt vorgehst. Je nach Verwendung hat dann das eine oder andere Maßsystem seine Vor- und Nachteile.

    Alles Liebe,
    Jake
     
  10. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo jake!

    Ich glaub auch, es ist wirklich die Perspektive die hier entscheidet. Hab da mal ein bisschen drüber nachgedacht.

    Ich glaube mittlerweile sogar, dass sich das äquale Haussystem tatsächlich verwenden lässt, und wie Vehlow verspricht "recht eindeutige Ergebnisse liefert", aber es ist dann eine leicht andere Draufsicht auf den Menschen (auf die Häuser) als wie mit anderen Häusersystemen.

    Dann sind wahrscheinlich die Bedeutungen der äqualen Häuser als Lebensbereiche an sich wichtiger, als wie man mit üblichen Herangehensweisen schon mal die Spitzen der Häuser im Zeichen beachtet, die Position des Planeten im Haus (Ende oder Anfang), oder Häuser-/Herrscherbeziehungen.
    Die Häuser von Placidus und Co sind vielleicht "äusserlicher", will damit sagen: vielleicht so eine Art äusserer Einfluss, der hier zusätzlich gezeigt wird, und die äqualen Häuser psychologischer. (ist so ein Gedanke, den ich jetzt hatte)

    Ich denke auch oft an die Tierkreishäuser (da sind die Häuser auch immer 30° gross) , wo man einfach das Zeichen von dem Aszendenten aus zählen kann um die Hausnummer zu erhalten. Bzw. der Aszendent ist automatisch 0° des entsprechenden Zeichens und alle anderen Häuser somit jeweils ein Zeichen gross.
    Auch hier vermuthe eine andere Perspektive, die genausogut fiunktionieren mag. Und ich habe mich damit angefreundet, aber noch kann ich ja eh nicht so viel deuten, wird sich noch zeigen, was ich mit den Tierkreishäusern mache. (meine Annahmen bislang drehen sich immer um die "psychologischere Natur dieser Häuser"; Möglicherweise sind nämlich auch diese Tierkreishäuser (wegen der Nähe zu den Zeichen) psychologischer. Aber vielleicht kommt es auch drauf an, was man unter "psychologisch" genau versteht; da habe ich noch zuwenig Anschauung um es exakter zu formulieren.)

    Es ist halt eine Frage, dass man diese Perspektiven auch wirklich einnehmen kann. Schön das Beispiel das du gebracht hast. Wenn ich die Maßeinheit "Meile" nicht wirklich verstehe, kein Gespür dafür habe , wirds eher ein ahnungsloses Tasten im Nebel, als wie ich da etwas wirkliches entnehmen könnte...; aber hat man einmal begriffen, was mit der Maßeinheit zusammenhängt (analog zu den Häusern: als Ansatz des Deutens) , was also für eine Größe damit angezeigt ist, kommt es ja langsam zu greifbaren oder handfesten Resultaten...;

    Lg
    Stefan
     

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