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Gut sein!?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Ichnabod, 28. Mai 2005.

  1. Ichnabod

    Ichnabod Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Mai 2005
    Beiträge:
    6
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    Hallo Liebe Forummitglieder,

    ich bin erst seit kurzem beigetreten und habe sehr interessiert viele Eurer Beiträge gelesen. Und es drängt sich bei mir eine Frage auf, die ich gern Spirituell-Interessierten stellen würde, weil ich selbst, durch Erfahrung und Bücher noch nicht zu einer Antwort gelangt bin, bzw. meine Krisensituation nicht vollständig erfasst habe.

    Um zum Kern der Frage vorzudringen, muss ich ein wenig ausholen.

    Durch Bücher, Gespräche, Beschäftigung mit Tarot, Traumdeutung, Reflexion, bin ich immer wieder zu dem Punkt gelangt, oder besser gesagt zu dem Ratschlag:

    Sei harmonisch, hab Mitleid, hab Vertrauen, hab Geduld, akzeptiere, etc.

    Buddhistische Weisheiten, christliche Gebote, chinesische Harmonielehren, jüdische Weltentwürfe, islamischer Sufismus… all jene, beruhen, stark zusammengefasst, auf denselben Grundsteinen: Kämpfe an gegen dein Ego, Helfe anderen bei ihren „Kampf“, sei dir niemals sicher wer oder was Gott (in all seinen Variationen und Vorstellungsmöglichkeiten) ist, sei wachsam & gerecht.

    Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich hier vieles über einen Kamm schere, aber mir ist in dieser Aufzählung nur die „ausgepresste“ Essenz wichtig, die man ruhig als meine individuelle Betrachtung sehen kann. Ich entschuldige mich bei jedem, der sich für eine bestimmte Richtung entschieden hat und darin seine Wahrheit findet. Es liegt mir fern Religionen in Frage zu stellen, ich versuche sie auf einen Nenner zu bringen, weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass es einen gibt.

    In meinen Leben war ich sowohl Saulus als auch Paulus, ich habe gelogen und ich habe „Wahrheit“ verkündet. Ich habe mich diszipliniert und ich habe ausschweifend gehandelt. Ich versuchte „Gutes“ zu tun und „Böses“ zu vermeiden. Nur, und dass habe ich bis jetzt gelernt:

    Es gibt nichts von alldem. Alles was ich tat, war entweder für andere oder für mich in irgendeiner Form „Gut & Böse“. Je nach Betrachter, je nach Blickwinkel, je nach Situation.
    „Karma“, in dem Sinn habe ich nur in der Form von „was du sähst, dass erntest du“ kennen gelernt. Und: „Dass man zwar entscheiden kann was man gibt, aber nicht erwarten kann was man bekommt.“

    Und nun zu meinen Fragen:

    Wenn man von der Harmonie, als dem Gesetz des Kosmos ausgeht, wie soll man dann erfassen können, dass das was man tut, auch wirklich „Gut“ ist. Das man nicht aus einem „versteckten“ Egotrip heraus handelt. Wenn Weisheit genauso eine Illusion, wie Schönheit, Intelligenz und Gesundheit ist. Denn es gibt tausende Arten und Beispielen wie man Dumm, Sündig, Ungehorsam oder Krank sein kann, aber es gibt nur „die“ eine Erleuchtung, „das“ Schönheitsideal“, „den“ höchsten IQ, „die“ eine Gesundheit. Je mehr ich das durch mein „Bewusstes“ durchgehe, werde ich skeptischer, ob dies nicht alles nur eine anthropologische Neurose ist?!

    Wenn man „Gut“ handelt, handelt man womöglich „Böse“ für andere. Selbstlos zu sein ist wiederum nach einer Schwellgrenze, schädlich für das eigene Leben. Und wenn man schlecht zu sich ist, wie kann man dann gut zu anderen sein? Und umgekehrt, und so weiter.
    Nun, wie ihr merkt stecke ich hier in einem ziemlichen Gewissenskonflikt, da ich erst vor kurzem erkannt habe, wie sehr ich mein Leben vernachlässigte. Nur um mit anderen beisammen und zusammen zu sein. Ich erkannte, dass meine vordergründige Motivation, eine harmonische und glückliche Gemeinschaft zu bilden, aus Angst vor Einsamkeit (und diversen Kindheitstraumen) entstand.
    Und ich eigentlich mich selber und andere belog. Habe ich dadurch „gesündigt“? Wenn nicht, tue ich es jetzt, wo ich Menschen im Unklaren lassen, oder in der Konfrontation, sagen muss, dass sie mir nicht gut tun, obwohl ich sie selbst ausgesucht habe?

    Möglich, dass ich zu moralgeschwängert bin und mich dadurch im Kreis drehe, nur bin ich durch all die Lehren, Weisheiten und Tipps so verwirrt, dass ich am Liebsten alles vergessen würde und einfach nur darauf losgehen. Ohne wenn und aber. Nur da ich, als Waage Mensch, Gerechtigkeit und Fairness sehr hoch schätze, fällt mir dies unglaublich schwer.

    Es wäre nett, wenn jemand, der durch dieses Dilemma gegangen ist, Zeit hätte und mir etwas über seine / ihre Anschauungen erzählen könnte.

    Lieber Gruß!
    Ichnabod
     
  2. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2004
    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
    Grüß Dich!

    Ich kann Dich gut verstehen und auch ich stelle mir selber oft diese Fragen. Wir leben wohl in einer Welt wo vorwiegend dieses Schwarz-Weiß Denken besteht und nur das "richtig" oder "falsch" Denken. Nimmt sich jemand Zeit, und hinterfrägt mal das genauer, und läßt es auf sich wirken, dann wird er sehen, daß all diese Dinge sehr subjektiv sind. Dualitäten sind hier, aber wenn man beide in einer Art Harmonie zusammenbringen kann, dann kann man mit beiden Varianten so leben, daß es "ausgeglichen" ist.
    Jeder hat seine eigene Wahrnehmung, seine eigene Realität, ich selber las viel Laotse und versuche so weit es geht ausgeglichen zu sein, mich in andere reinzuversetzen und mich nicht von "festgelegten" sozialen Vorstellungen fixieren und beeinflussen zu lassen.
    Ich lernte Geduld aufzubringen, und mich als Schüler zu betrachten, auch wenn es manchmal jemanden gibt, der meint ich sei sein Lehrer, so wie ich auch viele Schüler als meine Lehrer betrachte.

    Danke für diesen schönen Thread, gefiel mir sehr gut, und vielleicht ergeben sich hier ja noch viele gute Denkanstöße!

    LG Ninja
     
  3. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Ichnabod - ich danke dir für deine Offenheit - ich bin auch Waage und versuche alles und jedes von jeder Seite zu beleuchten - immer wenn ich Menschen gegenüberstand, die eine sehr ausschließende Meinung vertraten, hatte ich das Bedürfnis Gegenargument zu finden.

    Die ersten Jahre meiner Suche waren auch geprägt vom Lesen, Massen an Büchern zogen in mein Hirn ein - irgendwann hatte ich, so wie du, das Gefühl ES REICHT mit dem Vollstopfen von Wissen und gab alle Bücher weg, um mich nur noch um Praxis zu kümmern - heute kann ich sagen, erst da hatte meine richtige Suche begonnen. Heute habe ich zwar auch wieder eine Menge Bücher, aber sie haben für mich heute einen anderen Wert und eine andere Bedeutung.

    Wie Ninja auch sagt, es geht um deine subjektive Erfahrung, die Erkenntnis deiner subjektiven Wahrheit. Was ist für dich gut, und nicht nur was tut dir gut, sondern bei welchen Aktionen in der Umwelt mit anderen Menschen etc. fühlst du dich gut. Es geht um die Wahrnehmung WAS IST momentan in dir und was für Auswirkungen auf deine Umwelt haben deine Gedanken(Wünsche), Gefühle (Bedürfnisse) und Aktionen. Es geht um Bewusstwerdung und nicht darum irgendwelche Dinge, Zustände etc. in dir zu unterdrücken oder zurechtzubiegen. Harmonie, Liebe, etc. sind erstrebenswerte Zustände aber nicht zu erzwingen. Diese Zustände entstehen wie von selbst, wenn die Blockaden die davor liegen, beiseitegeräumt sind.
    Mach dir doch einfach mal ne Liste von den Dingen die dir Viel in deinem Leben bedeuten und das können Menschen oder Dinge - Zustände (wie Geborgenheit, Sicherheit) oder auch Gestaltung von Leben und Umwelt sein. Und dann stell (getrennt in die verschiedenen Bereiche) eine persönliche Werteskala auf, was ist dir am wichtigsten, was am unwichtigsten (ohne in gut oder schlecht zu werten) - das schafft eine gewisse Klarheit.
    Liebe Grüße Inti
     
  4. vittella

    vittella Guest

    Hallo Ichnabod,
    es ist erstaunlich wie gut Du genau meine eigene innere Verwirrung ausdrückst,ich hätte es nie so gut beschreiben können,jedes Wort von Dir beschreibt auch mich und ich bin sicher auch viele andere,die in ihrem Leben nach der Wahrheit gesucht haben und immer wieder feststellen mussten,dass umsomehr man weiss,desto unwissender man ist...

    Gut und Böse sind Menschliche Wertvorstellungen,wir benutzen diese Teilung,weil unser Bewustsein Polar ist...
    Ich denke es kommt weniger darauf an was Du tust,als "wie" Du etwas tust.
    Das Wort "Sünde" heisst nur,dass man etwas verfehlt hat und neuen Anlauf nehmen darf......ob Du gesündigt hast,weil Du Menschen benutzt hast um nicht allein zu sein ist eine Verurteilung Dir selber gegenüber,man sollte nicht verurteilen,das bringt Probleme nicht das was Du getan hast und Du konntest ja nicht anders,sonst hättest Du es anders gemacht,vielleicht erwartest Du zuviel von Dir......
    Die Erleuchtung gibt es meiner Meinung nach nicht,oder besser....wenn einer erleuchtet ist bemerkt er es nicht mal...
    Erleuchtung bedeutet lediglich im Leben weiter zu gehen und den Fluss des Lebens nicht anzuhalten indem man z.B. nicht vergeben will oder ein Gefühl festhalten möchte u.s.w.

    Ich denke,es geht nicht darum gut zu handeln,sondern darum,das was man tut zu lieben.....damit keine Verurteilung geschieht,weder für sich selbst,noch für andere...

    Du bist mit Dir sehr ehrlich und das ist doch schön und wenn Du Deine Schwächen erkennt hast solltest Du Dich lieben mit allem drum und dran und erst diese Liebe wird auch die Veränderung in Dir bewirken die für alle gut ist.
    Kein Mensch kann einfach Gut sein,es ist ein Prozess,aber er führt nicht über das sich verbessern,sondern über das sich lieben,egal wie man ist...
    das steht eigentlich auch so in der Bibel nur dass viele zu Moralaposteln werden,anstatt zu liebenden Jüngern,weil es einfacher ist zu kritisioeren als zu lieben,dabei wäre es so einfach wenn der Mensch aufhören könnte zu Ur-teilen......
    Am liebsten alles vergessen und einfach drauflosgehen?
    Genau das solltest Du tun,dass ist eine wirklich Erleuchtete Erkenntnis,lach..
    genau das habe ich auch getan,ich hab alles weggeworfen,denn Wissen verirrt nochmehr und es gibt nur eines was der Mensch hat,es ist das Hier und Jetzt,es gibt nichts anderes,auch wenn wir vioelleicht irgendwann mal aus diesem Alptraum erwachen (wenn wir tot sind) und uns dann sagen:"Mann,das war ein Scheisstraum!"
    Der Schlüssel zu allem ist die Liebe.....
     
  5. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Yang Dschu:" Wer Gutes tut, tut es wohl nicht um des Ruhmes willen, aber doch wird ihm der Ruhm folgen. Der Ruhm hat an sich nichts mit Gewinn zu tun; aber doch wird ihm der Gewinn folgen. Der Gewinn hat an sich nichts mit Streit zu tun, aber doch wird sich der Streit an ihn heften. Darum hütet sich der Edle, Gutes zu tun."


    Liebe Jetzt ist die Brücke - (ohne oder mit "guter Tat"?, das ist die Frage?)

    Alles liebe von Goldi!!!!
     
  6. Queerkopf

    Queerkopf Mitglied

    Registriert seit:
    4. Mai 2005
    Beiträge:
    538
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    hallo

    Der Weg ist das ziel ist schon mal nicht schlecht und die grenzen einer dualen Weltanschauung hast doch schon lokalisiert. Allerdings wenn du nur gutes tun willst und somit den menschlichen rahmen für dich abschaffen willst geht das nur mit selbst anlügen. Gut und böse brauchen sich einfach um zu exsitieren wie alles in der polarität. Wenn du dadurch gucken willst und nicht mit der Lüge zufriegen bist dann mußt du deien negativen Seiten akzeptieren und sie in formen ausleben so das du damit klar kommst und dir kein anderer oder du selbst einen Spiegel vorhalten kann wo du dann machtlos bist weil du das nur ausgeblendet hast.
    Angefügt
    "Plus und minus sind exsistent aber es gibt mehr als die beiden Sachen, au Atim Ebene wäre das dann das neutron und Elektron und Proton stellen nur eien sich ausgleichende hülle dar. aber es geht noch weiter und dann geht es nicht mehr um plus und minus und neutral."


    cya

    jetzt lese ich die Antworten der andern, ich denke nicht das ich darauf eingehen werde höchstens es trifft iener sachen die mich jucken.
     
  7. Miramoni

    Miramoni Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2005
    Beiträge:
    1.528
    Ort:
    münchen
    hi,

    das leben riskieren, das fließen fördern und auf unbehagen achten.

    ???
    lg moni
     
  8. Queerkopf

    Queerkopf Mitglied

    Registriert seit:
    4. Mai 2005
    Beiträge:
    538
    Hallo

    Das angefügte konnte ich nicht mehr verbessern

    "Plus und minus sind exsistent aber es gibt mehr als die beiden Sachen, auf Atom Ebene wäre das dann das proton und Elektron, und das Neutron stellt den Kern einer sich ausgleichenden hülle dar. aber es geht noch weiter und dann geht es nicht mehr um plus und minus und neutral."

    cya
     
  9. Sir Morpheus

    Sir Morpheus Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    335
    Ort:
    Hessen
    Es gibt kein Gut und kein Böse!
     
  10. Ulien

    Ulien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2005
    Beiträge:
    2.465
    Ort:
    ~ Oche wa?
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    Hallo Ichnabod :)

    ich kann Dir sehr gut nachempfinden...Vor einigen Wochen hat es mich auch ganz schön "erwischt" aber ich wollte das so ! Im Nachhinein kann ich für mich sagen das war richtig so. Irendwelchen religiösen Dogmen , vorgeschrieben Ritualen oder sonstwas habe ich definitif den Rücken gekehrt. Ich weigere mich auch nur geringfügigst Zeit mit dem lesen irgentwelcher Lehren zu vertrödeln. Ich wollte die Wahrheit und die steckt in jedem von uns drin...wirklich in jedem man muß sich nur erinnern ...den Vorhang beiseite schieben. Mit ein wenig Aufmerksamkeit für Dein "Ich" findest du den Weg. In unserer lauten Gesellschaft die alles zerdenkt mit wenn ,aber, oder, vielleicht, könnte.... Ganz fein meldet sich die innere Stimme sehr leise und schwubs wieder wird sie von Gedanken überfahren. Das erste was ich gemacht habe war mal massiv gegen alle negativen Gedanken vorzugehen, also alle die mir etwas suggerrierten was ich nicht wollte. Dann lauschte ich meinem "Innerem" was das gern wollte. Habe hier auch einiges dazu im Forum geschrieben...
    Der nächste Schritt war für mich Gedankenkontrolle damit die mich nimmer kontrollieren ...mir Angst machen usw. Mein ganzes Leben hat sich komplett geändert ...auch ich habe Menschen aus meinem Umfeld outsourcen müssen im allereigensten interesse. Wenn mir jemand nicht gut tut und mich im weiterkommen behindert, selbst keinerlei Maßnahmen ergreift mitzugehen (selbst wenn ich Hilfe anbot)...sorry dann müssen sich die Wege scheiden. Selbst auf das Risiko hin das ich damit einen Fehler mache. Nicht gerade einfach ich bin auch eine Waage :D...
    Ich wünsche Dir das Du Deinen eigenen Weg findest mögest und Du dann den Mut aufbringen kannst ihn zu gehen mit allen Konsequenzen.

    Alles Liebe Ullili
     
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