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Gute Nacht Geschichte!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von federblume, 19. September 2007.

  1. federblume

    federblume Mitglied

    Registriert seit:
    19. September 2007
    Beiträge:
    31
    Ort:
    in 5020 <Salzburg
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    Bevor ich heute schlafen gehe, würde ich mich freuen, wenn jemand von Euch
    mir eine Gute Nacht Geschichte erzählen könnte.

    Dann schlaf ich auch gleich viel besser ein.

    Das wäre sehr nett von Euch.........mal was anderes oder?

    Gute Nacht Grüße von Federblume!
     
  2. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

    Es war einmal eine kleine Blume. Sie bestand aus ganz vielen kleinen bunten Federn, die im Wind sanft dahinschaukelten. Darum hieß diese Blume Federblume. Sie wuchs auf einer großen weiten Wiese unter einem alten Eichenbaum. Träumend blickte sie im Sommer auf in das dichte Blattwerk und freute sich über die Sonnenstrahlen, die dort hindurch blitzten. Träumend blickte sie im Herbst den bunten Blättern und dicken Eichenfrüchten hinterher, welche lustig auf die Erde fielen. Und im Winter, wenn es kalt war und sie halb erstarrt, sah sie die funkelnden Sterne am eisigen und klaren Nachthimmel.

    Nun war es Zeit für den Frühling. Die Nächte wurden kürzer, der Eichenbaum bekam neue Knospen und die Federblume fühlte Kraft in ihren Wurzeln hinaufsteigen in ihre sich neu entwickelnden Blätter. Sie freute sich über die Wärme der Sonne, schaute sehnsuchtsvoll den Zugvögeln hinterher und konnte es kaum erwarten, das Gebrumm der Bienen und Hummeln auf der Wiese zu hören.
    Jedoch....


    :confused: (jetzt muß jemand anders weiterschreiben :) , bin müde :sleep3: - aber, es war ein Versuch :foto:).

    Kaji
     
  3. kiri

    kiri Mitglied

    Registriert seit:
    24. September 2006
    Beiträge:
    201
    Du wolltest eine Gute Nacht Geschichte????? Na, dann schlaf gut! :zauberer1

    Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammen gekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nurzu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. "Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zu lässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und
    schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."


    LG - Kiri
     
  4. Lucille

    Lucille Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2006
    Beiträge:
    734
    :danke:


    ... für diese wunderschöne Geschichte


    LG
    Daisy
     
  5. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

    Dem schließe ich mich an :) .
     
  6. federblume

    federblume Mitglied

    Registriert seit:
    19. September 2007
    Beiträge:
    31
    Ort:
    in 5020 <Salzburg
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    vielen Dank Euch allen für die guten Nacht Geschichten!
     
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