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Haben Menschen das Recht, schwach zu sein fr eine Situation ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Jovannah, 22. September 2006.

  1. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
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    ...dürfen die das ?

    ich nehm gleich mal ein (für mich) massives Thema her. Schwangerschaftsabbruch.

    ein Beispiel:

    die Frau ...ist schwanger. Würde das Kind auch bekommen wollen,.....wenn sie sich auch nur irgendwie halbwegs gut damit "raus sehen" würde.

    Der Mann/Freund ("Mit-Erzeuger") meint: ich fühle mich da vergewaltigt. Tu mir das bitte nicht an, ich kann damit nicht umgehen. Soll ich auf der Straße diesem Kind begegnen und wissen, ich will es nicht...wollte es nie...da steht es ?
    Wenn du mir das antust, werde ich dich bekämpfen.

    Es gibt auch andere Kinder. Für deren Bedürfnisse (körperlich, seelisch,...) die Frau sorgen muss und will.

    Ihre Lage sieht derzeit so aus, wenn sie das Kind bekommt....

    1) finanziell landet sie samt Kindern statt Mittelschicht bei Karenz und Notstandshilfe. Das Zuhause ihrer Kinder und für sie wird dadurch nicht finanziell haltbar sein. Wo dann hin ?

    2) Auch ihre seelische Kraft, die gerade sowieso stark belastet ist...das Zuhause finanzieren, die Bedürfnisse der vorhandenen Kinder stillen (eines hat z.B. gerade Probleme, braucht gerade viel Unterstützung um sich stabilisieren zu können,....die neue veränderung würde das wahrscheinlich noch massiver machen)...die Kraft wird wahrscheinlich nicht reichen....

    3) der Mann steht als ihr Feind da, bereit sie schwerst zu bekämpfen...noch mehr Druck auf der Frau

    4) sie hätte dann ein Kind, schwerst abgelehnt und gehasst von seinem Erzeuger. Kann sie mit ihrer Kraft das noch ausgleichen ?

    5) eigentlich braucht sie Liebe....Verständnis, Unterstützung.

    6) klar, Adoption gibts auch noch. Würde sie schlicht und ergreifend nicht verkraften. Hätte zu sehr Sehnsucht.....wüsste nicht, wie dem Kind das wirklich erklären...hätte einfach nicht die Kraft dazu....
    Auch das Stigma der Gesellschaft würde sie derzeit nicht verkraften können, nicht stark genug für das alles....

    7) klar, würde sie diesem Lebewesen gerne auch das geben können, was es braucht. sieht sich aber nicht wirklich ausreichend in der Lage dazu.

    Mensch, wie kann sie so egoistisch sein ?

    MUSS sie jetzt sich und ihre Kinder ins Chaos stürzen ?

    Wen sie dieses Kind nicht bekommt, tut sie das wider das Bedürfnis, auch diesem Kind geben zu wollen, was es braucht.
    UND
    aus dem Gefühl der NOT-WENDIGKEIT heraus, weil sie sich nicht in der Lage sieht, die Verantwortung für bisheriges (Kinder, Wohnung, Finanzen, als systemerhalterin und Mutter da sein,...) halbwegs gut übernehmen zu können.
    und auch nicht die Kraft hat, sich all dem Druck und Leid allein entgegen zu stellen....für all diese Bedürfnisse allein sorgen zu können.

    Ja, darf sie das ?


    und komm mir jetzt bitte niemand mit: hätte sie vorher...
    als Mensch hat sie eben mal nicht vorher....sie ist fehlbar. Und das "hätte sie vorher" macht auch nicht die aktuelle Situation weg...


    also...darf sie zu schwach sein für all das ? So einen Abbruch "nötig" haben ?
    Und ....unter welchen Bedingungen hätte er un-nötig werden können ?

    Jo
     
  2. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.757
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Liebe Jovannah,
    ich denke für einen Abbruch muss man auch sehr stark sein.

    Man braucht eigentlich für jeden Schritt im Leben Mut und kraft.
     
  3. Katarina

    Katarina Guest

    Liebe Jovannah.....,

    gerne würde ich mit dieser Frau persönlich sprechen......

    Die schwierige Lage, von der Du sprichst, wenn diese Frau das Kind bekommt, ist eine Vorstellung. Es kann auch anders kommen.

    Ich war einmal alleine mit zwei Kindern und stand kurz vor dem 2. Staatsexamen. Der Vater ging und da erfuhr ich, dass ich von ihm ein drittes Kind im Bauch habe. Ich wollte nur noch eines, - mich in den Wald legen und sterben. Ich bin kein Mensch, für den Abtreibung als Ausweg in Frage kommt, aber in der Situation drehte ich hohl. Der Vater war zwar nicht für Abtreibung, aber er machte klar, dass sich an seinen Entscheidungen nichts ändern würde und ich de facto alleine mit Schwangerschaft, Kindern, Hund und Prüfungsbelastung dastehen würde. Zwei Wochen lang routierte alles. Ich konnte mir absolut nicht vorstellen, alleine in dieser Situation zu bleiben, - auch keine mich unterstützenden Eltern in der Nähe. Das Existenzminimum war gerade so gesichert, aber das war auch alles. Mit meinen ganzen Gefühlen von Einsamkeit, der Belastung, die die vorhandenen noch kleinen Kinder ohnehin mit sich brachten, das Examen, unvorstellbar, dann noch ein drittes Kind. Also zog ich Abtreibung in Erwägung. Da war eine Lösung, die scheinbar eine Lösung war. Aber je mehr ich mich mit diesem Gedanken beschäftigte, desto unvorstellbarer wurde das. Mein kleines Baby, gegen das ich ja persönlich gar nichts hatte, wegsaugen. Unvorstellbar! Ich sprach mit dem Kleinen und bat ihn, nichts persönlich zu nehmen. Es war entsetzlich. Aber dann, es gab ja eine andere Lösung: das Kind bekommen. Es würde schon irgendwie gehen. Und je mehr ich mir das vorstellte, desto unvorstellbarer wurde es und wieder schien Abtreibung die Lösung zu sein. Zwischen diesen beiden Polen wanderte ich hin und her. Das ging so zwei Wochen lang, in denen ich so gut wie nichts aß und kaum schlief, in allertiefster Depression. Das war die allerschwerste Zeit in meinem Leben. Wirklich! Das war das Schlimmste, was ich jemals durchwandert bin. Dann fiel der Groschen: ich ergab mich und sagte zu meinem kleinen Ungeborenen, dass er, wenn er jetzt, nachdem er gemerkt hat wie es hier bei mir zugeht, kommen möchte, dann soll er kommen. Andernfalls soll er sich " auf natürlichem Wege" wieder verabschieden. Jedenfalls würde ich nicht mit Hilfe des Medizinapparats und irgendwelcher Gerätschaften intervenieren. Und mein Kleiner entschied sich, bei mir zu bleiben und heute ist er 11 Jahre alt und ein Prachtkerl. Meine Lebenssituation ist heute komplett verändert.

    Sag`das Deiner Freundin und wünsche ihr von mir Alles Gute! Wenn sie die Absicht hat, mit dem Vater zusammenzubleiben, dann erlaube ich mir jetzt mal etwas gegen meine sonstigen Überzeugungen: Sie soll sich trennen! Das wird ihr schlußendlich enorme Kraft geben.

    Katarina :)
     
  4. Maud

    Maud Guest

    Ich habe auch aus diesen Gründen abgetrieben, habe es nie überwinden können. Alles Leben kommt von Gott, und nur er kann es auch beenden.

    Wie auch Immer man sich endscheidet in falle eine Unterbrechung wird man ein Lebenlang leiden, so war es bei mir. Jetz bin ich 72 ohne ein Kind und einsam, die Lebensumstände zwingen einen immer darunter zu leiden.

    L.G. Maud
     
  5. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Schalom Alechem

    der Mann/Freund ist meines erachtens ein Feiges Würstchen, dazu noch ein Arsch.... alt genug um zu Poppen, zu wenig Verantwortungsgefühl auch die Konsequenzen zu tragen...

    Ob in diesem Falle Abreibung gerechtvertigt ist? Ich denke eigentlich nicht, der Mann ist ja verpflichtet das Kind zu unterstützen, ob der das will oder nicht, er ist der Erzeuger und somit Verpflichtet - dagegen kämpfen kann er nicht und die Vaterschaft lässt sich ja heute unzweifelhaft klähren - somit läge das Finanzielle Beim Mann - das kann zwar ein paar ermüdenden Rechtstreitigkeiten mit sich bringen, aber im Endefekt ist die Rechtslage klar...
    Und auch denke ich nicht, dass der Mann auf das Kind mit HAss reagieren würde, das sagt er jetzt, aber wenn er den kleinen Knirps dann mal sehen würde, sähe das ganze ganz anders aus, es würden da Gefühle geweckt werden, die dem Mann warscheinlich gar nicht bewusst sind, Urgefühle usw...

    mfg

    FIST
     
  6. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
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    Von meinen Standpunkt aus geht das Wohl der Frau und das der schon geborenen Kinder immer vor das Wohl der ungeborenen Kinder.


    @Maud
    Ich kann mir deine Situation echt sehr gut vorstellen und es tut mir echt Leid für dich. Ich mache mir recht oft Gedanken über alte Menschen und ihre Vereinsamung.

    Was Gott angeht, es mag wohl sein das nur er das Recht hat Leben zu nehmen doch spielt es eine Rolle welches Werkzeug Gott dafür benutzt? Ob es nun eine Krankheit, ein Unfall oder ein Mensch war, man kann es alles als Gottes Wille interpretieren.
     
  7. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hallo Jovannah,

    rein vom systemischen her zeigt es sich in Aufstellungen immer wieder, dass Beziehungen immer und immer wieder daran zerbrachen, dass ein gemeinsames Kind abgetrieben wird.

    Und ich persönlich kenne zahlreiche Frauen, welche - egal ob mit oder ohne Wissen des leiblichen Vaters - das Kind haben wegmachen lassen - und kurz danach trotzdem *allein* da standen.

    Ich kenne auch eine Bezeihung, wo der *Vater* sagte, er wolle das Kind nicht - die *Mutter* ging damals weg, wanderte aus - und noch Jahrzehnte später leidet er darunter, dass er nie erfahren hat, ob sie *sein* Kind bekommen hat oder nicht.

    Auf jeden Fall ist er überzeugt, dass es ein Junge gewesen wäre - und er hat danach *nur* mehr eine Tochter bekommen - was ihn vielleicht noch mehr traf als der ev. doch geborene aber nie gesehen Sohn.

    Ich kenne auch eine Frau, welche als 16jährige ein Kind hat wegmachen lassen - und dann Jahre später mehrere Kinder relativ spät verlor - also so zwischen 5. und Totgeburt im 8. Monat. Sie leidet sehr unter dieser Situationen.

    Meine persönliche Einstellung, ich habe kein Problem damit, wenn Frauen abtreiben - sie machen es sich eh selbst - also ihr Problem - ich persönlich habs damals nicht getan, obwohls mir sogar von einem sehr konservativen Frauenarzt angeraten wurde.
     
  8. tamash

    tamash Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2005
    Beiträge:
    1.198
    Entscheiden muss sie sich selbst, aber wenn sie sich gegen den Willen des Vaters entscheided, sollte sie auch die Grösse haben niemandem zu erzählen wer er ist.
     
  9. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    Das finde ich aber nicht. Warum sollte der Vater des Kindes keine Konsequenzen tragen, nur, weil er kein Kind möchte?
    Ich kann mich ChrisTina, Maud und Katarina anschließen. Ich habe das auch bei Freundinnen erlebt, die abgetrieben haben (entweder weil sie das Kind nicht wollten oder der Partner) und die Beziehungen gingen teils recht dramatisch zu Ende.
    Was man "darf" und was nicht , kann man ja nur selbst entscheiden und muß auch selbst damit leben.
    Ich denke auch, daß es immer verschiedene Wege gibt und daß ein Kind und die Entscheidung für dieses Kind und für das Leben letztendlich Möglichkeiten öffnen kann, an die man jetzt noch gar nicht glauben kann.

    liebe Grüsse

    Alana
     
  10. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
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    mein langes post von gestern ist weg, pc ab gestürzt vorher.


    ja, weil die Frau in sich die Konsequenzen übernimmt.

    das ist für mich auch Thema darin. Der Mann hat das Gefühl, sie könne massiv sein weiteres Schicksal beeinflussen, ihn zum biologisch Vater sein zwingen oder nicht.
    Beiden ist es passiert, sie wird zur "Richterin" mit massiven Auswirkungen, ob so oder so.
    Sie allein soll plötzlich bestimmen ob die Veränderungen allen Beteiligten zumutbar sind, oder nicht.
     
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